Ostukraine Menschenrechtslage Teil 4

Ukraine Krise Die Kämpfe in Teilen der Ostukraine dauern unvermindert an. Während dessen gerät die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Kriegsgebiet immer mehr ins Blickfeld.
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Neben den kriegsbedingten Problemen bei der medizinischen Versorgung gibt es Berichte von Menschenrechtsorganisationen über Bedrohungen des medizinischen Personals in Krankenhäusern, Fälle des Diebstahls medizinischer Geräte und des Missbrauchs von Rettungsfahrzeugen zum Transport von bewaffneten Kämpfern. Diese Vorfälle stellen eine Verletzung des Genfer Abkommens zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten vom 12. August 1949 dar.

Pro-russische Milizen benutzten Krankenhäuser in Donezk, Slawjansk und Semjonowka als Unterschlupf und gefährdeten damit die Patienten und das medizinische Personal der Krankenhäuser.

Im städtischen Krankenhaus von Slawjansk und in der Klinik von Semjonowka entwendeten sie medizinisches Gerät. Bei ihrer Flucht aus Slawjansk missbrauchten die pro-russischen Kämpfer mehrere Rettungsfahrzeuge zum Abtransport ihrer Truppen. Auch in Donezk benutzen bewaffnete pro-russische Milizen Rettungsfahrzeuge zum Transport von Kämpfern.

Kontrollposten der pro-russischen Milizen wurden mehrfach in der Nähe von zivilen Einrichtungen und sogar Krankenhäusern errichtet und diese damit in die Schusslinie bewaffneter Auseinandersetzungen gebracht.

Menschenrechtsorganisationen weisen darauf hin, dass dieses Verhalten schutzbedürftige Zivilisten in akute Gefahr bringt und daher unbedingt zu unterlassen ist.

Quellen:

http://www.hrw.org/node/127854

http://de.wikipedia.org/wiki/Genfer_Konventionen#Genfer_Abkommen_IV

23:18 12.08.2014
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Geschrieben von

A. Müller

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