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Christian Wulff hat darum gebeten, noch eine Chance zu bekommen, er sei doch direkt vom Ministerpräsidenten zum Präsidentenamt gekommen, hätte also keine Zeit gehabt zur Umschulung. Ich bin dafür, ihm eine Chance zum Umlernen zu geben, ganz entspannt, ohne 400 Journalistenanfragen, dafür aber mit vier Älteren, die ihm immer wieder die Handbewegungen sanft korrigieren können: Für ein betreutes Gemeinschaftswohnen von Christian Wulff, Walter Scheel, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Horst Köhler. Dann kann er die nächsten Jahre immer wieder lernen, wie man das machen sollte. Und selbst, wenn das BVerfG ihm die Ruhegelder kürzen oder gar streichen sollte nach seinem Verstoß gegen Art. 5 GG, gibt es bei den anderen vier immer noch etwas im Kühlschrank, da der Steuerzahler aktuell auch Scheel, Herzog, Köhler und von Weizsäcker mit jeweils 200.000 Euro im Jahr, insgesamt also 800.000 Euro, alimentiert. Die Sekretärin könnte dann für alle ein Gemeinschaftsbüro betreiben, die drei anderen sich aktuellen Problemen widmen.
Ich finde Christian Wulffs offensives Bekenntnis zum kostenfreien Übernachten gemeinsam mit Freunden unterstützenswert: So einen kommunitarisches Vorbild habe ich mir immer gewünscht. So wie er möchte ich nicht in einem Land leben, in dem Präsidenten keine Freunde mehr haben dürfen, bei denen man mal so übernachten kann: Da aber während seiner Amtszeit alle anderen in der protokollarischen Rangordnung niedriger stehen und dieser Service potentiell Statusvorteile oder anderes versprechen kann, löst sich dieses Dilemma in der altpräsidentiellen Nobel-WG auf: Etliche Jahre kostenlos bei nachsichtigen und statusgleichen Freunden logieren! Komm, Christian, rutsch rüber auf die Küchenbank bei Scheel, Herzog, Köhler und von Weizsäcker.
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Ich kam eben auf den Trichter, dass die Ferienver"mieter" eigentlich dem Präsidenten was hätten zahlen müssten. Ich meine, was holt das Prädikat "Hier urlaubten seine Frau mit den Kindern und der Bundespräsident" für eine Immobilie wohl raus? Schwer zu schätzen, oder? 20 Prozent? Schnell verdientes Geld. So spannend, weil meine Eltern ein Häuschen an der Nordsee zur Vermietung stehen haben. Auch noch nicht abbezahlt. Gehört noch zur Hälfte den Freunden der örtlichen Sparkasse. 20 Prozent würden da echt reinhauen..
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Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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