Achtermann

Ich lass' mich belehren. Jedoch: Oft wehre ich mich dagegen.
Achtermann
RE: Die neue Webseite ist da | 18.10.2017 | 14:11

Ich habe nachgeschaut. Bei meinem Browser "Firefox" ist nach wie vor das Häkchen gesetzt: "Rechtschreibung während der Eingabe überprüfen." Da diese außer beim Freitag funktioniert, kam ich zu dem Schluss, es müsse etwas mit der Programmierung der Site zu tun haben.

RE: Menschen zu Knechten | 18.10.2017 | 14:03

Man sollte bei der Beurteilung der Lage die Studienanfängerquote einbeziehen, die seit Beginn der 1950er Jahre kontinuierlich gewachsen ist. 1970 lag sie erstmals über 100.000. Nach 1981 waren es mindestens 200.000 Studienanfänger. Die bisher höchste Zahl ergab sich 2011 mit rund 520.000.

Inzwischen studieren pro Jahrgang 55 Prozent. Das sind Voraussetzungen, die mit den 70er und 80er Jahren kaum vergleichbar sind. Dass diese Mengen mittels eines Punktesystems, das hauptsächlich über Klausuren generiert wird, durchgenudelt werden, liegt auf der Hand. Allerdings sollte man zwischen Wissen und Bildung differenzieren. Letzteres ist deutlich zurückgetreten, schließlich müssen die Überprüfungen operationalisierbar gemacht werden. Philosophische Umschweife und Skepsis sind mit dem mechanisierten Prüfungssystem, das vornehmlich auf Ja oder Nein fußt, kaum kompatibel.

RE: Bildet Lesekreise! | 14.10.2017 | 12:16

"Auf die Kinder kann man in dieser Sache nicht bauen. Das einzige Buch, das der zehnjährige Sohn bisher freiwillig gelesen hat, ist Gregs Tagebuch." (Michael Angele)

Ich gieße mal etwas Wein in die sehr dünne Schorle: Seit nunmehr zehn Jahren gibt es in RLP den landesweiten Lesesommer für Sechs- bis 16-Jährige. Veranstaltet wird dieser von öffentlichen Bibliotheken während der Sommerferien. Das Ergebnis für die acht Wochen - 19. Juni bis 19. August 2017 - kann sich sehen lassen:

"In diesem Jahr wurde mit rund 145.300 gelesenen Büchern ein neuer Rekord aufgestellt. Das entspricht einer Steigerung von fast 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das gute Ergebnis hängt möglicherweise mit der aktiven Werbung der Bibliotheken für die Teilnahme am Lesesommer und den vielen Veranstaltungen zusammen, die begleitend zum Lesesommer angeboten wurden. Diese lagen mit 482 Veranstaltungen nochmals um 12 höher als 2016." (Landesbibliothekszentrum, Neustadt.) Die Bilanz aus zehn Jahren: "Fast 165.000 Kinder und Jugendliche haben in dieser Zeit mitgemacht und mehr als 1,1 Millionen Bücher gelesen."

Diese Anstrengungen lohnen sich. Man sollte die öffentlichen Bibliotheken, die ihren Kulturauftrag ernst nehmen, wieder mehr in den Blick nehmen. Leider, und das gilt wohl für alle Bundesländer, hat auch dieser Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge unter dem Spardiktat der dt. Austeritätspolitik zu leiden.

RE: Die neue Webseite ist da | 14.10.2017 | 09:56

"Und unsere Devs sind alles, aber nicht zynisch."

Mag sein. Schließlich habe ich nur geschrieben, die Formulierung, die als Begründung für die Abschaffung der Formatierungsleiste benutzt wurde, "klingt ein bißchen zynisch". Und ich bin wohl nicht der Einzige, der von dieser Äußerung indigniert war.

Was mit euren Regulierungen verlorengeht, ist die früher behauptete gleiche Augenhöhe, mit der ihr der Community gegenübertreten wolltet. Ihr habt mit der Einführung der Beta-Version, deren Handling für die FC-ler an Geschmeidigkeit deutlich abgenommen hat, den zentralen Punkt bisher umschifft: Welche neue Rolle sollen die Foristen spielen? Und niemand vom Freitag kann mir erzählen, dass die Verschlechterung der Nutzung des Portals nichts mit der Degradierung der Community zu tun hätte.

