wok1234

Menschenrechtsverletzungen

19.03.2010 | 12:33

Menschenrechtsverletzungen in Deutschland

Heutzutage fragt sich der frei denkende Staatsbürger schon: Warum konnte der sexuelle Missbrauch an Minderjährigen in der Bundesrepublik Deutschland solch enorme Ausmaße annehmen ? Warum wurde Jahrzehnt lang geschwiegen ? Natürlich haben zahlreiche Opfer und ihre Familien damals um Hilfe gebeten. Sie haben das bei den Kirchenoberen, bei den Schulleitern und bei der Polizei getan. Doch passiert ist reichlich wenig bis gar nichts. Das Darmstädter Echo titelt: Lehnte die Polizei eine Anzeige ab ? Eine minderjährige Schülerin der Odenwaldschule hatte sich damals hilfesuchend an die Heppenheimer Polizei gewandt. Doch dort wurde sie abgewimmelt. Zu ungeheurlich waren die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs durch ihre Lehrer. Zu renommiert die Schule, die 1981 durch den persönlichen Besuch des damaligen hessischen Ministerpräsident Börner geadelt wurde. Da wagt sich ein kleiner Polizeibeamter natürlich nur ein Jahr später - nämlich 1982 - nicht, Ermittlungen einzuleiten.

Die Kirchen, die Schulen und die Polizei wussten mehr, sehr viel mehr, als sie heute zugeben wollen. Ein wesentliches Moment bei der Betrachtung dürfte sich aus der Tatsache erkären, dass gegen Alphatiere der Gesellschaft offensichtlich nicht ermittlet wird. Die minderjährigen Opfer dürften in der Mehrzahl der Fälle keinerlei realistische Chance gehabt haben Ermittlungen anzustossen. Nur will das auch heute noch keiner hören. Das Unterlassungsprinzip bei Anzeigen gegen "Amtsträger" lautet: Je ungeheuerlicher die Straftaten, desto geringer fällt die Hilfe aus, auf die die Opfer bei den Strafverfolgungsbehörden hoffen dürfen.

Dass selbst Richter und Staatsanwälte zu Straftätern werden können, daran wagt in diesem Land - selbst im Jahr 2010 - ohnehin niemand zu denken und in den traditionellen Medien werden sie kaum einen entsprechenden Hinweis finden. Dabei sind Staatsbeamte auch nur Menschen. Und das wusste der Gesetzgeber natürlich auch, als er das Strafgesetzbuch verfasste. Im StGB finden sie eine ganze Reihe von Straftaten - begangen im Amt. Zum Beispiel: Unterlassen der Diensthandlung, Strafvereitelung im Amt, Rechtsbeugung und Falschbeurkundung im Amt usw.

Gerade das Unterlassen der Diensthandlung und die Strafvereitelung im Amt dürften hier zum tragen kommen. Und zwar ein einem Aussmass - vermutlich dramatisch öfter - als der Öffentlichkeit lieb sein dürfte.

Wer mehr über dieses offensichtlich höchst unangenehme Thema erfahren will, der sollte die folgenden drei Begriffe googeln: Ex-Richter Frank Fahsel. Fahsel war merh als 30 Jahre Richter am Landgericht in Stuttgart. Lesen sie seinen Artikel hierzu in der Stuttgarter und der Süddeutschen Zeitung. Hier erfahren sie von einem der es wissen muss, wie es um die BRD als Rechtsstaat bestellt ist. Dabei ist - die Garantie der Anwendung der nationalen Gesetze - ein Menschenrecht, das der Staat seinen Bürgern zu garantieren hat ! Und zwar ohne wenn und aber ! Gerade bei den besonders schutzwürdigen minderjährigen Opfern haben die Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Linie über Jahrzehnte versagt. Und das muss sich ändern - und zwar rasch ! 

 

 
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Kommentare
Carl Gibson schrieb am 19.03.2010 um 20:19
Es ist etwas faul im Staate ...

Wenn derart ungeheuerliche Verfehlungen, Straftaten, Verbrechen, begangen von Priestern und Lehrern in Elite-Anstalten der Ausbildung, nicht ans Tageslicht kommen,
wenn ein Bürger, der eine Straftat anzeigen will, abgewimmelt wird, um andere zu protegieren, gar um Verbrechen zu decken, dann funktioniert etwas nicht im Rechtsstaat.

