Als Wissenschaftler hat man es nicht immer leicht, sich bei den Mächtigen und in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen. Das musste der Klimaforscher James Hansen gleich mehrfach feststellen. So verpasste die Regierung Bush ihm einen Maulkorb, weil er immer wieder lautstark vor dem Klimawandel warnte. Seine Gutachten wurden mitunter umformuliert, damit die drohende Gefahr nicht ganz so drastisch wirkte, wie sie sich aus Hansens – und nicht nur seiner – Sicht darstellte. Ende 2007 wandte Hansen sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel und den britischen Premierminister Gordon Brown. Merkel, so Hansens Aufforderung, solle existierende Pläne zum Bau neuer Kohlekraftwerke überdenken. Den einfachen Zusammenhänge von Kohleverbrennung und Klimawandel werde sie verstehen. Schließlich sei Merkel Physikerin. Indes: Eine Antwort der von Bild bis FAZ als „Klimakanzlerin“ Gelobten ist nicht überliefert.
Das ist vielleicht einer der Gründe, warum James Hansen sich nunmehr als Teamplayer an die Öffentlichkeit wendet: Er ist einer von 28 Autoren der Studie Planetary Boundaries, die unlängst in Kurzfassung im Wissenschaftsmagazin Nature erschien. Die renommierten Wissenschaftler nehmen kein Blatt vor den Mund: Seit der industriellen Revolution hätten die menschlichen Aktivitäten dermaßen zugenommen, dass sie nun eine globale geophysikalische Kraft erzeugten. Diese Kraft käme einer Naturgewalt gleich. Will Steffen, Direktor des Climate Change Institute der Australian National University, spricht gar vom Übergang in ein neues Erdzeitalter: „Wir treten in das Anthropozän ein, in dem unsere Aktivitäten die Kapazitäten des Erdsystems untergraben, sich selbst zu regulieren.“
Interdisziplinär angelegt, definiert Planetary Boundaries globale Grenzen in neun ökologischen Problemfeldern – vom Klimawandel bis zur chemischen Verschmutzung. Nach dem Motto „Bis hierhin und nicht weiter“ sagen die Forscher: Diese Grenzen dürfen nicht überschritten werden, wenn unaktzeptable Umweltveränderungen verhindert werden sollen. Durch diese Grenzen definieren die Wissenschaftler aus ihrer Sicht einen „Sicheren Handlungsraum für die Menschheit“.
Aber warum gerade jetzt? „Die Studie lag in der Luft, denn es besteht die Notwendigkeit, fachübergreifend ein Konzept zu erarbeiten“ , erläutert Hans Joachim Schellnhuber, der einzige Deutsche im Forscherteam, gegenüber dem Freitag. Planetary Boundaries sei zunächst eine Einladung an die scientific community. „Unser Team sagt: Da ist ein Konzept in seinen Anfängen, lasst uns diskutieren, lasst uns Dynamik in die Debatte bringen!“ Die Debatte über die Grenzen des Planeten sei aber „nicht irrelevant für die politische Szenerie“, so Schellnhuber, der Mitglied des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ ist. Man betrachte sich als „intellektuelle Vorhut“, die „Unterstützung für politische Entscheidungsprozesse“ leisten wolle. Und Schellnhuber ergänzt: „Hoffentlich dringt jetzt durch, dass der Raum, in dem wir uns bewegen, begrenzt ist.“
Der Raum wird laut Planetary Boundaries langsam eng: Beim Klimawandel (über 110 Prozent des Schwellwerts), beim Verlust der biologischen Vielfalt (über 1000 Prozent) und beim Stickstoffkreislauf (rund 345 Prozent) sind die Grenzen bereits überschritten, in anderen Bereichen stehen wir kurz davor.
Das konnte man bereits vorher wissen. Was also ist neu am Planetary Boundaries-Ansatz? Er zeichnet sich laut Schellnhuber durch drei Innovationen aus: „Systemische Ideen, die das große Bild begreifen, werden wissenschaftlicher Mainstream, wir denken über sektorale Grenzen hinweg und benennen klare, gerade noch akzeptable Schwellwerte für die wichtigsten ökologischen Probleme.“ Gerade Letzteres sei ein „mutiger Schritt“, so Schellnhuber, der das Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung leitet und als einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Klimafolgenforschung gilt.
Eine Antwort ist nicht genug
Überraschend ist, dass die Studie den Klimawandel als eines von vielen Problemen behandelt. „Der Klimawandel ist gewiss der primus inter pares“, sagt Schellnhuber. Doch habe er durch die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen gelernt, wie sehr der menschliche Einfluss die Stoffkreisläufe dominiert. „Es ist überraschend und bestürzend, wie weit wir die natürliche Balance verlassen haben. Beispielsweise vernichten wir Arten so schnell, dass wir mit der Dokumentation der Verluste nicht mehr nachkommen.“
Die Erfolge der Umweltpolitik seien derweil begrenzt: „Klar, auf unseren Flüssen schwimmen keine Phosphor-Schaumkronen mehr, doch wir belasten die Natur auch weiterhin mit Myriaden von Chemikalien.“ Beim Schutz der Ozonschicht habe die Menschheit „knapp vor der Wand eingebremst“, doch führe sie immer noch an der Wand entlang: „Wenn die internationale Kooperation nachlassen sollte, sind wir schnell wieder im Roten Bereich.“ Derzeit liegt die Dichte der Ozonschicht um rund 2,5 Prozent über dem gerade noch akzeptablem Grenzwert.
Politologen gilt der Schutz der stratosphärischen Ozonschicht trotzdem als das Paradebeispiel für einen gelungenes Internationales Umweltschutz-Regime, also für den dynamischen Prozess aus zwischenstaatlichen Verhandlungen, Verträgen, Kontrollen, neuen Verhandlungen, Ergänzungsprotokollen und so weiter. Es ist bis ins Detail hinein das Vorbild für entsprechende Bemühungen im Bereich Klimaschutz.
Die Studie Planetary Boundaries verdeutlicht: Zwischen den ökologischen Problemfeldern bestehen wechselseitige Abhängigkeiten und Wirkungen. Die einzelnen Probleme mögen für sich genommen schon dramatisch sein. Doch könnten sie, so die Studie, nicht allein als „separate Prozesse“ betrachtet werden. Denn sie seien eng miteinander verknüpft: „Wir haben nicht den Luxus, unsere Bemühungen auf eine der planetarischen Grenzen entkoppelt von den anderen zu konzentrieren.“ Wenn eine Grenze überschritten werde, dann seien auch andere „ernsthaft gefährdet“. So haben fast alle anderen Probleme einen Einfluss auf den Klimawandel. Beispielsweise gefährde der Phosphoreintrag in die Weltmeere deren Fähigkeit, das Haupttreibhausgas Kohlendioxid zu absorbieren. Was diese Wechselwirkungen betrifft, stünde die Forschung „vollkommen am Anfang“, sagt Hans Joachim Schellnhuber. „Wir fangen an, die komplexen Interdependenzen zu begreifen, doch bisher findet niemand wirklichen Zugang.“
Im Gegensatz zu vergleichbaren Veröffentlichungen, beispielsweise solchen des Club of Rome und des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, verzichtet Planetary Boundaries gänzlich darauf, Szenarien für eine nachhaltigen Gesellschaft, für ein anderes Wohlstandsmodell aufzuzeigen. Denn das Forscher-Team ist zwar besetzt mit renommierten Fachleuten, darunter dem Nobelpreisträger Paul J. Crutzen, der grundlegende Arbeiten zur Erforschung des stratosphärischen Ozonlochs veröffentlicht hat. Doch waren überwiegend Naturwissenschaftler am Werk – und keine Sozialvisionäre.
Schellnhuber kritisiert jedoch explizit das westliche Wohlstandsmodell, wie es sich nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert hat. „Immer mehr Güter produzieren und konsumieren, das ist auf Dauer nicht möglich auf einem begrenzten Planeten.“ Allein die Beachtung der Klimagrenzen erfordere eine „völlige Neuerfindung des wirtschaftlichen Kreislaufs“. Er plädiert für ein anderes Maß des wirtschaftlichen Erfolges, beispielsweise die Zufriedenheit von Individuen und Gruppen. Doch der Faktor Zeit bereite ihm Sorgen: „Werden wir schnell genug begreifen, wo unsere Grenzen liegen?“
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Ein "Dialog" auf dem 1.Freitags-Salon ging so:
"Der Westen frißt die Erde auf." "Im Osten war doch die Umweltverschmutzung viel größer." Die uralte Du-Nein-Du-Konfrontation, mit der wir genau die im Artikel beschriebene Welt erschaffen haben. Und mit der wir(!!!) mit absoluter Sicherheit aus dieser Welt nicht wieder herauskommen werden. Bloß eben wie dann? Schnell noch die Produktion erhöhen und dann? Schnell noch die Atomkraftwerke länger laufen lassen und dann? Schnell noch die Gentechnik einführen und dann? Schnell noch ein paar Schulden mehr machen und dann? Schnell noch den mündigen Wählern Wachstum versprechen und dann? Schnell noch den PolitikerInnen die Lügen glauben und dann? Schnell noch ein paar Schuldige suchen und dann? Schnell noch die Ergebnisse der Wissenschaftler durch PR-Agenturen und andere Lobbyisten wegdiskutieren lassen und dann? Schnell noch ein neues Auto kaufen und dann? Schnell noch nach New York zum Shoppen oder wenigstens nach Paris und dann? Schnell noch mit dem Luxusschiff in die Antarktis und dann? Unsere Menschenangst erlaubt uns offensichtlich nicht einmal mehr die Frage nach dem guten Leben! Mir geht die allerletzte Szene aus Bertoluccis "1900" nicht aus dem Kopf. Der Grundbesitzersohn und der Sohn des Knechtes, mittlerweile uralte Männer geworden, prügeln wieder oder eben auch immer noch aufeinander ein. Und bemerken nicht, daß sie bei ihrer Prügelei auf Schienen geraten sind. Haben die im Film das warnende Pfeifen der nahenden Lokomotive eigentlich gehört? |
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Der Beitrag beschreibt, worum es geht. Wenn GerhardHM die endlosen Auseinandersetzungen mit den Anhängern einer zügellosen Wirtschaftsweise anwidern, kann ich das wohl nachvollziehen. Beeenden wird er sie damit nicht. Es geht immer darum, mehr Wissen zu verbreiten und die Sensibilität der Menschen für die aufgeführten Probleme zu erhöhen. Diesem Anliegen wird der Beitrag vollauf gerecht. Gleichzeitig müssen die Umweltorganisationen massiv unterstützt wrden. Sie und die weltweiten Klima-/Umweltinstitute müssen ein Anreizsystem für mehr Nachhaltigkeit entwickeln. Denn über Gesetze allein, die von den Lobbyisten der Wirtschaft immer wieder behindert/ausgehebelt werden, lassen sich die Dinge nicht verbessern. Der Verbraucher muss mitziehen, und das tut er in der Regel nur, wenn sich sein Verhalten rechnet. Vor allem ärmere Menschen könne sich ein (kostenträchtiges) Umweltbewusstsein kaum oder nicht leisten.
