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In den 80er Jahren mit 35-Stunden-Woche und Rente mit 62 kam sie auf, die Lust an der Leistung. Wenn es üblich war nach sechs Stunden und 50 Minuten den Bleistift beiseite zu legen und sich schon mal die Jacke anzuziehen, junge gesunde Männer Kururlaube in Anspruch nahmen, nur weil die Krankenkasse sie turnusmäßig zahlte und jede Form des selbstständigen Mitdenkens den Arbeitnehmer in einen Konflikt mit dem Vorgesetzten brachte, konnte man durchaus noch Motivation übrig haben. Sich einbringen, gestalten, arbeiten, weil man es gerne tut, auch mal am Wochenende. Die rasterartigen Arbeitsverhältnisse mit engen Einstellungskriterien, Stechuhr und strikter Hierarchie brachen auf wie die Knospen im Mai. Plötzlich sahen die Arbeitgeber, dass brave Untertanen mit braven Noten nicht die besten Arbeitnehmer waren. Ehrenamt, Auslandsaufenthalte und Praktika wurden Einstellungskriterien. Mit Tatkraft und Klugheit konnte man mit einer mäßigen Abschlussnote gegen angepasste Einserkandidaten punkten.
In den neunziger Jahren wurde die neue Arbeitskultur vom Angebot der Arbeitnehmer zur Forderung der Arbeitgeber und unter Eigeninitiative und Engagement gab es keinen Job mehr, später nicht mal mehr als Putzfrau, Lagerarbeiter oder am Fließband.
Aber ohne unten gibt’s kein oben. Wenn alle engagiert sind oder zumindest so tun, braucht man eine weitere Differenzierung. Also sollten die Spitzen nicht nur konzeptionell, kreativ und unternehmerisch denken, sondern auch einen Lebenslauf vorstellen, der von der Grundschule bis zum Studiumsabschluss das Engagement unter Beweis stellte. Der Trend der Elitenförderung definierte die Elite als Einserabschluss mit Praktika, Auslandsaufenthalten und ehrenamtlichen Engagement. Neben der 1,0 noch eben mal die Welt gerettet und um die Welt gejettet. Das ist natürlich eine Unmöglichkeit oder zumindest ein volles Programm, in dem für kreatives Denken kein Platz ist. Goethe meinte Genie sei Fleiß, aber Genie ist Langeweile. Ohne Freiraum keine gedankliche Leistung. Am Fließband hat noch niemand eine nobelpreiswürdige Erfindung gemacht. Auch nicht beim sturen Auswendiglernen, das in fast allen Studienfächern notwendige Voraussetzung für eine Eins ist.
Wenn wir willkürlich festlegten, wir sähen als Elite das an, das das Zeug hat, auf die Auswahlliste für den Nobelpreis zu kommen, wenn wir also eine viel höhere Messlatte anlegten als die jetzige Elitendefinition, bräuchte man dafür eine grundständige Bildung, Zugang zu sehr guten Universitäten und Freiraum.
Allein am ersten Punkt, den auch Nicht-Eliten für das Überleben in der Gesellschaft brauchen, scheitern wir aber schon nachdrücklich. Spätestens ab der dritten Klasse, meist aber schon in der zweiten, wird Bildung durch den Kampf um den Gymnasialzugang ersetzt. Die elitäre Leistungsanforderung drückt sich nach unten durch, so dass ohne Abitur künftig kein selbstbestimmtes Leben mit Arbeit und Familie möglich scheint. Die Folge davon ist, dass schon beim Erlernen des Zehnerübergangs (3 +8; 6+7 und so fort) Kindern geraten wird, die Ergebnisse auswendig zu lernen, wenn sie sie nicht schnell genug rechnen können. Das ist Stoff der zweiten Klasse. Keines der Kinder, die im Zahlenraum von eins bis 20 auswendig lernen, wird je ohne Hilfsmittel die Aufgabe 165+7 errechnen können.
