wwalkie

wwalkie

17.02.2012 | 11:27

Toujours korrekt? Die "Geiselfrage" 1941

 

Paris, 22. Oktober 1941. Spaziergang mit einer südlichen Modistin, die von der spanischen Grenze kommt und sich bei mir nach einem Kameraden erkundigte. Ich machte mir das Vergnügen, ihr in einem Salon unweit der Opéra einen Hut zu kaufen...

Châtaubriant, 22. Oktober 1941. Erschießung von 27  Geiseln, darunter viele Kommunisten. Einer von ihnen ist der siebzehnjährige Guy Môquet. Ein Berichterstatter hält etwas später akribisch fest: Unter den Kommunisten befanden sich einige Juden. Er weist auch auf die "Rechtmäßigkeit" der "Sühnemaßnahme" hin.  Schließlich entspreche sie der Bekanntmachung des Militärbefehlshabers, nach welcher sämtliche männliche Franzosen, die sich wegen kommunistischer oder anrchistischer Betätigung in Haft bei französischen Dienststellen befinden ... gleichzeitig auch für den Militärbefehlshaber in Haft zu halten seien. Allerdings bemängelt er - so scheint es -, dass die Auswahl nicht kategorisch gehandhabt worden sei: Zu dieser Art der Auslese hatte diesmal offenbar die zur Verfügung stehende Zeit nicht ausgereicht.

Sehr sachlich beschreibt er das "ruhige und feste Verhalten" der Geiseln, die im "Kommunistenlager Châteaubriant" die Priester abgelehnt hätten. Er berichtet, dass die "ausgesonderten Geiseln" die Internationale sangen und mit "Vivent les Soviets!", "Vive l'Allemagne bolchéviste!" und "Vive la France!" auf den Lippen starben.

Der erste Textauszug stammt - natürlich - aus den Kriegstagebüchern  des Bestsellerautors Ernst Jünger, der zwei Jahre zuvor die regimekritischen "Marmorklippen" veröffentlicht hat. Der Autor des Berichts über die Geiselerschießungen ist der Hauptmann Ernst Jünger in der erst 2003 veröffentlichen Denkschrift "Zur Geiselfrage".

Wahrscheinlich ab Ende Oktober 1941 bearbeitet Hauptmann Jünger im Auftrag seiner militärischen Vorgesetzten die Umstände der Geiselerschießungen im Gefolge von Aktionen der sich konstituierenden Résistance. So wird am Morgen des 20. Oktober 1941 in Nantes der Feldkommandant Karl (eigentlich Fritz) Hotz erschossen (am Tage darauf Kriegsverwaltungsrat Reimers in Bordeaux). Schon wenige Stunden nach dem Attentat übermittelt Keitel vom OHK, dass der Führer eine exemplarische Vergeltung für angemessen halte und die Erschießung von 150 Geiseln fordere. Der Militärbefehlshaber Otto von Stülpnagel erreicht von Hitler die "Reduzierung" der Zahl auf 100 zu erschießende Geiseln. Am 21. Oktober wird - auf rotem Papier - die von Stülpnagel unterzeichnete zweisprachige  Bekanntmachung veröffentlicht, dass zur "Sühne" dieses "Verbrechens" zunächst 50 Geiseln erschossen werden - und weitere 50, wenn bis zum Ablauf des 23. Oktober diie Täter nicht ergriffen sind.

Keine leere Drohung: den Erschießungen vom 22. Oktober (an 3 Orten in der Umgebung von Nantes) folgt am 23. die Hinrichtung von 50 Geiseln in Bordeaux. Am selben Tag veröffentlicht die Zeitung "L'oeuvre" die Liste der 48 Ermordeten von Nantes und Châteaubriant. Neben der Nummer 20 lesen wir: MOQUET Guy, de Paris, communiste.

Die Konstellation ist interessant, wie geschaffen für das Szenario, wie Schlöndorff es jetzt mit "Das Meer am Morgen" realisiert hat:  der junge Märtyrer als Identifikationsfigur, ein Militärbefehlshaber, der wider Willen Geiselerschießungen anordnet (anordnen muss?), der bekannte Schriftsteller und hochgebildete Prototyp des "Soldatischen". Im Hintergrund: das schwierige deutsch-französische Verhältnis. Ideal für die Entwicklung moralischer Dilemmata zwischen "Verantwortungsethik" und dem soldatischen Treueeid, Ehre und Gehorsam.

