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Der Titel erinnert an Graffiti aus dem Pariser Mai, dennoch hält Mossmann Abstand zur Achtundsechziger-Memorial-Industrie und beschreibt aus einer radikal subjektiven Sicht seine historischen Momente zwischen 1961 und 1979. Mossmanns Rückblenden in die eigene Familiengeschichte beleuchten die Zeit des Nationalsozialismus; die Zeitgenossen, denen er begegnet, sind – abgesehen von Dutschke und Biermann – so unbekannt wie jener entlaufene Rotbrigadist Marco Pisetta, der bei ihm untertaucht, im verdunkelten Gästezimmer Madonnenbilder malt und von einer Rehabilitation als Freiheitskämpfer in Chile träumt. Ein sehr persönliches Buch und ganz nebenbei auch ein Beitrag zur Geschichte des Liedermachens.
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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