Wolfram Heinrich

Der Franze hat gsagt

12.09.2010 | 15:14

Oma oder Opa?

Wäre ich ein Philosoph, also einer mit Diplom, ein Diplom-Philosoph mit Philosophen-Diplom, und wäre ich Teil des Lehrkörpers einer Universität, dann würde ich in diesem Wintersemester zusammen mit einem Kollegen von der Juristischen Fakultät ein Hauptseminar anbieten mit dem Thema: "Oma oder Opa?"

 

Lachts nur, ihr Ignoranten, die ihr glaubts, das sei doch - hihihi! - kein Thema für eine wissenschaftliche Veranstaltung. Ich aber sage euch, das ist eine hochkomplexe Frage, die uns mitten hineinführt in die aporischen Abgründe des Denkens und Definierens.

 

Die Frage aber lautet so:

Was wäre die Folge wenn ich mich jetzt, da ich in einem Alter stehe, in dem ich zwar Kinder noch zeugen könnte, aber nicht mehr will, zur Frau umoperieren lassen würde (1)? Wie stünde ich dann zu den von meinen Söhnen noch zu produzierenden Enkeln? Wäre ich dann der Opa oder die Oma meiner Enkel? Läßt sich diese Frage überhaupt beantworten oder löst sich in dem Moment, da alle Philosophen der Erde diese Frage auch nur stellen, die Welt in ein rosa Logik-Wölkchen auf? Müssen wir dem Schicksal nicht dankbar dafür sein, daß ich kein an einer Universität lehrender Diplom-Philosoph mit Philosophen-Diplom bin?

 

Andererseits:

Ohne Philosophie wäre die Welt doch stinklangweilig, nur der übliche Mord und Totschlag, ob nun mit dem Gewehr begangen oder mit der Dividenden-Maximierung.

 

______ 

(1) Motto: Eh scho wurscht.

 
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Kommentare
Achtermann schrieb am 12.09.2010 um 17:30
Wolfram, Du willst Dich vom Opa zur Oma umoperieren lassen? Oder tust Du nur so, als ob Du das wolltest? Ich empfehle Dir vorher, Dich mit der Existenzial-Ontologie von Martin Heidegger zu befassen, deren Leitfrage die nach dem Sinn von Sein ist. Und Du weißt: Was weg ist, ist weg! Heidegger hat das in die Worte gefasst: Das Nichts nichtet. Also, lass ihn, ja ihn, dran!
Wolfram Heinrich schrieb am 12.09.2010 um 17:50
@Achtermann
Wolfram, Du willst Dich vom Opa zur Oma umoperieren lassen? Oder tust Du nur so, als ob Du das wolltest?

Jetzt pflastere ich meinen kleinen Artikel extra mit lauter Konjunktiven voll, daß einem schlecht wird davon und du frägst dieses! Schrödinger hat ja seine schwarze Katze auch nicht in einen dunklen Raum gesperrt, wenn er überhaupt eine hatte.
Und ferner: Ich könnte mich gar nicht vom Opa zur Oma umoperieren lassen, weil ich noch gar kein Opa noch nicht bin. Und außerdem wäre dann die von mir gestellte Frage nicht mehr in dieser Schärfe im Raum. Dem jetzt bereits geborenen Enkel (gesetzt, es gäbe ihn) wäre ich auf jeden Fall ein Opa, was immer danach mit mir passiert, geschlechtsmäßig.

Ich empfehle Dir vorher, Dich mit der Existenzial-Ontologie von Martin Heidegger zu befassen, deren Leitfrage die nach dem Sinn von Sein ist.

So was sollte man in Gesetzesform gießen. Es darf ein jeglicher sich nur noch dann geschlechtsumoperieren lassen, wenn er sich zuvor intensiv mit der Existential-Ontologie von Heidegger auseinandergesetzt hat. Dann würde das Umoperieren ganz schnell aufhören, sag ich dir.
Und weil du die Leitfrage nach dem Sinn vom Sein gestellt hast, mußt du dir zur Strafe den vertonten Heidegger anhören: ontology.buffalo.edu/smith/heidegger/

Und Du weißt: Was weg ist, ist weg! Heidegger hat das in die Worte gefasst: Das Nichts nichtet.

Ich hab mal das Nichts getroffen und ich sage dir, es hat nicht genichtet. Jedenfalls nicht vor der Begegnung mit mir, danach schon.