Ulrich Scharfenorth, Ratingen www.stoerfall-zukunft.de Ulrich Scharfenorth, Ratingen |
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schrieb am
23.10.2009 um 10:44
Ulrich Scharfenorth, es sind nicht die Auseinandersetzungen, die mir zu schaffen machen, sondern diese abgrundtiefe Verlogenheit, die wahlweise als zukunftsgestaltende Politik, finanzielle oder technische Notwendigkeit, Systemvorteil, Fortschritt, Freiheit,... verkauft wird.
Jeder, der einen Computer bedienen kann und mal was vom Internet gehört hat, ist zu jeder Tages- und Nachtzeit wenige Klicks von den Fakten unseres Erdenlebens entfernt. Dazu kommen nahezu komplett eingerichtete Bibliotheken aller Art, populärwissenschaftliche Zeitschriften, NGOs, Umweltvereine,... Diese Differenz zwischen recht mühelos verfügbaren Fakten, von denen etliche ja nicht mehr zu diskutieren sind, und unserem Mehrheitsverhalten halte ich für so außerordentlich bedrohlich und empörend. Ein Beispiel. Wikipedia:"Müllstrudel". Ist denen, denen da nicht das Grausen oder sofortiges konsequentes Handeln ankommt noch zu helfen? 100 000 000 Tonnen. Tendenz wachsend. "Der Verbraucher muss mitziehen, und das tut er in der Regel nur, wenn sich sein Verhalten rechnet." Diesen Satz kann ich gut verstehen. Ich habe aber eben massiv das Gefühl und die Vermutung, daß sich Natur niemals(!) rechnen läßt und schon gar nicht wird(!). Natur findet jenseits unserer Finanzsysteme statt. Dies ist mir regelrecht eine Gewißheit, die in Politik und Wirtschafts- und Finanzsystemen dringend eine Rolle spielen müßte. U.a., es muß, wie im Artikel beschrieben, im begrenzten System der Erde zu Konflikten kommen, wenn unbegrenzt wachsende Systeme installiert werden. Den Hinweis auf die unter allen Bedingungen zu erhaltenden Selbstheilungskräfte der Natur kann man gar nicht ernst genug nehmen. Noch ein Link in Youtube:"Flugzeugträger". Am Beispiel dieses Flugzeugträgerbauprogramms der USA läßt sich gut ablesen, wohin die "Reise" nach Vorstellung bestimmter Kreise gehen soll oder wird. Vielleicht trägt meine Sicht auf die Verhältnisse aber auch schon panische Züge. Ich wollte mich gern eines Anderen, Besseren belehren lassen. Sloterdijks Bemerkung von der Selbstmordparty der Menschheit sähen doch wohl viele gern widerlegt. |
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Das Dilemma der Menschheit
Paradigmen der menschlichen Zivilisation Die Menschheit hat drei Katastrofen zur Auswahl : Erstens Wachstum : Das zerstört das menschliche Biotop, alles soziale Kapital alle Menschen und höheren Lebewesen. Zweitens Stagnation und Schrumpfung : Sie verursachen viele Tote, zerstören die nationalen Sozialkapitalien, bewahren aber evtl. das menschliche Biotop. Drittens Krieg : Obwohl er in unserer Vorstellung am schrecklichsten erscheint, verursacht er weniger Tote als Wachstum oder Schrumpfung, bewahrt hochgradig das soziale Kapital der Nationen und bewahrt mit hoher Wahrscheinlichkeit das menschliche Biotop. Alle Zivilisationen als auch die Menschheit in ihrer Gesamtheit wirtschaften, indem sie in ihrem Lebensraum erreichbare Ressourcen in Müll transformieren. Alle Zivilisationen als auch die Menschheit in ihrer Gesamtheit kehren auf jeden Fall zurück ins Gleichgewicht mit der Natur. Über die Anzahl der Teilnehmer dabei ist bisher nur gesichert, daß ihre Anzahl nicht kleiner als null ist. Alle Zivilisationen als auch die Menschheit in ihrer Gesamtheit, von den "Sammler und Jäger"- bis zu höchstentwickelten Wachtumszivilisationen, benötigen zu ihrer Existenz ein auskömmliches Verhältnis zwischen verwendetem Kapital/Ressourcen und Anzahl ihrer Mitglieder. Die Sicherung dieser Auskömmlichkeit, zur Vermeidung von Mangel, unter unausweichlichen Schwankungen von Kapital und Mitgliederzahl geschieht durch Effizienzsteigerung und Überflußproduktion. All das hat eine Zivilisation zu gewährleisten unter immerwährender Konkurrenz zu anderen Zivilisationen. Eine Zivilisation, die in diesem Sinne strebt und handelt, nennt sich Nation, ihre Mitglieder in ihrer Gesamtheit Volk und ihre Führungsstruktur Staat. Zivilisationen gibt es in zwei unterscheidbaren Ausprägungen. Die eine verwendet nur Ressourcen, die die Sonne in rd. 1 - 100 Vegetationsperioden regeneriert und sie lebt das über viele Generationen. Sie befindet sich insofern im Gleichgewicht mit der Natur und nennt sich deshalb Gleichgewichtszivilisation. Die andere verwendet darüberhinaus weitere Ressourcen, die nicht-regenerierbaren. Sie sei im Folgendem Wachstums- oder Hochzivilisation genannt, betreibt Wachstumswirtschaft und das ab einer gewissen Bevölkerungsdichte unvermeidlich, wie gleich erläutert wird. Der Anteil der regenerierbaren Ressourcen am Gesamtverbrauch beträgt in den höchstentwickelten OECD-Hochzivilisationen, irgendwo zwischen 0,5 und 10 Prozent. Eine Zivilisation, die auf Basis nicht-regenerierbarer Ressourcen wirtschaftet und mit ihrer Bevölkerung die Anzahl überschritten hat, die ihr ein Leben im Gleichgewicht mit der Natur erlauben würde, kann Wirtschaftswachstum nicht mehr vermeiden, ohne daß ihre Mitglieder verarmen oder, schlimmer, abtreten, oder, noch schlimmer, sterben müßten. Das liegt an der Ressourcennutzung selbst. Denn die Ressourcen bestehen aus genau zwei Teilen, erstens Ressourcen, die zur Gewinnung der Ressourcen selbst notwendig sind, ihrem Selbstzweckanteil, zweitens Ressourcen, die für die eigentlichen Verwendungszwecke der Ressourcen benötigt werden, ihrem Nutz- oder Fremdzweckanteil. Die Beendigung des Wirtschaftswachstums bedeutet das Ende des Wachstums der Ressourcengewinnung. Da aber der Selbstzweckanteil dabei trotzdem unaufhaltsam zunimmt, nimmt der Nutzzweckanteil in gleichem Umfang ab. Der Nutzzweckanteil ist aber der Anteil, der den Wohlstand ausmacht, und der überhaupt die hohen Bevölkerungsdichten über der Gleichgewichtsdichte erlaubt. Ohne die Nutzung nicht-regenerierbarer Ressourcen, also im Gleichgewicht mit der Natur, könnten z. B. auf deutschem Boden dauerhaft höchstens 10 Mio. Menschen leben. Das Leben aller weiteren 80 Mio. wird erst durch den Nutzzweckanteil der gewonnenen nicht-regenerierbaren Ressourcen ermöglicht. Rechenbeispiel 1 : Läge der Selbstzweckanteil bei 33,3 % und betrüge das Wachstum des Aufwandes zur Ressourcengewinnung 3 %, dann wüchse bei Nullwachstum der Gesamtressourcen der Selbstzweckanteil auf 34,3 % und der Nutzzweckanteil schrumpfte auf 65,6 %, hätte also um 1,5 % abgenommen. Zur Beibehaltung der Nutzzweckmenge, also des Wohlstandes, hätte die gesamte Ressourcenproduktion um etwas mehr als 1,5 % zunehmen müssen und würde dann bei etwas mehr als 101,5 % der Vorperiode liegen. Rechenbeispiel 2 : Läge der Selbstzweckanteil bei 66,6 % und betrüge das Wachstum des Aufwandes zur Ressourcengewinnung 3 %, dann wüchse bei Nullwachstum der Gesamtressourcen der Selbstzweckanteil auf 68,6 % und der Nutzzweckanteil schrumpfte auf 31,3 %, hätte also um 6 % abgenommen. Zur Beibehaltung der Nutzzweckmenge, also des Wohlstandes, hätte die gesamte Ressourcenproduktion um etwas mehr als 6 % zunehmen müssen und würde dann bei etwas mehr als 106 % der Vorperiode liegen. Diese Beispiele machen das Problem deutlich, daß in Wachstumszivilisationen die Nutzzweckmenge bei abnehmendem Nutzzweckanteil aufrechterhalten werden muß. Außerdem ist bei diesen Rechenbeispielen völlig egal, ob die beteiligten Mengen in Tonnen Masse, Joule Energie oder Bits Information gerechnet werden. Der Zusammenhang ist trotz unterschiedlicher Zahlen in allen Fällen der gleiche. Beim Geld sieht es leicht anders aus. Da die Geldmenge nicht von der Ressourcenmenge sondern von der Arbeitszeit der Menschen abhängt und auch sonst noch willkürlich änderbar ist, kann man in Bezug auf das Geld nur sagen, daß zwar der Prozentsatz des Geldwertes für den Selbstzweckanteil der Ressourcen zunimmt, daß das aber geschehen kann bei tatsächlich sinkendem Betrag dieses Anteiles. Das Wachsen des Selbstzweckanteiles ist also nicht unbedingt mit einer Zunahme der Kosten dieses Anteiles verbunden. Aber unter "sonst stabilen" Verhältnissen werden die Kosten in dem Maße wie die Materie-, Energie- oder Informationsmenge des Selbstzweckanteiles steigen, Inflation. Zum Wachstumsdruck aus der Ressourcengewinnung kommen weitere Wachstumszwänge. Einer ist der zunehmende Aufwand für die Müllbeseitigung. Ein anderer ist das Wachstum durch Konkurrieren, denn jede Nation ist bestrebt, ihre Konkurrenten durch höherwertigen Kapitaleinsatz und damit einhergehende höhere Effizienz zu übertreffen. Eine Nation, die sich dem verweigert, verliert ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und geht unter. Aber schon die Betrachtung der Ressourcengewinnung allein genügt, um die Unvermeidbarkeit von Wachstum für Hochzivilisationen plausibel zu machen. Eine Wachstumszivilisation könnte bestrebt sein, aus Gründen der Vernunft Wachstum zu vermeiden, um ihr eigenes Biotop, ihr Territorium, vor Zerstörung zu bewahren. Für sich allein verbietet sich das aber für sie, denn der damit einhergehende Machtverlust machte diese Nation zu einem Übernahme-Kandidaten der weitergewachsenen und -wachsenden Nationen und erhielte von jenen dann die Zustände und Bedingungen diktiert und aufgedrückt, die sie ursprünglich vermeiden wollte. Was diese Machtlosigkeit bedeutet, haben bisher Indianer, Palästinenser, Afghanen, Iraker und sicherlich noch viele andere Völker durchgemacht. Heute würde man die so schwächelnde Nation evtl. als Atommülldeponie nutzen. Der Verzicht auf Wachstum ginge also nur gemeinsam mit ausnahmslos allen anderen Wachstumszivilisationen. Wachstumsbeendigung global ist überaus unangenehm, führt zum Abtreten von Menschen, Sterben, früher auch Auswanderung, das dazu noch beschleunigend, und läßt sich in den hochentwickelten Wachstumszivilisationen intern nicht beherrschen und steuern, bewahrt aber evtl. das menschliche Biotop weltweit vor seiner Zerstörung. Auf der anderen Seite führt Wachstum in einem beschränkten System zu seiner sicheren Zerstörung. In diesem Falle wäre das System das menschliche Biotop. Deshalb ist Wachstum auf Dauer tatsächlich keine Lösung. Im Gegenteil, es wäre der sichere Untergang der Menschheit und aller höheren Lebewesen in der Art der Osterinseln. Zur Verhinderung des Untergangs durch Wachstum einerseits und zur Vermeidung von Verarmung, Chaos, Sterben, Mord und Totschlag durch Schrumpfung andererseits hat die menschliche Spezies den Krieg "erfunden". Und Krieg löst die Probleme schneller und mit weniger Toten und damit menschlicher, als wenn man die Staaten in sich zusammenbrechen ließe, wie das die Beispiele von Grausamkeit im jugoslawischen Bürgerkrieg zeigten. Dies darf nicht als Rechtfertigung der amerikanischen Mord- und Totschlagskriege aufgefaßt werden. Kriege haben sich an den zivilisatorischen Problemen zu orientieren und den Soldaten im Krieg als Mensch zu respektieren, um das Abgleiten in abartig grausame Barbarei zu verhindern. Außerdem ist dabei das menschliche Biotop vor nachhaltigem Schaden zu bewahren. Atomare, chemische oder biologische Verseuchung sind durch internationale Maßnahmen perfekt zu unterbinden. Das gleiche gilt für den Genpool der Menschheit. Es darf absolut keine Zerstörung menschlichen Gen-Kapitals durch radioaktive (Uran-Munition), chemische (Agent Orange) oder biologische Verseuchung geben. Irgendwelches Gen-Kapital irgendwo auf der Welt enthält vielleicht irgendwelche Informationen, die irgendwann vielleicht als einzige das Überleben der Menschheit unter sich ändernden Bedingungen des menschlichen Biotops gewährleisten. Das Gen-Kapital ist deshalb absolut zu schützen. Das Gen-Kapital aller Menschen gehört allen Menschen. Durch Eheschließung sind wir mit allem Gen-Kapital aller anderen Menschen früher oder später direkt verbunden. Und es ist perfekt zu verhindern, daß sich irgendwelche Schwerstverbrecher oder Geisteskranken um ihres oder ihrer Klientel kleinen spießigen Vorteils Willen daran vergreifen und uns allen und Jedem da reinscheißen, aus welchem Grund auch immer. Diese Forderungen sind durch die heutige amerikanische Kriegführung weltweit ausgehebelt, während sie im zweiten Weltkrieg noch weitgehend eingehalten wurden. Allgemeiner ist zu sagen, daß, wenn wir Menschen schon alle in einem Boot sitzen und manchmal einige von uns das Boot verlassen müssen, um das Kentern zu vermeiden, dann muß das Ausleseverfahren zum Aussteigen so human und gerecht wie nur möglich gestaltet sein. Und die Überlebenden bleiben den Ausgebooteten auf Ewig zu Dank verpflichtet. Und bis zum 6. August 1945 funktionierte das. In Europa hatte sich zu diesem Zweck eine hochwertige Kriegskultur entwickelt, die den Krieg als Konflikt zwischen Nationen verstand, jenseits von Gut und Böse, jenseits des Unsinns vom "gerechten" Krieg, und dabei sogar während des Krieges ohne Haß zwischen den beteiligten Menschen, den Soldaten, auskam. Im Kampf schoß man sich nach Möglichkeit tot, nach Beendigung des Kampfes respektierte man sich wieder als Mensch, und jeder im Kampf