Wolfram Heinrich

Der Franze hat gsagt

15.04.2010 | 04:16

Oh, wie erfinderisch sind Narrenhirne

Im Usenet, es war wohl in der Koch-Newsgroup de.rec.mampf. meinte eine Diskutantin, beim Nudelkochen könne man ja nun wirklich nichts falsch machen.
 
Ich sah mich gezwungen, ihren Optimismus zu dämpfen:

Es gibt keine narrensicheren Sachen, weil die Narren so verdammt erfinderisch sind. Ich kannte mal einen, der wollte von mir wissen, wie man Kaffee kocht (mit der Kaffeemaschine!). Zuhause hat das Mama gemacht, bei der Bundeswehr die Kantine und dann die Verlobte. Und jetzt war grad niemand von denen greifbar... Ja, gut, Nescafé machen konnte er.

Und einer hat mir mal geklagt, er habe vergeblich versucht, Wiener Schnitzel zuzubereiten. Von seiner Mutter habe er gewußt, daß man dazu Mehl, Eier und Semmelbrösel brauche. Diese Zutaten habe er sich besorgt, säuberlich miteinander vermischt und dann habe er das Schnitzel in der entstandenen Masse gewälzt. Allerdings sei es ihm nicht und nicht gelungen, die Mischung aus Mehl, Eiern und Salz dauerhaft am Schnitzel zu befestigen.

 

 
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Kommentare
Alien59 schrieb am 15.04.2010 um 05:16
Spitze.
Allerdings, mein Vater, der Salzkartoffeln anbrennen ließ, war auch nicht ohne.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.04.2010 um 06:57
Ein Narr hätte beim Schnitzel zum Tacker gegriffen.
Wolfram Heinrich schrieb am 15.04.2010 um 09:24
@Hexogen
Ein Narr hätte beim Schnitzel zum Tacker gegriffen.

Baumarktschnitzel, damit kommst du groß raus.

Ciao
Wolfram
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.04.2010 um 09:16
Ein realer Fall: Der NVA-Soldat kocht bei seiner Freundin auf Urlaub erstmals Spaghetti. Er kippt etwa fünf Esslöffel Salz in das Wasser. Die Nudeln wurden entsorgt. Im Nachhinein immer noch ein großer Lacher.
Wolfram Heinrich schrieb am 15.04.2010 um 09:22
@Rainer Kühn
Ein realer Fall: Der NVA-Soldat kocht bei seiner Freundin auf Urlaub erstmals Spaghetti. Er kippt etwa fünf Esslöffel Salz in das Wasser. Die Nudeln wurden entsorgt.

Soviel zum Thema "beim Nudelkochen könne man ja nun wirklich nichts falsch machen".

Ciao
Wolfram
P. S.: Warst du dieser Rainer Kühn, der vor ein paar Tagen im Deutschlandfunk ein Buch von einem gewissen Taylor über Religiosität besprochen hat?
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.04.2010 um 09:26
Mit dem Deutschlandfunken habe ich höchstens als Hörer zu tun. ;-)
Wolfram Heinrich schrieb am 15.04.2010 um 10:27
@Rainer Kühn
Mit dem Deutschlandfunken habe ich höchstens als Hörer zu tun. ;-)

Ah so. Ich höre fast ausschließlich Bayern 5 und Deutschlandfunk, beide garantiert ohne Werbung.

Ciao
Wolfram
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.04.2010 um 10:36
WDR 5 + ähem, D-Radio-Kultur.
Da biste platt!
Wolfram Heinrich schrieb am 15.04.2010 um 10:53
@Rainer Kühn
WDR 5 + ähem, D-Radio-Kultur.
Da biste platt!


Kultur wär schon auch nicht schlecht. Vielleicht find ich den Sender ja.

Ciao
Wolfram
B.V. schrieb am 15.04.2010 um 12:23
Nudeln entsorgen wäre gar nicht nötig gewesen. Er hätte bloß mit heißem Wasser die Nudeln im Sieb noch mal abspülen müssen und dann in die Pfanne hauen, etwas Speck und Eier dazu: fertig.
Hat man sowas nicht bei der NVA gelernt?
Kein wunder das die den Krieg verloren haben :-)))
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.04.2010 um 12:36
Ich war ja beim Bund und konnte mit den G3 Wildschweine erlegen. :-))
In der DDR gab´s ja keine, nur Hartweizengries.
Wolfram Heinrich schrieb am 15.04.2010 um 13:27
@B.V.
Nudeln entsorgen wäre gar nicht nötig gewesen. Er hätte bloß mit heißem Wasser die Nudeln im Sieb noch mal abspülen müssen und dann in die Pfanne hauen, etwas Speck und Eier dazu: fertig.

