Wolfram Heinrich

Der Franze hat gsagt

25.06.2011 | 09:49

Fahrrad und Fitneß

Jetzt im Sommer sieht man sie wieder rudelweise über die Straßen fegen: Die Fitneß-Radfahrer, viele davon in vorgerücktem Alter, mit ihren aufwendigen Rädern und der nicht minder aufwendigen modischen Bekleidung.

Im Gegensatz zur Oma auf ihrem schwarzen Dreigangrad, die radelt, weil sie irgendwohin will, fahren diese Leute wegen der Fitneß. Sie wollen nicht von Punkt A nach Punkt B, sondern sie wollen überflüssiges Fett verbrennen, etwas für ihre Gesundheit tun, sich fit halten.

Wozu dann dieser Aufwand? Mit einem 20-Gang-Aluminium-Rennrad muß ich zum Verbrennen von soundsoviel Kalorien 50 km radeln, mit all den Gefahren, die der Straßenverkehr so mit sich bringt. Auf einer alten, simplen Gurke mit drei Gängen oder gar ganz ohne Gangschaltung erreiche ich den selben Zweck schon mit - sagen wir mal: - 20 km Fahrt. Das simple Rad ist ja viel schwerer, die Gangschaltung viel weniger effektiv, so daß ich mich viel mühsamer trete und entsprechend mehr abtrainiere.

 
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Kommentare
goedzak schrieb am 25.06.2011 um 10:07
Boah, so früh am Samstagmorgen wird man schon so sehr zum Nachdenken angeregt. - Ich denke darüber nach, was ich für eine Art Radler bin. Ich gebe Dir vollkommen Recht, 20 km mit einem alten Nashorn von Fahrrad würden genauso fit machen. Trotzdem habe ich ein recht "aufwendiges" Rad (allerdings keines von dem Typus, den Fitnessradler bevorzugen), verabscheue allerdings aus stylistischen Gründen die Fitnesskleidung.
Ich fahre nicht, um Fett zu verbrennen, ich fahre (oft) nicht, um irgendwohin zu kommen, ich fahre aus dem selben Grund, aus dem ich fernsehe oder im Internet surfe: ich will hören und sehen. Damit das Programm nicht langweilig wird, müssen es also mehr km werden als die 20, verstehste?
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 10:50
@goedzak
Boah, so früh am Samstagmorgen wird man schon so sehr zum Nachdenken angeregt.

Ich bin da gnadenlos. Wenn ich des nachts um drei Uhr aufwache, sind die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf schießen:
* Wer bin ich?
* Wo komme ich her?
* Wo gehe ich hin?
* Was für einen Sinn hat das Leben? (wenn überhaupt)
Nach ca. zwei Minuten stelle ich mit Erleichterung fest, daß das philosophische Fragen sind, deren Beantwortung locker noch bis morgen oder übermorgen oder bis zum St. Nimmerleinstag warten kann.

...verabscheue allerdings aus stylistischen Gründen die Fitnesskleidung.

Das ehrt dich und freut mich ungemein. Es gibt anscheinend doch noch Leute mit 1 Geschmack.

Ich fahre nicht, um Fett zu verbrennen, ich fahre (oft) nicht, um irgendwohin zu kommen, ich fahre aus dem selben Grund, aus dem ich fernsehe oder im Internet surfe: ich will hören und sehen. Damit das Programm nicht langweilig wird, müssen es also mehr km werden als die 20, verstehste?

Das ist ja nochmal was anderes. Ich kann doch davon ausgehen, daß du deine Kilometer dann auch nicht mit schmerzverzerrtem Gesicht, über das Linkrad gebeugt herunterradelst, sondern erhobenen Hauptes die Gegend betrachtest, immer auf der Suche nach Punkten, an denen es lohnt, langsam zu fahren, gar anzuhalten?
Zum Thema "Sport und was er soll" hier ein Auszug "Man Friday" ("Freitag und Robinson") von Jack Gold: www.youtube.com/watch?v=rLBY4qUqOxg
Einer dieser Filme übrigens, für die ich das gesamte Filmwerk von Rainer Werner Fassbinder, Pier Paolo Pasolini und Jean Luc Godard ohne eine Sekunde zu zögern ins Scheißhaus spülen würde.

Ciao
Wolfram
tlacuache schrieb am 25.06.2011 um 12:12
Danke fuer Freitag und Robinson, konnte mich kaum noch dran erinnern, Zeitgemaesser denn je.