Dass es eine ewige Diskrepanz zwischen Recht und Gerechtigkeit gibt, ist nicht neu.
Dass aber geltendes Recht nicht umgesetzt wird, verweist auf das Versagen staatlicher Kontrollinstanzen.
Die elementaren Menschrechte und Bürgerrechte der Betroffenen und Opfer wurden in diesem Kindesmissbrauch-Skandal in vielfältiger Weise verletzt, beginnend mit der Hinwegsetzung der Täter über die in der Verfassung garantierten Würde des Menschen, die unantasbar ist.
Priester, Diener Gottes und Pädagogen, Diener der Nächsten und Behüter der Schutzbefohlenen, sollten das wissen.

Die ethisch-moralischen Fragen dahinter bzw. die Gesamtverantwortung der Institution Kirche habe ich in einem weiteren Beitrag thematisiert.
Carl Gibson
Calvin schrieb am 19.03.2010 um 20:24
Die Kirche versteckt sich gerne hinter dem "Wer von euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein." (Sollen Sie nur mal, ich bin zwar nicht frei von Schuld, aber das mit dem Werfen würde ich trotzdem versuchen).

Außerdem wird Zivilcourage sehr gerne mit Denunzieren verwechselt, was in manchen Fällen gravierende Folgen hat. Denn vielleicht hat der Priester auch Familie, und wer will schon daran Schuld sein, die zerstört zu haben?

Wenn Macht auf Recht trifft, dann wird es Spannend...
wok1234 schrieb am 20.03.2010 um 12:05
Die kleinen Freuden des Daniel Cohn-Bendit !

Wer mehr über die perverse sexuelle Ausrichtung des Grünen Europapolitikers Cohn-Bendit lesen möchte, dem empfehle ich den Blog - eines - durch einen katholischen Priester missbrauchten - Opfers - Norbert Denef - zu besuchen. Sie finden dort auf der rechten Seite den Begriff - Kategorien. Klicken sie dann das Wort - Politik - an. Hier finden sie den Beitrag mit dem Titel: Die kleinen Freuden des Daniel Cohn-Bendit. Dort klicken sie bitte den Link -Fundstück vom 23. April 1982 - an. Dann gelangen sie auf die Homepage von www.fdesouche.com. Unter article/46086 finden sie ein Video von Cohn-Bendit. Er schwärmt in diesem Video wortreich von der wahnsinnigen Erotik der 4-6 jährigen kleinen Mädchen.

Cohn-Bendit ist Altschüler der - wegen Jahrzehnte langen Kindesmissbrauch in die Schlagzeilen geradenen - Odenwaldschule in Heppenheim.
Cohn-Bendit ist das lebende Negativ-Beispiel, was diese perverse Reformschule für kaputte Typen hervorgebracht hat, die 1981 durch den persönlichen Besuch des damaligen hessischen Ministerpräsident Börner noch geadelt wurde.

Kein Wunder also, dass sich der sonst so wortgewaltige Altschüler der Odenwaldschule in Heppenheim nicht zu den Missbrauchsfällen seiner Schule in den Medien zu Wort gemeldet hat !

Das mindeste was man von dem Grünenpolitker Cohn-Bendit - und seiner Partei - erwarten könnte, ist der - sofortige - Rücktritt von allen politischen Ämtern, bevor ihn die Grünen vor die Türe setzen !

Denn für sich öffentlich bekennende Kinderschänder sollte im Jahr 2010 in - keiner - Partei mehr Platz sein !
nuntius schrieb am 20.03.2010 um 13:31
Die jetzt öffentlich gewordenen Straftaten waren vielen Betroffenen und Zeugen seit Jahrzehnten bekannt. Viele stehen seit Jahren in der Öffentlichkeit, in den Medien, der Politik und der Wirtschaft. Sie hätten die Macht, das Geld und den Einfluß gehabt vieles zu beenden. Warum sie es nicht taten, weiss ich nicht. Eine Ursache, war sicherlich, das die Gesellschaft bis vor kurzem noch nicht bereit war solche Probleme aufzunehmen. Selbst heute ist diese Form der Kritik an Kirche und Alt68er-Spielwiesen noch nicht alltäglich. Wer sich vor einigen Jahren als Opfer oder Zeuge geoutet hätte, wäre gesellschaftlich erledigt gewesen. Erst im wiedervereinigten D. sind auch durch die ungern gesehenen Einflüsse des Ostens alte Strukturen untergraben worden.

Außerdem. Begrabt doch endlich dieses Rechtsstaat-Getue. Es gibt ihn nicht, es gab ihn nicht, und es wird ihn auch nicht in Zukunft geben.
In einem Rechtsstaat steht jedem Bürger der gleiche Zugang zu den Institutionen der Rechtspflege, des Rechtswesen, des Rechtsverfahrens usw. zu. Die Gebührenordnung der Anwaltskammer, der Gericht und der Rechtspflege schließen das aus. Also hört auf vom Rechtsstaat zu träumen, solange Recht haben und Recht kriegen der Geldbeutel steht wird sich daran nichts ändern.
wok1234 schrieb am 23.03.2010 um 13:48
Einen erheblichen Anteil der Schuld am desolaten Zustand des so genannten Rechtsstaats BRD müssen sich auch die Medien anrechnen lassen.

Sie machen es deutschen Opfern von Menschenrechtsverletzungen in Deutschland auch heute immer noch schwer bis unmöglich ihre Fälle zu veröffentlichen. Für diese Gruppe von Opfern gibt es keine funktionierende Lobby - an die man sich mit Aussicht auf Erfolg wenden kann.

Aus purer Angst, es sich mit Politikern zu verscherzen, weigern sie sich auch heute noch Fälle zu publizieren in die Politiker und Behörden verwickelt sind. Dieser Praktik folgen sie auch dann noch - oder vermutlich besser ausgedrückt - gerade dann, wenn Verfehlungen von Politikern und Justizbeamten zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Für solche Opfer - existiert - der so genannt Rechtsstaat von einem zum anderen Tag auf einmal nicht mehr.

Die Presse muss sich nicht wundern, wenn ihre Auflagen und ihre Anzeigeneinnahmen zurückgehen.

Investigativen Journalismus gibt es in Deutschland nur, wenn es um die Verfehlungen in fernen Ländern geht. Mit dem Finger auf andere zu zeigen ist natürlich einfacher als über die Missstände im eigenen Land zu berichten.

Die ungeheurlichen Zahlen von sexuellen Missbrauch und von Gewalt durch Priester sprechen eine deutliche Sprache. 35 000 in Irland, 11 000 in den USA ! Fragt man sich wieviele werden es in der BRD werden.

Verbrechen solchen Ausmasses können nur geschehen, wenn sich auch die Medien Jahrzehnte lang weigern darüber zu berichten.

Heute ist es keine Kunst mehr auf diesen Zug aufzuspringen.

Ich bin gespannt, wenn das Schweigetabu endlich gebrochen wird und genauso ausführlich über die Verfehlungen und Missbräuche der staatlichen Behörden in diesem Land gesprochen werden wird.

Vermutlich wartet die Presse bis es wieder im Internet los geht, um dann als Trittbrettfahrer auf den Zug aufzuspringen.

Mehr Leser - werden sie bei diesem Verhalten für ihre Zeitung natürlich nicht gewinnen können.
mindamino schrieb am 27.08.2010 um 17:47
Der Einfluß gerade auf die großen Medien ist groß und es wird zensiert und sanktioniert. In Deutschland wird insbesondere auch im vorauseilendem Gehorsam gehandelt, so dass sich bereits angepasst wurde bevor es zu Sanktionen kommt. Ein solches Verhalten wird gerade in der Justiz belohnt.

Justizopfer dürfen gemäß der Justiz beleidigt, verspottet, verleugnet und ausgelacht werden:
www.justizirrtum.info/forum/posts/4326.html

Die Menschenschädiger in der Justiz sind zu belobigen und zu belohnen.
Wer die Schweinereien dann öffentlich macht, der wird gerne mit unhaltbaren Beleidigungsverfahren etc. überzogen:

justiz.xp3.biz
justiz.xp3.biz/juristenzitate.htm
wok1234
Menschenrechtsverletzungen in Deutschland ! In den Behörden ist dafür niemand zuständig ! Keiner kümmert sich um die Opfer ! Wie will der Staat Menschenrechte in Deutschland garantieren ?
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