Grund-Gesetz / Ein kritisches Gedicht

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Wie oft hör ich euch Regeln machen und seh euch zu wie ihr befolgt

und meist vergesst ihr gar das Lachen, weil ihr bei Zeiten so viel sollt

Drum frag ich mich ganz unverdrossen

Warum so viele Tränen flossen

und Klagen waren ach so groß

Nun sagt mir bitte, was war los?



Als ihr dareinst begannt zu sinnen, bei euch im Leben darfs nur stimmen

und niemals darf etwas geschehn, das ihr nicht hätt´ vorhergesehn

Als dann, ich darf mich wiederholen, die Freiheit wurde euch gestohlen

und niemand kam und klagt´ sie ein

denn wo soll hier das Unrecht sein?



Die Regeln sagens klar und deutlich und wer verstößt der wird gebannt

Und aus Erfahrung wisst ihr leidlich wie schnell man sich die Hand verbrannt

Drum wird gehandelt ob der Ängste und Fragen, nein, die gibt es nie

Wer Regeln folgt braucht Denken wenig, das ist alte Philosophie



Doch nun versuch ichs mal moderner, weil ihr in mir so viel bewegt

Ihr liebt es doch wenn and´re Leiden und ihr legitimiert zuseht

Und sind Regeln auf eurer Seite, hats sich für and´re ausgelebt

Ich nehm euch eure Regelbücher und les sie euch mal rückwärts vor

verkehre eure liebsten Grenzen und spann euch wie den Gaul davor



Nun zieht ihr faulen Phrasendrescher

für jedes Wort der Rutenschlag

und denkt bloß nicht

das bringt nur Übel

Ich hab es euch ja gleich gesagt

17:11 24.02.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Abraham Scythe

Schrift ist Text, Text ist Sprache, Sprache ist Lyrik, Lyrik ist Kunst. Schrift ist Kunst, Kunst ist beliebig, Kunst ist ewig, Kunst ist Leid. Leid ist beliebig, Ewigkeit künstlich, Leben sind Texte, Schriften sind Zeit.
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