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War mir auch schon aufgefallen, dass da unten auf dem Cover "Duncker & Humblot" drauf steht. Wie peinlich für den Verlag dachte ich mir. Könnte mir aber auch denken, dass die dem Gutti die 5000 Euronen erlassen haben, weil sie gerne so einen großen Namen im Verlagsprogramm hatten.
Was Gutti betrifft, bestätigt das nur meine Einschätzung. Es ist nicht Dummheit, die ihn dazu getrieben hat, sondern eine Mischung aus Eitelkeit und grenzenloser Dreistigkeit. Die sich auch daran zeigt, dass er jetzt die Medien bepöbelt und ohne Dr. einfach so weiter machen will als wäre nix passiert. Typisch reicher Adel oder Großbürgertum. Da lernt man von klein auf, dass einem keiner was kann. Egal wie viel Scheiße man baut, der Name, die Kohle und die "Netzwerke" eröffnen einem immer wieder neue Wege. Ganz klar, dass so einer seine Doktorarbeit nicht selbst schreibt. Leicht überspitzt könnte man sagen: das vorbürgerliche Prinzip, dass nicht Leistung zählt, sondern der Stand, in den man hineingeboren wird, feiert fröhliche Urständ. Und damit liegt Gutti voll im Trend, weshalb die meisten ihm seinen kleinen Fauxpas - der darin besteht, sich erwischen zu lassen - gerne verzeihen. |
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@derDonnerstag
Es ist nicht Dummheit, die ihn dazu getrieben hat, sondern eine Mischung aus Eitelkeit und grenzenloser Dreistigkeit. Wenn du Eitelkeit und grenzenlose Dreistigkeit zusammenrührst, was entsteht dann? Dummheit? ...weshalb die meisten ihm seinen kleinen Fauxpas - der darin besteht, sich erwischen zu lassen - gerne verzeihen. Das war kein kleiner Fauxpas, sondern die Folge eines Verstoßes gegen die elementaren Regeln der Viehdiebe. Eine geklaute Kuh stellst du in deinen Stall und melkst sie friedlich und still. Ciao Wolfram |
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schrieb am
22.02.2011 um 16:14
@Wolfgang Heinrich
Man kann es auch Dummheit nennen, klar. Das mit dem "kleinen" Fauxpas bezog sich auf die - von mir angenommene - Sichtweise der Mehrheit (?) der Bevölkerung, die das anscheinend so empfindet und daher meint, Gutti müsse nicht zurücktreten. War natürlich auch polemisch gemeint. Ich finde aber tatsächlich, es gibt eine Tendenz, solche Betrügereien für normal und legitim zu halten und höchstens das Sich-erwischen-lassen zu verurteilen. |
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@derDonnerstag
@Wolfgang Heinrich -ram, -ram, -ram. Wolfram. Das mit dem "kleinen" Fauxpas bezog sich auf die - von mir angenommene - Sichtweise der Mehrheit (?) der Bevölkerung, die das anscheinend so empfindet und daher meint, Gutti müsse nicht zurücktreten. Das Fragezeichen kannst du weglassen. Über 70 Prozent der Bevölkerung sieht Guttenberg als Opfer einer Treibjagd. Es ist 1 Jammer. Ich finde aber tatsächlich, es gibt eine Tendenz, solche Betrügereien für normal und legitim zu halten und höchstens das Sich-erwischen-lassen zu verurteilen. Die Pointe meines Beitrags war, daß Guttenberg das Erwischtwerden selber durch hirnlose (verzeihlich) Eitelkeit (unverzeihlich) provoziert hat. Von Brecht stammt der Satz (bezogen auf irgendwas, ich erinnere mich nicht mehr), das sei kein Verbrechen, es sei schlimmer, nämlich eine Dummheit. Ciao Wolfram |
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schrieb am
24.02.2011 um 01:10
@Wolfram Heinrich
Sorry, RAM, werde es mir hinter die Ohren schreiben. Hatte die genauen Zahlen vorher nicht gelesen. 72 sollen es sein. Bei den SPON-Lesern ist es übrigens genau umgekehrt. Da haben 72 % dafür votiert, dass er zurücktreten soll. Was den von mir genannten Aspekt der Refeudalisierung der Gesellschaft und der Entwertung des Leistungsprinzips (auf der Werte-Ebene; auf der praktischen ist da ja schon längst geschehen) betrifft, gibt's da einen ganz guten Beitrag von Franz Walter. www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,747016,00.html |
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@derDonnerstag
Sorry, RAM, werde es mir hinter die Ohren schreiben. Aber selber machen, nicht schreiben lassen. Ciao Wolfram |
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schrieb am
24.02.2011 um 19:31
Das Zitat fiel mir auch ein. Aber bei soviel Skurrilität eher historisch übertrieben. BTW halte ich v.G.bergs Vorgehen auch für eine Art Delegitimierung des Bildungwesens oder des Zertifikatsunwesens. Das er seine Arbeit für wichtig erachtet und die zitierten die Texte immerhin gelesen zu haben scheint, hat Michael Jäger gerade deutlich unterstrichen.
de.wikipedia.org/wiki/Louis_Antoine_Henri_de_Bourbon-Cond%C3%A9,_duc_d%E2%80%99Enghien "Joseph Fouché urteilte über Napoléons Entscheidung (die Entführung und umgehende Hinrichtung des Herzogs von Enghien, als vorgeblichen bourbonischen Verschwörer, an dem Versuch ein Exempel zu statuieren war Fouché durchaus beteiligt - Bj.v2.0)später mit dem (oft dem Außenminister Talleyrand zugeschriebenen) Aphorismus 'Das war schlimmer als ein Verbrechen, das war ein Fehler'". |
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das mit dem verlag ist in der tat interessant. andererseits: wer noch soll schuld an seinem geschick/missgeschick tragen? heißt: will man alle, die davon betroffen waren, zur rechenschaft ziehen? oder heißt das nur, dass wiss. verlage keine akribischen wissenschaftler beschäftigen? evtl. nur ein selbstmythos des wiss. betriebs?