Ernst Jünger hat im Anhang an seinen Bericht auch den Abschiedsbrief Guy Môquets übersetzt. Der Brief muss seit Sarkozys Antriff 2007  an jedem 22. Oktober an den Schulen verlesen werden. Der Sohn des inhaftierten kommunistischen Abgeordneten Prosper Môquet wird am 13. Oktober 1940 wegen Verteilung von Flugblättern von französischen Polizisten festgenommen. Trotz Freispruch bleibt er in "Sicherheitsverwahrung". Ins Barackenlager Choisel bei Châteaubriant verlegt, gehört er  den "Ausgelesenen", von denen Jünger in seinem Bericht schreibt. Er ist einer jener gefährlichsten internierten Kommunisten, die zur Zeit in Châteaubriant konzentriert sind", schreibt M. le Sous-Préfet an den deutschen Kommandanten, eine Liste von 60 Namen anfügend.

Nach der Ankündigung seiner Hinrichtung schreibt Guy Môquet eine schnelle Notiz an seine ebenfalls internierte junge Liebe Odette Leclan und den berühmten Abschiedsbrief an seine Familie. Am Nachmittag des 22. Oktober werden die Geiseln in drei Gruppen erschossen - in einem ehemaligen Steinbruch. Die meisten  Geiseln tragen bewusst keine Augenbinden.  Ihre Hinrichter schauen ihnen in die Augen. Heute ruht der Leichnahm Guy Môquets auf dem pariser Friedhof Père Lachaise.

Auf der anderen Seite des tragisch erscheinenden Geschehens findet sich die Täterhierarchie: die französischen Beamten, die deutschen Soldaten des Hinrichtungskommandos, der Innenminister Pétains, der letztlich die Namen der Geiseln  festlegt, der Militärbefehlshaber und - der Hauptmann Ernst Jünger.

Otto von Stülpnagels Name steht unter der Bekanntmachung vom 21. Oktober. Trotzdem hält er wie sein Stabschef Speidel und der Botschafter Abetz die Geiselerschießungen für unzweckmäßig. Selbst Pétain protestiert und kündigt an, sich selbst  als Geisel zur Verfügung zu stellen. Und trotzdem befiehlt Stülpnagel neue Massenerschießungen.  Und trotzdem schlägt er neue "Maßnahmen" wie Geldbußen für in Paris lebende Juden und - besonders fatal - die Deportation von 1000 Juden und 500 Jungkommunisten in den Osten vor, was Hitler (gern) bestätigen lässt.

Am 15. Januar 1942 schreibt ein resignierender Stülpnagel an das OHK: Massenerschießungen kann ich jedenfalls in Erkenntnis der Auswirkungen solcher harten Maßnahmen - wenigstens zur jetzigen Zeit und unter den derzeitigen Umständen - nicht mehr vor meinem Gewissen vereinbaren, noch vor der Geschichte verantworten. Die Antwort Keitels folgt prompt: Stülpnagel solle sich nicht um Politik kümmern, er solle gewissermaßen nur Soldat sein. Am 5. Februar meldet Stülpnagel sich krank, am 15. Februar reicht er sein Gesuch um Abberufung ein. Es wird prompt angenommen. Stülpnagel hat ein privates Schreiben an Keitel hinzugefügt, von "Kamerad zu Kamerad": Nicht also aus Opposition - denn ich verehre den Führer außerordentlich - sondern aus dem Willen heraus, der Sache zu dienen, verfasste ich den beiliegenden Antrag.