Meine Vermutung ist: Ihr wollt mittels neuen technischen Rahmenbedingungen die Diskussion unter den Blogs zurückdrängen. Dafür spricht, dass der Thread nicht mehr direkt an den Blog anschließt, dass die Beiträge nur umständlich wieder zu finden sind, dass die Formatierungsoptionen für den Thread abgeschafft wurden, dass es keine Rechtschreibkontrollfunktion gibt. Dafür spricht auch, dass ihr die Übersicht "meistkommentiert" abgeschafft habt.

RE: Die neue Webseite ist da | 12.10.2017 | 13:13

"...wie Sie vielleicht bemerkt haben, wurden die Auszeichnungsmöglichkeiten in den Kommentaren von uns deaktiviert."

Klingt schon ein bißchen zynisch, da in der Community schon ausführlich darüber diskutiert wurde. Die Begründung dafür klingt allzusehr nach einer pädagogischen Maßnahme ("mehr durch Inhalte als durch Formatierungen glänzen"). Mir ist nicht bekannt, dass hier vornehmlich auf die Formatierungsknöpfe gedrückt worden wäre. Ich sehe diese Maßnahme als weitere Einschränkung der Handhabung der Site für die Community.

RE: Als es noch nach Macht und Testosteron roch | 09.10.2017 | 09:53

Warum bist du gleich so radikal und forderst 90 Prozent aller Männer von der Wahl auszuschließen?

RE: Zuwachs im Herren-Club | 08.10.2017 | 14:04
Zuerst zur Klarstellung: Der Post war nicht von mir, ich habe ihn nur auf mich bezogen...

Das ist richtig. Der Komfort der alten Web-Version, bei der man den zu beantworteten Text vor Augen hatte, hätte diesen Umstand verhindert.

RE: Zuwachs im Herren-Club | 08.10.2017 | 14:03

Zuerst zur Klarstellung: Der Post war nicht von mir, ich habe ihn nur auf mich bezogen...

Das ist richtig. Der Komfort der alten Web-Version, bei der man den zu beantworteten Text vor Augen hatte, hätte diesen Umstand verhindert.

RE: Vergreisen unsere Konzertsäle? | 08.10.2017 | 13:55

Das zuschauende als wie zuhörende Gros besteht aus Menschen jenseits ihres sozialabgabepflichtigen Arbeitslebens; darunter freilich auch weitaus wohlhabendere Exemplare, also Leute, die nicht weiter rechnen müssten, um egal wie viele Euro für den einen oder andern Hype der Hochkultur aufs Anstandslose hinzublättern.

Genau! Diese Leute, die nicht auf die Asche gucken müssen, sind in großer Zahl in den dt. Opernhäusern zu finden. Diese Klientel profitiert auch noch vom gemeinen Steuerzahler, da alle Häuser großzügig subventioniert werden. Eine Opernkarte, so haben schon einige vorgerechnet, müsste das Drei- bis Vierfache kosten.

Es gibt Musikdarbietungen, wie bspw. die Musicals, die ohne Subventionen auskommen (müssen). Dort ist der preiswerteste Platz dem teuersten der Operndarbietung ebenbürtig.

Ein Stichwort bringe ich noch ein: Elbphilharmonie.

RE: GroKo-Kritiker an die Spitze | 06.10.2017 | 15:25

Alles nur SPD-PR. Andrea Nahles, die neue Fraktionsvorsitzende, gilt innerhalb der SPD als links. Aber nur innerhalb der SPD. Der zweitwichtigste Posten ging an einen Seeheimer, einen Rechtsaußen innerhalb der Fraktion. Carsten Schneider wurde zum neuen Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer gewählt. Da wurde das Links-Rechts-Schema bedient.

Mit einem Befreiungsschlag hat das nix zu tun. Das Weiterso hängt noch voll in den Kostümen und Anzügen der Abgeordneten. Solange der Seeheimer Kreis einen derart großen Einfluss auf die Sozialdemokraten hat, bleibt nur das Träumen von einer sozialdemokratischen SPD.