Leiden, um zu lernen. Lernen, um zu leben. Die leidenschaftliche Bibliothek lockt, doch sie offenbart zugleich ihre unheimlich-faszinierende Ambivalenz: Gemeint ist die grausame Vorstellung von etlichen Regalkilometern, gefüllt mit Büchern, Zeitschriften, Me...>> mehr
Zur Tagung "Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf - Damit Bildungsarmut nicht weiter vererbt wird" lud am 11. März 2009 die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ein. Vorgestellt und diskutiert wurde die Empfehlung, welche die stiftungseigene Schulkommission er...>> mehr
Der Staat soll also den Autohersteller Opel übernehmen, oder zumindest finanziell beistehen. So plädieren Vizekanzler Frank-W. Steinmeier, SPD-Fraktionschef Peter Struck oder indirekt Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Dafür spricht, d...>> mehr
...und bitte auch nicht immer nur die Systemfrage stellen. Denn es sind die Reichen und Mächtigen, die "das System" umgestalten werden. Oder sich zumindest anschicken, die Lebensbedingungen im bestehenden System verbessern. Wie wäre es, wenn wir einmal einen m...>> mehr
Einen guten Grund für die Zugehörigkeit der Schweiz zur Europäischen Union benennt der bekannte deutsche Historiker Hans-Ulrich Wehler im Gespräch mit Roger Köppel, Schweizer Journalist und Eigentümer der "Weltwoche". Vor allen Dingen können die Staaten der E...>> mehr
"In einem Buch, im Netz, im Großen Text der Politiken gibt' s nichts zu verstehen, aber viel, womit man etwas anfangen kann." Ich denke mir drei Ausrufezeichen hinter diesen Satz. So viele Fragen lassen sich nicht eindeutig beantworten, obwohl wir eine Menge Wissen über sie haben (könnten), weil wir sie dennoch nicht verstehen. Sätze der sich entwickelnden, am Ideal der Mathematik und der zweiwertigen Logik orientierten Einheitswissenschaft, die Interpretation auf ein Erläutern vom Zustandekommen einer Datenmenge reduziert, lassen sich in symbolische Sprache überführen und stets als "wahr" oder "falsch" ausweisen. Aber andererseits darf gelten: "Sinnverstehen wird in methodologischer Hinsicht problematisch, wenn es [...] um die Aneignung tradierter Bedeutungsgehalte geht: Der Sinn [...] hat hier [...] den Status einer Tatsache, eines empirisch Vorgefundenen. Das hermeneutisch Verstehen kann die Struktur seines Gegenstands niemals so weit analysieren, dass alles Kontingente daran getilgt wäre." (Habermas 1968, Erkenntnis und Interesse, 204f.) Also brauchen wir den Essay, den Diskurs und somit die asymptotische Annäherung an "Sinn". Klettern wir dabei durch das Rhizom-Geflecht?
Ist denn die Frage entscheidend, welches Etikett ein Vorhaben erhält? Ich finde, es ist viel wichtiger, dass der Anspruch des Print-Zeitalters an Professionalität und hochwertige Information erhalten bzw. ausgebaut wird. Andrew Keen benennt als Hindernisse für Qualität im Netz auf provokante Weise u.a. den (I) Amateurskult, die (II) Gratis-Kultur und die (III) Flucht vor Verantwortung für eigene Beiträge in die Anonymität: http://tinyurl.com/dlb6w9 (Interview mit Keen bei FAZ.NET)
Ein schöner Text mit bitterem Nachgeschmack. Investitionen in Asphalt, Beton und Blech gehen immer noch viel leichter von der Hand als Investitionen in Menschen. Und irgendwie scheint es auch beliebter, neu zu bauen, als bspw. dringend reparaturbedürftige Straßen, die schon einiges an Fläche versiegeln, in Stand zu setzen. Der Stil erinnert an die Kolumnen von Mely Kiyak, Zufall?
Naja, mit dem Neoliberalismus kommt auch der Neoviktorianismus, zumindest in Bezug auf die Armen, die im Zweifelsfalle immer wegen ihrer moralischen Verkommenheit selbst schuld sind. Ich habe hier (we...
Interessanter Textausschnitt, aber ich sehe die Parallele zu unserer Zeit nicht. Der Autor schreibt über die "working class", während wir doch dabei sind, ([anständig] bezahlte) Arbeit abzuschaffen und damit eine ganze gesellschaftliche Schicht überflüssig zu machen. Rauchen und trinken dürfen die dann aber trotzdem nicht, auch Nervengift soll man sich gefälligst erarbeiten.
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte
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