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Europa ist eine Komfortzone ... Der Zusammenbruch gehört nicht der Zukuft an, er hat schon angefangen." Peter Høeg, Der Susan-Effekt
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RE: Geräteturnen mit der AfD | 30.08.2018 | 23:03

Aus den Turngedichten von Ringelnatz:

Turner-Marsch

(Melodie: Leise flehen meine Lieder)

Schlagt die Pauken und Trompeten,

Turner in die Bahn!

Turnersprache laßt uns reden.

Vivat Vater Felix Dahn!

Laßt uns im Gleichschritt aufmarschieren,

Ein stolzes Regiment.

Laß die Fanfaren tremulieren!

Faltet die Fahnen ent!

Die harte Brust dem Wetter darzubieten,

Reißt die germanische Lodenjoppe auf!

Kommet zu Hauf!

Wir wollen uns im friedlichen Wettkampf üben.

Braust drei Hepp-hepps und drei Hurras

Um die deutschen Eichenbäume!

Trinkt auf das Wohl der deutschen Frauen ein Glas,

Daß es das ganze Vaterland durchschäume.

Heil! Umschlingt euch mit Herz und Hand,

Ihr Brüder aus Nord-, Süd- und Mitteldeutschland!

Daß einst um eure Urne

Eine gleiche Generation turne.

Nun noch extra Frau von Storch und Herrn Gauland gewidmet:

Kniehang

Ich wollte, ich wär eine Fledermaus,

Eine ganz verluschte, verlauste,

Dann hing ich mich früh in ein Warenhaus

Und flederte nachts und mauste,

Daß es Herrn Silberstein grauste.

Denn Meterflaus, Fliedermus, Fledermaus —

(Es geht nicht mehr; mein Verstand läuft aus.)

RE: Im Irrgarten der Kulturnation | 24.08.2018 | 20:49

"Der Mann von Schrot ist Roggenbrot."

Ich esse gern Roggenbrot, bin aber nicht ein-, zwei-, drei- oder gar vierschrötig, vielleicht deshalb noch nicht zum Roggenbrot geworden? Oder bin ich gar Kannibale? Esse ungewollt täglich Max und/oder Moritz?

Im übrigen geht's mir wie Magda, die Dorn geht mir am Arm vorbei, aber es ist schon bewundernswert, wie Sie sich durch die Absonderungen der Dame gearbeitet haben. Ich kannte mal eine Thea, die war gar nicht dornig, im Gegenteil, ach ja ... Blöd, mit Namen zu witzeln, pardon!

Neben mir liegt, schon zur Lektüre aufgeschlagen, das Suhrkamp Taschenbuch 1650 aus dem Jahr 1989: Alexander Gauland, Gemeine und Lords

Auf Seite 2 zum Autor:

Alexander Gauland, geboren 1941, Doktor der Rechte, leitet heute als Staatssekretär die Staatskanzlei des Landes Hessen in Wiesbaden. VeröffentlichungenLegitimationsprinzip in der Staatenpraxis seit dem Wiener Kongreß ...

Heute hievt er die AfD durch gewollt nazionale Sentenzen in die Schlagzeilen. Ich fürchte, die Geduld, einen Beitrag über das Buch zu verfassen, werde ich nicht aufbringen.

RE: Wahnsinn | 23.08.2018 | 20:59

Auch wenn ich so gut wie gar nicht mehr eigene Beiträge verfasse, nur noch selten kommentiere, so lese ich doch Texte bestimmter Schreiber/-innen gern, darunter auch Ihre. Was nicht heißt, dass ich den Auffassungen meiner bevorzugten Schreiber/-innen immer zustimme ...

RE: Wahnsinn | 22.08.2018 | 21:56

Was sonst ist von den alten Säcken und einem Wertsack zu erwarten? ;-)

RE: Seriously? | 22.08.2018 | 21:31

SZ:

"In einer Erklärung des Innenministeriums heißt es, bei dem Demonstranten, der vor dem Aufeinandertreffen mit dem Kameramann "Lügenpresse" gerufen hatte, handle es sich um einen Mitarbeiter des Landeskriminalamtes. Dieser befinde sich derzeit im Urlaub und habe als Privatperson an der Versammlung teilgenommen."

RE: Wahnsinn | 22.08.2018 | 19:03

Die Vaterladsliebe war's nicht, nehme ich an ;-) und ja, da gab's bei mir auch reichlich Irrungen und Wirrungen. Erst neulich ist mir unverhofft der einzige je mir von ihr geschriebene Brief einer lieben, leider schon lange verstorbenen Freundin in die Hände gefallen, der mich nachdenklich, traurig und dennoch etwas glücklich machte.

Zu unten: bei den westdeutschen heißkalten Kriegern mit größtenteils brauner, nicht bewältigter Vergangenheit hieß es damals noch: dreigeteilt niemals! Die wollten Deutschland in den Grenzen von 1937 zurück und hofften auf den Zerfall des Ostblocks, Nachhilfe nicht ausgeschlossen. Passierte erst 20 Jahre später und da hatte auch die biologische Lösung bei vielen die Vergangenheit bewältigt.

RE: Wahnsinn | 22.08.2018 | 17:46

Ein stimmungsvoller Bericht, dankeschön!

Meine Erinnerung: Gleich nach dem Abitur bin ich am 1. Juli '68 zur Bundeswehr eingezogen worden. Am nächsten Tag stellte ich den Antrag auf Kriegsdienstverweigerung. Am 15. August war die Verhandlung mit den üblichen Blödsinnsfragen - Freundin vom Russen angefallen und ich hätte eine Waffe ... . Weil gut vorbereitet, wurde ich gleich anerkannt und ich fuhr zu Freunden und Freundinnen, um ausgiebig zu feiern. Am 19. August rief mich dort mein Vater an, Feldjäger suchten nach mir, wegen unerlaubter Entfernung von der Truppe, ich hätte natürlich erstmal wieder in die Kaserne zurück gemusst. Nun gut, ich meldete mich dort wieder, gab die Klamotten zurück und wurde am 22. August entlassen. Am nächsten Tag lag ich im Garten meiner Mutter im Gras, knabberte an einer Möhre und hörte im Radio von den Ereignissen in Prag, mit der Ankündigung einer Ausgangssperre für die Bundeswehr.

RE: Unten ohne | 11.08.2018 | 19:23

Dystopia: Auf der Lüneburger Heide ... Allerlei am Weg ich fand

RE: Unten ohne | 11.08.2018 | 13:53

Sieh einmal, hier steht er. Pfui! der Struwwelpeter!

RE: Unten ohne | 04.08.2018 | 18:23

Aufstehen! - Werde Teil der Bewegung!