ich vermute, dass die menschen sich mit ihm solidarisieren, weil sie der öffentlichen hetze gegen ihn etwas widersetzen möchten. was ein hochinteressanter vorgang ist, bedenkt man, dass er betrogen hat. guttenberg könnte aus dieser affäre als großer gewinner hervorgehen: guttenberg, das opfer der massenmedien, etc. |
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@Rafael Wawer
das mit dem verlag ist in der tat interessant. andererseits: wer noch soll schuld an seinem geschick/missgeschick tragen? heißt: will man alle, die davon betroffen waren, zur rechenschaft ziehen? oder heißt das nur, dass wiss. verlage keine akribischen wissenschaftler beschäftigen? evtl. nur ein selbstmythos des wiss. betriebs? Der Verlag kann gar nichts dafür. Es war ja nicht so, daß irgendein Nichts & Niemand einen Text mit der Bitte um Veröffentlichung eingereicht hat. Diesen Text hätte man natürlich (so man ihn nicht von vornherein und ungelesen abgelehnt hätte) gründlich geprüft. Aber so? Eine akademisch abgesicherte Doktorarbeit, Höchstnote, der Verfasser ein relativ bekannter Mensch (damals noch nicht Minister aber doch immerhin Abgeordneter). Außerdem mußte er 5000 EUR für die Veröffentlichung löhnen, eine betriebswirtschaftlich durchaus vorteilhafte Lösung. ich vermute, dass die menschen sich mit ihm solidarisieren, weil sie der öffentlichen hetze gegen ihn etwas widersetzen möchten. was ein hochinteressanter vorgang ist, bedenkt man, dass er betrogen hat. Hetze? Wo siehst du hier Hetze? Ciao Wolfram |
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Aus meinem morgendlichen Kaffeesatz:
Er hat sich, ohne selber nachzuprüfen, auf den Geist seiner Geistschreiber, verlassen. Geadelt und bestärkt durch das summa cum laude der Universität, hat er "sein" Werk wahrscheinlich hauptsächlich als Leistungsnachweis und Präsent für seine weitverzweigte Familie drucken lassen. Dass seine Zulieferer sich bei summa cum clau.de bedienten - Darstellungskünstlerpech. Oder, um im Bild zu bleiben, er war eher ein unbedarfter Hehler. Die von den Viehdieben gelieferte Mähre schien ihm ein Prachtgaul, wurde überdies professionell professoral wundersam zum Einhorn verwandelt und so unters Volk gebracht. |
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@born2bmild
Er hat sich, ohne selber nachzuprüfen, auf den Geist seiner Geistschreiber, verlassen. Geadelt und bestärkt durch das summa cum laude der Universität, hat er "sein" Werk wahrscheinlich hauptsächlich als Leistungsnachweis und Präsent für seine weitverzweigte Familie drucken lassen. Er hätte die Arbeit auch selber (aus-)drucken und binden lassen können. Dann hätte die Familie ihre Freude gehabt und er wäre in sicherem Fahrwasser geblieben. Aber mit der Diebesbeute auf dem Markt hausieren gehen? Ich weiß nicht, ob es rübergekommen ist, ich habe so meine Zweifel daran, aber ich wollte mit meinem Beitrag keine moralische Wertung abgeben, sondern lediglich seine Kompetenz in Frage stellen. Als Verteidigungsminister wünsche ich mir jemand, der mindestens die Schlauheit eines Viehdiebs hat, wenn denn schon mehr nicht zu bekommen ist. Ciao Wolfram |
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Der Makulator und kleine Selbstdarsteller hat sich auch schon zwei Jahre vor Abgabe seiner Dissertation als Doktor anreden lassen, wie ehemalige Weggefährten heute morgen im Radio äußerten.
Wenn's stimmt, geht das über die kleine Schludrigkeit die halbe Arbeit abzuschreiben noch hinaus. Das unberechtigte Führen eines Titels stellt einen strafrechtlich relevanten Sachverhalt dar, vor allem wenn der Titel in den Personaldokumenten aufgeführt ist. So wird die Bagatelle auch schnell zu einem Rücktrittsgrund, wenn nicht alles an seinen stets und überall vermittelten Werten eine bigotte ministrable Lüge sein soll. |
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BILD dir Deine rot-grüne Meinung:
"Aber was will das Volk? HEUTE HABEN DIE BILD-LESER DAS WORT!" Laut Infratest Dimap sind 70 Prozent der Anhänger der Grünen und 51 Prozent der SPD-Sympathisanten gegen einen Rücktritt Guttenbergs |
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Wie sich mittlerweile gezeigt hat, liegt hierin des Pudels Kern. Herr Guttenberg wollte den Titel möglichst früh führen und hat das auch beantragt bei der Uni. Vorraussetzung dafür ist, dass ein Verlag bereit ist, die Dissertation zu drucken. Schließlich heitß der Autor dort dann Doktor. Deshalb durfte er ihn schon 2007 führen. Eigentlich wäre das erst 2009 möglich gewesen.
Ein Grund mehr für Kritik am Verlag, der sich hier allzu leicht instrumentalisieren lässt. Es gibt allerdings bereits neue Gerüchte, dass Herr Guttenberg auch bereits 2006, vor der Entscheidung der Uni hierzu, den Titel auf seiner Webseite führte. |
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Die Konservativen und Reichen sind vernetzt. Sie haben ihre eigenen Internate, sie haben private Hochschulen, an denen der Gemeine nicht studieren kann, weil ihm das Geld dazu fehlt. Sie finden schnell ihre Doktorväter und -mütter, sie haben ihre Gehilfen, die Stützen für den akademischen Abschluss sind. Und schließlich: Sie bekommen die Jobs, die sie bekommen wollen. Wer in diesem Umfeld aufwächst, hat es einfacher in der "Leistungs"gesellschaft Auskommen und Zuspruch zu finden.
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@Achtermann
So isses wohl. |
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Das sehe ich auch so.
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Das ist kein Meckern sondern fußnotenfreies wissenschaftliches Analysieren.
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Achtermann hat das mit dem verliehenen Orden gleich umgesetzt.
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Tierisch Ernst wird's nicht nur in der Musik, wenn wir darauf pfeifen, dass das Menschliche und der Humor flöten gehen.
