Als fleißige Wortschnitzerin hatte Angela Merkel in einer ihrer letzten Neujahrsansprachen – es war die von 2007 – den Satz eingebaut: „Überraschen wir uns, was möglich ist.“ Der Verwaltungsrat von General Motor hat ihr jetzt bestätigt, wie sehr sie doch das Zeug zur Prophetin hat. Dass der US-Konzern seine deutsche Tochter Opel nicht preisgibt, nachdem die dank deutscher Staatsgelder vorübergehend wieder rote Bäckchen hat, dürfte freilich zu den Überraschungen gehören, auf die Merkel gern verzichtet hätte. Was ihr widerfährt, ist mehr als ein Schlag ins Kontor. Die Kanzlerin könnte Opfer eines Bluffs geworden zu sein. Noch am 10. September hatte sie persönlich auf einer Pressekonferenz in Berlin mitgeteilt, General Motors (GM) sei grundsätzlich bereit, Opel an den Zulieferer Magna zu verkaufen, und berief sich auf die Expertise des nach Berlin geeilten GM-Vizepräsidenten John Smith.
Das passierte gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl. Der Abstand zum Wahltermin geriet zu knapp, um höflich zu sein und den Eindruck von gezielter Wahlhilfe zu entkräften. Der Öffentlichkeit wurde suggeriert, es werde sicher auch unter Magna Entlassungen geben, aber die deutschen Standorte blieben alle erhalten. Dafür gab es Vorleistungen der Bundesregierung, die in der Krise ihresgleichen suchten und vor allem einen Eindruck nie ganz verwischen konnten: Hier geht eine Kanzlerin zu Werke, die sich ihre Wiederwahl vom Steuerzahler mit bezahlen lässt.
Wenn nach der jetzigen Entscheidung von Detroit, die für Magna geltenden Bürgschaften des Bundes von General Motors beansprucht werden, hat es im Sommer 2009 den kostspieligsten Wahlkampf der bundesdeutschen Geschichte gegeben.
Der bis zum Jahresende gewährte staatliche Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro für GM/Opel half nicht nur, eine im Frühjahr drohende Insolvenz abzuwenden, er war unter den gegebenen Umständen auch eine Anschubfinanzierung für den Deal mit Magna. Völlig zu recht hat das die EU-Kommission kritisch beäugt, weil sie die Regeln des EU-Subventionsrechts und der europäischen Wettbewerbsordnung überaus großzügig ausgelegt fand und klar zu verstehen gab, dass die Staatsgelder für Opel nur zulässig seien, sollten sie unabhängig vom Votum über den künftigen Eigentümer fließen. Wenn jetzt der hessische Ministerpräsident Koch auf pünktlicher Rückzahlung der 1,5 Milliarden durch GM besteht, gleicht das einem Offenbarungseid, der in Brüssel gewiss aufmerksam registriert wird. Im Klartext heißt das: Es gab ein politisch gefärbtes Junktim: Die 1,5 Milliarden kamen, weil Magna kommen sollte. Da gerät gewollte Favoritenpflege zu gezielter Wettbewerbsverzerrung und sollte mit den liberalen Wirtschaftsprinzipien der Kanzlerin doch unvereinbar sein. Was offenklundig nicht der Fall sie, sonst wäre Merkel kaum sehendes Auges in die GM-Falle getappt und hätte auf ihren Ex-Wirtschaftsminister zu Guttenberg gehört. Dessen Plädoyer für eine geordnete Opel-Insolvenz, hätte GM schnell aus der Reserve gelockt, weit vor dem 3. November 2009 – nur war zu Guttenbergs marktliberale Rationalität in Wahlzeiten politisch eben nicht vermittelbar.