Ja, ja, bloß - wer den Trick kennt, der gibt keine fünf Eßlöffel Salz in den Pott.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 15.04.2010 um 13:28
@Rainer Kühn
Ich war ja beim Bund und konnte mit den G3 Wildschweine erlegen. :-))
In der DDR gab´s ja keine, nur Hartweizengries.


Die NVA hatte Hartweizengrieß als Standardwaffe? Dann war die Bedrohung aus dem Osten doch nicht so groß, wie uns immer eingeredet wurde. Man hätte mit Schokopudding zurückwerfen können, wär wenigstens endlich mal ein lustiger Krieg gewesen.

Ciao
Wolfram
luggi schrieb am 15.04.2010 um 13:35
@BV
unsere wichtigste Waffe war die Gulaschkanone

außerdem gab es Eierteigwaren! alles andere war imperialistisches Begriffsgewirr ;)
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.04.2010 um 09:45
"Von seiner Mutter habe er gewußt..."
Das ist das Stichwort. frag-mutti.de oder mutti-weiss-alles.de

Andererseits: Ich hätte im zarten Alter von 12 Jahren Mutti nicht glauben sollen. Die telefonische Anweisung fürs Kartoffelkochen lautete: 20 min. kochen lassen. Nach dem zweiten tiefschwarz gebrannten Topf kamen mir Zweifel, und das Kartoffelverbrennen wurde abgebrochen.

Aber Mutti hin oder her. Die Welt wird täglich rätselhafter. Und die Narren scheinen wieder mal auf der Siegerstraße zu sein. Oder waren die nie weg?
Wolfram Heinrich schrieb am 15.04.2010 um 10:32
@GerhardHM
Andererseits: Ich hätte im zarten Alter von 12 Jahren Mutti nicht glauben sollen. Die telefonische Anweisung fürs Kartoffelkochen lautete: 20 min. kochen lassen. Nach dem zweiten tiefschwarz gebrannten Topf kamen mir Zweifel, und das Kartoffelverbrennen wurde abgebrochen.

Das Phänomen hast du ganz oft, wenn du Experten nach irgendwas fragst. Experten können sich häufig nicht in das Hirn eines Ahnungslosen versetzen und sie erwähnen deshalb wichtige Dinge gar nicht, weil sie ihnen selbstverständlich erscheinen.

Aber Mutti hin oder her. Die Welt wird täglich rätselhafter.

Ah, dir ist es also auch aufgefallen. Das Verrückte ist ja, daß man selber mit den Jahren immer schlauer und erfahrener wird und trotzdem immer weniger versteht.

Und die Narren scheinen wieder mal auf der Siegerstraße zu sein. Oder waren die nie weg?

Das ist eine gute Frage. Hm. Nein, keine Ahnung.

Ciao
Wolfram
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.04.2010 um 11:26
Aus Gründen der Gleichberechtigung (und einigen anderen) muß natürlich auch gefragt werden, ob Ahnungslose sich in das Hirn eines Experten hineinversetzen können. Denn dieser hat es, wie jeder nur ein wenig weniger Ahnungslose weiß, auch nicht leicht.
Anders gesagt: Können Menschen überhaupt so miteinander reden, daß wenigstens der beidseitige Eindruck des Verstandenhabens entsteht?

Und nun zurück zum Schnitzel.
Wolfram Heinrich schrieb am 15.04.2010 um 13:25
@GerhardHM
Aus Gründen der Gleichberechtigung (und einigen anderen) muß natürlich auch gefragt werden, ob Ahnungslose sich in das Hirn eines Experten hineinversetzen können.

Ich vermute mal nein, der Name "Ahnungslose" deutet so was an. Außerdem war Experten auch mal ahnungslos, Ahnungslose dagegen noch nie Experten (auf einem bestimmten Gebiet).

Anders gesagt: Können Menschen überhaupt so miteinander reden, daß wenigstens der beidseitige Eindruck des Verstandenhabens entsteht?

Das hab ich jetzt nicht verstanden.

Und nun zurück zum Schnitzel.

Genau. Mahlzeit.

Ciao
Wolfram
luggi schrieb am 15.04.2010 um 21:14
hatte ich bereits gelesen,
(und wieder ein count mehr)
bitte Wolfram
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.04.2010 um 21:18
danke
kr
Wolfram Heinrich
Der Franze hat gsagt, der Xaver wenn das noch hätt erleben können, sagt er, der hätt sich totgelacht.
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claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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