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Blog von WOanders

17.02.2009 | 05:06

Langeweile

Langeweile   Weile aber lange. Mache Dinge brauchen einfach ihre Zeit. Aber Zeit ist relativ im Empfinden und von daher kann diese manchmal kaum aushaltbar sein. Andererseits man hat sich kaum umgesehen und schon wieder ist eine Stunde weniger. Aber die Welt dreht sich weiter, noch. Die zentrale Frage ist nur wie lange noch. So bleibt uns der kurze Augenblick unseres Daseins im Hier und Jetzt. (WIR) Für Manche bedeutet dies die Wiederholung des Gewohnten, für Andere der Wechsel. So zwitschen wir Hin und Her, Her und Hin und landen damit mir wieder im Jetzt, mal mehr und mal weniger. Manche verharren im Vergangenen, konnten sich nicht frei machen von dem was Erlebtes hervorgerufen hat. Die Frage nach Opfer und Täter ist dabei oft nicht unerheblich. Gewalt ein Ausdruck der Ursache für späteres Kranksein. Das ganze nun mal etwas verständlicher. Geboren wurde ich 1969, meinen ersten Alptraum hatte ich mit 8/9 Jahren, nachdem meine Unterstufenlehrerin von der Atomwaffe erzählt hat. Diese fiel in meinen Träumen auf meine bis dahin glückliche Welt und zerstörte das gesamte Leben. Kein Mensch, kein Tier, keine Pflanze, nicht einmal meine Eltern waren noch am Leben. Asche, graue Asche soweit ich sehen konnte und das Nacht für Nacht. Sie waren schlimm diese Träume. Irgendwann fand ich heraus, dass wenn ich vorm einschlafen das Lied „Kam ein kleiner Teddybär“  singe, hört dieses furchtbare, nächtliche Erleben auf. Mit diesem Lied schaffte ich es und konnte endlich wieder in Ruhe schlafen ohne Angst. Insgesamt hatte ich wenig Angst als Kind und auch als Jugendliche. Bis ich 1990 im Februar nach einer schweren Virusgripppe in die Psychiatrie kam. Meine Eltern wiesen mich auf Rat meines Hausarztes ein. Es war Wochenende und eigentlich sollte ich nur einen Tag zur Bebachtung bleiben. Es war der Tag an dem man mir meine Freiheit nahm, eingeschlossen in einer Anstalt. Ich verstand das alles nicht. Erst nach einem halben Jahr wurde ich wieder entlassen mit der Diagnose Hebiphrenie. Heute weiß ich, dass das was ich z.T. in der Psychiatrie erlebt habe, mich traumatisiert hat. Die Opfer und Täter Frage bleibt. ICH bin den Schritt gegangen und lasse mich am Mittwoch rechtsanwaltlich beraten, möchte für mich klären was war geltendes Recht und wo wurden die Grenzen beim Handeln im Rahmen dieser Institution überschritten. Dank einer sehr guten therapeutischen Begleitung habe ich es geschafft meine seit Jahren existierende, quälende Angst vor der Psychiatrie zu überwinden und spüre allmählich wieder anzukommen im Leben im HIER und JETZT. Nun bin ich wieder zuversichtlich.
 
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Frieden wäre ein schönes Ziel, ein weites, vielleicht nie Mögliches für uns Menschen und doch versuche ich mein Handeln so auszurichten, dass ich damit schon mal rein persönlich es nicht aus den Augen verliere.
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