Da haben Sie mit "Tucho" und dem wunderbaren Fritz J.Raddatz, diesem "Lügner von Beruf" (Raddatz meinte Faulkner), der wegen Garnichts bei der ZEIT abgelöst wurde , während andere nicht einmal den Unterschied zwischen EU-Rente und Alterrente kennen und weiter mit "Gutti" dahinduften, eine Vorweihnacht produziert, die schöner nicht sein könnte.
Knapper und klarer läßt sich auch kaum fragen, jedenfalls für meinen Geschmack. Ich hoffe doch sehr, es war auch ein wenig Selbstbelohnung, denn dieses Interview ist einfach gut.
Beste Grüße
Christoph Leusch
Lieber Michael Angele,
Schade, dass Sie keine Poststelle hier im Blog haben. Zu dem Fall diLo. und von G. stimme ich Ihnen zu, nur kommt die Blickwendung auf und Abgrenzung von dieser Art Boulevard- und Talkjournalismus sehr sehr spät.
Das ist nämlich die wahrhafte kulturpolitische Crux, die einer fast seriellen Aufklärungsarbeit bedürfte, denn sie tangiert den Spiegel, die ZEIT, die FAS/FAZ und die SZ.
Große Zeitungen mit fünfzig, hundert, hundertfünfzig,...Redakteuren, Journalisten, Autoren, gehorchen den schrecklichen Vereinfachern und Berufs-Bla-Blaisten an höchster Stelle, sind ihnen regelrecht ausgeliefert.
Ich schrieb einmal in einen Kommentar zu Josef Joffes unsäglichen Artikelchen, dass dort, am Speersort, die guten Journalisten sich höchstens noch mit abgewandtem Gesicht die Backsteine entlang drücken könnten, vor all´ dieser perversen Sucht, die die Leute, von der Chefriege verordnen und vertraglich absichern, um mit Flachdenke das Unterhaltungsbedürfnis des akademischen Mittelbaus zu versorgen und dieser diLorenzo hat es doch tatsächlich grandios hinbekommen.
Am Spiegel sieht man aber auch, wie schwer es ist solche Leute, die man künstlich in den Blätter wachsen ließ, wie z.B Broder oder Fleischhauer, wie z.B. Ilies, wieder los zu werden, wenn sie nicht freiwillig gehen, um Geld zu machen.
Die haben den Journalismus lange schon aufgegeben , um sich einer Art von populärem Vodoo-Schreibertum zu widmen. Ich dachte ja, der dF bewahrte sich davor weitestgehend.
Das Schicksal erfüllt sich übrigens, wenn man diesen Weg ganz konsequent geht, in der ewigen Bloggerreaktion, die dann auch bei doofen Zwillen-Geschichten und ein wenig Rumgedödel mit Tier-Bildchen hängen bleibt.
Ich weiß nicht, ob es tatsächlich bei mir noch einmal reicht, den Frust runter zu schlucken und einfach zu schreiben, ohne auf zu viel anderen Kram zu schauen. Ich merke ja auch, als Außenseiter, Laie und One-man-Show, hat man keine Zeige.
Aber wenigstens wünschte ich mir ein oder zwei überegionale Profi-Redaktionen, die den seit mindestens zwei Jahrzehnten angewachsenen Unterhaltungs-Quast in den wichtigsten Presseorganen des Landes einmal über eine längere Zeit, -bei ZEIT und Spiegel oder BILD würde man wohl von Kampagne sprechen-, angehen und aufspießen.
Sie sind es nicht schuld, aber Sie sind auch nicht unschuldig. Der Tell würde sagen, er wüsste schon auf wenn er schießen muss, wo es nur um den Apfel gehe und wo es doch, viel eher, den Gesslerhüten gelten müsste.
Gute Nacht und weiter,
von einem Schlaflosen
Christoph Leusch
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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