Ciao
Wolfram
dame.von.welt schrieb am 12.09.2010 um 18:30
@achtermann - der schönste Ausbruch von Gebär- und Busenneid, den ich jemals gelesen habe ...;-)...
Achtermann schrieb am 12.09.2010 um 18:42
@ Wolfram

Dass dieser vertonte Heidegger niemals in der deutschen oder amerikanischen Hitparade war. Ich hätt's ihm gegönnt. Da der Text so anmutig ist, soll ein Lied-Zitat auch die Tauben unter den Hörenden erfreuen:

Ich heideggere euch in Grund und Boden
Heideggere euch den Schwarzwald rauf
(Und wieder) runter heideggere ich Euch die hohlen
Und maroden Schädel auf
Heideggere euch die Wand entlang
Heideggere euch - so klein
Heideggere euch zurück auf Anfang
Auf die Frage nach dem
Sinn nach dem Sinn dem Sinn nach dem Sinn vom Sein…
Da hatter hatter hatter Heidegger wiederma recht…
Heidegger Heidegger, ououou - hadda hadda…


Ich geb' zu, die Konjunktive gesehen zu haben. Ich hab' mir die Freiheit g'nommen, sie zu nichten. Ich werde aber über Deine Fragestellung weiterhin nachdenken...
Achtermann schrieb am 12.09.2010 um 18:46
@ dame.von.welt

Da steigt Freude in meinem Busen hoch.
Wolfram Heinrich schrieb am 12.09.2010 um 18:57
@Achtermann
Dass dieser vertonte Heidegger niemals in der deutschen oder amerikanischen Hitparade war. Ich hätt's ihm gegönnt. Da der Text so anmutig ist, soll ein Lied-Zitat auch die Tauben unter den Hörenden erfreuen:

Jetzt hast du natürlich nur den Teil des Liedes genommen, der nicht von Heidegger ist. Der Rest (eigentlich Hauptteil) des Textes ist Original-Heidegger, aus dem Einleitungskapitel von "Sein und Zeit", seinem Hauptwerk.
Nein, das ist kein Witz.

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 12.09.2010 um 19:10
Mein lieber Wolfram,

Du hast Probleme!

Es sind sogar mehr, als Du selbst dachtest:

z.B.: Wie erklärst Du Deinen theoretischen Enkeln/Enkelinnen, dass sie praktisch drei Omas hätten, wolltest Du es dann immer noch???

Hast Du geklärt, ob Du es bist oder Deine Söhne, gar Deinen Schwiegereltern, die das Verlangen Oma zu werden bei Dir auslösten.

Schließlich: Ich habe immer gedacht Philosophie sei praktisches Denken. Bei Dir klingt das alles noch immer sehr theoretisch.

"Nichts" für ungut.

lg
ut
Wolfram Heinrich schrieb am 12.09.2010 um 19:41
@Uwe Theel
Mein lieber Wolfram, Du hast Probleme!

Sowieso. Wilhelm Busch sagte einst: "Wer Sorgen hat, hat auch Likör", ich sage "Wer denkt, hat auch Probleme."

z.B.: Wie erklärst Du Deinen theoretischen Enkeln/Enkelinnen, dass sie praktisch drei Omas hätten, wolltest Du es dann immer noch???

Sowieso. Das wäre ein Mordsspaß für die Kleinen, wenn ich Ihnen sagte, daß ich zwar der Vater ihres Vaters bin, gleichzeitig aber ihre Oma. Sie würden sich drei Minuten lang vor Lachen auf dem Teppich kugeln, dann aber würden wir anfangen zu philosophieren. Und wenn sie dann mit sechs so richtig lesen können, werden sie Hegel in seine Einzelteile zerlegen und nicht wieder zusammensetzen wollen.
Ha! Denken ist ein Form von Wollust.

Hast Du geklärt, ob Du es bist oder Deine Söhne, gar Deinen Schwiegereltern, die das Verlangen Oma zu werden bei Dir auslösten.

Oh, ich will gar keine Oma werden. Ich will bloß wissen, was wäre, wenn ich Oma von Enkeln würde, deren Vatersvater ich bin.

Schließlich: Ich habe immer gedacht Philosophie sei praktisches Denken.

