Mord verjährt nicht

Oury Jalloh ARD-Magazin Monitor : Oury Jalloh wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit getötet
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2005 wurde Oury Jalloh in einer Polizeizelle tot aufgefunden. Ermittlungsakten, die dem ARD-Magazin Monitor vorliegen, zeigen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er getötet.

Vor fast 13 Jahren, am 7. Januar 2005 wurde Oury Jalloh in einer Polizeizelle des Dessauers Polizeireviers tot aufgefunden, er war verbrannt. Der Asylbewerber war, mit einem Blutalkoholgehalt von 3 Promille, schwerst betrunken. Er lag, mit gespreizten Füßen und Händen an einen Betonsockel gefesselt, auf einer schwer entflammbaren Matratze und sollte laut Staatsanwaltschaft, gegen alle Wahrscheinlichkeit, sich mithilfe eines Feuerzeug selbst angezündet und verbrannt haben. Das Feuerzeug wurde bei einer vorherigen Leibesvisitation nicht entdeckt und ist erst nach Tagen als Beweisstück aufgetaucht.


Die Ursache des Todes ist nach mehreren Prozessen nicht zweifelsfrei geklärt.
Im Oktober hatte die Staatsanwaltschaft Halle bekanntgegeben, dass sie die Ermittlungen zum Fall Jalloh einstellen wird, weil "die Auswertung der zahlreichen Gutachten verschiedener Fachrichtungen" nur den Schluss zulasse, "dass der konkrete Ausbruch des Brandes, dessen Verlauf und das Verhalten des Oury Jalloh nicht sicher nachgestellt und nicht eindeutig bewertet werden können".
Die Anwältin der Familie Jalloh, Gabriele Heinecke, hat dagegen Beschwerde eingelegt, die Entscheidung wird nun von Seiten der Generalstaatsanwaltschaft noch einmal überprüft.

Laut Monitor sei die Theorie der Selbstanzündung so gut wie auszuschließen: Oury Jalloh sei vermutlich bei Brandbeginn komplett handlungsunfähig oder sogar bereits tot gewesen, sodass die Annahme, er habe das Feuer selbst gelegt, nicht stichhaltig sein könne.

Mord verjährt nicht

2005 wurde Oury Jalloh in einer Polizeizelle verbrannt aufgefunden. Ermittlungsakten, die dem ARD-Magazin Monitor vorliegen, zeigen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er getötet.

Vor fast 13 Jahren, am 7. Januar 2005 wurde Oury Jalloh in einer Polizeizelle des Dessauers Polizeireviers tot aufgefunden, er war verbrannt. Der Asylbewerber war, mit einem Blutalkoholgehalt von 3 Promille, schwerst betrunken. Er lag, mit gespreizten Füßen und Händen an einen Betonsockel gefesselt, auf einer schwer entflammbaren Matratze und soll sich mithilfe eines Feuerzeug selbst angezündet und verbrannt haben. Das Feuerzeug wurde bei einer vorherigen Leibesvisitation nicht entdeckt und ist erst nach Tagen als Beweisstück aufgetaucht. Gegen alle Wahrscheinlichkeit sollte er laut Staatsanwaltschaft seine schwer entflammbare Matratze mit einem Feuerzeug selbst angezündet haben. Das Feuerzeug wurde bei einer vorherigen Leibesvisitation nicht entdeckt und war erst nach Tagen als Beweisstück aufgetaucht.
Die Ursache des Todes ist nach mehreren Prozessen nicht zweifelsfrei geklärt.
Im Oktober hatte die Staatsanwaltschaft Halle bekanntgegeben, dass sie die Ermittlungen zum Fall Jalloh einstellen wird, weil "die Auswertung der zahlreichen Gutachten verschiedener Fachrichtungen" nur den Schluss zulasse, "dass der konkrete Ausbruch des Brandes, dessen Verlauf und das Verhalten des Oury Jalloh nicht sicher nachgestellt und nicht eindeutig bewertet werden können".
Die Anwältin der Familie Jalloh, Gabriele Heinecke, hat dagegen Beschwerde eingelegt, die Entscheidung wird nun von Seiten der Generalstaatsanwaltschaft noch einmal überprüft.

Laut Monitor sei die Theorie der Selbstanzündung so gut wie auszuschließen: Oury Jalloh sei vermutlich bei Brandbeginn komplett handlungsunfähig oder sogar bereits tot gewesen, sodass die Annahme, er habe das Feuer selbst gelegt, nicht stichhaltig sein könne.

13:36 16.11.2017
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30sec

Europa ist eine Komfortzone ... Der Zusammenbruch gehört nicht der Zukuft an, er hat schon angefangen." Peter Høeg, Der Susan-Effekt
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