Wolfram Heinrich

Der Franze hat gsagt

08.06.2011 | 01:49

Der Gauthammer Sieghard - 2. Versuch

Der Gauthammer Sieghart von Butterau bei Miesbach hatte einst in Andechs ein delikates Geschäft von so privater Natur zu besorgen, daß es hier verschwiegen werden muß. Um den Weg abzukürzen, lieh er sich ein Boot und ruderte quer über den Starnberger See.

Was niemand erwartet hatte geschah: Der Gauthammer Sieghard wurde mitten auf dem Starnberger See von sarazenischen Piraten entführt. Die Geschichte ist vor langer, langer Zeit passiert, inzwischen ist der Seeweg von Mekka nach Starnberg längst wieder in Vergessenheit geraten, damals aber...

Der Gauthammer Sieghard jedenfalls ist von den sarazenischen Piraten auf dem Sklavenmarkt von Kairo verkauft worden. Er konnte entkommen und gelangte nach einigen Wirren und vielen Abenteuern schließlich bis nach Indien, wo er es zu Ansehen und Reichtum brachte und zum Dank dafür den damals noch wahnsinnig hektischen Indern die bayerische Bierruhe beibrachte. Weil in Indien aber kein gescheiter Hopfen wachsen tut, er also kein richtiges Bier nicht brauen konnte, hat der Gauthammer Sieghard notgedrungen die Meditation erfunden und damit war der Inder erstmal sediert.


 
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Kommentare
Calvani schrieb am 08.06.2011 um 02:06
Na, also, du hast ja vielleicht Ideen, Wolfram!
Und was war nun die Basis für diese Geschichte?
Wolfram Heinrich schrieb am 08.06.2011 um 02:17
@Calvani
Und was war nun die Basis für diese Geschichte?

Was denn für eine Basis? Das ist eine knallhart recherchierte Geschichte, alles ist genau so passiert, wie ich es niedergeschrieben, so wahr ich der Liebe Gott bin.

Ciao
Wolfram
weinsztein schrieb am 08.06.2011 um 02:21
Die sarazenische Bedrohung selbstverständlich.

"Da 'Sarazenen' (d. h. Mauren überwiegend berberischer Herkunft) von der spanischen Halbinsel während des 9. und 10. Jahrhunderts vereinzelt auch Züge über die Alpen in die Schweiz unternahmen, wo sie unter anderem bis nach Chur und St. Gallen kamen, hat man in späterer Zeit einige Schweizer Ortsnamen mit solchen „Eindringlingen“ in Verbindung bringen wollen. Auch in denjenigen Fällen, in denen sich ein solches Toponym sprachlich tatsächlich aus dem Namen der Sarazenen herleiten lässt – wie speziell im Fall von Pontresina (1137–1139 als pons sarasina, 1303 als ponte sarracino belegt) und der Wasserleitung Bisse de Sarrazin im Walliser Vercorin – ist jedoch zu bedenken, dass im Hintergrund auch ein nicht oder nicht mehr ethnisch bedingter Personenname des namengebenden Erbauers oder Besitzers stehen kann, oder eine allgemeinere Bedeutung wie 'fremdartig, alt'."
(wikipedia)
claudia schrieb am 08.06.2011 um 09:50
>>Sarrazin<<
>>'fremdartig, alt'<<
Oh ja, das trifft zu...
Wolfram Heinrich schrieb am 08.06.2011 um 10:57
@weinsztein
"Da 'Sarazenen' (d. h. Mauren überwiegend berberischer Herkunft) von der spanischen Halbinsel während des 9. und 10. Jahrhunderts vereinzelt auch Züge über die Alpen in die Schweiz unternahmen, wo sie unter anderem bis nach Chur und St. Gallen kamen,...

Weil sie dort keine Minarette nicht bauen durften, sind sie dann schimpfend wieder heimgezogen. Noch heute weigern sich rechtgläubige Sarazenen, Emmentaler zu essen.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 08.06.2011 um 10:58
@claudia
>>Sarrazin<<
>>'fremdartig, alt'<<
Oh ja, das trifft zu...


So wie der Zigeunerbaron Sarkozy gegen die Zigeuner hetzt, so der Sarrazin gegen die Seinen.