Wir sind Konsumenten eines vorzüglichen Lehrstücks über die Welt, in der wir leben. Den Konzern General Motors gibt es nur deshalb noch, weil ihm der amerikanische Staat zusammen mit Chrysler im Frühjahr durch 39 Milliarden Dollar Finanzhilfe wieder ein Rückgrat eingesetzt hat, um existieren zu können. Mit anderen Worten, der Staat war unverzichtbar, als es ums Überleben ging – er ist höchst verzichtbar, wenn es um die mit öffentlichem Geld erkaufte Zukunft geht.
Aufschlussreich, dass der GM-Verwaltungsrat in Detroit Angela Merkel ausgerechnet an jenem Tag an sich abtropfen lässt, als die sich vor dem US-Kongress brav für die 89er Freiheit bedankt. Ein Mega-Konzern hat ihr postwendend klar gemacht, was man damit alles anfangen kann. Wer solche Freunde in der Wirtschaft hat, der braucht keine politischen Feinde mehr.
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"Im Klartext heißt das: Es gab ein politisch gefärbtes Junktim: Die 1,5 Milliarden kamen, weil Magna kommen sollte."
[ironie] Jetzt bin ich aber überrascht, wie konnte das nur passieren? [/ironie] Wirklich interessant wären jetzt noch die vorgelagerten Korruptionsstrukturen, die dazu geführt haben, daß Magna "privelligierter Bieter" (R. Koch) wurde. |
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Mindestens ebenso interessant sind die Vorleistungen der Belegschaft, die gestern noch einmal bekräftigt und fast schon in Vertragsform mit Magna gebracht wurden. GM könnte sich darauf berufen und zur Unterstützung seiner "Restrukturierungen" Gleiches beanspruchen.
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Laut FTD will Henderson die 1.5 Millarden zurückzahlen.
www.freitag.de/politik/0945-opel-general-motors-verkauf-merkel#formplaceholder_0 Ansonsten rein sachlich betrachtet eine spannende Wendung in vielerlei Hinsicht. |
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schrieb am
04.11.2009 um 14:19
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Danke, liest sich sehr aufschlussreich
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Lieber Lutz Herden,
was nützt es GM nun die Schuld des Perspektiv- Desasters der Opelianer/innen in die Schuhe zu schieben, wenn das deutsche Politik- und Manager Personal in der Opel Treuhand erst auf Druck durch die EU in Brüssel bereit war, wenigstens theoretisch dieselben Konditionen für Magna auch für GM einzuräumen. die GM nun demnächst praktisch einfordern wird. Durch dieses Finassieren vor der deutschen Bundestagswahl 2009 haben deutsche Politiker/innen, Manager/innen erst den Hunger von GM auf Subvention genährt. Womöglich sitzen die Heuschrecken nicht in den USA im Verwaltungsrat von GM, sondern in Berlin, Rüsselsheim, Düsseldorf, Bochum, Eisenach bei Sekt & Selters "Rüttgers trocken"? tschüss JP |
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schrieb am
04.11.2009 um 17:08
Heuschrecken sitzen wahrscheinlich überall dort und vielleicht auch bei Magna oder in Russland oder bei FIAT in Italien.
Man muss da auch unter andere Teppiche gucken. Z.B. bei Magna und deren Problemen aus ich heraus und durch die Ankündigungen des Wettbewerbs im Automobilbau sich andere Zulieferer zu suchen. Das fällt (wahrscheinlich zum Glück für Magna) nun weg. Man baut keine OPEL in Zukunft, sondern doch "nur" wieder Teile für VW, BMW, Mercedes und was weiß ich. Die wahrlichen Dummen am Ende sind die Leute bei OPEL. Nach ihrer Bereitschaft Opfer für Magna zu bringen ist es ausgesprochen schwierig sachlich zu arugmentieren, warum man diese für GM nicht leisten will. Völlig unabhängig davon ob man nun auf Sicht 1, 2 oder 3 Jahren mit Magna oder GM in die Insolvenz schreitet. Der Markt ist übersättigt und benötigt nicht zwingend OPEL. |
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Lieber Joachim Petrick,da haben Sie sicher nicht ganz Unrecht, aber die Gewerkschaften und der Betriebsrat haben sich bei Opel gründlich vertan, ihre Strategie war viel zu wenig flexibel und viel zu sehr auf den Magna-Deal fixiert. Die gestrige Verzichtserklärung zu den eigenen Einkünften (Weihnachtsgeld ect.) wird jetzt GM gewiss gern übernehmen wollen, wenn die für ihre Tochter nicht überhaupt Insolvenz anmelden.
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insolvenz anmelden würde bedeuten die entscheidungsbefugnisse bei opel abzugeben. das wäre ziemlich dämlich bei opel.
die insolvenz ist nur verhandlungsmasse .. und kann so einfach ist es dann auch nicht, ist doch der staat bei gm zu stark involviert, als dass es nicht auch eine außenpolitische dimension hätte. mfg mh |
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Lieber Lutz Herden,
die Schadenfreude über das Missmanagement der deutschen Regierung in Sachen Opel bleibt einem im Halse stecken, weil die Opfer dieser verfehlten Politik wieder einmal - wie auch schon im Falle Quelle - die Arbeitnehmer sind. Die Politik lässt sich für den kurzfristigen Wahlerfolg feiern, mit dem Quelle-Katalog in der Hand oder mit dem Beifall der Opelianer, uniformiert in T-Shirts mit der Aufschrift "Wir sind Opel". Vielleicht hätte Angela Merkel noch einmal ihre alten Unterlagen aus ihren Seminaren Politische Ökonomie Kapitalismus hervorholen sollen. Bei Marx kann man so einiges Lernen, wie der Kapitalismus funktioniert. Man kann aber jetzt nur hoffen, dass nicht weiteres Staatsgeld - wiederum mit dem Blick auf die Wahlen in NRW - Opel und GM nachgeworfen wird. So bitter es ist, Opel ist ein Auslaufmodell und den Regionen muss nach neuen Industrien gesucht werden, in denen Arbeitsplätze geschaffen werden. Dafür braucht man das Geld. Strukturwandel beginnt im Kopf und nicht mit Versprechungen. |
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Was heißt hier Missmanagement der Regierung? Wer steht denn hinter dieser Scheinregierung? Unsere so genannten Wirtschaftsbosse und denen geht es ausschließlich um schnelles Geld und wenn es Steuergeld ist. Wer wirklich an einen Verkauf an Magna geglaubt hat, hat nur seine Unwissenheit und Naivität unter Beweis gestellt. Jedem vernüftig denkende Menschen muss klar gewesen sein, das ein Kapltalist niemals an seine eigene Konkurenz verkauft. Und schon gar nicht sein Knowhow. Und erst recht nicht wenn man sich in einem Weltwirtschaftskrieg befindet.
Also Augen auf beim Autokauf, wie mein Vater zu sagen pflegt. MFG |
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Es war vor allem ein Missmanagement im Wahlkampf, aber dass es so schnell nach der Wahl eine so klare Entscheidung gibt, hätte man kaum erwartet, obwohl es prophezeit wurde
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Dem kann ich nur zustimmen, nur hat er ja bereits begonnen der Überbietungswettbwerb der zuständigen Landesregierungern um die Opel-Standorte. GM ist jetzt in der komfortablen Position sich nach dem Raster zu entscheiden: Wir erhalten, was uns nicht zuletzt auch durch entsprechende staatliche Bürgschaften erhaltenswert erscheint.
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Es stellt sich hier eigentlich gleich noch eine weitere Frage, auch mit Blick auf das anstehende Theater um Steuer- und Gesundheitsreform, ob nicht einfach in Deutschland zu oft gewählt wird. Ein Wahltag für Landtags- und Bundestagswahlen - dann würde die Politik mal gefordert sein, sich von dieser Kurzatmigkeit zu befreien.
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Wollte ja der Bundestagspräsident Lammert zumindest für die Regierung im Bund angehen, er hat sich nur leider durch seine ARD-ZDF-Schelte auf einem Themenfeld profiliert, das in dieser Hinsicht völlig irrelevant ist - nun redet erst mal keiner mehr darüber.
