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This is war, to the leader, the pariah, the victor, the messiah. This is war - If we don't end war, war will end us.
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RE: Nein zur Diffamierung politischer Aktivisten | 06.08.2020 | 21:56

Aber nun im Ernst. Ihrem Satz: "Der Iran hätte es verdient, in der Moderne anzukommen und die religiöse Barbarei endlich abzuschütteln, statt eine Neuauflage kredenzt zu bekommen."

stimme ich nachdrücklich und vorbehaltlos zu!

RE: Nein zur Diffamierung politischer Aktivisten | 06.08.2020 | 21:51

"Daß es sich um eine Aussage wie „pulverisiertes Wasser“ handelt, wissen die meisten der Anhänger nicht"

Ja, aber auch ich greife gern zum Neswasser, dieses von namhaften Wissenschaftlern empfohlenen Spitzenerzeugnisses einer namhaften Firma. Ein, zwei Löffelchen ins Glas, bei besonderen Gelegenheiten schon mal drei, dann mit H2O auffüllen und ein himmlisches Getränk netzt meinen Gaumen und meine Kehle, gluck, gluck. Da lass ich doch jeden Rotwein stehen.

RE: Nein zur Diffamierung politischer Aktivisten | 06.08.2020 | 21:46

Schon recht, nur sein Hinweis "Bitte schließen Sie nicht von Einigen, die sich hier im Thread geäußert haben, auf die FREITAG-Redaktion, der z.B. ich angehöre" lässt den Schluss zu, er schriebe im Namen der Redaktion. Es wäre interessant zu wissen, was Lutz Herden, im Übrigen kein (FM), und die übrige Redaktion von seiner Solidaritätsadresse an Patzelt hält.

RE: Nein zur Diffamierung politischer Aktivisten | 06.08.2020 | 18:48

Ja, offensichtlich versteht man einander und dazu gesellt sich ein empfindsamer "Freitag"-Redakteur, der es für nötig hält, dubiose Mutmaßungen zu äußern über religionshassende, empfindungslose Leute in der FC, die vom Rotwein benebelt, nur noch durch einen Schleier etwas vom Unrecht der Welt wahrnehmen könnten.

Doch, ja, ein besserer Lobbyismus täte dringend not.

RE: Nein zur Diffamierung politischer Aktivisten | 06.08.2020 | 18:42

"... ich würde selbst einer Politsekte Sekte die Hände drücken, wenn sie in der Lage wäre, das Monströse mittelalterliche Regime der Mullahs durch eine Regierung zu ersetzen und den 10-Punkte-Plan von Frau Rajavi umzusetzen ... " Ihr Verlangen nach dem Sturz der jetzigen Machthaber in allen Ehren, aber ich zitiere nochhmal aus dem "Spiegel":

"In Iran haben die Volksmudschahidin, deren Anhänger vor allem in den USA und in Europa leben, mithin Exiliraner sind, kaum Einfluss. Die wenigen, die sich in Iran zu ihnen bekennen, gehören zu den am stärksten verfolgten Oppositionellen. Viele von ihnen starben in den Foltergefängnissen oder wurden hingerichtet. Weltweit hat die Organisation Schätzungen zufolge höchstens 15.000 Anhänger."

Somit könnte ein Regimewechsel nur gewaltsam, mithilfe einer fremden Macht oder mehreren fremden Mächten herbeigeführt werden. Wenn ich mir die teilweise seit Jahrzehnten währenden Zustände in Afghanistan, Irak, Libyen oder Syrien vor Augen führe, kann ich das der iranischen Bevölkerung nicht ernsthaft wünschen

.Im Übrigen habe ich von der im Ausgangstext erwähnten Frau Mina Ahadi von der „Kommunistischen Arbeiterpartei“ vorher noch nie gehört und ich denke, es wird bei diesem einen Mal bleiben. Sie gehört einer wahrscheinlich noch sehr viel kleineren Politsekte an und mich mit den Splittergruppierungen der iranischen Opposition ausführlich zu beschäftigen, fehlt mir jegliche Neigung. Das Gleiche gilt den hunderten mehr oder minder großen Sekten, die sich auf einen jüdischen Wanderprediger, Jesus, berufen, der vielleicht, vielleicht auch nicht, vor 2000 Jahren gelebt haben soll.

RE: Nein zur Diffamierung politischer Aktivisten | 06.08.2020 | 11:29

Die These, "alle Politiker, die VM unterstutzen, sind Gehirnwäsche unterzogen worden", stammt von Ihnen, nicht von mir. Aber vielleicht bekommen sie ihre Lobbytätigkeit ja vergütet, so wie Bolton laut "Spiegel" für seine Rede bezahlt wurde.

In dem von mir angeführten Artikel der FAZ sind drei gerichtlich beanstandete Ausssagen nicht mehr zu lesen, er enthält demnach keine falschen Behauptungen.

Im Übrigen gehen mir die Ajatollahs, Mullahs und ihre Entsprechungen in anderen Religionen am Allahwertesten vorbei. Sie haben nur Unheil in die Welt gebracht und je eher sie von ihren jeweiligen Gottheiten ins passende Jenseits gerufen werden, umso besser.

Ich wünsche dem Iran eine gerechte, humane Regierung. Eine Politsekte, wie sie hier im Online-Freitag mit ihren applaudierenden Jüngern präsentiert wird, ist leider nicht fähig, sie zu stellen.

