xtnberlin

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09.02.2012 | 20:45

Geld oder Liebe ?

J.v.d.Lippe stellte diese Frage dereinst in seiner TV-Show. Die fortwährenden Diskussionen um Griechenland, Euro, Finanzmärkte und Solidarität sollten wir einmal unter diesem Aspekt betrachten. Wo ist all das Geld, das dem Gemeinwesen, den Kommunen, Ländern und Staaten fehlt ? Diese Frage lässt sich ganz einfach bentworten, ein Blick auf die globale Vermögensverteilung, die Geld-, Immobilien- und Unternehmensbesitzverhältnisse genügt. Wie kann es sein, dass alles Geld, aller Besitz, alle Ressourcen dieser Welt so dramatisch ungleich verteilt sind ?

Die Antwort ist ganz einfach: Abgesehen von ererbtem Vermögen besitzt jeder Mensch dieser Welt so viel wie er sich 1. selber wert ist, indem er es fordert und 2. so viel wie er  anderen Menschen wert ist, indem sie seine Forderungen erfüllen. Das Feld auf dem alle unsere Transaktionen, die unsere Forderungen und den Grad deren Erfüllung bestimmen wird Ökonomie genannt. Unsere Ökonomie heißt Kapitalismus. Was bedeutet das ?

Kapitalismus bedeutet, dass Geld einen Eigenwert besitzt. Ohne Eigenwert, der aus Geld Kapital macht, wäre Geld ein Tauschmittel für eine Marktwirtschaft bei der es darum geht menschliche Bedürfnisse und deren Bedürfnissbefriedigung, auch Nachfrage und Angebot genannt, zu regulieren. Kapitalismus bedeutet auch, dass uns Geld wichtiger ist als menschliches Leben. Ein Blick in unsere Medien genügt.

Die Vermögens- und Werteverteilungen unserer Welt spiegeln exakt die von uns gelebte Verteilung von Menschenwürde, die angeblich unantastbar ist, wieder. Mit fast jeder unserer finanziellen Transaktionen treten wir die Menschenwürde unserer Mitmenschen mit Füßen, das „Sparen“ ist dabei nur die kleine Schwester der „Gier“. Profit und Wachstum sind die sinnlosen Worthülsen einer Wirtschaft die am Abgrund steht. Im Kapitalismus ist sich jeder selbst der nächste, Kapitalismus und Solidarität sind Gegensätze. Entwicklungshilfe und Charity lächerliche Teilerstattungen vorheriger Enteignungen.

Unsere stärkste Waffe, die wir im Kampf um  Geld einsetzen, ist das was wir (Aus)Bildung und Wissen nennen. Eine gute Ausbildung garantiert einen sicheren Arbeitsplatz und ein gutes Einkommen, Wissensvorsprung sichert Profit und Wachstum auf den Märkten.

Die Globalisierung der Märkte zwingt uns zum Umdenken und zu entschlossenem Handeln. Wir müssen uns endgültig als globale Solidaritätsgemenschaft begreifen, in der jeder Mensch das gleiche Recht auf alle Resourcen dieser Welt hat, unabhängig von seiner Ausbildung. Als Menschen sind wir alle gleich und es wird langsam Zeit alles angesammelte Kapital der Welt als vorenthaltene Menschenwürde zu betrachten. Eine bessere Ausbildung als Chance auf ein besseres Leben in einem kompetitiven Umfeld zu betrachten halte ich für pervers. Was uns fehlt ist die Herzensbildung unseren „Nächsten so zu lieben uns selbst“, unabhängig von seinem Bildungsgrad. Jeder Mensch hat ein angeborenes „Eigenkapital“, seine Kreativität, diese gilt es zu fördern, anstatt Bildung nach Schema F und Elitenbildung zu fördern. Also, was ist jetzt ? Geld oder Liebe……….

 
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Das Universum ist das Produkt seiner eigenen Fantasie(Douglas Adams). Unser aller Menschen Probleme sind auch die Produkte unserer Fantasie(auch genannt: "das Böse") Sie beruhen einzig und allein auf unserem Unvermögen mangels Selbstbeherrschung in Eintracht zu koexistieren. Wie banal.
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