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@merdeister
So is et. :) Ob diese Zeit mit ihm wenigstens einen gewissen Unterhaltungswert haben wird? Im Augenblick können wir uns ja in dieser Hinsicht nicht beklagen, auch wenn ich zugeben muss , dass die lustige Dimension dieser Bemerkung angesichts des Krieges ganz schnell verblasst. Da wird das Ganze aufeinaml eher zum Horrofilm. Für die betroffenen Bundeswehrsoldaten und Afghanen allemal und auch Maschinenpistolstreifenn der Polizei in der BRD haben in diesem Engagement der Bundeswehr sicher auch ein erhebliches Motiv. :( |
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@poor on ruhr
...auch wenn ich zugeben muss , dass die lustige Dimension dieser Bemerkung angesichts des Krieges ganz schnell verblasst. Da wird das Ganze aufeinaml eher zum Horrofilm. Für die betroffenen Bundeswehrsoldaten und Afghanen allemal und auch Maschinenpistolstreifenn der Polizei in der BRD haben in diesem Engagement der Bundeswehr sicher auch ein erhebliches Motiv. :( Das kannst du laut sagen. Die Terroranschläge sind keine individuelle Kriminalität (wie man uns gern einzureden versucht), sie sind vielmehr der Versuch, den Krieg in den südlichen Ländern in die nördlichen Metropolen zu tragen. Wir, das heißt unsere Länder, laden die Bomben auf die einheimische Bevölkerung im Süden von Flugzeugen ab. Wer keine Luftwaffe oder keine ausreichend ausgerüstete Luftwaffe hat, muß die Bomben per Hand ins Haus des Feindes tragen und dort zünden. Ciao Wolfram |
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schrieb am
23.02.2011 um 08:33
@Achtermann schrieb am 22.02.2011 um 16:25
Ich versuche schon lange intensiv zu verstehen, warum man sagt, dass dieser Mann gut aussieht. Als ich es das erste Mal im Fernsehe gehört habe, habe ich meinen Ohren nicht geglaubt. Als es dann aber immer wieder überall wiederholt wurde... Hä? Das kann doch nicht wahr sein?? Wie man diesen Mann als gut aussehend empfinden kann, bleibt für mich ein politisches Geheimnis... |
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@ Krem-Browning
Ich versuche schon lange intensiv zu verstehen, warum man sagt, dass dieser Mann gut aussieht. Also, ich hab' das noch nie geäußert. Man muss sicher auch den Vergleich zu den sonstigen Kabinettskollegen in Betracht ziehen. Die machen ja nicht viel her. Und: Die wenigsten, die behaupten, er sehe blendend aus, haben ihn je von Angesicht zu Angesicht gesehen. Im TV sieht man geschminkt sowieso besser aus. Vergiss' auch nicht sein Outfit: teures maßgeschneidertes Tuch und die handgefertigten Schuhe, die die Elegantesten sich in New York anfertigen lassen. Also da, denke ich, kann man einiges machen, das zum Besseraussehen beisteuert. Ergänzend lese ich z.B. in der Bunten über seine sehr guten Manieren, die bis zum Verabreichen eines "formvollendeten" Handkusses reichten. Es wird, wie im Groschenroman üblich, medial eine Figur geschaffen. Und am Ende überlagert das Wunschbild die Realität. |
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schrieb am
23.02.2011 um 18:07
Nöö, ich habe ja auch nicht gemeint, dass Du es gesagt hättest, er wäre gutaussehend. Ich habe auf Deinen Kommentar wegen des Bildes verwiesen. Wenn man aber im Fernsehe über ihn gesprochen wird, dann hört es nie auf, dass er angeblich gut aussieht. Ich bin zwar keine leidenschaftliche Fernseheguckerin und schalte die Glotze nur gelegentlich an... aber das mit seinem guten Aussehen kriege ich immer wieder mit...
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@Krem-Browning
Ich versuche schon lange intensiv zu verstehen, warum man sagt, dass dieser Mann gut aussieht. Als Mann bin ich da noch viel übler dran. Was für Frauen einem da als gutaussehend, sexy, super-sexy etc. aufs Auge gedrückt werden. Ciao Wolfram |
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Another cattle thief story:
Senator Carl Parker: The Texas Supreme Court Sides with Cattle Rustlers Over Jurors, Carl Parkerisms Blog, August 12, 2010 One of the great principles of a free Democratic society is that citizens can carry their grievances to a court of law and have it settled by a panel of jurors of their peers. In Texas juries generally consist of ordinary citizens who usually vote and volunteer to participate in one of the vital functions of a Democratic society; i.e., a jury trial. Of late, our Texas Supreme Court more and more has demonstrated its contempt and TX Cattle Drivedistrust for the judgment of citizens who hear the firsthand account of facts related to legal disputes. In the last two years the Texas Supreme Court, unlike the courts for many years in the past, has overturned a majority of jury verdicts which have reached them. In the recent case of Bennett v. Reynolds, eight of our esteemed judges have sided with the judgment of their own over that of citizen jurors, all to the benefit of a cattle thief. This Wild West story began in San Saba County where several of Mr. Reynolds’ cattle wandered over the line onto property belonging to a corporation run by Thomas O. Bennett, Jr. Mr. Bennett directed employees of the corporation which he ran to gather up Mr. Reynolds’ cattle, take them to auction and sell them. Later on, an employee of Mr. Bennett’s corporation, blew the whistle on the whole deal, even though Mr. Bennett attempted to bribe him with the offer of a very lucrative job to keep him from “spilling the beans” on the stolen cattle. When bribery failed to work, Mr. Bennett had one of his employees threaten the whistle blower with bodily harm. Even that didn’t deter the case from going forward and ultimately reaching a jury of twelve citizens. Even with all of that, Mr. Bennett didn’t give up trying to cover up his evil deeds. He tried tampering with the evidence by altering brands on the cattle and doctoring certain photographs of the stolen cattle at the cattle sale. Bennett even resorted to trying to use the court to intimidate the witnesses against him by filing a slander suit against the ranch hand who had told on him. Cattle RustlerThe jury heard all of Mr. Bennett’s despicable conduct and in view of the fact the old fashioned remedy of hanging cattle thieves was not available to them as an option of punishment, ![]() they resorted to punishing Bennett and his corporation to the tune of $1,250,000 in punitive damages. The whole purpose of punitive damages is to punish the wrongdoer, but also to send a message to would-be wrongdoers that they will be dealt with very harshly by our Texas judicial system. Of course, Bennett promptly appealed to the Court of Appeals which dutifully upheld the judgment of the jurors and trial court. Undeterred and unrepentant, Bennett appealed to our Texas Supreme Court. He argued that since his ranch was owned by a corporation, the corporation couldn’t be held liable for punitive damages; and besides that, only stealing a dozen or so cattle amounting to $5,000 was not a serious enough matter to subject him to such punishment. He further argued the threats to the witnesses, jury tampering, altering evidence and other skullduggery he did in connection to his main crime was of no consequence and should not be considered. Well, the Supreme Court finally showed their true colors. After some mouthing about how Texas really didn’t like cattle rustlers, they proceeded to reverse the jury verdict saying the punitive damages were far in excess of the seriousness of the crime to be justified. In effect, they let the cattle thief off the hook. Who would have thought it? A Texas high court deciding with the cattle rustlers against twelve jurors, tried and true! From: www.ttla.com/index.cfm?pg=TXSUPREMECOURTSIDESWITHCATTLERUSTLERSOVERJURORS |
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Huch, das ist ja Wolfram Heinrich!
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@merdeister
Huch, das ist ja Wolfram Heinrich! Ich bin nur echt mit Zigarette im Mundwinkel. Ciao Wolfram |
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Die erste lebensverlängernde Zigarette...