Und genau an dem Punkt, an dem der Drill das Denken ersetzt, steigt der Staat aus der Verantwortung für die Bildung aus. Bei vielen also schon in der zweiten Klasse. Erbittern kann einen dabei, dass kein geistig gesundes Kind zu dumm ist, die Aufgaben rechnen zu können, die Schule ist nur nicht bereit unterschiedlich lange Zeitabschnitte fürs Nachdenken zu akzeptieren. Von dem Zeitpunkt an sind die restlichen Jahre an der Schule nur noch ein Rattenrennen zum höchstmöglichen Abschluss. Kopf nur einschalten, wenn er keine Zeit fürs Denken benötigt, keine queren Fragen stellt, keine Sinnkrisen verursacht.
Allein durch dieses winzig kleine Bruchstück der deutschen Bildungsrealität wird ein unverständlicher Befund erklärlich, nämlich dass ein Viertel jeden Jahrgangs nicht mehr integrierbar auf dem Arbeitsmarkt ist. Hätten wir ihnen nur die Zeit gelassen, sich fünf und sieben Punkte aufzumalen und abzuzählen, einen Strich hinter der Zehn zu machen, solange bis von allein eine geistige Repräsentation im Gehirn entsteht und man keinen Stift mehr braucht.
Piaget sagt, erst zwischen zwölf und 14 entwickelt sich die Fähigkeit zum abstrakten Denkvermögen. Neuere Befunde zeigen, dass einige Kinder schon mit Vier abstrahieren können. Das sagt, dass die vielen Wege, die nach Rom führen, also zum Ziel des abstrakten Denkvermögens, zu Fuß oder mit dem Flugzeug genommen werden können, aber wenn man Kinder nicht daran hindert, kommen alle an. Pädagogik könnte man ja auch als Weg zum Brücken bauen verstehen und nicht zum Brücken sprengen.
Was machen denn unsere Eliten, während ein Viertel ihrer Kameraden effektiv ausgelesen und Hartz IV zugeteilt wird? Sie lernen, sie sortieren ihre Buntstifte nach Farbe, kriegen Musikunterricht, sind im Sportverein, nehmen am Schüleraustausch teil und bekommen beigebracht auf ihr Äußeres zu achten. Wenn es irgendwo hapert, wird der Einsatz verstärkt: Elfjährige, die erst um fünf aus der Schule kommen und mit ihren Hausaufgaben beginnen, müssen sich den Leistungskatalog rauf und runter vorbeten lassen, und am Abend nach dem Abendessen noch zwei Stunden extra lernen, weil eine Vier schon sehr in der Nähe einer Fünf ist und eine Fünf bedeutet grauenerregendes VERSAGEN.
Wenn nur lernen nicht reicht, kriegen sie Nachhilfe (VERSAGEN) und bei den vielen psychosomatischen Krankheiten und Zusammenbrüchen von Kindern und Jugendlichen nicht selten Psychopharmaka als Stimmungsaufheller und Ritalin als leistungssteigerndes Mittel. Keiner, der in Bayern oder Baden Württemberg ein Einserabitur gemacht hat, hatte es leicht. Es wäre auch dem größten Genie nicht möglich bei dem straffen Stundenplan in 14 Fächern gleichzeitig Stoff zu internalisieren, darüber nachzudenken, ihn sich zu eigen zumachen, ihn nicht nur be- sondern auch für sich zu ergreifen. Dass irgendwann zwischen Zähneputzen und Anziehen dabei die nicht ganz banale Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen stattfinden muss, mal außen vorgelassen. Also was machen sie? Sie beißen die Zähne zusammen, sie lernen auswendig und üben.
Und sind maximal weit vom Stoff entfernt. Man kann beliebig oft Aufgaben eines Typs auf vorgegebenem Lösungsweg rechnen, richtig und immer schneller, ohne zu begreifen, warum die Kurve so und nicht anders verläuft. Dazu müsste man einmal zurücktreten, atmen und nachdenken. Aus dem Fenster gucken. Sich ein Glas Milch holen. Die Kurve anschauen. Das Gerechnete nachvollziehen. Verstehen. Bücher zumachen. Rausgehen und sich bewegen. Das müsste man.