Was bringt dich darauf? Ich darf einen Großmeister zitieren:

"Das Zeugsein des Zeuges, die Verläßlichkeit, hält alle Dinge je nach ihrer Weise und Weite in sich gesammelt. Die Dienlichkeit des Zeuges ist jedoch nur die Wesensfolge der Verläßlichkeit. Jene schwingt in dieser und wäre ohne sie nichts. Das einzelne Zeug wird abgenutzt und verbraucht; aber zugleich gerät damit auch das Gebrauchen selbst in die Vernutzung, schleift sich ab und wird gewöhnlich. So kommt das Zeugsein in die Verödung, sinkt zum bloßen Zeug herab. Solche Verödung des Zeugseins ist das Hinschwinden der Verläßlichkeit. Dieser Schwund, dem die Gebrauchsdinge dann jene langweilig aufdringliche Gewöhnlichkeit verdanken, ist aber nur ein Zeugnis mehr für das ursprüngliche Wesen des Zeugseins. Die vernutzte Gewöhnlichkeit des Zeuges drängt sich dann als die einzige und ihm scheinbar ausschließlich eigene Seinsart vor. Nur noch die blanke Dienlichkeit ist jetzt sichtbar. Sie erweckt den Anschein, der Ursprung des Zeuges liege in der bloßen Anfertigung, die einem Stoff ein Form aufprägt. Gleichwohl kommt das Zeug in seinem echten Zeugsein weiter her. Stoff und Form und die Unterscheidung beider sind tieferen Ursprungs.

Die Ruhe des in sich ruhenden Zeuges besteht in der Verläßlichkeit. An ihr ersehen wir erst, was das Zeug in Wahrheit ist. Aber noch wissen wir nichts von dem, was wir zunächst suchten, vom Dinghaften des Dinges. Vollends wissen wir jenes nicht, was wir eigentlich und allein suchen: das Werkhafte des Werkes im Sinne des Kunstwerkes.

Oder sollten wir jetzt unversehens, gleichsam beiher, schon etwas über das Werksein des Werkes erfahren haben?"

Bei Dir klingt das alles noch immer sehr theoretisch.

Jetzt hör mal, verglichen mit obigem Text liest sich der meinige doch ganz unglaublich praktisch und bodenständig. Oder?

"Nichts" für ungut.

"Nichts" gibt’s nicht.

Ciao
Wolfram
Achtermann schrieb am 12.09.2010 um 20:00
@ Wolfram

Jetzt hör mal, verglichen mit obigem Text liest sich der meinige doch ganz unglaublich praktisch und bodenständig. Oder?

Einer der größten Philosophen, Wolfgang Neuss, sagte dazu:

Der gesunde Menschenverstand ist reines Gift.
Wolfram Heinrich schrieb am 12.09.2010 um 20:09
@Achtermann
"Jetzt hör mal, verglichen mit obigem Text liest sich der meinige doch ganz unglaublich praktisch und bodenständig. Oder?"

Einer der größten Philosophen, Wolfgang Neuss, sagte dazu:

"Der gesunde Menschenverstand ist reines Gift"


Jetzt hömma, Achtermann, werd nicht ausfallend, ja! Ich lasse mir von dir nicht gesunden Menschenverstand nachsagen, damit das klar ist.
Oder hattest du nach dem Lesen meines anlaßgebenden Artikels den Eindruck, ich litte darunter?

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 12.09.2010 um 22:44
Lieber Wolfram,

der Großmeister wird die zitierten Sätze nicht umsonst "Holzwege" getitelt haben.

ad ""Nichts" gibt’s nicht."

Habe ich Dir jemals nicht nichts angeboten?
Wolfram Heinrich schrieb am 13.09.2010 um 00:48
@Uwe Theel
der Großmeister wird die zitierten Sätze nicht umsonst "Holzwege" getitelt haben.

Er nannte sie "Der Ursprung des Kunstwerkes", Reclams Universalbibliothek, Nr. 8446, S. 31 f.

Ciao
Wolfram
Achtermann schrieb am 13.09.2010 um 15:22
@ Wolfram

Ich lasse mir von dir nicht gesunden Menschenverstand nachsagen, damit das klar ist.

Lange habe ich in dem großen Œuvre von Wolfgang Neuss gelesen, um Dich wieder milder stimmen zu können. Gefunden habe ich dieses:

Eine Sichtweise, die nicht befremdet, ist falsch.

Diese hätte mit dem gesunden Menschenverstand doch nur marginal zu tun? Dein von Dir eingeführtes Thema, aus dem Opa eine Oma zu machen, ist doch mindestens befremdlich...
Wolfram Heinrich schrieb am 13.09.2010 um 16:25
@Achtermann
Lange habe ich in dem großen Œuvre von Wolfgang Neuss gelesen, um Dich wieder milder stimmen zu können. Gefunden habe ich dieses:

"Eine Sichtweise, die nicht befremdet, ist falsch."