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@Heinrich Wolfram
Genau. :) Das finde ich auch. Der Hemut Kohl ist meiner Dr.-Arbeit wohl weit weniger offensiv umgegangen. :) Würde mich wundern, wenn da irgendwo noch ein paar Exemplare von seiner Dr.-Arbeit existieren würden. :) So gesehen konnte dieser alterwürdige Bundeskanzler sich in puncto Intelligenz durchaus mit einem Viehdieb messen. ;) |
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@poor on ruhr
Genau. :) Das finde ich auch. Der Hemut Kohl ist meiner Dr.-Arbeit wohl weit weniger offensiv umgegangen. :) So ist das. Als seinerzeit jemand anfing, sich für die Arbeit zu interessieren, ist sie ziemlich schnell aus den Archiven verschwunden, wo sie in Frieden geruht hatte. Dabei hat Kohl noch nicht mal getrickst, die Arbeit soll, so weit ich weiß, nur unheimlich dünn sein, eine kleine Fleißarbeit, welche die historische Wissenschaft nicht sonderlich befruchtet hat. So gesehen konnte dieser alterwürdige Bundeskanzler sich in puncto Intelligenz durchaus mit einem Viehdieb messen. ;) Man ist ja inzwischen mit so wenig schon zufrieden. Es reicht, kein Volltrottel zu sein, um als Großer Philosoph mit Jubelrufen durch die Stadt getragen zu werden. Ciao Wolfram |
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Aber da gibt’s ja auch noch den Doktorvater, der sich verdünnisiert haben soll - so hörte ich es gerade im Radio. Vielleicht hat er die Dissertation (ab)geschrieben und Guttenberg glaubte, dass sie dann wohl in Ordnung sein müsse.
Die vehemente Verteidigung Guttenbergs durch seinen Doktorvater fand ich schon etwas seltsam und offensichtlich wahrheitswidrig : „Der Vorwurf sei absurd, sagte Prof. Peter Häberle der «Bild»-Zeitung. Die Arbeit sei von ihm eingehend kontrolliert worden. Häberle sagte, Guttenberg sei einer seiner besten Seminaristen und Doktoranden gewesen.“ |
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Ich las gerade den Zwischenbericht von GuttenPlag in der FAZ.
Vom Doktorvater wird die Dissertation wohl nicht sein – das war zu plump -wahrscheinlich hat er aber einfach beide Augen zugedrückt – einfach nicht hingesehen – weil er Guttenberg für einen Ehrenmann hielt. Und Guttenberg nahm an, er hätte sie geprüft. Ein Ghostwriter wird wahrscheinlich im Spiel gewesen sein vermuten die GuttenPlag-Aktivisten. „Die ganze Dissertation wurde abgeschrieben“ |
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@Fro
Aber da gibt’s ja auch noch den Doktorvater, der sich verdünnisiert haben soll - so hörte ich es gerade im Radio. Vielleicht hat er die Dissertation (ab)geschrieben und Guttenberg glaubte, dass sie dann wohl in Ordnung sein müsse. Die vehemente Verteidigung Guttenbergs durch seinen Doktorvater fand ich schon etwas seltsam... Ich kann Prof. Häberles Fluchttendenz nachvollziehen. Er ist das Opfer von Guttenberg, Kollateralschaden. Häberle hat die Arbeit mit der Höchstnote "summa cum laude" bewertet und sein Schüler tönt jetzt überall, es sei Blödsinn gewesen, was er da geschrieben habe. Heftiger kann man Häberle gar nicht mehr abwatschen. „Der Vorwurf sei absurd, sagte Prof. Peter Häberle der «Bild»-Zeitung. Die Arbeit sei von ihm eingehend kontrolliert worden. Häberle sagte, Guttenberg sei einer seiner besten Seminaristen und Doktoranden gewesen.“ Ich will gar nicht drüber nachdenken, wie denn das Niveau der sonstigen Studenten von Häberle ist. Aber womöglich tut man den meisten von ihnen damit Unrecht, Guttenberg hat eben eine Vorzugsbehandlung genossen. Ciao Wolfram |
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@Fro
Ein Ghostwriter wird wahrscheinlich im Spiel gewesen sein vermuten die GuttenPlag-Aktivisten. Jeden Morgen warte ich drauf, daß man im Radio die Nachricht bringt, man habe den Ghostwriter jetzt identifiziert. Ciao Wolfram |
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„Häberle hat die Arbeit mit der Höchstnote "summa cum laude" bewertet und sein Schüler tönt jetzt überall, es sei Blödsinn gewesen, was er da geschrieben habe. Heftiger kann man Häberle gar nicht mehr abwatschen.“
Das ist wahr – die Aussage, Guttenberg wäre sein bester Doktorand, wird er sich wohl noch einmal durch den Kopf gehen lassen.. ;-) Die größte Dummheit Guttenbergs war wahrscheinlich, dass er überhaupt irgendeine Dissertation abgegeben hat – Doktor geht auch ohne: „So trat der Politiker im Bundestag nach Kühbachers (ehemaliger Bundeswehroffizier) Angaben bereits ab Mai 2007 als Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg auf..... das wahrscheinlich von ihm persönlich verfasste Vorwort zu seiner Dissertation hat Guttenberg erst 2008 geschrieben, aber zu dem Zeitpunkt führte er schon seinen Doktortitel", sagte Kühbacher.“ Berliner Zeitung |
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@Fro
„So trat der Politiker im Bundestag nach Kühbachers (ehemaliger Bundeswehroffizier) Angaben bereits ab Mai 2007 als Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg auf..... das wahrscheinlich von ihm persönlich verfasste Vorwort zu seiner Dissertation hat Guttenberg erst 2008 geschrieben, aber zu dem Zeitpunkt führte er schon seinen Doktortitel", sagte Kühbacher.“ Im Mai 2007 hatte er den Doktortitel bereits. Die Veröffentlichung durch einen Verlag ist dazu nicht nötig, das ist eine Sache, die man machen kann aber nicht muß . Das ist ja gerade der Witz, daß er sich mutwillig und ohne Zwang der öffentlichen Kritik (hier im alten Sinne von "Bewertung") seiner dünnen Arbeit ausgesetzt hat. Daß Doktoranden für eine Veröffentlichung ihrer Arbeit den Text noch einmal überarbeiten (hier also: ein zuvor nicht existierendes Vorwort einfügen) ist so selten nicht. Doktorarbeiten sind nicht selten (vom Doktorvater so gefordert) sehr spröde, so daß man sie für die Veröffentlichung etwas aufpeppt. Ciao Wolfram |
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schrieb am
24.02.2011 um 15:27
@Wolfram Heinrich
