Achtermann

Ich lass' mich belehren. Jedoch: Oft wehre ich mich dagegen.
Achtermann
RE: Germanys next Top-Model oder the next #MeToo? | 17.02.2018 | 09:37

>>ich bin ueberrascht, dass das Beach - Volleyball von Frauen auch unter dem Gesichtdspunkt des Sexismus diskutiert werden koennte.<<

Da sind wir unterschiedlicher Auffassung. Nahezu alles ist unter diesem Gesichtspunkt zu diskutieren, das sagt ja schon die Markterkenntins: Sex sells. Und wer will heutzutage nichts verkaufen in einer Gesellschaft der Selbstoptimierer.

RE: Germanys next Top-Model oder the next #MeToo? | 17.02.2018 | 09:26

>>Meine These ist, dass Heidi Klum hier eine Doppelmoral beweist und damit einen gesellschaftlichen Beitrag leistet, dass dieses Problem besteht.<<

Das kann sein, will ich gar nicht bestreiten. Aber man sollte auch ein bisschen vorsichtig sein und nicht päpstlicher als der Papst werden. Wohin soll das führen, wenn - wie es schon teilweise eingetreten ist - alles nur noch pc zu sein hat. Jedes Wort, jede Geste, ob politisch oder gesellschaftlich, überlegt und durchgedacht sein muss. Sensiblere könnten daran verzweifeln. Robustere setzen sich darüber hinweg, weil ihnen das Thema am Allerwertesten vorbeigeht.

So schreibt Jan Fleischhauer im Spiegel: "Ein Prozent der Deutschen hat auf dem ersten Höhepunkt der #MeToo-Debatte im November gefunden, dass Sexismus ein wichtiges Thema sei. So konnte man es im Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa nachlesen...". Im Umkehrschluss könnte man sagen, dass dieses Thema niemanden interessiert.

Er kritisiert, dass die Linke in Deutschland Themen diskutiert und als wichtig erachtet, die "die außerhalb von Konferenzräumen kaum jemand versteht". Da hat er einen wichtigen Punkt getroffen.

RE: Germanys next Top-Model oder the next #MeToo? | 17.02.2018 | 09:07

Ich zitiere auf deutsch: "Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer."

RE: Germanys next Top-Model oder the next #MeToo? | 16.02.2018 | 12:41

Hallo Poor on ruhr!

Du schreibst: >>Also hat pro 7 das gleiche Recht wie alle Anderen mit sexuell posierenden Frauen als Marktware Geld zu machen.<<

Mir fällt dazu ein Beispiel aus den öffentl. recht. Anstalten ein. Erinnerst du dich an die letzte Sommerolympiade, an die Übertragung der Beach-Volley-Ball-Matches mit den Sportlerinnen in den knappen Bikinis? Da wird unter dem Deckmantel des Sportguckens mit ganz anderen Augen hingesehen. Keiner käme auf die Idee zu äußern, dass hier männlicher Voyeurismus vorläge oder dass junge Frauen unter Zwang stünden, ihren Körper präsentieren zu müssen. Ich finde es ärgerlich, zweierlei Maßstäbe anzulegen. Das scheint mir bei C. Hess der Fall zu sein.

Hier ein Beispiel von Youtube: Top 10 Extremely Hot Female Volleyball Players

Grüße Achtermann

RE: Germanys next Top-Model oder the next #MeToo? | 16.02.2018 | 07:27

C. Hess behauptet:

>>Also quälen sich diese jungen Frauen, sie wissen die Regeln sind hart und es gibt keine andere Chance weiterzukommen. Hin- und hergerissen zwischen Scharm und ihrem Karriere-Traum brechen Tränen aus ihnen heraus, weil sie erpresst werden etwas zu tun, was sie nicht wollen.<<

Dagegen setze ich das Interview, das eine Teilnehmerin der hiesigen Tagespresse gegeben hat:

Im Interview (Auszug) mit der Rheinpfalz gibt die 21-Jährige Christina Peno ein Statement ab:

"Frau Peno, wo sind Sie gerade?

Ich bin gerade im sonnigen Kalifornien am Set von „Germany’s next Topmodel“.

Wie laufen die Dreharbeiten ab?

Die Dreharbeiten laufen super. Ich habe hier eine schöne Zeit. Die Aufgaben sind so vielfältig von Fotoshootings bis zu Catwalktraining. Es macht mir so viel Spaß. Das ist der Beruf, den ich künftig machen möchte. Ich liebe das Reisen und das Modeln.