Ciao
Wolfram
Fro schrieb am 08.06.2011 um 02:22
Danke für diesen Hinweis Wolfram – Lokalpatriot, wie ich mittlerweile bin, habe ich es sofort der Flensburger Brauerei gemailt – die wollen nun in der Region eine Vermarktungskampagne unter dem Motto: „Meditieren war gestern – heute tut es eine Kiste Flens“ – starten.
Wolfram Heinrich schrieb am 08.06.2011 um 11:00
@Fro
Danke für diesen Hinweis Wolfram – Lokalpatriot, wie ich mittlerweile bin, habe ich es sofort der Flensburger Brauerei gemailt – die wollen nun in der Region eine Vermarktungskampagne unter dem Motto: „Meditieren war gestern – heute tut es eine Kiste Flens“ – starten.

Nach einer Kiste Flens sitzen die Weisen gerne da und meditieren darüber, wie es kommt, daß sich die Erde um das eigene Selbst des Flensvollen dreht.

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 08.06.2011 um 09:39
Aufgrund eines Transskriptionsfehlers haben die Inder den Gauthammer Sieghard nicht Sieghard, sondern Sidhart genannt.
Deswegen blieb seine wahre Herkunft lange Zeit unbekannt...
Schachnerin schrieb am 08.06.2011 um 10:08
und die Inder haben ihn Gautama genannt, weil sie Gauthammer nicht sagen können haben.
Wolfram Heinrich schrieb am 08.06.2011 um 11:01
@claudia
Aufgrund eines Transskriptionsfehlers haben die Inder den Gauthammer Sieghard nicht Sieghard, sondern Sidhart genannt.
Deswegen blieb seine wahre Herkunft lange Zeit unbekannt...


Das genau wollte ich dem staunenden Publikum vermitteln. Man beachte, daß der Heimatort des Sieghard Butterau ist.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 08.06.2011 um 11:02
@Schachnerin
und die Inder haben ihn Gautama genannt, weil sie Gauthammer nicht sagen können haben.

Nix gegen den Inder, der Inder kann viel. Aber "Gauthammer" und "Oachkatzlschwoaf" sagen kann er so wenig als wie er 1 ordentlichen Hopfen anbauen kann.

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 08.06.2011 um 11:47
Ja, so schleift sich das ein.
aus dem Gauthammer Sieghard aus Butterau wird Gauthamma Sidhart von Buddau und dann schliesslich: das wissen wir ja.
Nicht mal der Hesse hats gemerkt.

Das ist wie mit "down loading" -> "downloaden"
-> "downgeloadet": ein urdeutsches Wort, das kein Engländer aussprechen, geschweige denn verstehen kann.

---
>>...so wenig als wie er 1 ordentlichen Hopfen anbauen kann.<<
Das allerdings, lieber Wolfram, hat der Inder gar nicht nötig. Dort wächst nämlich ein dem Hopfen verwandtes Kraut, das man rauchen kann...
Wolfram Heinrich schrieb am 08.06.2011 um 18:29
@claudia
Nicht mal der Hesse hats gemerkt.

Ein Hesse, der sich dann als Schwabe erweist - was willst du von so einem schon erwarten?

>>...so wenig als wie er 1 ordentlichen Hopfen anbauen kann.<<
Das allerdings, lieber Wolfram, hat der Inder gar nicht nötig. Dort wächst nämlich ein dem Hopfen verwandtes Kraut, das man rauchen kann...


Hasch mich, ich bin der Hopfen. Hat eigentlich schon mal jemand systematisch nachgeforscht, wie Hopfen, rauchte man ihn, wirken würde? Psychotrop, meine ich.

Ciao
Wolfram
Schachnerin schrieb am 09.06.2011 um 11:01
@Wolfram Heinrich
und die Finnen könnten auch nicht Oachkatzlschwoaf sagen, weil da zuviele Konsonanten hintereinander vorkommen. Die würden Oachkatzelischwoafi sagen müssen.

servus
Schachnerin
Don Quijote schrieb am 08.06.2011 um 10:16
Sehr schöne Schnurre. 5 Sternchen!
Wolfram Heinrich
Der Franze hat gsagt, der Xaver wenn das noch hätt erleben können, sagt er, der hätt sich totgelacht.
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05:18
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
05:13
Alien59 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
04:55
boldine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
04:50
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
04:34
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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