Zu: "Was für einen Sinn hat das Leben, (wenn überhaupt)?".
Shimano! (Bruder von Buddha)

Weil:
@goedzak oder @Wolfram Heinrich
beim BMX Radeln:

www.youtube.com/watch?v=Kn97d53IsdE&feature=related
Gruss
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 13:24
@tlacuache
Danke fuer Freitag und Robinson, konnte mich kaum noch dran erinnern, Zeitgemaesser denn je.

Wohl wahr.

Zu: "Was für einen Sinn hat das Leben, (wenn überhaupt)?".
Shimano! (Bruder von Buddha)


"Leben heißt fahren, wrumm, wrumm." (Kawasaki, Urenkel von Budda)
Zu Buddha dies:
www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich/der-gauthammer-sieghard---2-versuch
Und zum Motorradfahren jenes:
www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich/motorradfahrer

Und zu deinem Clip: Ob's nicht angenehmere Arten des Selbstmords gibt?

Ciao
Wolfram
tlacuache schrieb am 25.06.2011 um 13:55
Also Heinrich,
ich les' Sie in Zukunft nicht mehr, nach Kawasaki kam der naechste Tastaturharakiri, heute war's gruener Tee aus der Mongolei, dass wird mir zu teuer mit Ihnen.
Gauthammer kannte ich schon von Ihnen, immerhin haben Sie noch keinen Blog vom Mooshammer gemacht (Wer weiss?).
Kennen Sie eigentlich schon den Mao? Urneffe von Buddha und Cousin 8. Grades von Karl M.
Der Thomas Johnson (18. Grades Cousin von Mao) ist uebrigens daran Schuld, dass Sie heute noch den Berg hochkommen...
LG
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 14:11
@tlacuache
Also Heinrich,
ich les' Sie in Zukunft nicht mehr, nach Kawasaki kam der naechste Tastaturharakiri, heute war's gruener Tee aus der Mongolei, dass wird mir zu teuer mit Ihnen.


Ja, Herrgottsnein, und ich sag noch, schluckts runter, bevorts ihr mich lests. Soviel Weitblick kann man doch erwarten.
Und: "Es war ja noch ein Glück, daß es nur eine Tastertur war und kein Laptop." - "Gott, der Herr, bewahre uns vor Dingen, die 'noch ein Glück' sind." (Die Tante Jolesch)
Und weil wir schon bei den frommen Sinnsprüchen sind, es also eh schon wurscht ist:
"Wenn dir ein Vogel aufs Hemd kackt, werde nicht wütend. Freue dich lieber, daß Kühe nicht fliegen können."
ROBERT GRIESS

Ciao
Wolfram
Angelia schrieb am 25.06.2011 um 12:14
Also ich finde es schon schön, wenn man einfach ein paar Gänge schalten kann, um eine Anhöhe hinaufzukommen, statt absteigen und schieben zu müssen. Wir haben hier im Rheinland ja auch mal den ein oder anderen Hügel. Ich fahre aus 2 Gründen Rad: ich hasse laufen genau so wie Auto fahren, es macht mir Spaß und entspannt. Also habe ich 2 Räder, eines zum einkaufen fahren mit Korb und ein Mountainbike just for fun. Beide sind übrigens 15 Jahre alt und Dank meiner Radwerkstatt und der damals noch guten Qualität besten in Schuss. Ich verzichte auch auf radgerechte Funktionskleidung. Sie gefällt mir nicht. Abgeschnitte Jeans, Turnschuhe und Shirt, fertig. Eine Radelhose brauche ich nicht. Der Hintern gewöhnt sich dran. Ich trage auf längeren Strecken zum polstern Radlerhandschuhe. Außerdem sehen die richtig cool aus. Im Gegensatz zum Helm.
Ich finde die Radfahrerhorde an sich ist eine ziemlich vielseitige und buntgemischte.
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 13:25
@Angelia
Ich fahre aus 2 Gründen Rad: ich hasse laufen genau so wie Auto fahren, es macht mir Spaß und entspannt.

So ist es recht, Radfahren ist Spazierengehen im Sitzen.

Also habe ich 2 Räder, eines zum einkaufen fahren mit Korb und ein Mountainbike just for fun. Beide sind übrigens 15 Jahre alt...

Bevor ich jetzt noch als Heilsprediger, Prophet und Sektengründer mißverstanden und - Gott verhüte! - als heiligmäßig verehrt werde - es braucht sich keiner vor mir wegen seines Radfahrens zu rechtfertigen! Gottes Tiergarten ist vielfältig und es haben gar viele und skurrile Tiere dort Platz.

Ciao
Wolfram
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 17:50
Diagnose ganz nett. Ich hab es aber mit Ausdauersport, der ist mir in die Lungen & Blutbahnen geschrieben, sozusagen.
Andere Aktionen fallen mir leider eher schwer, was eine ziemlich Einbuße der Lebensqualität bedeutet.
Ich hoffe, es wird besser.
im übrigen muß ich noch die Welt verbessern.
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 20:51
@Richard der Hayek
im übrigen muß ich noch die Welt verbessern."

"Bevor du dich dran machst, die Welt zu verbessern, gehe dreimal durch dein eigenes Haus."
Chinesisches Sprichwort
"Wenn du die Welt mit einem deiner Haare ändern könntest - dann behalte das Haar."
Chinesisches Sprichwort - (zitiert nach Janosch: “Von dem Glück Hrdlak gekannt zu haben“)

So das war heute mein Tag der östlichen Weisheit.

Ciao
Wolfram
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 21:08
Also für mich war das eher Haarspalterei.

Aber ihr werdet alle noch sehen, wenn ich mal richtig loslege...
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 21:14
@Richard der Hayek
Also für mich war das eher Haarspalterei.

Einen hab ich noch:
"Ich mag keine Philosophen, die das Haar auf fremden Köpfen spalten. Noch dazu mit einem Beil."
STANISLAW JERZY LEC

Ciao
Wolfram
Don Quijote schrieb am 25.06.2011 um 21:44
@ Richard der Hayek
Ich hab es aber mit Ausdauersport

Wieso habe ich da beim ersten Hinsehen Adenauersport gelesen?

verwirrt,
Q.
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 21:48
Wahrscheinlich von Wolfram's diffizilen Kommentaren, da muß ich auch aufpassen.
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 21:53
@Don Quijote
"Ich hab es aber mit Ausdauersport"

Wieso habe ich da beim ersten Hinsehen Adenauersport gelesen?


Wahrscheinlich weil Adenauers Leben ein Ausdauersport war.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 21:58
@Richard der Hayek
Wahrscheinlich von Wolfram's diffizilen Kommentaren, da muß ich auch aufpassen.

Ich geb dir gleich einen diffizilen Kommentar!
Ja, muß man sich denn heutzutage von jedem alles gefallen lassen? Muß man das? Ich komm vom Land und einen diffizilen Kommentar fressen hier nicht mal die Rinder, weil die können kein Latein nicht.

Ciao
Wolfram
bertamberg schrieb am 25.06.2011 um 22:01
Wie wär's mit einer Synthese aus Feuerbach, Marx und Bertamberg?

„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber nicht darauf an, sie zu ändern, sondern darauf, sich zu ändern.“
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 22:04
Deshalb bekommen wir deine Kommentare statt der Rinder, auch wenn mein Latein schon lange her ist.
Quod erat demonstrandum.
Wann hast du gemerkt, daß die Rinder keine Kommentare fressen, und diffizile schon gar nicht ?
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 22:10
@Bert am hang
Mich zu ändern habe ich schon längst aufgegeben, da bleibt nur noch die Welt.
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 22:29
@Richard der Hayek
Deshalb bekommen wir deine Kommentare statt der Rinder, auch wenn mein Latein schon lange her ist.

Das ist das Kreuz am Internet - man wird nicht satt davon.

Wann hast du gemerkt, daß die Rinder keine Kommentare fressen, und diffizile schon gar nicht?

Seit mir der Ökonom und Landtagsabgeordnete Josef Filser in seinem Dialog mit dem Futtermittelvertreter Stüve aus Berlin die Augen geöffnet hat:
STÜVE blättert im Katalog. Prospekt von Gebrüder Klausing in Neuruppin. Abteilung Futtermittel. Na, mit was füttern Sie Ihre Kühe?
FILSER lacht gemütlich. I? Ja, mit koane Leberknödl net.
STÜVE. Ich wette, Sie haben keine Ahnung, wie viel Trockensubstanz Sie geben müssen.
FILSER gemütlich. Da woaß i gar nix.
STÜVE. Und die Futternorm von Professor Schulze kennen Sie ooch nich. Protëin plus Amide plus Fett?
FILSER. Mi hol'n 's Fuatta vo da Wies'n, aba net aus der Apothek'n.
www.zeno.org/Literatur/M/Thoma,+Ludwig/Dramen/Erster+Klasse/4.+Szene
Und an anderer Stelle:
FILSER gibt Gsottmaier den Katalog Stüves. Do ko'st jetzt deine Küah auf lateinisch fuattern. Brauchst koa Heu aa nimma.
www.zeno.org/Literatur/M/Thoma,+Ludwig/Dramen/Erster+Klasse/5.+Szene

Ciao
Wolfram
bertamberg schrieb am 26.06.2011 um 10:43
Richard der Sisyphos. Rette sich wer kann.
bertamberg schrieb am 26.06.2011 um 15:05
"Es ist nie das Ganze, was sich verändert, sondern das Individuum.“ James Lovelock: Die Erde ist ein lebender Organismus. Interview. In: Lüpke, Geseko von (2003): Politik des Herzens – nachhaltige Konzepte für das 21. Jahrhundert, Arun Verlag Uhlstädt-Kirchhasel , S. 55-64.
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 12:16
Alle zwei, drei Wochen fahre ich mit einem normalen MB gute 100 km nach Oberstdorf, um dort den Berg hinauf zu rennen.
In normaler Kleidung, ohne Helm, aber mit Rucksack.

Nur zum rumschauen ist mir zu langweilig, sicher hat man zwischendurch schöne Aussicht. Vor allem in Rettenberg: man fährt durch eine Engstelle, und dahinter öffnet sich der Blick bis zu den hohen Gipfeln.

Es ist nicht nur Fettverbrennung, es ist allgemeine Fitneß: jeder hat einen geheimen, unsichtbaren Strichcode auf dem Arsch, mit dem Ablaufdatum. Nach so einem Trip gibt's ein Neues: extended version.

Zum hinfahren, bergauf, sitze ich sieben Stunden im Sattel, zurück gehts in gut fünf. Wenn man so was durchzieht, das ist ein Gefühl, das man im Alltag kaum kennt: das Blut pulst durch, man schnauft wie der Weltmeister, bei Steigungen pfeift man, in meinem Alter, auf dem letzten Loch.
Aber es gefällt einfach, es ist wie eine Droge.

Am Ziel dann: so ein geiles Gefühl, unbeschreiblich. Man könnte davonfliegen. Der Körper erholt sich bald wieder, man fühlt sich stark, so gut, das ist es echt wert.
Seit ich das mache gehts mir im Alltag dazwischen einfach besser, ich bin flotter drauf, souveräner.
Angelia schrieb am 25.06.2011 um 12:42
... vor allem ist man am Ende des Tages so herrlich körperlich müde.
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 13:22
Das auch. Es ist eine Freude, sich hinzulegen und Ruhe zu geben.
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 13:25
@Richard der Hayek
Zum hinfahren, bergauf, sitze ich sieben Stunden im Sattel, zurück gehts in gut fünf. Wenn man so was durchzieht, das ist ein Gefühl, das man im Alltag kaum kennt: das Blut pulst durch, man schnauft wie der Weltmeister, bei Steigungen pfeift man, in meinem Alter, auf dem letzten Loch.

Schau dir den kleinen Clip aus "Freitag und Robinson" an. Der eine pfeift und schnauft, der andere hat seinem Körper ein Vergnügen gegönnt.

Aber es gefällt einfach, es ist wie eine Droge.

Ja, dann. Dann bist du dem wahrscheinlich hilflos ausgeliefert.

Ciao
Wolfram
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 13:29
Du sagst es.
Richard der Hayek schrieb am 25.06.2011 um 13:34
Der Clip ist gut. Gefällt.
Wolfram Heinrich schrieb am 25.06.2011 um 13:45
@Richard der Hayek
Das auch. Es ist eine Freude, sich hinzulegen und Ruhe zu geben.

Da sprichst du ein Großes Wort gelassen aus. Ob das nicht - so frage ich mich oft - der Grund für gar so vieles Elend auf dieser Welt ist? Ich meine die Schilddrüsenkranken mit ihrer Überfunktion, die nicht und nicht 1 Ruhe geben können, eh sie nicht erschöpft aufs Lager sinken, Leute, die Beschaulichkeit für ein Laster halten.
Während ich noch nachdenke, ob ich ernsthaft über den offensichtlichen Unfug A nachdenken soll haben diese Leute bereits einen Stapel Akten zum Thema A durchgearbeitet und die Genehmigung zum Bau von A erteilt. Und weil diese Leute so energisch und fleißig sind, bin nicht ich es, der Präsident wird, sondern einer von diesen Schilddrüsenkranken. Und so schaut die Welt so aus, wie sie - Gott sei es geklagt - ausschaut.
"Der Franze hat gsagt, wenn lauter träge und faule Leute wie er an der Regierung wären, gings zwar auch in den Abgrund, aber, sagt er, halt nicht so schnell."

Ciao
Wolfram
P. S.: Vielleicht ist Gott mit den Schilddrüsenkranken, weil er selber so einer ist. Einer der die Welt in sieben Tagen baut (und entsprechend sieht sie aus)...
tlacuache schrieb am 25.06.2011 um 14:35
Meine Frau hat Schilddruesenunterfunktion, die haette die Welt in 90 Milliarden Jahren gebaut, hat auch was...
"Nur die Ruh' und keine Hektik"
(Deswegen haelt die mich so lange aus)...

Ach so, der liebe Gott, AbT. Neurologie, man ist noch nicht sicher, ob es Parkinson oder Alzheimer ist.

Die Welt wurde scheinbar von Hochtief gebaut, deswegen wurden sie durch die Spanier (ACS) uebernommen, aber wenigstens nicht von
Kolokotronis (Griechenland)
LG
Vadis schrieb am 25.06.2011 um 13:21
Fahren und (einen) fahren lassen.

Neulich gings noch gegen die Jogger. Und schon wieder muss ich mein Öl auf die Kette geben. Fahre ein old-style 12-Gang ca. 20 Jahre altes und inzwischen auf zivil zurückgebautes Rennrad. Schön leicht, schön schnell und ein klassisches Sonnenrad, da ich es nur bei schönem Wetter im Sommer benutze. Ich liebe förmlich die meist abendlichen Touren halb um die Stadt und zT. am Rhein entlang, gelegentlich auch ein kleines sporadisches Rennen mit Leuten in der offiziellen Sportpelle. In den letzten beiden Jahren habe ich allerdings auch mit meiner »Hollandkrücke« ohne Gangschaltung diverse Touren durch die umliegenden Wälder gemacht, ein ganz anderes Fahren und Genießen, keine Frage, vor ein paar Wochen noch zum zweiten Mal mit demselben Rad von Düsseldorf nach Krefeld zum Elterngrab geradelt, das war dann fast eine rituelle Handlung, die mich auch an Orte meiner Pennälerzeit führte.

Zurück zum schnellen Ritzel – ich schwärme noch mal kurz vom fast lautlosen Gleiten vorm warmen Rückenwind, alles ist leicht, egal, wenn nach 20 km mal das Kreuz schmerzt oder das Genital manchmal ein wenig taub wird, ein kurzes Lupfing des Hinterns vom Sattel und das Blut zirkuliert wieder.

Diese Fortbewegung scheint mir nahezu perfekt, weil sie eine optimale Balance zwischen Kraft und Effekt liefert, von den nahezu glückspendenden Eindrücken der Natur, durch die man gleitet, ganz zu schweigen. Und sollte es mir je langweilig werden, kann ich immer noch Kalorien zählen.

Und noch etwas: Die Qualität von Rennrädern ist ebenfalls ein wahrer Grund zur Freude. Vor ein paar Monaten habe ich noch die längst ausrangierten Pedale mit Körben nach Frankreich und auch die ehemalige Bremshebelgruppe verkaufen können. Null Rost, fast wie neu, obwohl schon einige Jahre gefahren.
Vadis schrieb am 25.06.2011 um 13:23
Shit

Der strong-tag hat wohl nicht gesessen.
poor on ruhr schrieb am 25.06.2011 um 21:06
...oder man nimmt ein Fahrrad aus Holz. Das war heute im Fernsehen, weil es so teuer ist:

12.000€

Dan nehme ich dann doch lieber Dein 3-Gang-Rad. :)
Vadis schrieb am 28.06.2011 um 01:27
Und Liegeräder.

Heißen die so? Mir ein Rätsel, ich hätte Angst, einzuschlafen. Mit dem Auspuff auf Augenhöhe. Clever.

Und Tandems. Warum sitzen Frauen immer hinten, Männer vorne. Den ganzen Rückenschweiß, na fein. Augen links, oder rechts, nie geradeaus. (Wind)Schatten.
Wolfram Heinrich
Der Franze hat gsagt, der Xaver wenn das noch hätt erleben können, sagt er, der hätt sich totgelacht.
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