Interessant wäre doch zu erfahren, welche Note hatte er denn beim 1. Staatsexamen? War es die Note um promovieren zu können, oder musste der "verehrte Prof. Häberle" da schon via Promotionsordnung eingreifen und ein Gutachten schreiben, dass er (möglicherweise) ohne "Vollbefriedigend" promovieren konnte? Und hätte er dafür die Voraussetzungen gehabt (si. Promotionsordnung Uni Bayreuth). Eigentlich eher ungewöhnlich, dass man mit "Befriedigend" oder "Vollbefriedigend" nicht das Referendariat absolviert und dann sich für das 2. Ex. vorbereitet. Ist die Punktelage allerdings bei knapp 4 oder 5 angesiedelt, dann wird das 2. Ex. nochmal eine richtige Herausforderung. Das wissen alle, die jemals Jura absolviert haben. Es "riecht" einfach zu sehr nach "Loden-Promotion". Da ich selbst einmal in Bayern (LMU München) studiert habe ist mir noch wohl vertraut wie glückselig manche Professoren waren, einen "echten" Adeligen im Seminar zu haben. Die Begrüßung lautete dann wie folgt: "Meine sehr verehrten Damen und Herrn, gnädige Frau von Habsburg und ach der Herr Ritter von Epp beglücken mich ebenfalls mit ihrer Anwesenheit!" Und das ist kein Witz. So etwas wiederfährt einem natürlich wenn man ein Fach wie Kunstgeschichte studiert. Da er keine Einsicht zeigen wird, kann man getrost folgende Varianten abwarten: - Sturz auf dem Boulevard - Fr. Merkel wird es zu bunt, Parteidruck - es gibt kein "Gesinde" mehr zu entlassen - längerfristig: Abwahl der gesamten Regierung Oder er besinnt sich doch der Barth`schen Aufforderung, dass der "Adel früher..." und dann bleibt ihm ja immer noch das politische Rückzugsgebiet Bayern. |
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@lisi stein
Eigentlich eher ungewöhnlich, dass man mit "Befriedigend" oder "Vollbefriedigend" nicht das Referendariat absolviert und dann sich für das 2. Ex. vorbereitet. Was soll sich einer noch mal zwei Jahre an irgendwelchen Gerichten als Referendar herumdrücken, wenn er in dieser Zeit MdB werden und sein kann? Ciao Wolfram |
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Durchaus, im Vorwort klingt ja auch so etwas wie eine homoerotische Beziehung zu seinem alten Doktorvater Prof. Häberle an. Summa cum laude war in jedem Fall sehr dick aufgetragen.
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Vieh im Stall
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schrieb am
23.02.2011 um 11:56
Ziemlich süß das Schaf ♥
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Ist ja auch Krem-Browning.
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schrieb am
24.02.2011 um 21:50
Nöö... stimmt gar nicht. Hier bin ich wirklich:
;) Seht Ihr den Schmettelring da oben? Es steht ja auch im meinem Profile - Schmetterlingseffekt! :) |
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Oh wie süß!
Telefon? Adresse? |
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schrieb am
25.02.2011 um 08:15
Ähm... vom Schmetterling? ;) :)
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Darüber habe ich auch nachgedacht, Herr Heinrich. Ich bin allerdings zu einem andern Ergebnis gekommen.
Ich gehe nämlich nach alledem davon aus, daß zu Guttenberg »seine« Dissertation schlicht und ergreifend noch nie von innen gesehen hat, bis die Plagiatsvorwürfe erhoben wurden — er hat sie nämlich nach meiner Anschauung gar nicht selbst geschrieben, sondern schreiben lassen; und dabei ist er einem furchtbar schlechten oder unglaublich dreisten Ghostwriter aufgesessen. Denn so blöd kann kein Mensch sein, erst eine Doktorarbeit bewußt und vorsätzlich zu fälschen und sie anschließend — wohlgemerkt: in vollem Wissen darüber, schlecht gearbeitet zu haben — bei einem der renommiertesten Fachverlage dieses Landes zu publizieren. So verfährt (wohl — ich spekuliere hier, schließlich war ich auch nicht dabei) nur einer, der zuerst einen scheinbar glänzenden Dritten dafür bezahlt hat, eine Dissertation zu verfertigen, und anschließend darauf baut, daß dieser Ghostwriter sich tatsächlich auf sein Handwerk versteht. Hätte er nämlich gewußt, daß sein Ghostwriter ein Hallodri ist, dann hätte er entweder Nachbesserung verlangt oder aber die Arbeit stillschweigend von irgendeiner abgelegenen Hinterhofklitsche verlegen lassen. Deshalb nehme ich zu Guttenberg übrigens sowohl seine anfängliche Entrüstung (er erklärte, die Vorwürfe seien »absurd«) ab als auch, daß er sie erst an diesem Wochenende gelesen haben will und dabei gravierende handwerkliche Fehler feststellte. An diesem Wochenende hat zu Guttenberg seine Diss zum ersten Mal selbst gelesen — und dabei ist ihm bewußt geworden, wie sehr ihn sein Ghostwriter über den Tisch gezogen hat. Damit geht für mich ein wesentlicher Teil der öffentlichen Häme an seine Adresse schlicht deplaciert; zugleich liegt aber auch auf der Hand, daß der Mann seinen Doktor nie und nimmer verdient hat. Und das liegt nicht am angeblich bewußten Unterschleif, sondern daran, daß er selbst nie eine Dissertation geschrieben hat. — Nachbemerkung: Unter Umständen könnte der Ghostwriter ein Angehöriger der Universität Bayreuth (gewesen) sein. Das würde nämlich zugleich erklären, weshalb der dortige Promotionsausschuß eine so offensichtlich ungenügende Arbeit ganz umstandslos und wahrscheinlich sogar ohne jede weitere gutachterliche Überprüfung durchgewunken hat. |
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Hallo j-ap,
wie wäre es damit: Guttenberg hat fleißig und brav alles zusammengetragen, was ihm gut und wertvoll erschien. Aber jeden Abend über Büchern und am PC zu sitzen, das gefällt auf Dauer weder Mann, noch Frau noch Kind(ern). Also: Mausi könntest du vielleicht das Zeug für mich tippen...? Würde manches erklären. Z.B. das intellektuelle Niveau. Oder die Verteidigungsstrategie: Arbeitsteilung in einer modernen Ehe ist doch normal und kein Ghostwriting. Und schließlich kann er seine Frau doch nicht zum Dank öffentlich als Dummchen hinstellen, das nicht einmal klug abschreiben kann. Wäre eine nicht-so-kriminelle Variante und nach dem, was ich früher so gerüchteweise gehört habe nicht unbedingt unüblich. Z.B. Zahnarzt macht die Experimente, Anglistikfreundin schreibt dann die Arbeit...... |
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schrieb am
23.02.2011 um 15:31
Na typisch so was... falls was ist, dann ist sofort Mausi schuldig...