Es gibt bei Stülpnagel, wie Zeitgenossen berichten, ein "ausgeprägtes Empfinden für Korrektheit". Darum wohl wird ins Zimmer des Hauptmanns Ernst Jünger ein besonderer Stahlschrank für die Bearbeitung der Alten im Kampf um die Hegemonie in Frankreich zwischen dem Oberbefehlshaber und der Partei aufgestellt, wie Jünger am 21. Oktober - es laufen gerade die Vorbereitungen für die Geiselmorde - erwähnt. In diesem Kampf steht Jünger auf der Seite des Militärbefehlshabers. Er verfasst die "Denkschrift" zur Geiselfrage, Bericht ist der bessere Begriff. Jüngers Freund Speidel findet ihn mit politischen Blick geschrieben, mit souveräner Sachkenntnis und minuziöser Kleinarbeit verfasst. Der Herausgeber des Berichts sieht ihn eher als nüchterne Chronik der Ereignisse. Er übersieht Ausdrücke wie "kleine Terrorgruppe", "Kommunistenlager", "Sühnemaßnahmen", "Vollzug". Jünger beherrscht eben auch die Textsorte NS-Polizeibericht. Die Belegschaft eines Werkes, in dem mal eben 20 Kommunisten zum "Auffüllen" der Geiselkontingente  festgenommen werden, werden dann schnell einmal zur "Gefolgschaft".

Aber die Übersetzung der Abschiedsbriefe, darunter der Guy Môquets! Jünger schreibt 1945: Ich hatte meiner Schilderung die Übersetzung der Briefe angehängt... Sie spiegeln die Größe, die der Mensch gewinnt, wenn er den Willen verabschiedet, die Hoffnung aufgegeben hat. Will Jünger also den Opfern ein Denkmal setzen, sie vor dem Vergessen bewahren? Oder will er sein früheres Funktionieren im Repressionsapparat der deutschen Besatzer rechtfertigen? Er wusste um die Ereignisse, die Tagebücher geben sie aber kaum preis. Beim Besuch der "Schinderhütten und "Lemurenwälder" im Osten wird er deutlicher - aber immer in der Technik der Doppelbelichtung, wie der Historiker Hannes Heer es formuliert.

Von Stülpnagel hat die Konsequenz gezogen - nach übergroßer Schuld und in seinen Augen falscher Besatzungspolitik. Er hatte eine Wahl. Jünger lässt - bei aller Distanz - sich weiter verwenden - auch er hatte eine Wahl.

Guy Môquet hatte keine Wahl. 

 

 

 



 

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 17.02.2012 um 18:56
Lieber walkie,

will Jünger also den Opfern ein Denkmal setzen, sie vor dem Vergessen bewahren? Oder will er sein früheres Funktionieren im Repressionsapparat der deutschen Besatzer rechtfertigen?

Eine kleine Randnotiz - sicherlich sehr unwesentlicht!

Ernst Jünger wurde spätestens beim Einmarsch der Deutschen in Paris ein Sommelier!
wwalkie schrieb am 18.02.2012 um 07:57
Liebe Helena Neumann,

Ich habe mich bemüht, Jünger nicht ganz so edelbraun erscheinen zu lassen, wie ich ihn sehe. Die ewigen Diskussionen über das Nazistische, das Völkische oder das Heroisch-Realistische ermüden. Das heißt nicht, dass man nicht über das realhistorische Wirken Jüngers und seines Habitus und seine Rezeption bis heute diskutieren muss. Ich bin darum sehr gespannt, wie Schlöndorff ihn im Film darstellt.

Jünger als Sommelier hat was.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 18.02.2012 um 08:40
Lieber wwalkie,

leider sehe ich Jünger so wie er ist und war! Lesen Sie einmal seinen Briefwechsel mit Carl Schmitt. Da fällt alles "edelbraun" ab. Da stehen beide knietief in der braunen Sch**** und üben sich obendrein in Konkurrenzspielchen. Spätestens hier müsste dem letzten "Stahlgewitter-Adepten" das "Heroisch-Realistische" abhandenkommen!

Auch ich bin auf den Schlöndorff-Film gespannt. Wie kriegt er ihn hin diese Melange aus „kulitivierter Feingeist“, Polizeispitzel und Steigbügelhalter der braunen Rotte, eitler Fatzke, „Edelgreisfeder“ der am Ende moralisch und intellektuell verdampften Bonner Republik?
wwalkie schrieb am 18.02.2012 um 08:52
Noch einmal zum Sommelier-Vergleich, den ich treffend finde. Der Gast - im (militär-)besternten Etablissement etwas eingeschüchtert - folgt gern der Empfehlung des Weinkellners. Ob der ihm aber "wahren Wein" einschüttet?