Wenige von ihnen schaffen den Schnitt für einen Elitestudiengang mit EinserNC. Und werden sagen, dass das gesamte Abitur gegen nur drei Wochen Studium wie ein freies Wochenende war, ein freies Wochenende, das sie für die Dauer des Studiums nicht mehr haben werden. Durch den Bachelor ist der Stoff des Diploms oft in der Hälfte der Zeit zu absolvieren und zusätzlich sind mehr Praktika zu leisten. Weil die Wochenstunden nicht mehr reichen, behilft man sich mit Wochenendseminaren, in denen zusätzliche praktische Kompetenzen geübt werden. Oft wird man dabei gefilmt und benotet. In manchen Bachelorstudiengängen muss man in sechs Semestern über 50 Leistungserhebungen erbringen, die alle direkt in die Endnote eingehen. Elite ist, wer überlebt hat.
Können wir uns eine echte Begabung in dem System vorstellen? Können wir uns vorstellen, dass sie zur Entfaltung kommt? Jeder Mensch sollte einmal am Tag auf einen Blutdruck von 180 kommen, sich einmal körperlich anstrengen. Das gilt auch für den Kopf. Sich einmal am Tag geistig fordern, an die Grenzen kommen. Aber anstatt sich zu verausgaben, verdorren unsere „Eliten“ intellektuell. Kopfarbeit heißt nicht Krampf in den Fingern vom ständigen Arbeiten schreiben, heißt nicht Ritalin schlucken, heißt nicht Akkord-Auswendiglernen, heißt nicht brav wie ein Aufziehmännchen ohne Pause marschieren.
Viele sind trotz der Angst, durchs Raster zu fallen ausgebrochen und haben demonstriert. Haben von ihren Stundenplänen, dem Stress und dem ständigen "Bulimie-Lernen" (= Stoff lernen und wieder ausspucken ohne ihn verdaut zu haben) gesprochen. Geändert hat sich nichts. Die Bachelors haben die größte Interessenlobby Deutschlands gegen sich: Alle Diplomer, heißt alle jetzt Etablierten, die nun mal nicht gern hören, dass ihr Abschluss leichter zu erreichen war. „Studenten jammern immer“ und „Wir hatten es auch schwer!“ sagen die Verantwortlichen, die etwas ändern könnten.
Dass aus dem System heraus keine geistige außerordentliche Leistung mehr zu erwarten ist, und mehr noch: effizient verhindert wird, ist nebensächlich. Das Etikett ist wichtiger als der Inhalt. Was für eine Verschwendung.
Ich würde den Begabten echte Anforderungen wünschen, sie sollen sich ausleben, denken bis sie nicht mehr können, sich anstrengen bis sie glauben, dass ihnen der Kopf gleich auseinanderfliegt, sie sollen später Verantwortung übernehmen, konzeptionell oder analytisch arbeiten bis an ihre Grenze und heimgehen und ihre Wunden lecken. Achtung erhalten für ihre Anstrengungsbereitschaft. Ich wünsche mir, dass kein Kind mehr am Denken und an seiner geistigen Entwicklung gehindert wird, dass jeder Mensch Lob und Anerkennung bekommt, dafür dass auch wenn er kein Überflieger ist gut zu Fuß geht und nicht schlapp macht. Ich wünsche mir, dass das Recht auf eine geistige Entwicklung nicht zum Durchkommen durch ein verblödendes System pervertiert wird.
Amen.
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"Goethe meinte Genie sei Fleiß, aber Genie ist Langeweile. Ohne Freiraum keine gedankliche Leistung."