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@j-ap
Ich gehe nämlich nach alledem davon aus, daß zu Guttenberg »seine« Dissertation schlicht und ergreifend noch nie von innen gesehen hat, bis die Plagiatsvorwürfe erhoben wurden — er hat sie nämlich nach meiner Anschauung gar nicht selbst geschrieben, sondern schreiben lassen; und dabei ist er einem furchtbar schlechten oder unglaublich dreisten Ghostwriter aufgesessen. Das vermute ich auch und habe es hier auch schon mal formuliert, im Blog "Kann und muß ich meinen Doktortitel nun auch vergessen?" "@wilko0070 'Die gesamte Dissertation ist höchstwahrscheinlich von einem Ghostwriter erstellt worden!' Das vermute ich auch und zwar weitgehend aus denselben Gründen. Ich glaube nicht, daß Guttenberg selber so eine Schlamperei passiert wäre." Denn so blöd kann kein Mensch sein, erst eine Doktorarbeit bewußt und vorsätzlich zu fälschen und sie anschließend — wohlgemerkt: in vollem Wissen darüber, schlecht gearbeitet zu haben — bei einem der renommiertesten Fachverlage dieses Landes zu publizieren. Einem bekannten Bonmot zufolge hat die Dummheit vor der Weisheit den Vorzug, unendlich sein zu können. Aber auch dann, wenn Guttenberg die Arbeit hat schreiben lassen bleibt die ungeheure Dummheit, durch eine allgemeine Veröffentlichung in so exponierter Position (gut, damals war er noch nicht Minister, aber Abgeordneter ist exponiert genug) die Aufmerksamkeit auf eine Fälschung zu lenken. So verfährt (wohl — ich spekuliere hier, schließlich war ich auch nicht dabei) nur einer, der zuerst einen scheinbar glänzenden Dritten dafür bezahlt hat, eine Dissertation zu verfertigen, und anschließend darauf baut, daß dieser Ghostwriter sich tatsächlich auf sein Handwerk versteht. Hätte er nämlich gewußt, daß sein Ghostwriter ein Hallodri ist, dann hätte er entweder Nachbesserung verlangt oder aber die Arbeit stillschweigend von irgendeiner abgelegenen Hinterhofklitsche verlegen lassen. Prof. Häberle hat ihm aber mit seiner Benotung "summa cum laude" bestätigt, daß der "Blödsinn" (so Guttenberg heute) eine erstklassige Arbeit sei, eine weitere Merkwürdigkeit in dieser merkwürdigen Geschichte. Trotzdem: Wenn ich trickse, um etwas zu erreichen, dann schrei ich doch nicht laut rum, wenn ich noch für ein Fünferl ein Hirn hab. Ciao Wolfram |
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@Krem-Browning
Na typisch so was... falls was ist, dann ist sofort Mausi schuldig... Der Typ ist so drauf. Im Falle Kunduz waren es sein Staatssekretär und ein General, die schuld an der Informationspanne hatten. Es geht also auch ohne Mausi. Ciao Wolfram |
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schrieb am
24.02.2011 um 01:02
@j-ap
Sehe ich auch so. Könnte mir auch vorstellen, dass der Ghostwriter es bewusst darauf angelegt hat, dass die Sache ans Tageslicht kommt. Zumindest aber muss es ihm egal gewesen sein. Wenn man gleich die ersten Passagen der Einleitung wörtlich aus der FAZ abpinnt, ist die Wahrscheinlichkeit doch recht groß, dass es irgendwann auffällt, gerade im Falle eines hochrangigen Politikers. Vermutlich hat Gutti für den Fake den "marktüblichen" Satz bezahlt und da dachte sich der Ghostwriter eben, dann liefere ich auch die marktübliche Arbeit ab. Das Schöne für ihn ist ja, dass ihm nix passieren kann, da Gutti niemals ausplaudern wird, dass seine Arbeit von einem Ghostwriter stammt. Würde er es tun, dann würden vermutlich nur noch 60 Prozent der Bevölkerung meinen, Gutti solle im Amt bleiben und die bösen Medien nicht immer so negativ berichten. |
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@derDonnerstag
Könnte mir auch vorstellen, dass der Ghostwriter es bewusst darauf angelegt hat, dass die Sache ans Tageslicht kommt. Zumindest aber muss es ihm egal gewesen sein. Da wäre ich vorsichtiger. Ein professioneller Ghostwriter kann kein Interesse haben, sich die Geschäftsgrundlage zu zerstören. Ein Ghostwriter rechnet aber auch nicht damit, daß seine Arbeit groß veröffentlicht wird. Gut, wenn Beckenbauer seine Memoiren schreibt, dann rechnet niemand ernsthaft damit, daß der gute Franz monatelang am Schreibtisch gesessen hat und seine Erinnerungen in die Maschine getippt hat, es stört sich aber auch niemand dran, daß ihm jemand beim Formulieren geholfen hat. Ciao Wolfram |
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@ j-ap
Oft sind wir nicht einer Meinung, diesmal aber doch. Kaum zu glauben, in diesem Fall glaube auch ich an den Ghost. |
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Lieber W.H.,
eine kleine Kontrast-Verschärfung vermisse ich in Ihrem Beitrag: "Duncker & Humblot ist ein deutscher Traditionsverlag in Berlin, spezialisiert auf wissenschaftliche Fachliteratur, v. a. für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und die Rechts- und Staatswissenschaften. Die Verlagstätigkeit begann 1798, zu den frühen Autoren zählten u. a. Goethe und E. T. A. Hoffmann. Zu den bekanntesten verlegten Wissenschaftlern zählen Georg W. F. Hegel, Max Weber und Carl Schmitt...... ....und Joseph von Eichendorff[4]. Der Schwerpunkt des Verlages lag jedoch von Anfang an auf dem Gebiet der Wissenschaften, insbesondere der Philosophie (erste Hegel-Gesamtausgabe) und der Geschichtswissenschaft (Leopold von Rankes sämtliche Werke)." de.wikipedia.org/wiki/Duncker_&_Humblot Prominentester Autor 2009 - 2011: Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg. Sic transit gloria mundi..... |
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Ich habe die Dissertation nicht gelesen, aber man hört immer wieder von den vielen Stilbrüchen in dem Pamphlet. Dies zeugt meiner Erfahrung nach leider nicht von eine ghostwriter: Dieser würde die Dissertation vermutlich innerhalb kürzester Zeit runterreißen, da er sich damit ja seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Außerdem weiss ein ghostwriter um die Gefahren des Plagiatierens.