RE: Nein zur Diffamierung politischer Aktivisten | 06.08.2020 | 11:22

Da auch der "Spiegel" erwähnt wird, ein Artikel :

"Volksmudschahidin in Iran - Amerikas neue Freunde " (2018)

Daraus:

" 'Das Verhalten und die Grundsätze des iranischen Regimes werden sich nicht ändern. Und deshalb ist die einzige Lösung, das Regime selbst zu verändern.'

Diese Worte sagte Bolton kürzlich als bezahlter Redner auf der Jahrestagung der iranischen Oppositionsbewegung Mudschahidin-e-Khalq (MEK), auch bekannt als Volksmudschahidin - und erntete dafür tosenden Applaus. Denn die MEK, eine Organisation, die sich selbst als säkular und demokratisch bezeichnet, aber in der Vergangenheit auch durch militantes, teil terroristisches Vorgehen sowie mal durch marxistische, mal stalinistische Ideologie auffiel, hat ein erklärtes Ziel: den Sturz des Regimes in Iran. Bolton rief den jubelnden Anhängern zu: "Noch vor 2019 werden wir alle gemeinsam in Teheran feiern!"( ... ) In Iran haben die Volksmudschahidin, deren Anhänger vor allem in den USA und in Europa leben, mithin Exiliraner sind, kaum Einfluss. Die wenigen, die sich in Iran zu ihnen bekennen, gehören zu den am stärksten verfolgten Oppositionellen. Viele von ihnen starben in den Foltergefängnissen oder wurden hingerichtet. Weltweit hat die Organisation Schätzungen zufolge höchstens 15.000 Anhänger."

RE: Nein zur Diffamierung politischer Aktivisten | 05.08.2020 | 23:54

Im Beitrag wird die FAZ erwähnt. Zur Information ein Zitat aus einem dort erschienenen Artikel: "Wer sind die iranischen Volksmudschahedin in Albanien?"

"In Brüssel und Berlin machen die Volksmudschahedin – auch modschahedin-e khalq und MEK genannt – intensive Lobbyarbeit. Vor den Regierungsgebäuden stehen immer wieder Mitglieder der Widerstandsgruppe und gehen gezielt auf Abgeordnete zu. Patzelt ist auf diese Weise auf die Organisation aufmerksam geworden – und mittlerweile Vorstandsmitglied im „Deutschen Solidaritätskomitee für einen freien Iran“, der die Interessen der Volksmudschahedin in Deutschland vertritt.

In der inhaltlichen Arbeit im Bundestag findet die MEK so Erwähnung. Patzelt hat als Mitglied im Menschenrechtsausschuss die Volksmudschahedin thematisiert. Auch andere namhafte deutsche Politiker unterstützen den Verein mit Sitz in Berlin-Wilmersdorf als Vorsitzende und im Beirat: die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth sowie Otto Bernhardt, Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie schreiben Gastbeiträge für deutsche Zeitungen, in denen sie auf die Situation der Exil-Iraner in Albanien aufmerksam machen.

Es ist eine seltsame Verbindung: Die MEK orientieren sich an einer Mischung aus Islam und Kommunismus. Zuletzt hatte der „Guardian“ mit etwa einem Dutzend Aussteiger gesprochen und berichtet, dass die Mitglieder einer Gehirnwäsche ausgesetzt sind. Es herrsche eine Kult-artige Stimmung um die Anführerin Maryam Rajavi und ihren wahrscheinlich längst toten Ehemann Massoud, der von Rajavi nach außen hin am Leben gehalten wird. Rajavi führt von Paris aus die Gruppe an.

Von der Außenwelt sind sie dennoch nicht abgeschlossen: Dutzende Trolle verbreiten im Internet jeden Tag Propaganda. Der Bundestagsabgeordnete Patzelt kann den Vorwurf, die MEK sei eine Sekte, nicht nachvollziehen. Er sieht in dem Zusammenleben eher eine klösterliche Gemeinschaft, die sich dem Kampf für Iran und einer harten Lagerdisziplin unterworfen habe."

Vollständig hier.

RE: Iran: Terror &Desinformation als Staatswaffen | 05.08.2020 | 22:23

Absurd, zugegeben, von mir, einem vehementen Kritiker des deutschen Inlandsgeheimdiestes - und meine Tastatur hat sich gebogen und gesträubt - aus einem Verfassungsschutzbericht zu zitieren. Zumal ich an und in der derzeitigen Regierung des Iran nichts Positives erkennen, Bestrebungen im Land eine humanere Regierungsform einzuführen, nur gutheißen kann. Allerdings sehe ich in den sogenannten Volksmodjhahedin oder monarchistischen Schah-Anhängern keine demokratische Alternative zum gegenwärtigen Regime in Teheran. Mag sein, dass ein Tauwetter den stalinistischen Wolfspelz der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) nach 2003 durchnässt hat und er abgelegt wurde und jetzt, oh Wunder, ein Lämmlein zum Vorschein gekommen ist ...

Dieser propagandatriefende Beitrag im Stil der Alt-60er-K-Gruppen, von wem auch immer im Namen des Vorstandsmitglieds der Konrad Adenauer Stiftung, Otto Bernhardt, verfasst, birgt jedoch in dieser Zusammenstellung eine Absurdität, die fast mit der Hochkomik der Titanic konkurrieren kann. Insofern: Chapeau!

RE: Unten ohne | 03.08.2020 | 13:20

Um vom Baum der Erkenntnis die dort gereifte Frucht zu pflücken, muß man manchmal über seinen Schatten springen.