-> Das ist so: Das Genie muß sich die Zeit nehmen und aufgrund der Zeitnot dabei den Faktor des Drucks nutzen. Denn alle anderen Tätigkeiten ausserhalb des Studiums müssen vom Studium abgeknappst werden, was auffällt und zu Situationen des Schuldgefühls führen muß. Nur in diesem Zusammenhang soll / kann sich Studienferne Beschägtigung auch lohnen. Es wird also der Stressfaktor für besondere Bildungserfolge innerhalb und ausserhalb des Studienbetriebs hergestelllt, um dabei Lernerfolge zu verstärken. Sollte es im Studium Zeit für Studiumfremde Tätigkeiten geben, so befürchtet man wohl die Sinnfreie Nutzung dieser Zeit - weil einfach der Druck nicht vorhanden ist. Den Gammelstudent will man wohl so nicht auf den Unis haben. Ausserdem verfängt sich der Student doch bei zu viel Zeit in solchen sinnlosen und anmaßenden Aktivitäten, wie Antifa-Gruppen, Hunger in Afrika Initiativen, ... oder gar den Blick auf die eigene Situation wenden wird, weil er zu viel Zeit hat .... und vielleicht sogar gegen die eigenen Verhältnisse protestiert.... Vollbeschäftigung gilt seit den Erfahrungen der siebziger inzwischen eben auch für Studenten... aus bestimmten Gründen ist sie in allen Bereichen des Lebens immer die erste und einzige Doktrin. Keine Zeit verlieren heisst eben, dass man keine Zeit für irgendwelche "Flausen" im Kopf haben darf....nicht einfach deshalb, weil der Stoff unbedingt immer mehr und immer schwieriger wird. Die Grundlage, die solcherart Struktur notwendig macht, ist eine ziemlich unglaubliche und endlich auch grausame. Und da nutzt einem heute trotzdem auch kein Menschenrecht oder eine gesundheitliche Unversehrtheit.... weil die Grundlage offenbar in einem Menschenleben unumkehrbar ist und unbedingt Grundlage bleiben muß. Schwarmintelligenz eben - und die muß aufrechterhalten werden. |
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"Ausserdem verfängt sich der Student doch bei zu viel Zeit in solchen sinnlosen und anmaßenden Aktivitäten, wie Antifa-Gruppen, Hunger in Afrika Initiativen, ... oder gar den Blick auf die eigene Situation wenden wird, weil er zu viel Zeit hat .... und vielleicht sogar gegen die eigenen Verhältnisse protestiert.... "
ich hab sehr gelacht. Vielen Dank! Zu den Gammelstudenten: ich war früher auch gelegentlich etwas amüsiert, wenn Kulturwissenschaftlerinnen mit ihrer 12-Stundenwoche auf den Campus geschlendert kamen und man das Gefühl hatte, dass sie den linken Socken passend zum rechten unterm Bett hervorgekramt haben, war bereits ihre Tagesleistung. Dieses Gefühl ist ein für allemal verschwunden, als ich die erste Ausstellung so einer Studentin gesehen hab. Dafür braucht man einfach gestalterischen Freiraum. Die lernen nebenbei noch drei afrikanische Dialekte usw. und stellen kulturell wirklich was auf die Beine. Das empfinden sie eben nicht als fremdbestimmte Arbeit, daher kommt dieser sehr relaxte Auftritt. |
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Zitat aus der Begrüßungsrede des Rektors des Gymnasiums, auf das meine Tochter im Sommer wechselte:
"... liebe Elter, das beste, das sie für ein Kind im Alter von 10 - 13 Jahren tun können ist: zehn bis elf Stunden Schlaf am Tag, täglich frische Luft, eine halbe Stunde nichts tun und etwas tun, was wirklich Freude macht. ... Und bitte bedenken sie: ein drei ist eine gute Note! ..." Ich war schockiert, dass solche eine Ansprache notwenig ist. Aber nach dem Beitrag, verstehe ich es besser. Danke |
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WOW - da haben Sie aber Glück mit Ihrem Direktor. Und Ihre Tochter mit Ihnen, wenn Sie das schockiert. Ja sowas in der Art der Rede würde man gern als Realität sehen, aber die Eltern geben auch nur den gesellschaftlichen Druck weiter. Keiner möchte eben, dass sein Kind zurückbleibt.
