Achtermann

Ich lass' mich belehren. Jedoch: Oft wehre ich mich dagegen.
Achtermann
RE: Dekolleté-Diskurs | 26.06.2019 | 13:59

"Döneken": noch nie gehört oder gelesen.

Der Duden sagt mir: "Das Wort liegt jenseits der Top 100 000 und ist nur selten oder gar nicht im Dudenkorpus belegt."

RE: Kevin und Gesine sollen's richten? | 26.06.2019 | 10:22

Gesine Schwan ist die einzige Sozialdemokratin, die sich bisher traut, sich um den Vorsitz zu bewerben. In welcher Partei gibt es sonst noch eine derartige Verweigerungshaltung, die Parteiführung zu übernehmen. In der derzeitigen SPD-Troika sitzt sogar einer, der im Herbst aus der Politik ganz ausscheidet. Ein Zeichen, dass die SPD noch lebt, wäre doch, dass mehrere Kandidaten, die das Zeug dazu hätten, in der öffentlichen Diskussion gehandelt würden. Aber da ist nx, rein gar nix.

RE: Die sanfte Rechte | 26.06.2019 | 09:40

Info:

Heute, am 26.06.19, tagt die CDU-Landtagsfraktion im Hambacher Schloss. Man sieht, um das Symbol wird gerungen.

Otte, der Veranstalter des "Neuen Hambacher Festes", will Mitglied der Hambach-Gesellschaft werden. Sie ist ein Verein mit rund 100 Mitgliedern, die das Erbe des Hambacher Festes von 1832 wissenschaftlich aufarbeitet. Außer Ottes Antrag sollen noch weitere 30 auf Mitgliedschaft eingegangen sein, die meisten aus dem Dunstkreis der AfD. Der Verein wehrt sich dagegen. Otte hat Klage eingereicht, um seine Aufnahme zu erzwingen.

RE: Die Gartentherapie | 24.06.2019 | 16:50

>>wer sich von pflanzen streicheln läßt, darf sich auf die ausschüttung von glücks-hormonen freuen<<

So kann man's auf den Punkt bringen.

RE: Die Gartentherapie | 24.06.2019 | 16:48

>>Aber man kann auch anders glücklich werden als mit Unkrautzupfen. Alles um sich herum stets in Facon zu bringen? Du darfst hier wachsen, und du nicht? Deine Früchte will ich haben? Dich grab ich um?<<

Das ist richtig, dass Gärtnern nicht zwingend zum Glück gehört. Aber so, wie du dieses Tun beschreibst, ist es nicht. Jeder Garten spiegelt auch die Person wider, die ihn angelegt hat und pflegt. Es gibt solche und solche. Ein Problem der Vielfalt ist, dass die Baumärkte mit ihrem meist preiswerten Einheitskram (Kunststeine, Rankhilfen...) viele Optionen erst gar nicht zum Zug kommen lassen. Das liegt auch daran, dass manche Heimgärtner ihren Garten nur sehr mäßig beackern, weil es für sie Arbeit ist. Die wollen's pflegeleicht.

Dazu kommt eine weitere Einschränkung: die Bebauungspläne. Inzwischen gehen Kommunen dazu über, Pflanzenhöhe und Gehölze vorzuschreiben. Ich zitiere:

"Festsetzungen für Maßnahmen zum Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern.

Auf den gekennzeichneten Flächen ist eine Gehölzpflanzung aus heimischen, standortsgerechten Laubgehölzen in einer Tiefe von 3 m zur Ein- und Durchgrünung herzustellen. Zum Schutz vor Immissionen (Verkehr, Landwirtschaft) des Baugebietes ist entlang der östlichen Gebietsgrenze eine mind. 3-reihige dichte Bepflanzung und entlang der westlichen Gebietsgrenze eine mind. 2-reihige dichte Bepflanzung herzustellen."

RE: Die Gartentherapie | 24.06.2019 | 16:26

>>Städter, die gärtnern, tun das also, um ihre Klatsche zu kurieren? 😉<<

So kann man diese wissenschaftliche Untersuchung verstehen. Man muss es aber nicht so krass ausdrücken. Inwischen gibt es in Kliniken Therapiegärten, in denen die Patienten herumwerkeln und Verantwortung übernehmen.

RE: Die Gartentherapie | 24.06.2019 | 10:24

>>Wenig Streß und viel Zeit für sinnvollere Tätigkeiten als Rasen zu mähen und und Maulwurfhaufen platt zu hauen.<<

Gärtnern ist keineswegs nur Rasen mähen und Maulwurfhaufen platthauen. Es mag den einen oder die andere geben, die in diesem Verhältnis zu ihrem Garten stehen. Aber das dürfte eine kleine Minderheit sein. Ich freue mich, wenn ich mir im Garten nach Belieben einen Sonnen- oder Schattenplatz suchen, wenn ich mir frische Kräuter abschneiden oder Tomaten und Zucchini in die Küche holen kann. Es stimmt: Nicht immer macht es Spaß, Wildkräuter (= Unkraut nach Angele) in Schach zu halten. Das nehme ich geduldig hin.

Die Chinesen wissen: Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate. Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.

RE: Die Gartentherapie | 24.06.2019 | 10:04

Schrot&Korn schreibt:

>>Forscher an der englischen University of Essex fanden heraus, dass schon fünf Minuten körperliche Aktivität im Grünen Stimmung und Selbstwertgefühl deutlich verbessern – beide gelten als Indikatoren für psychische Gesundheit. Besonders gut wirke dieser Stimmungskick durchs Gärtnern bei psychisch angegriffenen Menschen.<<

Das sollte man mit ins Kalkül ziehen, wenn Großstädter beginnen zu gärtnern.

RE: Die Gartentherapie | 23.06.2019 | 10:16

Das Problem der Okkupation des Schrebergartenbetreibens löst die kopfarbeitende Upper Class mit der Intellektualisierung ihres neuen Hobbys. Die eigentliche Idee, über das Gärtnern den einfachen Leuten eine Selbstversorgung in einer eher kargen Lebenssituation zu ermöglichen, erwächst sich zur Sinnsuche des Großstadtintellektuellen.

RE: Die sanfte Rechte | 23.06.2019 | 10:06

>>Otte hatte das Hambacher Schloss schon mit ganz andern Kalibern auf der Bühne geteilt. Vor 10 Jahren, beim "Demokratie-Forum" im Hambacher Schloss, am 09.12.2009, face to face mit Sarah Wagenknecht.<<

Otte hatte vor 10 Jahren ein anderes Standing. Seine öffentliche Rechtswendung ist erst in jüngerer Zeit vollzogen worden. Bekannt war er als Buchautor, Fond-Manager (also "Wirtschaftsexperte"), Mitglied der Atlantikbrücke und ähnlichen nato-affinen Organisationen. Dass er mit S. Wagenknecht innerhalb des vom SWR veranstalteten Demokratieforums auf einer Bühne saß, kann man der Politikerin nicht zum Vorwurf machen.