Diese hätte mit dem gesunden Menschenverstand doch nur marginal zu tun? Dein von Dir eingeführtes Thema, aus dem Opa eine Oma zu machen, ist doch mindestens befremdlich...


Mindestens. Und: Ich war nie unmilde gestimmt.

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 13.09.2010 um 22:08
Lieber Wolfram,

"Der Ursprung des Kunstwerkes" ist erstmals 1950

noch im Rahmen der GA im dortigen Band 5 erschienen, der "Holzwege" getitelt" wurde. S.:

www.capurro.de/heidegger.htm#VII.

Ich wollte eigentlich nur ein lustiges Wortspiel mit dem so sprechenden Titel und Deinem, ich pflichte Achtermann bei, "befremdlichen" Gedanken machen. Aber wie sagte meine Urgroßtante Ida: "Jeder Mensch ist anders albern!" (Diese Quelle kann mein 85-jähriger Vater verbürgen!!!).

Nix gegen die Kunst

Liebe Grüße

Uwe
Wolfram Heinrich schrieb am 13.09.2010 um 23:46
@Uwe Theel
"Der Ursprung des Kunstwerkes" ist erstmals 1950 noch im Rahmen der GA im dortigen Band 5 erschienen, der "Holzwege" getitelt" wurde.

Jetzt sag mal selbst, muß es nicht grauenvoll sein, wenn noch zu deinen Lebzeiten deine Gesamtausgabe? Der Typ war 1950 gerade mal 61 Jahre alt, ungefähr so alt wie ich jetzt. Bei lebendigem Leibe mußt du zusehen, wie sie den Deckel über deinem Sarg festschrauben.

Ich wollte eigentlich nur ein lustiges Wortspiel mit dem so sprechenden Titel und Deinem, ich pflichte Achtermann bei, "befremdlichen" Gedanken machen.

Horch - ein Schrank geht durch die Nacht,
voll mit nassen Hemden...
den hab ich mir ausgedacht,
um Euch zu befremden.
F. W. BERNSTEIN

Aber wie sagte meine Urgroßtante Ida: "Jeder Mensch ist anders albern!" (Diese Quelle kann mein 85-jähriger Vater verbürgen!!!).

Albern hin, albern her. Meine Frage zu beantworten hat mir immer noch keiner geholfen.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 13.09.2010 um 23:47
Es muß natürlich heißen: "Jetzt sag mal selbst, muß es nicht grauenvoll sein, wenn sie noch zu deinen Lebzeiten deine Gesamtausgabe herausgeben?"

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 14.09.2010 um 02:20
@ Wolfram Heinrich schrieb am 13.09.2010 um 23:46

Meine Frage zu beantworten hat mir immer noch keiner geholfen

Deinen Frage könnten Dir nur die zukünftigen Enkelkinder beantworten und würden dies auch: Wenn sie Dich als Großelter behandeln würden, hätt´st´e Glück gehabt, wenn nicht, eben nicht.

Ansonsten, wenn es Dich tröstet: Ich würde in jedem Fall weiter mit Dir bloggen.

lg
uwe

P.S.: Der Bernstein ist gut.
Wolfram Heinrich schrieb am 14.09.2010 um 08:34
@Uwe Theel
"Meine Frage zu beantworten hat mir immer noch keiner geholfen"

Deinen Frage könnten Dir nur die zukünftigen Enkelkinder beantworten und würden dies auch


Damit landen wir dann bei der Experimentellen Philosophie. Eine womöglich interessante neue Disziplin. Bloß: Ich will mich ja gar nicht umoperieren lassen. Aber vielleicht kann ich mit meinen Enkeln, wenn sie denn mal da sind, ab dem dritten Lebensjahr die Frage auch theoretisch durchdiskutieren. Die wirklich neuen, umstürzenden Ideen kommen in der Geistesgeschichte ja nicht selten von Anfängern oder Seiteneinsteigern.

P.S.: Der Bernstein ist gut.

Gell. Die Neue Frankfurter Schule spielt halt philosophisch gesehen in einer höheren Liga als die Frankfurter Schule.

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 14.09.2010 um 11:34
@ Wolfram

Vor allen Dingen ist Frankfurter Schule immer anders und besser als Münsterländer Exegetentum.