In der Sendung mussten Sie nackt vor der Kamera posieren. Dieses Nacktfotoshooting sorgt bei den Kandidatinnen ja immer wieder für Zweifel. Wie stehen Sie dazu?

Ich habe kein Problem mit dem Nacktshooting, denn es gehört zum Modeln dazu. Da ich mich wohl in meinem Körper fühle, war es für mich keine große Überwindung. Aber am Anfang ist es schon ungewohnt gewesen, nackt vor der Kamera zu stehen."

So weit so schlecht, oder so gut. Das ganze ist eine Kommerzsendung durch und durch, und Heidi Klum profitiert materiell davon am meisten. Aber: Alles, was eine derartige Resonanz hervorruft, ist für den Markt interessant: Fußball, Schauspielerei, Olympia, Song Contest und Vieles mehr. Warum soll man bei GNTM andere Maßstäbe anlegen als bei den von mir beispielhaft aufgezählten Eventisierungen?

RE: Der Weg ist noch weit | 15.02.2018 | 09:08

Das Reimschema muss passen

Auch wenn das Versmaß hinkt

Sonst ist der Leser verlassen

Der seine Zeit einbringt.

(J. W. v. Göde)

RE: Germanys next Top-Model oder the next #MeToo? | 15.02.2018 | 08:39

Tausende haben sich beworben, mitmachen zu dürfen. Niemand wurde gezwungen. Jede weiß, was auf sie zukommen wird. Schließlich läuft dieses Sendeformat seit einigen Jahren. Deshalb hält sich mein Mitleid in Grenzen.

RE: Digitale Dämonen | 12.02.2018 | 11:56

>>Überträgt man die Kriterien auf Deutschland, liegt der entsprechende Anteil bei 42 Prozent. Ist deshalb anzunehmen, dass knapp die Hälfte der Stellen in 20 Jahren verschwindet und die Beschäftigten arbeitslos sind? Nein. So schätzt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, dass die Digitalisierung bis 2025 keine erheblichen Auswirkungen auf die Zahl der Stellen hierzulande hat.<<

Was ist denn das für eine luzide Beweisführung? Eine Prognose, die für 20 Jahre gelten soll, mit einer Voraussage für sieben Jahre konterkarieren zu wollen?

>>Hinzu kommt der Effekt der Demografie. Bisher gehen wir davon aus, dass die Zahl der aktiven Arbeitnehmenden in Deutschland während der kommenden Jahrzehnte abnimmt und Arbeitskräftemangel herrscht. Deshalb macht es vielleicht gar nichts, wenn dank der Digitalisierung ein paar Arbeitsplätze wegfallen.<<

Woher diese Gewissheit, dass "wir" davon ausgingen, dass die geweissagten demografischen Effekte eintreten würden? Das waren stets interessierte Kreise, die mit diesen Vorhersagen über Zeiträume von 30 Jahren und mehr hantierten, weil sie eine Privatisierung der Sozialleistungen (Riester-Rente) erreichen wollten. Und jetzt? Jetzt haben wir auf einmal Lehrermangel und Erzieherinnenmangel, weil mehr Kinder da sind als die Versicherungsindustrie und die Arbeitgeberorganisationen Jahre lang behaupteten.

Man hat den Eindruck, der Artikelschreiber denkt so wie die Propaganda aus diesen Kreisen suggerieren möchte.

RE: Neue Villen braucht das Land | 12.02.2018 | 07:45

>>2015 hatte Rumänien die höchste Eigenheimquote in Europa - für mich hat das Land jetzt nicht auf den ersten Blick Vorbildqualitäten.<<

Habe ich auch nicht als solches präsentiert. Eine Hütte auf rumänisch wäre mir zu rustikal, insbesondere im Winter.

RE: Neue Villen braucht das Land | 12.02.2018 | 07:42

>>scheiss Baukindergeld<<

Ich habe dieser angedachten Geldzuwendung keine wertende Haltung eingenommen. Man müsste natürlich auch die Wohnstruktur in Betracht ziehen. Die in D am häufigsten vorkommende Wohnform ist der Single-Haushalt (41%). Warum das so ist, hängt sicher auch an der verlangten beruflichen Mobilität und den Arbeitsplätzen, die nicht zwingend ein halbes Leben lang sicher sind. Aber auch am Zug hin zu den Metropolen des Landes. Das Leben als Single auf dem Land ist sicher kein hippes Daseinsmodell, wenn du eine nicht näher definierte Altersstufe überschritten hast.