3
]
Kurz vor dem Autobahnkreuz drehte das Auto durch. Es gehorchte nicht mehr. Der Motor ließ auf Hochtouren, auch wenn ich den Fuß vom Gas nahm. Durch die Kühlerhaube drang immer mehr Dunst, weißer Dampf zuerst, dann färbte er sich schwarz. Ich sah die Fahrbahn nicht mehr und fuhr auf den Seitenstreifen. Dort wollte ich die Dampfmaschine abschalten und nachdenken, was zu tun sei. Ich drehte den Zündschlüssel, doch der Motor lief weiter, in noch höherer Drehzahl. Wenn die Kiste nun explodiert? Ich packte meinen Rucksack. Der Hund drückte sich in den Rücksitz und war nicht bereit, auszusteigen. Ich musste ihn am Kragen packen und herauszerren. Wir liefen einige Meter zurück. Der Kunstnebel behinderte den Verkehr auf dem Autobahnkreuz. Im Schritttempo fuhren die Automobilisten an der Nebelbombe vorbei. Vorsichtig, mit weit aufgerissenen Augen. Ich saß auf der Leitplanke und fluchte. Verfluchte alle Mechaniker, vor allem die, welche am Tag zuvor die Zylinderkopfdichtung repariert hatten. Ein Wagen fuhr vor der Unglücksstelle auf die Standspur. Ich jubelte. Meine Ungarn! Ein Mensch! Er hält an und wird mir helfen. Ich raffte meinen Kram zusammen und ging ihm entgegen. Der Retter machte hundert Meter vor dem dampfenden Auto Halt, zückte eine Miniaturkamera, die er in der Sakkotasche verwahrt hatte, machte zwei, drei Fotos, drehte sich um und verschwand.
|
|
Und dann? Das können Sie doch nicht machen, so mitten in der Geschichte aufzuhören!
Neugierig auf die Fortsetzung die dame ...;-)... |
|
|
Liebe Dame von Welt,
außerordenlich betrübt Sie zu enttäuschen, aber das Ende ist nicht der Rede wert ... Untertänigst Ka |
|
|
Ich muss ja zwei Dinge zugeben.
1. hätte ich auch gern das Ende gewusst, auch, wenn es nicht der Rede wert ist. und 2. hätte ich wohl auch fotografiert, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich vorher gefragt hätte, was los ist und ob man helfen kann. :) |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen