Eigentlich sollten wir unsere Lehren aus dem Irak-Krieg gezogen haben. Um nichts anderes sollte es schließlich im britischen Chilcot-Untersuchungsausschuss gehen. Die Signale aus dem Nahen Osten besagen jedoch, dass sich all dies noch einmal wiederholen könnte. Die USA verstärken ihre Militärpräsenz am Golf und verkaufen Waffensysteme im Wert vieler Milliarden Dollar an verbündete arabische Staaten wie Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Qatar und Bahrein, die Batterien mit Patriot-Raketen erhalten. Saudi Arabien spendieren die Amerikaner eine 30.000 Mann starke Schutztruppe, um Ölförderanlagen und Häfen zu sichern. Die Emirate allein haben 80 F16-Kampfflugzeuge geordert, mit denen sie nach Ansicht von US-Kommandeur General Petraeus „die gesamte iranische Luftwaffe außer Gefecht setzen“ könnten.
Plattform für Blair
Die USA beharren zwar darauf, die Aufrüstung diene allein Verteidigungszwecken, man wolle Iran abschrecken und Israel beruhigen. Aber der Strategiewechsel lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Gerade erst warnte Präsident Obama Teheran vor „Konsequenzen“, die eine Fortsetzung des Atomprogramms haben könnte und brachte Iran mit Nordkorea in Verbindung wie George W. Bush in seiner „Achse des Bösen“-Rede im Jahr 2002.
Die Parallelen zum Vorspiel der Irak-Invasion sind unverkennbar. Wie in den Jahren 2002 /203 erzählt man uns, ein diktatorisch geführtes Land in Nahost entwickle im Geheimen Massenvernichtungswaffen, widersetze sich den UN-Sanktionen, verhindere Inspektionen, bedrohe seine Nachbarn und unterstütze den Terrorismus. Wie im Fall des Irak gibt es für all das keine Beweise, auch wenn in den Massenmedien immer wieder aus der Luft gegriffene Gerüchte über geheime Programme kursieren.
Wem die Parallelen noch nicht deutlich waren, dem machte sie der frühere britische Premier Blair bei seinem Auftritt vor dem Chilcot-Untersuchungsausschuss unmissverständlich klar. Weit davon entfernt, Reue für das Blutvergießen zu zeigen, das er angerichtet hat, wurde dem Ex-Premier gestattet, aus einer strengen Befragung eine Plattform für Kriegspropaganda gegen den Iran zu machen. Er lieferte den Beweis dafür, dass sich der Neokonservatismus bester Gesundheit erfreut. Aus der Tatsache, dass sich im Irak keine Massenvernichtungswaffen hatten finden lassen, leitete er ab, man müsse im Falle des Iran dennoch genau so verfahren. Ein unterstellter Vorsatz und die potentielle Fähigkeit zur atomaren Rüstung sind ihm offenbar ausreichende Gründe für einen Krieg. Blair erwähnte Iran 58 Mal und erklärte, die Notwendigkeit, sich dieses Staates anzunehmen, werfe ähnliche Fragen auf wie seinerzeit im Blick auf den Irak.
Blair ist nicht der Einzige, der die Kriegstrommeln rührt. Daniel Pipes, ein weiterer Neokonservativer aus der Zeit George W. Bushs, schrieb vor einer Woche, der einzige Weg für Obama, seine Amtszeit zu retten, bestehe in der Bombardierung Irans und der Zerstörung seiner Nuklearkapazitäten. Dies würde lediglich einige wenige Bodentruppen erfordern.
In Wahrheit wäre ein solcher Angriff potentiell noch zerstörerischer als der Einfall im Irak. Iran ist fähig, Vergeltungsschläge zu führen. Die iranische Demokratiebewegung käme zum Stillstand. Iran ist ein geteiltes, autoritär regiertes Land, das momentan hart gegen die Opposition vorgeht. Es ist aber keine Diktatur nach Art des Regimes von Saddam Hussein. Anders als der Irak, Israel, die USA oder Großbritannien hat Teheran kein anderes Land angegriffen oder besetzt, dafür aber zwei ihm feindlich gesonnene Atommächte in direkter Nachbarschaft. Und allen hetzerischen Reden Ahmadinedjads zum Trotz sind es Israel und die USA, die sich die Möglichkeit eines Angriffs auf den Iran vorbehalten – nicht anders herum.
Israel will handeln
Die Internationale Atomagentur IAEA konnte bisher keinerlei Beweise für die Behauptung finden, der Iran versuche, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Der US-Geheimdienst selbst fand heraus, dass das angebliche Atomwaffenprogramm 2003 eingestellt wurde, auch wenn dies nun dem neuen Klima entsprechend anders bewertet wird. Die iranische Führung hat lange an der These festgehalten, sie habe kein Interesse an Atomwaffen, auch als viele sie verdächtigten, zum atomaren Schwellenland aufsteigen zu wollen. In Anbetracht der jüngsten Geschichte der Region wäre das kaum verwunderlich.
Für die US-Regierung besteht das eigentliche Problem aber wie zu Bushs Zeiten in der Unabhängigkeit des Iran in einer der schwierigsten Regionen der Welt, in der sich die Situation durch den Irak-Krieg aus amerikanischer Sicht noch verschlechtert hat. Die Signale aus Washington sind uneindeutig. Der Direktor der Nationalen Nachrichtendienste deutete am 2. Februar an, wenn der Iran Atomwaffen herstellen wolle, könne man nichts dagegen tun. Vielleicht ist die Verstärkung der Militärpräsenz am Golf auch nur Säbelrasseln. Ein Regierungswechsel in Teheran wäre der US-Regierung mit Sicherheit lieber als ein Krieg.
Israel dürfte aber auch in einem solchen Fall kaum einlenken und das Risiko, dass die USA und ihre Verbündeten bei einem eventuellen israelischen Angriff die Konsequenzen mit zu tragen hätten, wäre sehr groß. Wie sich im Fall des Irak gezeigt hat, können die Positionen von Außenseitern schnell zum Mainstream werden. Wenn wir eine Wiederholung der Katastrophe verhindern wollen, müssen wir jetzt Druck aufbauen, um einen Krieg gegen den Iran zu verhindern.
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Merkel und Druck aufbauen?
Oder, wie ist das gemeint? Der lapidare Nebensatz bedarf der Interpretation. |
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In den Reden Ahmadinedjads geht es um nichts weniger, als um die Zerstörung Israels, also um die Auslöschung der Juden. Mit einer Atombombe könnte er das.
Der "gemäßigte" Rafsandschānī sagte im Dez 2001: „Sollte eines Tages auch die islamische Welt Waffen besitzen, die Israel bereits besitzt, dann würde die Strategie der Imperialisten zu Stillstand kommen, weil eine einzige Atombombe in Israel alles zerstören würde. Jedoch würde dies nur der islamischen Welt schaden. Es ist nicht irrational, solch eine Möglichkeit in Erwägung zu ziehen.“ Kann der Autor Seumas Milne eine Garantie abgeben, dass Amadinedjad die iranischen Androhungen nicht wahr macht? |
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Wenn sich ein Land wie der Iran jahrelang diese Rhetorik anhören muss, finde ich es verständlich, dass man zu dem Schluss kommt, eine Atombombe im Keller zu haben, würde sich auf die Angriffslust der Gegenseite abkühlend auswirken. Ein Land, das miterlebt wie seine beiden Nachbarn unter fadenscheinigen Vorwürfen überfallen und besetzt werden, kann durchaus mal etwas empfindlich reagieren.
Die Frage ist jedoch, ob der Iran wirklich an einer Bombe baut oder ob es ihm nur genauso unterstellt wird wie seinerzeit dem Irak. I.Ü.: es bleibt - ceterum censeo - die Frage, warum sich niemand an der isrealischen Bombe stört - vor allem, wenn man lesen darf, welche Leute dort derzeit an der Macht sind. |
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schrieb am
09.02.2010 um 11:11
Mit der Bombe leben
Iran wäre als Nuklearmacht nicht gefährlicher als Nordkorea, Israel oder die USA. So schreibt der israelische Militärhistoriker van Creveld in der "Zeit". Aber lesen Sie selbst. Übrigens, wenn es so ist, wie es Christoph von Marschall in einem Beitrag beschreibt: Zitat: "Dann droht eine nukleare Rüstungsspirale im Mittleren Osten, darin sind sich die Fachleute einig. Und die wäre weit gefährlicher als die atomare Konfrontation im Kalten Krieg. Die Sorge ist nicht, dass die Mullahs in Teheran oder ihre Nachbarn so irrational wären, bewusst einen Atomkrieg anzufangen." Hört, hört, aus dem Munde eines strammen Altlantikers, mit dem Ohr an der Macht und der Diplomatie. Na wer sagt es denn. Man muss es nur einmal aussprechen. Warum wird aber immer das Gegenteil propagandistisch behauptet und verbreitet. Cui bono? "Aber es gibt nicht mal ansatzweise die vertrauensbildenden Maßnahmen und Vorsorgemechanismen, auf die sich Ost und West einigten, um zu verhindern, dass sich die fatale Kette aus Erstschlag und Gegenschlag unbeabsichtigt in Gang setzt. Angstschweiß löst auch die Sorge aus, spaltbares Material könne in die Hände jener islamischen Extremisten geraten, denen Iran heute schon Waffen liefert." Wenn dem allerdings so ist, dann stellt sich die Frage "Wie gehen wir mit Pakistan um" viel dringender. Im "Cicero" bemüht sich Seymour M. Hersh - mittels einer Spurensuche - dieses Problem zu verdeutlichen. Auch dort wird das eigentliche Problem beschrieben, sichtbar: Wie gehe ich mit meinem Gegenüber um, wie behandele ich meine Partner, Verbündete! Insbesondere in einer Krisenregion. Ach ja, wie schreibt doch van Creveld weiter: "Schließlich könnte Israel, das Iran jahrelang bedroht hat, noch nicht einmal auf einen Überraschungseffekt setzen. Während der Irak im Jahre 1981 und Syrien 2007 leichte Ziele waren, ist Iran durchaus gerüstet. Die Angreifer hätten mit schweren Verlusten und mit Vergeltungsschlägen von Iran und Hisbollah gegen Israel zu rechnen." und zu guter Letzt: "Schließlich wäre ein Angriff auf Iran ein äußerst riskantes Unterfangen. Ob ein solcher Angriff die Nuklearpläne Teherans zerschlagen würde, ist zu bezweifeln. Dass es den Nahen Osten in Brand setzen würde, möglicherweise mit katastrophalen Folgen für einen großen Teil der Welt, das ist hingegen so gut wie sicher." Über diese Sichtweisen sollte zumindest intensivst nachgedacht werden, wenn nicht sogar mehr. |
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Das ist Israels Problematik:
Soll man zusehen bis ein Verrückter wie Ahmadinedjad mit seinen islamfaschistischen Freunden Zugriff auf die Atombombe hat oder soll man dies militärisch verhindern, was die oben beschriebenen Folgen hätte? Der bessere Weg wäre wohl den Iran zu isolieren und u. a. die Opposition zu unterstützen. Da macht von den westlichen Ländern vor allem Deutschland nicht mit. Die Gründe dafür sind in Matthias Küntzels Buch "Die Deutschen und der Iran" nachzulesen. www.matthiaskuentzel.de/contents/kategorie/20/ |
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schrieb am
09.02.2010 um 23:59
Denke es wäre nützlich, dem auserwählten Volk einmal klar zu machen, daß auch die anderen Völker in der Region ein Existenzrecht haben. Und solange das auserwählte Volk mit seiner durchaus illegalen "Bombe" droht, sollte man den unmittelbaren Nachbarn nicht verübeln, wenn sie sich dagegen auf vergleichbaren Niveau zur Wehr setzen wollen.
Warum verfolgt man den iranischen Vorschlag für einen atomwaffenfreien Nahen Osten nicht konsequent? |
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Der entscheidende Unterschied ist: das "auserwählte Volk" hat noch nie bekundet, den Iran aus rassistischen Motiven auslöschen zu wollen oder sonst dessen Existenzrecht bestritten. Bisher hat noch kein israelischer Regierungsvertreter erklärt, der Iran sei ein "Schandfleck", der "von der Landkarte gefegt" gehöre. Es hat auch noch niemand (wie umgekehrt ebenfalls Ahmadinedschad) vorgeschlagen, die iranische Bevölkerung solle nach Alaska oder Kanada deportiert werden.
Im Iran und diversen arabischen Staaten wird dagegen schon Schulkindern beigebracht, "der große und der kleine Satan" (USA und Israel) seien an allem Übel in der Welt schuld. Vielleicht liegt der entscheidende Unterschied ja darin, dass Israel eine Demokratie ist und der Iran ein "Gottesstaat". Wie auch immer, ich gestehe Israel das Recht zu, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um der Auslöschung zu entgehen. |
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@ der Donnerstag
Das tut gut, hier einen solchen Kommentar zu lesen. Danke. Übrigens bleibt es mir weiterhin ein Rätsel wie aufgeklärte, evt. "linke" Menschen einen Staat wie den Iran moralisch verteidigen können. Ein Staat der Frauen (oft vergewaltigte) wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr oder Homosexuelle (auch Minderjährige) öffentlich an Baukränen am Strang hinrichtet. Ein Staat der den Holocaust leugnet. Ein Staat der Menschen nach einem Warenhausdiebstahl die Finger abhackt... eine Fatwa gegen Salman Rushdie aussprach, die immer noch gilt ... ... im Irak-Krieg 10-jährige Kinder in Mienenfelder laufen ließ, wodurch 100.000 zerfetzt wurden, übrigens auch gegen den Willen der Eltern … der ab 1979 tausende Regimegegner hinrichten ließ, vor allem „Linke“ … usw. usw. Es ist aber auch schwer zu verstehen… |
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schrieb am
10.02.2010 um 13:35
@fidelche
Das fasziniert mich auch immer wieder. Wie das geht, kannst Du u.a. hier studieren: www.redglobe.de/naher-a-mittlerer-osten/iran/3532-staatliche-morde-im-iran-dienen-in-deutschland-zur-kriegspropaganda Kurze Zusammenfassung: die westlichen Medien lügen, die staatlich gelenkten iranischen sagen die Wahrheit. Wenn letztere Regimegegnern, die an Demos teilgenommen haben, irgendwelche Bombenanschläge unterschieben, wird das schon stimmen. Muss ja ... Und was dem Ganzen die Krone aufsetzt: Wer sich im Iran für mehr Freiheit und Demokratie einsetzt, ist ebenso schlimm wie "Chemie-Ali". |
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unterirdisch
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Ich kann auch nicht verstehen, wie vermeintliche Linke die iranischen Vernichtungsdrohungen und Holocaustleugnereien im Namen des Antiimperialismus ganz einfach ignorieren können. Herr Milnes nennt die Unabhängigkeit Irans, die das Imperium herausfordere, als Ursache und Triebkraft für den Bellizismus des Westens. Ich würde gerne einmal wissen, worin diese Unabhängigkeit denn eigentlich bestehen soll. Den Kapitalismus bedroht der Gottesstaat jedenfalls nicht und zumindest mit dem großen Satan USA wird (noch) recht intensiv Handel getrieben, von der BRD ganz zu schweigen.
Man kann gegen einen Krieg gegen den Iran sein UND die Ängste der Israelis ernst nehmen. Ich jedenfalls kann darin keinen Widerspruch erkennen. Herrn Milnes sind die iranischen Drohungen und der Antisemitismus Ahmadinedschads aber nicht der Rede wert. |
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Ich kann auch nicht verstehen, wie vermeintliche Linke die iranischen Vernichtungsdrohungen und Holocaustleugnereien im Namen des Antiimperialismus ganz einfach ignorieren können. Herr Milnes nennt die Unabhängigkeit Irans, die das Imperium herausfordere, als Ursache und Triebkraft für den Bellizismus des Westens. Ich würde gerne einmal wissen, worin diese Unabhängigkeit denn eigentlich bestehen soll. Den Kapitalismus bedroht der Gottesstaat jedenfalls nicht und zumindest mit dem großen Satan USA wird (noch) recht intensiv Handel getrieben, von der BRD ganz zu schweigen.
Man kann gegen einen Krieg gegen den Iran sein UND die Ängste der Israelis ernst nehmen. Ich jedenfalls kann darin keinen Widerspruch erkennen. Herrn Milnes sind die iranischen Drohungen und der Antisemitismus Ahmadinedschads aber nicht der Rede wert. Was er mit "Druck aufbauen" meint, ist mir ebenfalls schleierhaft – noch einseitiger israel der Aggression zu bezichtigen als er dies schon seit langem tut, geht jedenfalls kaum. |
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Ich kann auch nicht verstehen, wie vermeintliche Linke die iranischen Vernichtungsdrohungen und Holocaustleugnereien im Namen des Antiimperialismus ganz einfach ignorieren können. Herr Milnes nennt die Unabhängigkeit Irans, die das Imperium herausfordere, als Ursache und Triebkraft für den Bellizismus des Westens. Ich würde gerne einmal wissen, worin diese Unabhängigkeit denn eigentlich bestehen soll. Den Kapitalismus bedroht der Gottesstaat jedenfalls nicht und zumindest mit dem großen Satan USA wird (noch) recht intensiv Handel getrieben, von der BRD ganz zu schweigen.
Man kann gegen einen Krieg gegen den Iran sein UND die Ängste der Israelis ernst nehmen. Ich jedenfalls kann darin keinen Widerspruch erkennen. Herrn Milnes sind die iranischen Drohungen und der Antisemitismus Ahmadinedschads aber nicht der Rede wert. Was er mit "Druck aufbauen" meint, ist mir ebenfalls schleierhaft – noch einseitiger Israel der Aggression zu bezichtigen als er dies schon seit langem tut, geht jedenfalls kaum. |
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schrieb am
13.02.2010 um 22:29
Verehrter Donesrstag,
offensichtlich kommen sie in ihrer "Argumentatation" ohne die inzwischen offenbaren Falschübersetzungen nicht aus. Was wiederum den Verdacht stärkt, diese Passagen Ahmadinedschad seien nicht ganz zufällig falsch übersetzt worden. Zur Abwechslung könnten sie sich mit einigen Äußerungen des amtierenden israelischen Außenministers hinsichtlich seines favorisierten Umgangs mit Palistinensern beschäftigen. Wenn sie Probleme mit dem großen und dem kleinen Satan haben, sollten sie sich an den Deutschen Papst wenden, der allen Nichtkatholiken Unvernunft unterstellt. Vielleicht liegt der entscheidende "Unterschied ja darin, dass Israel eine Demokratie ist und der Iran ein "Gottesstaat"." Das wird es sein. Auch daß die moralischste Armee Welt das Eigentum eines besetzten Volkes nicht ausschließlich mit Präzisionsbomben zerstört, sondern mit ganz zivilgesellschaftlichen Bolldozern. Welche Macht hast du denn, Israel irgendwelche "Maßnahmen" zuzugestehen oder zu verbieten? Das ist anmaßende Hochstapelei. |
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schrieb am
13.02.2010 um 22:49
"Das tut gut, hier einen solchen Kommentar zu lesen. Danke."
Kann ich verstehen. Wer solch Krude Thesen verbreitet, wie sie im Rest igres Eergusses, wird nicht oft auf Zustimmung stoßen. Da sie offenbar selbst einfache Zusammenhänge nicht verstehen können oder wollen: es geht mir keineswegs um die "moralische Verteidigung" eines Staates. Es geht mir schlicht um die Respektierung des Völkerrechts. Darauf hat auch der Iran Anspruch. Wenn sie mich deswegen für einen "linken" Menschen halten, beweist das nur, daß selbst sie nicht (mehr) glauben, die "Mitte", die zu repräsentieren unser Kanzlerin vorgibt, Völker- und Menschenrechte nur noch als Propagandainstrument benutzen. |
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schrieb am
15.02.2010 um 13:58
@saxonia
Der Einfachheit halber hier noch einmal mein Beitrag zum Blog von fidelche von gestern: ... Ahmadinedschad sagte tatsächlich, Israel müsse "von der Landkarte getilgt" werden. Falsch übersetzt wurde diese Aussage von Katajun Amirpur, die dem Satz seine Schärfe nahm. Siehe: www.sueddeutsche.de/kultur/450/437195/text/ Ich kann zwar kein Persisch, angesichts der Tatsache, dass der staatliche Iranische Rundfunk in seinem englischsprachigen Programm von "wipe of the map" sprach, nehme ich aber an, dass der Satz auch genauso gemeint war. Anmaßend finde ich es, die Meinung zu vertreten (und darum geht es hier, Macht haben wir alle als Einzelne nicht), die Hamas dürfe Israel ruhig mit Terroranschlägen und Raketenangriffen drangsalieren. Es handele sich ja schließlich um einen "asymmetrischen Konflikt". Und Israel solle sich gefälligst mit "diplomatischen Mitteln" dagegen wehren oder mit Wattebällchen werfen. Den Vergleich von Ahmadinedschad mit dem Papst finde ich etwas unpassend. Meines Wissens hat der Papst bisher noch keine Oppositionellen foltern und hinrichten lassen, er finanziert keine Terroristen, unterhält keine Schlägerkommandos, die auf die Einhaltung der (Doppel-)Moralbestimmungen achten. Er veranstaltet auch keine "Holocaust-Konferenzen", in denen führende Neonazis aus aller Welt ebenjenen leugnen. |
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in den anmerkungen zur eskalierenden situation ist mit keinem wort vom iranischen öl die rede. obschon im fall des irak durchaus das strategische spiel um ressourcen und positionen für die eigentliche entscheidungsschlacht zwischen dem osten und dem westen oder usa und china gesehen wurde. die herren spielen schach auf dem weltbrett. auf das eine oder andere bauernopfer mehr oder weniger kommt es dabei nicht an. solange niemand dieses imperialistische spiel verhindert oder verbietet, wird es weitergehen.
ist es nicht auffällig, dass chinas führung weniger nervös auf irans politik reagiert als der westen? china liegt geografisch aber viel näher am iran. die kommentatoren, die sich auf die eine oder andere seite schlagen, übersehen, dass etwas mehr auf dem spiel steht als befürchtet. es geht um die menschheit und ihre zukunft. die alte politik des machtinstinkts ist am ende. mehr aber steht den regierenden nicht zur verfügung. wenn es nicht bald eine weltbewegung gegen diese bronzezeitliche dauerrauferei der halbstarken mit der militärischen keule geben wird, wenn nicht sehr bald vernunft und gewissen in die durchsichtigen händel eingreifen und auf ein erträgliches maß zurückführen, haben alle miteinander im globalen dorf keine überlebenschance. die us-amerikanische machtpolitik geht einher mit der aufrüstung möglichst vieler staaten. kein staat produziert und verkauft so viel waffen wie die usa. ob das im sinne des weltfriedens ist, hat sich hier niemand gefragt. der atomwaffensperrvertrag, auf den sich der westen beruft, wird von keinem land eingehalten. auch nicht von den usa. er sollte angeblich die weitergabe von atomwaffen(technik) verhindern und alle atommächte zur abrüstung verpflichten. weder das eine noch das andere hat funktioniert. konsequenzen sind nicht zu erkennen. der machtinstinkt verfährt irrational und gewissenlos. kommt zur vernunft, jungs, bevor es zu spät ist! |
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Es ist ein beliebtes, stets wiederkehrendes Propagandamittel, den Gegner zu dämonisieren. Nach Milosevic/Jugoslawien, S. Hussein/Irak wird nun Ahmadinedschad/Iran zum neuen 'Hitler' mit islamfaschistischen Freunden, die Israel auslöschen wollen. Seltsamerweise werden die arabischen Staaten, die Israel mindestens genauso feindlich gegenüber stehen, sich nur rhetorisch zurückhaltender geben (oder es wird nicht an die große Glocke gehängt?) aber zur Zeit für xMilliarden Dollar mit Waffen modernster Art beliefert. Die in mittelalterlichen Glaubensstrukturen verhafteten Wahabiten im autoritär regierten Saudi-Arabien, pflegen Verstöße gegen ihren Aberglauben eher schärfer zu ahnden, als die iranischen Gottesstaatler. Sie gelten allerdings als befreundet, Bin Laden hin, Osama her.
Es gibt heute 23 bis 24 000 Atomsprengköpfe auf der Welt. Davon verfügen die USA über ca. 10 000. Israel über 100, davon einige auf U-Booten, also seegestützt. Iran verfügt über Null. tinyurl.com/yardhsp Die USA haben über den ganzen Globus verteilt über 700 Militärstützpunkte, Flugzeugträger und U-Boote mit Atomwaffen. Israel hat -gezwungenermaßen - ein halbes Dutzend Angriffs- und Verteidigungskriege geführt. Die USA seit dem Weltkrieg über ein Dutzend Angriffe in Form von 'bewaffneten Interventionen' und Kriegen. Iran hat einen opferreichen Verteidigungskrieg führen müssen. Seit Jahrhunderten niemanden angegriffen. Welche Bewohner welchen Staates müssten sich demzufolge bedroht fühlen? Zu schlechter Letzt: Sollte der Iran tatsächlich in einigen Jahren - solange dauerte es auf jeden Fall - über Atomsprengköpfe verfügen, kann jemand, dessen Kopf nicht von Propaganda völlig vernebelt ist, tatsächlich annehmen, die Machthaber dort würden selbstmörderisch einen Angriff gegen eine überwältigende Übermacht beginnen? |
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schrieb am
10.02.2010 um 12:04
Die Frage ob die Machthaber so selbstmörderisch handeln würden, beantworten die Bellizisten schon gleich mit, sie bezeichnen den "Auserkorenen", den aufgeblasenen Popanz einfach als "VERRÜCKTEN", was schon irrationales Handeln begründet.
Aber noch einmal möchte ich auf einen jiddischen Witz [Uri Avnery sei gedankt] hinweisen, der viel über das Denken, über eine Geisteshaltung aussagt: Zitat: Fast jeder Jude kennt den Satz: „Töte einen Türken und dann ruh’ dich aus.“ Hier ist die ganze Geschichte: Im zaristischen Russland wurde ein junger Jude einberufen, um gegen die Türken zu kämpfen. Seine Mutter nahm am Bahnhof tränenreichen Abschied von ihrem Sohn und bat ihn inständig: „Überanstrenge dich nicht! Töte einen Türken und dann ruh’ dich aus. Töte einen anderen und ruh’ dich wieder aus …“ „Aber Mutter!“ unterbricht ihn der Junge. „Was dann, wenn der Türke mich tötet?“ „Dich tötet?“ ruft die Mutter in schierem Unglauben aus, „aber warum, was hast du ihm denn getan?“ |
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1.Es ist richtig dass der rot-grüne Angriffskrieg gegen Milosevic/Jugoslawien völkerrechtswidrig, grundgesetzwidrig, kurz gesagt ein Verbrechen war.
2.Es ist richtig dass der Krieg gegen S. Hussein/Irak falsch war, obwohl Hussein im Gegensatz zu Milosevic ein Verbrecher war der es verdiente „abgelöst zu werden. Durch diesen Krieg wurde der Iran zur „Nummer Eins“ in der Region. 3.Es ist richtig dass Saudi-Arabien ein übler „Gottes“- Staat ist, vergleichbar mit dem Iran. Der Unterschied ist: a)Der Iran hat mehrmals angekündigt Israel zu vernichten. b)Der Iran arbeitet an der Atombombe im Gegensatz zu Jugoslawien, Irak, und Saudi Arabien! c) Der Iran unterstützt die Hisbollah. Der Iran greift über die Hisbollah andere Länder an. Im Iran werden Kämpfer der Hamas von Offizieren der Revolutionären Garden im Terrorkampf ausgebildet. Ich empfehle in dem Zusammenhang einmal die“ Charta der Hamas“ zu lesen! d)Fanatischen religiösen Regierungen, wie der Iran, ist der Einsatz einer Atombombe eher zuzutrauen als säkular strukturierten Regierungen wie Frankreich, Israel usw. e)„Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“. Derartige Ideologie und die Atombombe ist ein Gemisch, bei dem nicht nur Auschwitzüberlebenden Übel wird. Dass westliche Länder, vor allem die USA und Deutschland, nicht unschuldig (vorsichtig ausgedrückt) an der islamischen Bedrohung sind, ist klar und wird zu wenig diskutiert. Als Beispiel dafür ist die Rolle des Westens im Krieg der Sowjetunion gegen die Mujahedin in Afghanistan anzuführen. Khomeini wäre ohne den Westen, der Angst vor dem Kommunismus hatte, nie im Iran an die Macht gekommen. Deutschland unterstützt den Iran seit über hundert Jahren den Iran durch Hermes Kredite, Warenlieferungen aller Art. Zum Ärger der USA, GB und Frankreich. |
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Super Witz.
Ich dachte aber immer, den hat Moishe Friedman im Dezember 2006 in Teheran zum Besten gegeben. |
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im unterschied zu Iran ist mir zu Israel noch nie bekanntgeworden, dass von dort aus ein schreiben an die atomkontrollbehörde gegangen wäre. was natürlich nix heißen will. die einen lügen vielleicht schriftlich, die anderen lügen vielleicht durch schweigen.
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Rahab: die Israelis haben ja mit der Behörde auch nichts zu tun, weil sie im Gegensatz zum Iran das Abkommen nicht unterschrieben haben *hüstel*
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schrieb am
10.02.2010 um 13:48
@SchmidtH
Ob Ahmadinedschad oder Chamenei "verrückt" sind, ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob sie die Atombombe u.U. einsetzen würden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie das machen. Etwa wenn ihr Regime unmittelbar vor dem Sturz steht. Wenn dann der ganze Iran dabei hops geht, ist das ja nicht so tragisch, da dann alle als Märtyrer ins Paradies kommen - wo sie von unzähligen zum Vögeln bereiten Jungfrauen empfangen werden. (Nee, überhaupt nicht verrückt, diese Vorstellung). Ebenso wie seinerzeit die von fidelche erwähnten Kinder, die im Krieg gegen den Irak verheizt wurden. Für die Möglichkeit, dass der Iran die Atombombe einsetzt, spricht auch, dass A. schon mehrfach erklärt hat, Israel müsse "von der Landkarte" verschwinden. Aber das ist natürlich gar keine Drohung. Der arme Iran wird ja bedroht - von der "amerikanisch-zionistischen Weltverschwörung". Nur zu verständlich, dass A. sich dagegen u.a. mit einer "Holocaustkonferenz" zur Wehr setzt, um noch mehr Gründe an den Haaren herbeizuziehen, um Israel die Existenzberechtigung abzusprechen. Und wenn Israel schon die A-Bombe besitzt, warum nicht auch der Iran? Ja, warum eigentlich nicht? Warum nicht auch irgendwelche Warlords in Somalia oder Afghanistan? Die würden doch niemals ... |
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schrieb am
10.02.2010 um 14:01
Na dann will ich ihnen ein wenig auf die Sprünge helfen.
Zitat: Schließlich leitet ihn das lächerliche Verhalten immer und überall Antisemitismus zu vermuten. Trotzdem können diese Witze sehr lustig sein: "Schmuel, was hast du im Radiogebäude gemacht?" "Mi-mi-mich u-um die Sch-sch-stelle des A-a-a-ansagers beworben." "Und? Hast du sie bekommen?" "N-n-nein! Da-das s-sind alles A-a-antisemiten!" Verstanden? ;-) |
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@SchmidtH.
Herrlicher Witz! |
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Bitte mal jetzt, gibt es eine Armee auf diesem armen kleinen Planeten, der den Iran angreifen könnnte ?????? hey, das sind so 100 Milllionen, die zu Recht gegen den amerikanischen Kapitalismus eingestellt sind, hihi, vor allem nicht so ein einfaches Ding wie Irak, nach ner lockeren Massenvernichtungswaffen-Lüge, owa, ich bin abs gespannt wie der President Osama das löst. (Kicher) Mit diesen Flugzeugträgern sicher nicht, da kann er maximal nach Südamerika einmarschieren.
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Ist es nicht interessant, das der vielgepriesene Obama diesen Krieg beginnen wird??
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Eine gute Bekannte von mir ist Iranerin. Sie hat den Sturz des Schahs, die Revolution und die Folgen ein paar Jahre mit erlebt. Schläge der Sittenwächter und die Angst sind ihr gut in Erinnerung. Ihre Eltern leben noch im Iran. Anfang der Woche fragte ich sie nach ihrer Meinung, wegen einer Sache zum Thema Islam. Wir kamen dann auf das Thema Schah, Revolution, USA; CIA usw. und, dass die Opposition gegen das Mullah-Regime sehr aktiv ist, obwohl die Aktivisten in Lebensgefahr schweben. Gerade jetzt zum Jahrestag werden viele junge oppositionelle Iraner in den Gefängnissen gefoltert und erhängt. Ich kann gar nicht berichten, wie sich ihre Schilderungen auf mich wirkten, aber ich kann in etwa nachfühlen, wie es sein muss, jahrzehntelang Opfer von politischen Wirrungen und Unterdrückung zu sein. Grauenhaft! Aus diesem Grund wünscht man sich die Unterstützung des Westens für die Opposition und einen Regimewechsel im Iran.
Doch das Gespräch zeigte auch klar, dass man zwischen Guten und Bösen nicht wirklich einwandfrei unterscheiden kann. Natürlich sind die USA, GB und Israel nicht unschuldig an der Entwicklung des Pulverfasses im Nahen und Mittleren Osten. Und ganz bestimmt hilft weder Geschichtsvergessenheit, noch können propagandistische Parolen einzig ausschlaggebend für Bewertungen und Beurteilungen des Irans sein. Fakt ist, der Iran hat als Staat, wie jedes andere Land, ein Recht, die eigenen politischen und wirtschaftlichen (Sicherheits-) Interessen zu sichern und zu vertreten. Sie haben aber genauso wenig wie die USA, Israel und ihre Verbündeten das Recht, sich aus politstrategischen Gründen die Welt nach ihrem Geschmack zurecht zu terrorisieren, zu putschen, zu morden oder zu bomben. Es gehtin erster Linie um knallharte Interessenkonflikte und um sonst rein gar nichts. Ich jedenfalls werde einen Teufel tun und für irgendeinen dieser Staaten Partei ergreifen. |
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Mittlerweile seit mehr als 30 Jahren andauernde Bedrohungsszenarien des Westens gegenüber dem Iran fördern dort Kräfte wie Ahmadinejad, dessen Reden übrigens gern falsch oder missinterpretiert übersetzt werden.
Andeutungen israelischer Regierungen, dass es leicht sei, mit gezieltem Bombardement binnen eines Tages Irans Atomprogramm zerstören zu können, alarmiert die Menschen im Iran und bringt sie Politikern wie Ahmadinedjad näher unhd verhelfem ihm zu Mehrheiten. Jeder weiß, dass Israel über Atomwaffen verfügt, wie auch Irans Anrainer Pakistan und andere Länder, trotz Atomwaffensperrvertrag. Ich habe keine Ahnung, ob der gegenwärtige Iran Atomkraft nur friedlich nutzen will oder auch militärisch. Ich vermute beides und kann das nachvollziehen. Der Iran scheint mir politisch bedeutend stabiler zu sein als der atomar bewaffnete Nachbar Pakistan, dessen Politik mehr und mehr von den USA bestimmt wird. Wenn es zu einem Militärschlag gegen den Iran kommen sollte, dürften sich die USA selbst formell da raushalten. Ich weiß nicht, wann es zuletzt einen Angriffskrieg des Iran gegeben hat. An einen Krieg des damaligen US-Satrapen Saddam Hussein kann ich mich gut erinnern, waffentechnisch gut ausgerüstet. Der Iran fördert sehr viel Erdgas und einiges Öl. An den Iran grenzen Irak und Afghanistan, beide kontrolliert von den USA. |
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Und dass fidelche den Donnerstag so liebevoll willkommen heißt - der eine tut dem anderen gut - amüsiert mich sehr. Fidel & Che, welch eine geschickte eines Nicknamens, um's den Linken mal zu zeigen, wo's lang geht.
Auch Holger Hutt finde ich nach seinen diversen Kommentarversuchen irgendwie noch drolliger als zuvor. Wenig Ahnung vom Thema und erneut den von ihm übersetzten Autor des Guardian in die Pfanne hauend. Stark, so was. |
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welch eine geschickte WAHL eines Nicknames, hätte ich gern schreiben wollen
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schrieb am
16.02.2010 um 02:30
Mich amüsiert es sehr, wenn jemand dermaßen selbstgerecht Urteile über andere User fällt. Wie kann man nur mit so jemandem wie w. übereinstimmen? Mitleid?
Wenn jemand dagegen einen ausgewiesenen Diktator, Mörder und Holocaust-Leugner wie Ahamdinedschad toll findet, dann hört es für mich auf. (Bei Neonazis wie ... und ... würde mich so eine Einstellung nicht wundern.) Ich schwanke da zwischen Ekel und Mitleid. Denn entweder derjenige wünscht tatsächlich, wie A., die Ausrottung Israels oder er ist einfach granatenblöd. |
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Wo fand hier denn jemand Ahmadinejad toll?
Granatenblöd? Na ja, geschenkt. |
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schrieb am
17.02.2010 um 13:40
@weinsztein
Ich finde es nur etwas auffällig - vorsichtig ausgedrückt - , dass in diesem Zusammenhang immer wieder auf die angeblich falsche Übersetzung von A.'s Aussage, Israel müsse "von der Landkarte getilgt werden" ("wiped off the map" übersetzte es IRIB) hingewiesen wird. Vor allem, wenn dann auch noch behauptet wird (von saxonia, weiter oben), außer dieser angeblich falschen Übersetzung gebe es keinen Grund, anzunehmen, dass A.'s Regime Israel bedrohe. Die "Holocaust-Konferenz" z.B. zählt wohl nicht. |
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schrieb am
17.02.2010 um 13:46
PS. Ich habe selbst eine zeitlang daran geglaubt, dass A. falsch übersetzt worden sei, da diese Behauptung seinerzeit (2005) in den Medien weitgehend unkritisch verbreitet wurde. Leider scheint sich dieser Blödsinn bis heute in vielen Köpfen gehalten zu haben.
Ob das nur daran liegt, dass über die gewagte (bzw. bewusst verharmlosende?) Übersetzung von K. Amirpur ("von den Seiten der Geschichte ...") kaum berichtet wurde? Oder hat es vielleicht auch damit zu tun, dass viele gerne glauben möchten, A. sei gar nicht so schlimm? |
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@Donnerstag,
Sie wehren sich gegen Unterstellungen, selbst unterstellen Sie in einem fort und das mit sehr viel Eifer. |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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