Verrückt! Jetzt raisonniere ich wie der Jünger der Tagebücher. Natürlich nicht auf dem Niveau.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 18.02.2012 um 09:12
Lieber wwalkie!

Natürlich bleibt es Ihnen unbenommen Ihrem eigenen Gusto zu folgen.

Jünger sinnierte seinerzeit über Beaujolais versus Bordeaux, wenn ich es recht erinnere! War es beim Einmarsch der Deutschen in Paris oder beim Abtransport der ersten Juden? Na, ja am Wein und der Wahrheit scheiden sich bekanntermaßen die Geister.

Anregender Blog - diesmal für Leber Magensäfte!

Weiter so!

Ihre
HN
tlacuache schrieb am 18.02.2012 um 10:13
Ich halte mich an H.N.
"Anregender Blog - diesmal für Leber Magensäfte!"
Ich danke fuer die Infos !!!
wwalkie schrieb am 19.02.2012 um 16:30
Leider habe ich erst jetzt die ausführliche Besprechung der Jüngerschen "Geiselfrage" durch Peter V. Brinkämper in "Glanz und Elend" gelesen. Der Autor hat ohne Zweifel Empathie gegenüber den Opfern, doch warum schreibt er Sätze wie diese:

"Eine kafkaeske Spannung liegt in der absurden Selbstverständlichkeit, mit der die Voraussetzungen und Auswirkungen solcher gleich massiver Verhaftungen und in der Folge beabsichtigten öffentlichen Vergeltungsmaßnahmen skizziert werden..." Wieso ausgerechnet "kafkaesk"? Warum "absurde Selbstverständlichkeit"?

Oder: "So enthält auch die 'Geiselfrage' durch zeitgleiche
Tagebuchpassagen ihren tieferen Sinn: als Strategie der halbierten und umso deutlicher entlarvenden Aufarbeitung der ungeschminkten Funktion der deutschen Besatzer in Paris ..., nämlich Geiseln der Berliner Führung und ihres Ostkriegswahns zu sein...". "Tieferer Sinn"? Die deutschen Besatzer als "Geiseln" der Berliner Führung? Mein Mitleid hält sich in engen Grenzen.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 19.02.2012 um 19:20
@ Lieber wwalkie

"Das Meer am Morgen" realisiert hat: der junge Märtyrer als Identifikationsfigur, ein Militärbefehlshaber, der wider Willen Geiselerschießungen anordnet (anordnen muss?), der bekannte Schriftsteller und hochgebildete Prototyp des "Soldatischen". Im Hintergrund: das schwierige deutsch-französische Verhältnis. Ideal für die Entwicklung moralischer Dilemmata zwischen "Verantwortungsethik" und dem soldatischen Treueeid, Ehre und Gehorsam."

Der ganze Zinober um "das Soldatische" ist doch längst entlarvt insbesondere in Hinblick auf "die saubere Wehrmacht", eine jahrzehntelang vor sich hingetragene Mär, die u.a. dazu diente, die BRD wieder bundeswehrtauglich zu machen!
Eine wichtige Lektüre zum Thema: Browning, Christopher. Ganz normale Männer. Das Reserve-Polizibatallaillon und die "Endlösung" in Polen. Hamburg 1996. Die von Jan Philipp Reemtsma umstrittene Wehrmachtausstellung hat seinerzeit nochmals für genaueres Hinsehen gesorgt - in alle Richtungen.

Tja, und dann wären da noch die Franzosen und die Nazis! Der Fall Céline ist da ja äußerst aufschlussreich!

www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/Der-Fall-Celine/4194548.html
wwalkie schrieb am 24.03.2012 um 12:07
NACHTRAG zum Film (ARTE, 23. März).

Es war nicht leicht für Schlöndorff, einen historischen Film auf dokumentarischer Basis in guter Absicht zu drehen. Das merkt man in fast jeder Sequenz.