Egal - vielleicht gibt es den ghostwriter ja doch und wenn er/sie nicht schon am Boden eines afghanischen Tümpels liegt, wird er/sie auch irgendwann identifiziert. Weitersuchen! Aber irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass Chefe das Ding selbst geschrieben hat und dabei halt extrem anmaßend, schlampig und betrügerisch war: "Mir - dem großen KT kann doch nix passieren! Ich habe die Uni doch dafür bezahlt!" Ganz normaler Größenwahn! |
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Zur Frage des Ghostwriters:
1. Ohne Zuträger und Hilfskräfte hat Herr zu G. sicher nicht gearbeitet. Diese haben ihm Material geliefert, auch lästige Schreibarbeiten wie Zitate einfügen, Literaturliste erstellen, gedruckte Texte eingeben usw. übernommen. 2. Wenn man sich derart großzügig wie Herr zu G. in der Umwelt bedient, ist es nicht allzu aufwendig, einen Text dieses Umfangs zusammenzustellen. Man muss ja davon ausgehen, dass der bislang nicht als Plagiat identifizierte Text weitere Übernahmen aus Drucksachen, Büchern usw. enthält. 3. Wenn es einen Ghostwriter gab, hat der nach aller Wahrscheinlichkeit die Quellen angeführt, indem er eine inhaltliche Vorlage abgeliefert hat, einen Vorschlag, ein Konzept, eine Kompilation. Herr zu G. persönlich hat diese Vorlage dann durch geringfügige Änderungen, Wegstreichen von Anführungszeichen oder irreführende Bezugnahme auf Quellen überarbeitet, derart, dass mehr von ihm selbst und weniger von anderen dastand. Es wäre ja peinlich gewesen, schon die Einleitung als Zitat auszuweisen usw. 4. Es gibt einen Typus Mensch, der glaubt, alles was er berühre, gehöre ihm. Auch im akademischen Bereich. Ich habe selbst Fälle erlebt, bei denen eindeutig und nachweislich von anderen geschriebene Manuskripte als eigenes geistiges Produkt requiriert und im Brustton voller Überzeugung als solches dargestellt wurden. Der Tenor ist in etwa derjenige, dass es ja eigentlich "meine Gedanken" sind, die der andere „nur ausformuliert“ hat, und zwar selbst dann, wenn der andere völlig unabhängig gearbeitet hat. 5. Ich habe an anderer Stelle schon einmal darauf hingewiesen, dass die Aufführung von Herrn zu G. von Ferne an eine histrionische Persönlichkeitsstörung erinnert. Im Verein mit einem entsprechenden Namen geht da leicht jedes Maß für Angemessenheit und auch Risiko verloren, zumal man zumeist durch die Umwelt in seinem Selbstbild bestätigt wird; das mag auch für den Doktorvater gelten, der blind vertraut haben dürfte. |
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@RAJmue
Es gibt einen Typus Mensch, der glaubt, alles was er berühre, gehöre ihm. Auch im akademischen Bereich. Ich habe selbst Fälle erlebt, bei denen eindeutig und nachweislich von anderen geschriebene Manuskripte als eigenes geistiges Produkt requiriert und im Brustton voller Überzeugung als solches dargestellt wurden. Der Tenor ist in etwa derjenige, dass es ja eigentlich "meine Gedanken" sind, die der andere „nur ausformuliert“ hat, und zwar selbst dann, wenn der andere völlig unabhängig gearbeitet hat. Der akademische Betrieb ist meines Wissens der letzte Bereich, in welchem noch ganz legal die Leibeigenschaft gilt. Wenn du als Wissenschaftlicher Assistent für einen Professor arbeitest, dann kann es dir durchaus passieren, daß dein Professor deine Arbeit unter seinem Namen veröffentlicht. Wenn er sehr nett ist, dann darfst du deinen Namen als Co-Autor drunter setzen. Ciao Wolfram |
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Es ist zum Haare ausraufen, könnt ich jetzt nicht im Umkehrschluss meine Volksschulnoten ein wenig anheben lasse, so von 4 auf 3?
Aber mir ging es so wie dir, lieber Wolfram, man lässt sich blenden von solchen Leuten, der Dr. ist die Sahnehaube obendrauf, und fertig ist der Mann von Welt. In Wirklichkeit haben wir es mit einem Schlauen zu tun, ein gravierender Unterschied zu einem klugen Menschen. Bei soviel Geld und Einfluss kann er sich wohl alles erlauben. Hat er geglaubt. Leider sinken die Hemmschwellen in diesem Land stetig, Anstand, immer das Rückgrat des Konservatismus, eine hohle Phrase. Da fällt mir dann immer der Brecht ein: "Wer die Wahrheit nicht weiss, ist nur ein Dummkopf, wer sie aber weiss, und nicht sagt, ist ein Verbrecher". Tut mir leid, Herr Lügenbaron. |
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@Grundgütiger
Es ist zum Haare ausraufen, könnt ich jetzt nicht im Umkehrschluss meine Volksschulnoten ein wenig anheben lasse, so von 4 auf 3? Für die Anerkennung meines Diploms für Italien mußte ich mir seinerzeit eine beglaubigte Kopie bei der Gemeinde erstellen lassen. Drinnen im Amt stellte ich fest, daß ich das Diplomzeugnis zuhause vergessen hatte, eingesteckt hatte ich nur eine Kopie des Zeugnisses. Der Beamte hat aber anstandslos die Kopie der Kopie gemacht und diese dann beglaubigt. Was hätte ich an dieser Kopie vor der Beglaubigung alles rumfälschen können... Aber mir ging es so wie dir, lieber Wolfram, man lässt sich blenden von solchen Leuten, der Dr. ist die Sahnehaube obendrauf, und fertig ist der Mann von Welt. Ein akademischer Titel kann mich schon lange nicht mehr blenden. Ich habe an der Uni so viele Hohlköpfe auf allen Stufen der akademischen Rangleiter kennengelernt, Leute, die mein Vater niemals als Metzgerlehrling genommen hätte. Ciao Wolfram |
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Die Causa Guttenberg scheint sich zu einer never-ending-story zu entwickeln. IdH. sind die offiziellen Reaktionsmuster der Parteien und des Kabinetts von Belang. Ausgehend vom worst-case-scenario, dass KTG **nicht einmal von einer Doktorarbeit in seinem Namen gewusst haben könnte** und ihm die entsprechend angetragene Verleihung der D-Würde mehr als opportun erschien – sponsoris causa – , bliebe es spannend, das notorische Beharren auf seinen Ministerposten von abgeordnetem bis übergeordnetem Interesse zu beobachten, bzw. zu konstatieren. Das erscheint mir als die wahre politische Dimension und Herausforderung, die sich seitens der Regierungsverantwortlichen in zunehmendem Maße selbst gegeben wird, die Qualität der Skandale im Steigen begriffen, somit die systemische Ausweitung der demokratischen Kampf- und Beliebigkeitszone aus Sicht der Ag(it)ierenden.
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Sie sind Notar, stimmt's?
