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Rückstand durch Technik

Kultur | 20.01.2010 | 15:27 Vesta Nele Zareh
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27.01.2010 | 23:11 wingthom
Da treffen wohl zwei Welten aufeinander. Hier der "Berliner Block": ein Überbleibsel aus "besseren" Zeiten, in einer Region, die mal moderne Weltstadt war, dann lange politisches Konstrukt, massiv subventioniert bis heute. Mit mehr Raum als Menschen, die darin leben wollen. Das wirkt wie das alte Rom nach den Plünderungswellen, als die Trümmer auch irgendwie bewohnt, umgewidmet wurden. Das kann doch kein Vorbild sein für eine Region, die sich neu erfinden muss. Mit massivem Bevölkerungswachstum, Armutsmigration in die Region, hoher Arbeitslosigkeit, einer gewissen historischen "Verspätung" bei der gesellschaftlichen Entwicklung. Das trifft doch in den Emiraten zusammen mit zeitlich sicher beschränkten aber jetzt massiven Einnahmen aus den Rohstoffen. Da gibt es keine "Renten" und "Staatsschulden", sondern eine ungewisse Zukunft und jetzt Geld zum investieren. Die Philosophie von Masdar City soll doch sein, an einem extrem unwirtlichen Ort, fast einer Raumstation gleich, eine moderne profitable und nachhaltige Stadt zu bauen. Wenn das funktioniert, kann das Konzept - in abgewandelter Form - weltweit "exportiert" werden. Quasi schlüsselfertig angeliefert in Regionen, die Bedarf dafür haben. Wer lange in historisch gewachsenen Städten gelebt hat, den fröstelt es dabei. Wer jedoch bisher in einer uferlos wuchernden Metropole lebte, wer vielleicht auch gesehen hat, wie es in diesen Regionen den weniger Begüterten geht, wünscht sich so etwas wie Masdar als Mindeststandard. Denn in den Wüsten und Steppen der Welt ist weit mehr Platz als an den Küsten, die in naher Zukunft sicher anders aussehen werden als heute.
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Wer druckt, muss blechen

Alltag | 21.01.2010 | 18:30 Axel Henrici
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23.01.2010 | 16:26 wingthom
Die Verlage wollen Zeit gewinnen. Ihre eigenen Studien haben den jetzt schon eingetretenen Mediennutzunswandel erst für 2020 vorhergesagt. Entsprechend wurden weiter Druckereien gebaut und neue Zeitungen/Zeitschriften gegründet.
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Alptraum ohne Ende

Politik | 14.01.2010 | 18:05 Peter Hallaward
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15.01.2010 | 23:01 wingthom
Ich vermute jedem ist inzwischen klar, dass es mit einer Nothilfe hier nicht getan ist. Wir können wenig gegen Erdbeben tun und gegen tropische Stürme, aber wir sollten in der Lage sein, eine Mindesti...
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17.01.2010 | 23:51 wingthom
I see your points but I am not totally on your side. The Catholic approach is: contraception is allowed if you can't feed your children, if you can't take care for their future. AIDS isn't a problem in a pure Catholic world, if only married people have sex with each other. So you can't blame the Catholic approach for the spread of AIDS and over population. You can blame this approach for being purely a Theory as people in the real world (even in the richest and most educated regions) don't live this way. I think Haiti reminds us that we need to take care for the real people who want to make the best out of the situation they live in. But the discussion (within the Catholic churches) is ongoing - there are a lot of pragmatic people who accept realities and still want to help. They follow Jesus who didn't say: "Just follow MY rules and everything is ok". He did take care for the real people. But there are a lot of other people too who want to get out of a world that doesn't follow their strict rules.
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15.01.2010 | 23:36 wingthom
Ein anderer Vorschlag: jeder auf dem freien Arbeitsmarkt nicht vermittelbare Bürger ab 18 Jahren erhält eine Anstellung beim Staat, die seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht. Dann hätte z. Bsp. eine alleinerziehende Mutter Anspruch - wie alle im öffentlichen Dienst jetzt schon - auf Teilzeit mit sehr flexiblen Arbeitszeiten und anständiger Bezahlung. Natürlich kann auch gefordert werden: Fortbildung und Umschulungen, auch ein Wohnortwechsel kann notwendig werden. Das würde aus meiner Sicht zwei positive Effekte zeitigen: 1. hätten alle Menschen wieder Hoffnung auf aktive Teilhabe, würden produktiv und 2. würde der öffentliche Dienst eine deutliche Auffrischung erfahren, wäre ein Abbild der Gesellschaft Der Staat müsste auch einen Pool an Fachleuten vorhalten, aus dem sich Unternehmen bei Bedarf Mitarbeiter "ausleihen" können - die Nachfrage ist auf jeden Fall gegeben. Viele Überstunden werden doch nur deshalb geschoben, weil Unternehmen nicht so kurzfristig Personal einstellen und qualifizieren können wie sie die Leute benötigen. Es würde dadurch auch klar werden: die Bürger sitzen alle im gleichen Boot. Über die Steuern und Sozialabgaben, Länderfinanzausgleich etc. tun sie es ja indirekt sowieso.
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Ökologie der Zeitung

Kultur | 13.01.2010 | 17:00 Michael Jäger
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15.01.2010 | 23:14 wingthom
Die Netzeitung hat ihr ökologische Nische in dem Moment verloren, als das Internet ein Massenmedium wurde. Von da an ging es nur noch bergab. Auf einmal stellten viele Zeitungen ihre Archive online, ihre aktuellen Meldungen, die Nachrichtendienste auch und es entstanden massenhaft spezialisierte Online-Medien, von gut gemachten Blogs und Foren zu schweigen. Sie hat letztlich weiterhin zu den Kosten eines klassischen Mediums produziert aber nur die Einnahmen aus dem Internet erzielen können - das konnte mit Nachrichten als "Produkt" nicht funktionieren. Kein reines Nachrichtenangebot rentiert sich - nicht einmal bei den TV-Sendern wie CNN. Die schreiben jedesmal rote Zahlen, wenn es viel zu berichten gibt (hohe Kosten für das Programm und wenig Einnahmen, weil im Umfeld von Krieg und Katastrophen keiner werben will). Die historisch einmalige Kombination aus Vertriebs- und Anzeigenerlösen (von Nebengeschäften wie Bucheditionen zu schweigen) gibt es im Internet einfach nicht, am ehesten noch im Pay TV. M. E. werden trotzdem einige gedruckte Medien überleben, einige werden sich in interaktive Kanäle wandeln, noch andere Inhalte werden als Bücher erscheinen - doch die große Zeit von Zeitungen und Magazinen mit üppigen Redaktionsetats, Werbekampagnen und Deutungshoheit ist wohl für immer vorbei.
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Alptraum ohne Ende

Politik | 14.01.2010 | 18:05 Peter Hallaward
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15.01.2010 | 23:01 wingthom
Ich vermute jedem ist inzwischen klar, dass es mit einer Nothilfe hier nicht getan ist. Wir können wenig gegen Erdbeben tun und gegen tropische Stürme, aber wir sollten in der Lage sein, eine Mindestinfrastruktur aufzubauen, damit im akuten Notfall überhaupt geholfen werden kann. Ob es sinnvoll ist, diese durch Erdbeben und tropische Stürme massiv bedrohte Insel sehr dicht zu bevölkern - weit über die natürlichen Ressourcen hinaus - ist eine sehr politische Frage. Aus den Vorgängen in New Orleans haben wir ja gelernt, dass eine Umsiedlung größerer Bevölkerungsteile in Regionen, in denen kein Chaos herrscht, für beide Seiten von Vorteil sein kann. Die zerstörte Region kann sich auf den Wiederaufbau (in besserer Form als historisch gewachsen) konzentrieren und die Flüchtlinge können ein einigermaßen normales Leben führen. Jetzt muss allerdings erst einmal konkret geholfen werden und ich habe den Eindruck (durch Medien vermittelt), dass der Wille dazu wirklich vorhanden ist. Die logistischen Probleme sind jedoch so groß, dass noch sehr viel unnötiges Leid zum nicht vermeidbaren dazu kommt.
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Historische Systemkrise

Positionen | 06.02.2009 | 17:55 Robert Kurz
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06.02.2009 | 22:10 wingthom
Die menschliche Spezies wird auch diese Änderung ihres Ökosystems "überleben", da gab es schon ganz andere Herausforderungen. Keiner muss verhungern oder erfrieren oder aufgrund mangelhafter medizinischer Versorgung an Lappalien zugrunde gehen - dafür wird unser Sozialprodukt selbst dann reichen, wenn der gesamte Export zum Erliegen kommt. Schließlich arbeiten doch heute schon 90 % der Bevölkerung aussserhalb wirklich lebensnotwendiger Berufe bzw. Branchen. 10 % halten alles Wichtige am Laufen, der Rest ist nett zum haben, aber verzichtbar. Oder arbeitet für die Bevölkerung von Ländern, die sich zu fein dafür sind, Maschinenbau zu betreiben oder es nicht organisiert bekommen. Der Ruf nach einer starken Politik, die mit ein paar Massnahmen "alles wieder in den Griff bekommt", klingt vor diesem Hintergrund nicht nur naiv, sondern hilflos. Vermutlich bleiben die meisten Deutschen deshalb so ruhig, weil sie die Politik schon vor Jahren abgeschrieben haben - und das ist gut so. Wer kann, soll sich selbst helfen. Wer anderen helfen kann, sollte auch das tun. Und wer sich selbst nicht helfen kann. soll Hilfe angeboten bekommen und auch annehmen. Dafür braucht es kaum Politik, nur Menschen, die sich kümmern, eine aktive Gesellschaft.
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