Auch wenn er die im Grunde spärlichen Quellen sorgfältig benutzt, ein Spielfilm ist und bleibt eine Fiktion. Ein Film muss unterhalten. Ein Film braucht Spannung. Da wird die Tötung des Feldkommandanten Hotz wie ein Kriminalmord inszeniert. Da wird ein junger im Grunde kriegskritischer Soldat eingeführt, der schließlich bei der Hinrichtung umkippt. Da taucht ein katholischer Pfarrer auf, der die Menschlichkeit zu repräsentieren
hat. Da sind die Haare zu lang und die Klamotten zu frisch. Sei's drum.

Wichtiger ist die Frage, wie der Film den konkreten Widerstand gegen die deutsche Besatzung und deren monströser Repressionspolitik vermittelt. Der Film hätte etwas von Camus/Sartre haben können. Er hat aber mehr von Guido Knopp.

Da sind die jugendlich-übermütigen Wettkämpfe auch um die Mädchen im Lager. Der Zuschauer erfährt nichts über die Funktion der von den Franzosen verwalteten Lager, die Insassen sind einfach da. Was waren die Ziele der kommunistischen Résistants? Sie wissen noch nichts von dem Befehl der Geiselerschießungen, der klassisch per Bote (von wem?) an den Oberbefehlshaber übermittelt wird. Im gepflegten Gespräch mit dem intellektuellen Offizier Jünger wird kurz die Sinnlosigkeit des Befehls erörtert. Aber Befehl ist wohl Befehl. Die Kette geht weiter. Die Kollaborateure führen den Befehl in bürokratischer Gründlichkeit aus - obwohl fast alle dagegen sind und manchmal sogar seufzen. Ihr brutaler Antikommunismus und -semitismus wird nur selten deutlich. Listen werden erstellt, und mit dem lustigen Lagerleben ist es jäh vorbei. Das letzte Drittel des Films zeigt die Vorbereitungen zur Exekution, das Schreiben der später von Jünger übersetzten Briefe und dann sehr lange deren Durchführung (befehligt von einem ziemlich fanatischen Idioten mit Sonnebrille).

Die Geiseln wehren sich nicht. Warum nicht, fragt sich der Zuschauer. Nur einer singt auf dem letzten Weg die Internationale. Der Aktensachbearbeiter Jünger berichtet Anderes. Der Oberbefehlshaber und seine intellektuelle Entourage fügen sich. Warum, will man auch hier wissen. Jünger sagt Worte, die er erst später in den Tagebüchern niederschreiben wird. Er ist trotz seines stoischen Geradeausblicks sichtbar angewidert. Aber anscheinend kann man nichts machen. Außer Mitmachen? Das wird nicht thematisiert. Anscheinend musste man mitmachen - sagt der Film. Sagten und sagen viele, auch Jünger.

Insgesamt wirkt der Film irgendwie unfertig, nicht zu Ende gedacht. Ich hätte eine stärkere Parallelisierung erwartet, etwa so: die Erlebnisse Moquets, seine Motive, der (fiktive) junge Soldat im Umfeld seiner Kameraden, die Kollaborateure, die Zweifel der Befehlshaber zwischen den Nobelhotels Majestic und Raphael. Das Ende etwa so: Während der Hinrichtungen in Chateaubriant führt Jünger galant eine "südländische" Dame aus. Doch Schlöndorff inszeniert es anders: Wie aus den "Stahlgewittern" geht Jünger auch hier wieder aus der "Geiselfrage" als 'Ehrenmann heraus.
wwalkie
unterrichtet Geschichte
Ort:
wetter
Mitglied seit:
3 Jahre 12 Wochen
Zuletzt aktiv:
02.06.2012
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 98
Kommentare: 598
Logbuch
06:59
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
06:52
heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
06:48
heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
06:44
Der König von Prussia hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
06:39
heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
David Foster Wallace Das hier ist Wasser Kiepenheuer & Witsch 2012

64 Seiten. Kartoniert.

4,99
 
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Die grüne Guerilla

Ausgabe 22/2012
31.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG