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Eine Handvoll großer Alben sind mehr als nur eine Platte – ein Wendepunkt, Zeugnis des Lebensgefühls einer Generation, ein Stück Geschichte sogar. Bruce Springsteens drittes Werk „Born to Run“ aus dem Jahr 1975 ist all das. In den USA war „Born to Run“ für mehr Menschen der Soundtrack zum Erwachsenwerden als irgendeine andere Platte. Der Geschichtsprofessor Louis P. Masur widmet sich neben der musikalischen Bedeutung vor allem der Frage nach dem kulturellen Stellenwert des Albums. „Born to Run“ öffnet einen direkten Blick in die traumatischen Aspekte der siebziger Jahre, in die Zeit nach Watergate und Vietnam, und verkörpert gleichzeitig die Vision des amerikanischen Traums so exemplarisch wie kein anderes Album.
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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