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schrieb am
24.02.2011 um 22:57
Guten Abend, eine schöne erste Reaktion – nein, 'Geschwindschreiber'
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es gilt den fakt (der von biologistischen definitionen des menschen absieht) zu berücksichtigen, daß im zeitraum zwischen der veröffentlichung einer dokterarbeit und der vereidigung zum verteidigungsminister ein intelligenzzuwachs geschehen kann
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Über summa cum laude sollte nachgedacht werden: Sehr gute Arbeit, sehr gute Verteidigung/Rigorosum, übereinstimmend sehr gute Bewertung in der eingesetzten Promotionskommission... - Mit welcher Brille hat man dort gelesen? Mit welchen Ohr hat man dort gehört? - Immer klingt irgendwie das hübsche Lied aus dem alten "Vogelhändler" mit: Doch wenn er Protektionen hat, der Kandidat, dann schweig ich fein, das bringt was ein..." oder so ähnlich. - Der Mann der jetzt herhalten muß, er wars bestimmt nicht allein...
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Jeder, der seine Doktorarbeit verteidigt hat, ist VERPFLICHTET, diese zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung muss bei der entsprechenden Universität oder Hochschule auch nachgewiesen werden.
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@frau müller
Jeder, der seine Doktorarbeit verteidigt hat, ist VERPFLICHTET, diese zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung muss bei der entsprechenden Universität oder Hochschule auch nachgewiesen werden. Richtig. Dabei handelt es sich um die sog. Pflichtexemplare, die ich in meinem Beitrag oben angesprochen habe: ...dann reiche ich die wenigen Pflichtexemplare ein, nenne mich hinkünftig Doktor und lasse ansonsten das Ganze auf sich beruhen. In der Promotionsordnung der Universität Bayreuth (www.rw.uni-bayreuth.de/de/committees/downloads/Promotionsordnung_nichtamtliche_Gesamtfassung_des_Dekanats_Mai_07.pdf) steht unter § 17 (Pflichtexemplare): (1) Nach Bestehen des Kolloquiums hat der Bewerber beim Dekan binnen eines Jahres unentgeltlich gegen Quittung abzuliefern: 1. Pflichtexemplare - 60 gedruckte oder druckähnlich vervielfältigte Exemplare der Dissertation oder - 15 Exemplare, sofern die Dissertation als selbständige Veröffentlichung im Buchhandel beziehungsweise als Monographie in einer Schriftenreihe erscheint oder über die Universitätsbibliothek in elektronischer Form im Internet veröffentlicht wird. Die Veröffentlichung als Buch ist also optional, ich kann das machen, muß es aber nicht. 60 druckähnlich vervielfältigte Exemplare der Dissertation wären also ausreichend gewesen. Ein interessantes Detail am Rande: Normalerweise verlangt man vom Doktoranden eine eidesstattliche Erklärung, daß er die Dissertation selbständig verfaßt und keine anderen als die von ihm angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat. An der Universität Bayreuth reicht eine ehrenwörtliche Erklärung aus. Ein Detail, das Guttenberg vor dem Knast bewahrt. Ciao Wolfram |
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>>Ob ein Verteidigungsminister, der in puncto Intelligenz von jedem Viehdieb in den Schatten gestellt wird, der richtige Mann für diesen Job ist?<<
Kommt drauf an was er verteidigt... |
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Wenn es eine korrekte Beschreibung ist, dass es Tendenzen gibt, die solche Betrügereien für normal und legitim halten und höchstens das Sich-erwischen-lassen verurteilen, wird eine Erklärung dafür möglicherweise darin zu suchen sein, dass das Akademikerwesen sich in den Augen der Allgemeinheit in puncto Vertrauenswürdigkeit nicht besonders erfolgreich vermarktet hat.
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Ich bin alles andere als ein Schreiberling, von daher möge man mir meinen für akademische Kreise vielleicht etwas "holprig" anmutenden Schreibstil verzeihen.
Den Blogeintrag möchte ich wie folgend ergänzen: Mehr noch als die entlarvenden Plagiatvorwürfe und Guttenbergs Absicht seine "Doktorarbeit" quasi in der "Höhle des Löwen" veröffentlichen zu lassen, offenbart doch vor allem der INHALT der Dissertation die reaktionäre politische Gesinnung des Freiherrn und damit seinen wahren Charakter. Natürlich ist es klar, dass für den bürgerlichen Medien- und Politikbetrieb der Inhalt völlig nebensächlich ist, deshalb macht man sich auch allein an der FORM fest - und reitet folglich bis zum Erbrechen auf dem Tatbestand des geistigen Diebstahls und der bewussten Täuschung herum. Man muss die Dissertation nicht in vollem Umfang gelesen haben um sich klar zu werden, dass es sich thematisch nicht um die "Konsistenz des toxischen Schwanzdrüsensekret von Grottenmolchen" handelt, sondern dass in dieser "Arbeit" vielmehr das heimliche politische Aristokraten-Traumbild einer gesamteuropäischen absoluten Monarchie zum Ausdruck kommt - das klingt zwar auf den ersten Blick etwas abstrus, aber man unterschätze nicht den reaktionären politischen Einfluss eines nach wie vor vorhandenen milliardenschweren Krautjunkertums im Gewand des kapitalistischen betriebswirtschaftlichen Managements - zu dem auch der schwerreiche "Lügenbaron" gehört. Im Hinblick auf seine Dissertation, sowie der politischen Instrumentalisierung der Religion im Namenskürzel seiner Partei (CSU) ist es offensichtlich, was sich der tugendhafte christgläubige Adelsmann quasi antizipierend auf seine wehenden Schlossfahnen geschrieben hat: DIE VERHINDERUNG EINER POLITISCH GESAMTEUROPÄISCHEN VERFASSUNG NACH AMERIKANISCHEM VORBILD. Die Freiheit der amerikanischen Verfassung, die ja bekanntlich den Gottesbezug wie er in den europäischen nationalstaatlichen Verfassungen verankert ist, nicht kennt - diese Freiheit geht dem reaktionär gegelten Felix Krull der Politik entschieden zu weit. Man will zwar die politisch vereinigten Staaten von Europa - aber bitte von Gottes Gnaden und unter der Vision eines in den Adelsstand erhobenen absolutistisch-katholischen und wertverwertenden gottesfürchtigen Wirtschafts- und Staatsmanagements, das im Hinblick auf die Zukunft nie mehr wiederkehrende wertschöpfende Akkumulationsmodelle halluziniert. Wie auch immer: Eines kann man in diesem Zusammenhang dem fränkischen Adelsmann nicht absprechen - seine Reputation als exzellenter Vertreter gespielter Demokratie. Seine unwerte Hauptrolle als oberster Kriegsherr wurde jetzt durch die Plagiator-Nebenrolle beachtlich aufgewertet und hebt ihn nun deutlich ab vom übrigen politischen Betrugs-Ensemble - macht ihn zum verdienten Oscar-Anwärter pseudodemokratischer Kriegs- und Schauspielkunst. ( Quellennachweis: Hiermit bestätige ich, dass der obenstehende Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen auf meinem Mist gewachsen ist.) ;-) |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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