Empfehlung der Woche

Frieden – Wie geht das?

Frieden – Wie geht das?

Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

Zur Empfehlung
Meine Frau weint

Meine Frau weint

Angela Schanelec

Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

Zur Empfehlung

Politik : Arsenal des Schreckens

Die Ärzte gegen den Atomkrieg fordern die Abrüstung aller Kernwaffen. Gelingt Obama und Medwedjew ein Neuanfang bei den Start-Verhandlungen?

Zum Kommentar-Bereich

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Unabhängiger und kritischer Journalismus braucht aber Unterstützung. Wir freuen uns daher, wenn Sie den Freitag abonnieren und dabei mithelfen, eine vielfältige Medienlandschaft zu erhalten. Dafür bedanken wir uns schon jetzt bei Ihnen!

Share Icon
Jetzt kostenlos testen

Der Zeitdruck ist enorm. Bis zum Jahresende muss es einen neuen START-Vertrag geben über die Reduzierung der strategischen Atomwaffen Russlands und der USA oder alles kann außer Kontrolle geraten.
Rechtzeitig, bevor Moskau und Washington in neue Verhandlungen einsteigen, hat die Organisation Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) einen klare Forderung formuliert: Mehr als 300 international renommierte Mediziner verlangen in einem Appell, "das atomare Zeitalter" endgültig zu beenden. Den Brief haben Dekane, Leiter medizinischer Abteilungen, Nobelpreisträger, Gesundheitsminister und Redakteure von medizinischen Fachzeitungen aus 38 Ländern unterzeichnet, darunter auch 50 deutsche Professoren. Sie warnen vor den weltweit immer noch über 20.000 Atomwaffen als der "größten und gefährlichsten Bedrohung für den Fortbestand der Menschheit". Die IPPNW appelliert an Obama und Medwedjew, die Welt von einer Waffe zu befreien, die das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

Start innerhalb von Minuten



Und zu diesem Arsenal des Schreckens kommen auch noch die Atomwaffen Großbritanniens, Frankreichs und Chinas hinzu. Zwar verfügen diese Staaten über weitaus weniger Kernwaffen als die nuklearen Supermächte. Doch ohne in Abrüstungsverpflichtungen eingebunden zu sein, würden sie weiter aufrüsten und die bilateralen Bemühungen letztendlich unterlaufen. Um erfolgreich zu sein, müssten Abrüstungsverhandlungen also konzeptionell erweitert werden und auch die de-facto-Atommächte Israel, Indien Pakistan und Nordkorea einbeziehen. Dafür unterbreitet IPPNW einen einfachen, aber radikalen Therapievorschlag. Beide Atommächte sollten sich zunächst bilateral verpflichten, alle Nuklearsprengköpfe abzuschaffen und gleichzeitig mit den anderen Kernwaffenstaaten über einen globalen Atomwaffenvertrag verhandeln. „Wir schreiben Ihnen in der großen Hoffnung, dass Sie die Gunst der Stunde, die durch Ihre Wahl entstanden ist, nutzen“, heißt es in dem Brief an die Präsidenten Russlands und der USA.


Modellentwurf für eine Nuklearwaffenkonvention

Themen

sticky banner image

35 Tage gratis zum 35. Geburtstag

der Freitag digital mit Zugang zu allen Artikeln inkl. E-Paper & Audio