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Merkula im Autoland, Milliarden locker von der Hand.
1. 25.000 Arbeitslose, wenn jeder 10.000.- EUR pro Jahr kostet sind das 250 Millionen, das gibt doch der Ackermann seinem Schofför. 2. Ich vermisse in der Diskussion einen Hinweis auf die sog. ÖPNV, also Öffentliche Personen Nah Verkehrsmittel (die gibt es noch !), deren böse Subventionen seit Jahrzehnten zurückgefahren werden. Das äussert sich z.B. darin, das ich hier mitten in Frankfurt, nicht etwa auf dem flachen Land, 1,5 Kilometer bis zur nächsten Strassenbahnhaltestelle zurücklegen muss, auf dem Weg dorthin 3mal eine Strasse überquerend und mehrere Minuten auf beseelt grinsende einzelne Autisten in einer Privat-Staatskarosse wartend. Es ist einfach ein widerlicher Zustand, das die Autofahr-Sucht staatlich derartig subventioniert wird, auf Kosten derer, die sich wie normale Menschen zu Fuss, mit dem Fahrrad oder der Strassenbahn fortbewegen wollen. |
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schrieb am
05.11.2009 um 07:06
"ÖPNV" ist aus meiner Sicht gesundheitsgefährdend.Das gilt aber auch für Autofahren. Was bekanntlich den Anwohnern am meisten Schaden zufügt.
Für Verbrennungsmotoren / Benzin, sehe ich keine Zukunft in den Städten. Im Grunde jetzt schon unzumutbar. Handkarren und E-Karren wären meine Empfehlung für Lastentransporte innerhalb der innenstädtischen Bezirke. Opel ( RIP ) Schade, dass Deutschland keine starke Aussenpolitik betreibt. Denn die Anlagen gehören verscherbelt. In ein Auto-bauer Land, wie z.B. Indien. Die Facharbeiter gehen mit. Die, die wollen & können. Ausreden zählen aber nicht! Als Gastarbeiter. Oder für immer. Deutschland ist eine Export-Nation. Wir exportieren unsere Facharbeiter. E-Karren kaufen wir dann aus indischer Produktion. Oder hat Deutschland noch das Potential, mit OPEL zukunftsfähige Automobile zu entwickeln und zu verkaufen? Geht das überhaupt mit der alten Mannschaft? |
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Lieber Herr Herden,
Danke für die zahlreichen Hinweise darauf, wie sehr Konservative und Liberale, ich rechne einmal den Hauptteil der Rest-SPD auch zu dieser Gattung, nicht nur beständig gegen die eigenen, rhetorisch eisern hochgehaltenen Wirtschaftsprinzipien verstoßen, sondern sich auch von einem Konzern schulmeistern lassen. - Manche Qualitäts-Blätter wollen ja gerne einen Konflikt Obama-Merkel daraus herbei schreiben. Allerdings wirkt die Herrn von und zu Guttenberg medial zugeschriebene "Hellsicht" doch eher ein wenig zu poliert ausgemalt, wenn ich mir überlege, dass eine vom Ex- Wirtschaftsminister so genannte, "gelenkte Insolvenz" gar kein Begriff nach unserem Recht oder nach der Insolvenzpraxis ist. Dabei geht es nämlich wesentlich nur um einen Sachverhalt: Nach bereits geändertem deutschen und schon länger nach amerikanischem Recht, kann eine insolvente Firma länger mit den die Insolvenz beantragenden, Managern weiter arbeiten. - Mit welchen Bandagen die Konflikte dann firmenintern ausgetragen werden, bewiesen ja gerade die prinzipiell uneinigen GM-Bosse, bis sich Einer, nach monatelangem Hickhack, durchsetzte. Das gleiche Spiel erlebten wir beim Niedergang von Arcandor, die gleiche gelenkte Streckung der Abwicklung, bei der Quelle. Letztlich dürfen die Böcke, die den Skandal anrichteten viel zu lange weiter gärtnern, bevor ein Insolvenzverwalter übernimmt. Nur darum geht es bei der euphemistischen Umschreibung, die Herr von und zu Guttenberg einst wählte, die nun in wieder in aller Munde ist. Bei GM-Opel kommen, egal wie die vertraglichen und juristischen Spielregeln aussehen, zunächst einmal riesige Sanierungs- und/oder Abwicklungskosten ins Spiel. Ob es, wie von diversen Wirtschaftsexperten geschätzt. 