Da brech selbst ich als Berliner eine Lanze für Frankfurt .-)

lg
ut
Wolfram Heinrich schrieb am 14.09.2010 um 12:04
@Uwe Theel
Vor allen Dingen ist Frankfurter Schule immer anders und besser als Münsterländer Exegetentum.

"Münsterländer Exegetentum", auf wen oder was spielt das an?

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 14.09.2010 um 14:13
@ wolfram,

sag nur Dir ist die Zentrale Adorno-Auslegstelle in Münster in der Vergangenheit entgangen, solange sie hier noch offiziell publizierte?

Wenn ja, macht nix. Ad fontes trinkt es sich am besten, es muß nicht das Bier un ter Linde n sein ;-)

lg
ut
Wolfram Heinrich schrieb am 14.09.2010 um 16:22
@Uwe Theel
sag nur Dir ist die Zentrale Adorno-Auslegstelle in Münster in der Vergangenheit entgangen, solange sie hier noch offiziell publizierte?

Ist es nicht 1 Schande, daß?

Wenn ja, macht nix. Ad fontes trinkt es sich am besten, es muß nicht das Bier un ter Linde n sein ;-)

Mach mich nicht krank, ter Linde wäre auch eine virtuelle Ausstülpung Rainer Kühns, des Vielgesichtigen?

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 14.09.2010 um 17:41
@ Wolfram Heinrich schrieb am 14.09.2010 um 16:22

... des Vielgesichtigen?

Pola ta deina k`ouden anthropou dinoteron pelei
(Sophokles)

Weil ich ja weiss Dass Du es verstehst :-)

lg
ut
Wolfram Heinrich schrieb am 14.09.2010 um 17:53
@Uwe Theel
"... des Vielgesichtigen?"

Pola ta deina k`ouden anthropou dinoteron pelei
(Sophokles)

Weil ich ja weiss Dass Du es verstehst :-)


Griechisch ist unfair. Ich könnt ja italienisch antworten, aber da muß man immer damit rechnen, daß das einer mit ein bisserl Latein entziffern kann.

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 14.09.2010 um 18:08
I@ wolfram

Ich kann ja auch nur a bisserl Latein

Sophokles
ANTIGONE

ZWEITER AKT (Prolog)

CHOR der thebanischen Alten

Ungeheuer ist viel. Doch nichts
Ungeheuerer als der Mensch.


lg
ut
Wolfram Heinrich schrieb am 14.09.2010 um 18:17
@Uwe Theel
Ungeheuer ist viel. Doch nichts
Ungeheuerer als der Mensch.


Ach, das ist das. Hmnja, die "Antigone" hat mich damals sehr beeindruckt.

Ciao
Wolfram
Uwe Theel schrieb am 14.09.2010 um 18:51
@ wolfram

Die Dichtung gehört für mich von Sophokles über Hölderlin bis zu Brecht zum Besten und Schönsten, was je gedichtet wurde.

Das könntest Du jederzeit Deinen Enkelkindern einmal vorlesen, dann wissen Sie dass Du ein sehr altes Großelter sein mußt, denn im Fernshen für die Jungen werden sie den Text kaum erleben. :-)
Wolfram Heinrich schrieb am 15.09.2010 um 15:21
@Uwe Theel
Die Dichtung gehört für mich von Sophokles über Hölderlin bis zu Brecht zum Besten und Schönsten, was je gedichtet wurde.

Ich habe noch irgendwo diese Ausgabe stehen, in der neben der Fassung von Sophokles noch 5, 6 andere Antigone-Dramen drinstehen. Ich weiß von den anderen Fassungen nicht mehr viel, nur daß die Hölderlin-Übersetzung (keine eigene Dramenfassung) ein wüstes Gesülze war und daß ich mir bei Racine gedacht habe: "Oh mei, oh mei!"
Ansonsten aber: Beeindruckend, in der Tat.

Das könntest Du jederzeit Deinen Enkelkindern einmal vorlesen, dann wissen Sie dass Du ein sehr altes Großelter sein mußt, denn im Fernshen für die Jungen werden sie den Text kaum erleben.

Horch zu, ich les doch den Enkeln keine Theaterstücke der Konkurrenz vor.

Ciao
Wolfram
Deaktivierter Nutzer schrieb am 12.09.2010 um 23:47
Es ist ganz einfach: Der eine wird Ompa sagen, die andere Opma.
Sch... Enkel. - Funktion bleibt.
Wolfram Heinrich
Der Franze hat gsagt, der Xaver wenn das noch hätt erleben können, sagt er, der hätt sich totgelacht.
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