Alles Gute für Ihr Kind! |
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Ich habe eigentlich noch keine Lehrkraft erlebt, mit der nicht zu reden gewesen wäre. Meine Kinder erwickeln sich noch, Vorlieben sind absehbar, aber ich kann mit aller Lieber nicht sagen, was in acht, zehn Jahren sein wird. Je eher ich ihnen die Freude am Lernen nehme, umso größer wird der Streß. Wer weiß, ob sich nicht in zehn Jahren die Unis um Studentinnen und Studenten reißen...
Überwiegend glücklich, so oft es eben geht! Das ist mein Ziel. Und das kann auch für's Lernen gelten. Übrigens: meine Tochter hat sich die Schule (nur Mädchen) ausgesucht, obwohl sie dafür um 5.30 aufstehen muss und schon 45 Minuten vor Unterrichtsbeginn an der Schule ist. |
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"Bulimie-Lernen" muss ich mir merken. Traurig aber wahr.
Was mir zu schaffen macht, ist der Begriff. Ich tue mich nach wie vor schwer Elite zu definieren.... |
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Ja mich würde eine Definition dessen was wir brauchen auch interessieren. Es ist ja nicht so als hätten wir keinen Bedarf an intellektueller und verantwortungsbewusster Höchstleistung. Schaut man sich allein den Umgang mit der Eurokrise an, kommt man nicht an dem Eindruck vorbei, dass sich die Akteure bruchstückhafte Ideen zuwerfen, als würden sie Ballspielen üben.
Und ist einer mal intelligent, was ich Lafontaine von der grundsätzlichen Fähigkeit zubilligen würde, dreht er mangels ebenbürtigem Diskussionsniveau schnell so ab, dass er sich kaum mehr nützlich machen kann. Also die Einsichts- und Teamfähigkeit leidet. Man könnte meinen, wir müssten uns damit bescheiden, wir werden auch schon so bescheiden, wenn ein Politiker dumm ist, naja macht nichts, wenn er arrogant ist, ach ja, wer ist schon ohne Fehler, wenn er keine eigenen ethischen Konzepte zu haben scheint, wollen wir keine zu hohen Anforderungen stellen. Doch will ich schon. Es geht ja hier um uns. An Jedermann werden Anforderungen gestellt, in der Regel mehr als er erfüllen kann. Wir können dieses mittelmäßige Niveau nicht als Spitze durchgehen lassen. |
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Was wir u.a. brauchen, sind gelassenere Eltern. Man kann sich aus dem System nämlich ganz gut ausklinken, ohne seinen Kindern alle Chancen zu nehmen (zumindest ist das bei uns in der Grundschule möglich). Und dann lernen die angehenden Studentinnen und Studenten nämlich auch zu Hause eine ganze Menge, vor allem Hinterfragen, über den Tellerrand gucken, eine andere Meinung als die Medien vertreten, sich für andere einsetzen, Misserfolge verarbeiten, ... Das lernen wir am Vorbild, nicht in der Theorie.
Das ist bestimmt nicht alles, aber der Anfang. |
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@ Ismene: Danke! Absolut "d'accord"... Vor allem Hinterfragen gewinnt mehr und mehr an Bedeutung...
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Da nich für. Es wird mit zunehmendem Alter schwieriger die ganzen Fragen zu beantworten. Was mich aber freut, ist die Tatsache, dass das gar nicht im Privaten bleibt. Jedenfalls höre ich, dass die elterlichen Gepflogenheiten auch mit in die Schule genommen werden. Da wird dann schon mal die Schulkameradin mit den Worten getröstet "Ausreichend heißt doch, dass es aus reicht!"
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Ein angenehm zu lesender Beitrag. Trifft und lädt zu weiteren Überlegungen ein. Etwa zu der Frage, ob ein solches System sich selbst überhaupt ernst nimmt. Die Eliten, zeigen Untersuchungen immer mal wieder, rekrutieren sich weitgehend aus dem eigenen Nachwuchs.
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Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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