3, 4,5 oder gar 6 Milliarden Euro sein werden,keiner weiß es, weil weder die Staaten, noch die Medien über ausreichend belastbare Zahlen verfügen. Allerdings. Wäre der Verkauf an Magna gelungen, wären zumindestens die Opel Standorte gesichert. Wie viele Beschäftigte dort zunächst hätten gehen müssen, war schon ziemlich genau ausgehandelt. Sogar die Gegenleistung der Arbeitnehmer war bekannt. - Nun wird der ursprüngliche GM-Konzern Plan wieder aufgenommen, der einen radikaleren Stellenabbau und Standortschließungen vorsieht, jedoch die Rechte aus Forschung und Entwicklung bei GM belässt und die Teile der Produktion sichert, die GM für mittelfristig profitabel hält. Der Haupt-Knackpunkt bei GM ist jedoch, dass trotz staatlichen Eingriffs und staatlicher Absicherung, das Geschäftsmodell und die Firmenstrategie unter den Top-Managern weiterhin umstritten bleibt. Nach heftigen Diadochenkämpfen sezte sich, für eine gewisse Zeit, zwar immer einer durch, aber eine einheitliche Firmenidentität baute sich bei den Spitzenkräften dort nicht auf. Das wird nun fortgesetzt! Ich wage auch einmal eine Prognose und behaupte, das kostet weitere ökonomische Kraft für die Position der Marke GM-Opel am Markt. Die Bundesregierung und die Länderregierungen können sich eine Abwicklung der Opel Standorte, Rüsselsheim käme wohl, mit einem Stellenabbau davon, politisch kaum leisten. Sie werden sich, wenn GM doch weiter machen will, auf Dauer einer Unterstützung der Opel-Sanierung nicht verweigern können, wenn sich der Mutterkonzern GM in der Standortfrage und bei der Zahl der Entlassungen auf das Magna-Planziel zu bewegt. - Dann werden am Ende die gleichen Gelder fließen, die auch für den Magna-Deal zur Verfügung standen. Liebe Grüße und Mahlzeit Christoph Leusch |
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vielen Dank für Ihre Hinweise und Erklärungen, mit der Insolvenz haben Sie vollkommen Recht. Mir ging es mehr um die politische Ausstrahlung eines solchen Vorgangs ein paar Wochen vor einer Wahl, bei es für Merkel, aber auch die SPD einfach besser ins Bild passte, nicht einen insolventen Konzern mit 26.000 gefährdeten Arbeitsplätzen im Nacken zu haben, auch wenn dabei alle sonst geheiligten wirtschaftsliberalen Grundsätzen schlicht ausgeblendet wurden.
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Bravo!
Dem ist nichts hinzuzufügen! Einmal mehr erkennt man,das wir in einer Bananenrepublik leben! -Diesen Satz hätte ich vor 2o Jahren so noch nicht über die Lippen gebracht,aber langsam wächst die Weisheit- |
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"Aber es war doch abgemacht, ein gewisser John Smith hatte es mir versprochen..."
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Lieber Lutz Herden,
inzwischen läßt sich ahnen, das selbst mit Magna (16 % der Aufträge bei Magna von GM) immer ein und derselbe Verhandlungspartner am Tisch der Opel- Treuhand saß, nämlich GM, um sich und Opel über das eigene Insolvenz- Crash Verfahren nach US- Chapter Eleven zu retten. tschüss JP |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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