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Sabina Spielrein wurde 1885 als Tochter russisch-jüdischer Eltern in Rostow am Don geboren. Wegen "schwerer seelischer Störungen" wird sie, 19-jährig, von C. G. Jung in Zürich nach der Freudschen Methode therapiert. Eine leidenschaftliche Liebesbeziehung beginnt, der Skandal in der Frühgeschichte der Psychoanalyse. Nach der Promotion arbeitet sie als Psychoanalytikerin in der Schweiz und kehrt 1923 nach Rostow zurück. 1942 wird sie dort mit ihren beiden Töchtern von einem SS-Sonderkommando ermordet. "Nimm meine Seele" enthält z. T. unveröffentlichte Tagebücher Spielreins, ihre Krankengeschichte und psychoanalytische Aufsätze. Ehre, wem Ehre gebührt: ein Sabina-Spielrein-Lesebuch.
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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