konnte sich i. A. auf diese Geisteshaltung beim Gegner verlassen, wenn er die weiße Fahne zur Kapitulation hob, oder ein Waffenstillstand zur Bergung von Verwundeten verabredet wurde. Der "gerechte Krieg" war nach den schauerlichen Erfahrungen des 30-jährigen Krieges von den europäischen Nationen gemeinsam entsorgt worden, da er die Soldaten der jeweiligen Verlierernation zu Verbrechern stempelte und sie grenzenlosem Haß überantwortete. Stattdessen beendete man Kriege in der Folgezeit mit der Vereinbarung von Gebietsabtretungen oder Reparationen des Verlierers an den Sieger ohne Schuldzuweisung, und wischte damit alle weitergehenden Ansprüche gemeinsam vom Tisch. Mit Unterzeichnung eines Friedensvertrages wurde ein früherer Zeitabschnitt abgeschlossen und neuer Zustand festgeschrieben und damit waren die Karten für einen neuen Frieden gemischt ohne weitere unkalkulierbare Belastungen aus der Vergangenheit. Der Hass als Kriegsmittel verlor an Bedeutung. Und man fand sich zusammen zur Schöpfung der Haager Landkriegsordnung, dem Roten Kreuz und vieles mehr gemäß der Einsicht, daß wenn Krieg schon unvermeidlich ist, dann wenigstens mit minimiertem Leid und minimierter Behinderung des nächsten Friedens. Mit dem Auftauchen der Amerikaner auf den internationalen Kriegsschauplätzen wurde die Primitivform des Krieges restauriert, der "Krieg gegen das Böse", der "gerechte Krieg", mit der Folge, daß z. B. Deutschland die alleinige Kriegsschuld am 1. Weltkrieg zugeschoben wurde und darüber hinaus heute die Taliban-Soldaten wie Schwerstverbrecher behandelt werden, mit denen man i. a. kurzen Prozess macht, und allgemein der Mord- und Totschlagskrieg die hochwertige und humane Kriegskultur des "alten Europa" durch Barbarei ersetzt. Man erinnere sich in diesem Zusammenhang auch an das barbarische Gaza-Massaker im Januar. Aber seit dem 6. August 1945, Hiroshima, ist bei den Großmächten und damit der Menschheit die Option Krieg als effiziente, ökologische Problemlösung verbaut: Ein Atomkrieg zerstört das, worum menschliche Zivilisationen in der Vergangenheit Krieg führten, nämlich um ein bekömmlicheres Verhältnis zwischen verwendetem Kapital/Ressourcen und Anzahl ihrer Mitglieder. Die Atombombe zerstört den Sinn des Krieges. Erich Paus PausErich@PausErich.de www.PausErich.de/ www.PausErich.de/Definitionen/Inhalt.htm#I_A_Dilemma-der-Menscheit |
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Mensch Erich,
Wie ich mich nach dem guten alten Krieg sehne… Alles ist so überfüllt, überall dieses genetisch unwerte Pack! Ein Krieg, so ehrenhaft und menschlisch wie jene die in Europa zwischen dem dreißigjährigen Krieg und dem Abwurf der ersten Atombombe stattfanden, den brauchen wir heute wieder. Wenn die Gesellschaft überfüllt ist, verdreckt von Nichtsnutzen und Geisteskranken, dann einfach… KRIEG… das altbewährte Reinigungsmittel gegen alle Überflüssigen. Im Ernst Erich warum tun sie nicht der Menschheit einen Gefallen in ihrem Sinne und verringern die „Anzahl der Mitglieder“ um 1 (Sie). So könnten sie dem Rest von uns wieder ein „bekömmlicheres Verhältnis“ ermöglichen? Ich wäre ihnen jedenfalls „auf ewig dankbar“ In voller Vorfreude auf den nächsten Sonntagsputz, MOST |
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schrieb am
27.10.2009 um 10:24
@Mittelstandskind Ost 25.10.2009 22:40
Es geht um Thermodynamik, nicht um persönliche Anwandlungen und Ausfälle. |
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Nein Erich,
Es geht darum ob sie ein Mensch oder eine Maschine sind? |
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schrieb am
30.10.2009 um 17:12
@Mittelstandskind Ost 29.10.2009 21:42
Erstens zeigt ihr einleitendes "nein", daß Sie eine ergebnisorientierte Kommunikation entschlossen mit Kommunikationshemmern behindern wollen. Zweitens zeigt ihre zweimalige willkürliche Benutzung meines Vornamens, daß Sie auch vor agressivem Duzen nicht zurückschrecken. Drittens geht es nicht um Personen und insbesondere nicht um mich. Das sagte ich aber bereits. Wer Probleme personifiziert kann das Niveau des Mittelalters, des Feudalismus, der Clan-Kultur nicht verlassen. Der braucht Fürsten denen er gehorchen darf und die ihm sagen was er zu glauben hat. Heute braucht er dazu Gurus oder Bonzen. Viertens ist jedes(!) Lebewesen zufälligerweise eine Maschine, die sich selber mit Treibstoff, Nahrung, versorgen kann. Und als solche gehorcht es den Gesetzen der Thermodynamik. |
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OK
Sie sehen die komplette Umwelt als Komplexes System, das sich perfekt und lückenlos über physikalische Gesetze beschreiben lässt. Soweit ganz rational und pure Thermodynamik eben. Sie müssen aber die Verhältnismäßigkeit betrachten, ich habe sie, nicht sehr freundlich, beleidigt, aber mit ihrer Theorie beleidigen sie milliarden von Menschen, unzählige Generationen unserer Spezies. Ihre Theorie habe ich folgendermaßen aufgefasst: Problem: Die Menschheit wächst exponentiell und überlastet fixe Kapazitäten. Sie empfehlen: Lösung durch Kriege, die auf humane Art und Weise in zyklischen Abständen viel Menschenmaterial verschleißen ohne allzu langfristige Schäden an Infrastruktur o.ä zu hinterlassen. Ganz offensichtlich haben sie überhaupt keine Gedankenhemmer, Diese Annahme implizierte meine Frage ob sie sich denn als einen Menschen oder als eine Maschine auffassen. Die Frage war sehr ernst gemeint. Komme ich zum Punkt: Ich fasse ihre Theorie als aüßerst gefährlich auf, als quasi fachsistisch. Den Krieg als notwendig und ehrbar einzuordnen ist nicht human, nicht zivilisiert nicht rational, nichts, das ist einfach nur schlicht und dumm. Meine Frage an Sie: Entsprechen ihre Aussagen ihrer Meinung? Oder ist es eher eine Analyse? Hier könnten wir einander näher kommen, denn ich sehe durchaus eine starke Entwicklung hin zu kriegerischen, barbarischeren Zeiten (ob der Ressourcenbesorgung=Kapazitäten). Bloß habe ich Angst davor und werde mir diese nicht als eigentlich dem Menschenwesen entsprechend und doch ganz nützlich (um Platz zu machen…) schönreden. Mit dieser scheinbaren Rationalität laufen sie nur rückwärts, weit zurück in graue Vorzeit. Bis dann Erich Gruß MOST |
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schrieb am
31.10.2009 um 17:41
@Mittelstandskind Ost 30.10.2009 20:46
"...Sie sehen die komplette Umwelt als Komplexes System, das sich perfekt und lückenlos über physikalische Gesetze beschreiben lässt. Soweit ganz rational und pure Thermodynamik eben. Sie müssen aber die Verhältnismäßigkeit betrachten, ich habe sie, nicht sehr freundlich, beleidigt, aber mit ihrer Theorie beleidigen sie milliarden von Menschen, unzählige Generationen unserer Spezies. ..." (EP01) Selbst wenn meine Darlegung ein Irrtum wäre und ich der Einzge auf der Welt wäre, der diesem Irrtum unterliegen würde, stünde es trotzdem niemandem zu, sich persönlich betroffen und beleidigt zu fühlen. Es geht schließlich um Prozesse, die die ganze Menschheit vernichten können also jeden Einzelnen. Persönliches Betroffenheitsgehabe angesichts einer lebensbedrohlichen Entwicklung wirkt da albern, ganz abgesehen davon, daß es den Geist der Aufklärung verhöhnt und mehr an religiöse Tabu-Bedienung erinnert. ___ "...Problem: Die Menschheit wächst exponentiell und überlastet fixe Kapazitäten. ..." (EP02) So ist es, wobei die Überlastung zur Zerstörung des Menschlichen Biotops, Lebensraumes, führt und zu einem Aussterben der Menschen und aller höherer Lebewesen führt. ___ "... Sie empfehlen: Lösung durch Kriege, die auf humane Art und Weise in zyklischen Abständen viel Menschenmaterial verschleißen ohne allzu langfristige Schäden an Infrastruktur o.ä zu hinterlassen. ..." (EP03) Empfehlen? Nein. Aber von allen ins Haus stehenden Katastrofenszenarien ist der Krieg in Bezug auf die Anzahl der Toten die humanste und dazu die durch die Menschheit im Laufe der Geschichte erprobteste Lösung. Eine schlimmere Katastrofe ist Wachstumsbeschränkung und eine noch schlimmere ist Wachstum bis zum Kollaps des Biotops jeweils in Bezug auf die Anzahl der Toten. Für die systematische Beschränkung der Bevölkerungszahlen auf der Erde und in den Nationen ist es zu spät. Aber die menschliche Evolution hat dafür als Notbremse den Krieg bereitgestellt. Die Hemmung dieser Lösung ist die Atombombe. Deshalb droht uns nun Schlimmeres als Krieg. ___ "... Ganz offensichtlich haben sie überhaupt keine Gedankenhemmer, Diese Annahme implizierte meine Frage ob sie sich denn als einen Menschen oder als eine Maschine auffassen. Die Frage war sehr ernst gemeint. ..." (EP04) Dieser Aspekt scheint mir mit dem Bisherigen jetzt hinreichend erörtert. ___ "...Ich fasse ihre Theorie als aüßerst gefährlich auf, ..." (EP05) Es steht Gefährlicheres ins Haus, wie bereits dargelegt. ___ "...als quasi fachsistisch. Den Krieg als notwendig und ehrbar einzuordnen ist nicht human, nicht zivilisiert nicht rational, nichts, das ist einfach nur schlicht und dumm...." (EP06) Es geht nun um Alles. Dazu gehört Sein und Nichtsein der Menschheit. Für uns Menschen gibt es kein höheres Gut. Dem ist alles andere untergeordnet. Das kann man nicht quasireligiös abhandeln mit Bewertungen und Verteufelungen. Das hat die Sachzusammenhänge zu berücksichtigen mit der ihnen innewohnenden Logik. Erinnern Sie sich daran, daß die Kritiker des geozentrischen Scheibenweltbildes von der heiligen Inquisition als Ketzer verteufelt und lebendig verbrannt wurden, trotz ihrer stringenten Schlußfolgerungen, die sich dazu noch als richtig herausstellten. ___ "...Entsprechen ihre Aussagen ihrer Meinung?..." (EP07) Ich vertrete das, was ich für richtig halte, bis ich eines Besseren belehrt werde. Das kommt beim Gegenüber als Meinung an, also auch bei Ihnen. ___ "... Oder ist es eher eine Analyse? ..." (EP08) Die Analyse zu diesem Zusammenhang finden Sie unter www.pauserich.de/KriegeinNaturereignis/Inhalt.htm. Die Schlußfolgerungen aus den Überlegungen in diesem Aufsatz bereiteten mir damals auch Angst, aber die Logik war zwingend. Entstanden war dieser Aufsatz aus Überlegungen zur Selbstorganisation von Systemen in ihrer jeweiligen Umgebung. ___ "...Hier könnten wir einander näher kommen, denn ich sehe durchaus eine starke Entwicklung hin zu kriegerischen, barbarischeren Zeiten (ob der Ressourcenbesorgung=Kapazitäten)..." (EP09) Alle selbstbewußten Nationen denken den Krieg. Nur Deutschland nicht. Wir wurden in den letzten zwei bis drei Generationen Besetzung systematisch und perfekt verblödet, um uns plündern zu können. Der jetzige Finanzbetrug allein kostet Deutschland in den nächsten 20 Jahren insgesamt 1,6-Billionen Euro an Kreditausfällen und CDS-Verpflichtungen. 600 Milliarden Euro sind bereits jetzt unwiderruflich weg. Diese Blödheiten sind zu entsorgen. ___ "... Bloß habe ich Angst davor und werde mir diese nicht als eigentlich dem Menschenwesen entsprechend und doch ganz nützlich (um Platz zu machen…) schönreden. ..." (EP10) Man braucht es nicht schönzureden. Es steht Schlimmeres ins Haus. Und es geht nicht um Platz machen. Es geht um die Vermeidung des unaufhaltsamen Zerstörungswerkes der Nutzung nicht regenerierbarer Ressourcen. Und das kann nur durch weniger Nutzer gelöst werden, durch sehr viel weniger, durch sonst nichts. ___ "...Mit dieser scheinbaren Rationalität laufen sie nur rückwärts, weit zurück in graue Vorzeit...." (EP11) Auf jeden Fall zurück in die Zukunft. |
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Könnte, würde, sollte, möglicherweise, wäre es wahrscheinlich, das wir alle sterben müssen, die Grossmeister des Klima-Konjunktivs bitte zuerst. Am besten dann noch die Eleven der Malediven im Taucheranzug bei ihrer Tagung auf dem Meeresgrund, denen sollte man einfach die Luft abdrehen, wer hier mit 50 arbeitslos wird, kann sich in diesem Leben eh keinen Tauchurlaub im sonnigen Südpazifik mehr leisten, von mir aus können die da unten alles überschwemmen, freie Bahn für die christliche Seefahrt !
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ein verfechter des kriegs als retter der menschheit, ein mann, der sich zudem auf die aufklärung beruft, hat sie nicht alle beisammen und voltaire so wenig zum krieg gelesen und verstanden noch bertrand russell noch sonstwen.
erich paus, was Sie hier vorführen, ist aberwitz in reinform. und nun zum artikel:„intellektuelle Vorhut“ steht darin. gemeint ist der club wissenschaftler, der sich ums projekt planetary boundaries schart. tut mir leid, das ist eine intellektuelle nachhut. die spielt die melodie des club of rome "Die Grenzen des Wachstums". was soll das?! haben die mitglieder des neuen clubs ein so schlechtes gedächtnis? und hoffen auf ein entsprechendes defizit beim publikum? |
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schrieb am
18.11.2009 um 17:30
@h.yuren 17.11.2009 20:46
Für Leute Ihres Gemütes muß man den zugrundeliegenden Zusammenhang in eine Tierfabel verpacken. |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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