Achtermann

Ich lass' mich belehren. Jedoch: Oft wehre ich mich dagegen.
Achtermann
RE: Hommage an das Peter-Prinzip | 26.11.2021 | 13:58

>>Ihre Inanspruchnahme der Sachlichkeit, der ich gerne - abstrakt wie konkret - zustimme, ist leider selektiv.<<

Eine in der Tendenz unsachliche Aussage, die nichts anderes besagt als: Bartleby gut, Achtermann schlecht.

RE: Hommage an das Peter-Prinzip | 26.11.2021 | 12:01

Wollen wir mal sachlich sein. Ich finde es eher beängstigend, dass die anstehende links-liberale Regierung sich in den Koalitionsvertrag hineingeschrieben hat, die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen auszustatten.

Noch am 17.12.2020 konstatierte sogar die taz:

>>Dass der Bundestag vorerst nicht die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr beschließen wird, ist eine erfreuliche Nachricht. Es ist ein Verdienst des SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans und von Fraktionschef Rolf Mützenich, dass sich die Sozialdemokrat:innen nicht einfach stumpf vermeintlichen militärpolitischen Notwendigkeiten beugen.<<

Jetzt haben sie sich stumpf den vermeintlichen militärpolitischen Notwendigkeiten gebeugt. Da haben sich die Grünen und die Freien Demokraten auf ganzer Linie durchgesetzt.

RE: Hommage an das Peter-Prinzip | 25.11.2021 | 17:41

Man kann sich an Frau Baerbock abarbeiten, aber auch mal in den Koalitionsvertrag schauen und den militärischen Aspekt der deutschen Außenpolitik betrachten. Es wird davon ausgegangen, dass Deutschland und Europa einer ständigen Bedrohung ausgesetzt seien. Die angeführten "Sorgen", die sich die östlichen EU-Staaten machen, zielen auf Russland. Die Nato-Drohungen werden zu "Dialoganstrengungen" umgedeutet:

>>Wir setzen uns dafür ein, die politische Dimension der NATO zu stärken, auch um im Bündnis bestehende Spannungen zu adressieren. Solange Kernwaffen im Strategischen Konzept der NATO eine Rolle spielen, hat Deutschland ein Interesse daran, an den strategischen Diskussionen und Planungsprozessen teilzuhaben. Vor dem Hintergrund der fortbestehenden Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands und Europas nehmen wir die Sorgen insbesondere unserer mittel- und osteuropäischen Partnerstaaten ernst, bekennen uns zur Aufrechterhaltung eines glaubwürdigen Abschreckungspotenzials und wollen die Dialoganstrengungen der Allianz fortsetzen. Wir unterstützen die Bemühungen des Bündnisses zu konventioneller und nuklearer Abrüstung sowie Rüstungskontrolle. Wir werden den europäischen Pfeiler in der NATO stärken und uns für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen NATO und EU einsetzen.<<

RE: Hommage an das Peter-Prinzip | 25.11.2021 | 11:04

Ergänzt werden könnte das Führungspersonal des Außenministeriums durch Omid Nouripou, dem bisherigen außenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Als bisheriges Mitglied des Verteidigungsausschusses forcierte er rhetorisch die Sanktionspolitik gegen Russland und setzte sich dafür ein, dass die Ukraine in die EU aufgenommen wird. Er steht Baerbock, was seine ideologische Politikpraxis angeht, in nichts nach.

Das grüne Außenministerium liegt dann eingebettet in der anti-russischen Heinrich-Böll-Stiftung und der transatlantisch fixierten Stiftung 'Zen­trum Libe­rale Moderne', gegründet von Ralf Fücks und dessen Gattin Marieluise Beck.

RE: Der Freiheitsbegriff wurde zur Selbstdarstellung missbraucht | 24.11.2021 | 14:58

>>Ich ging bislang davon aus, hier schrieben eher andere Menschen als diese Durchschnittsdeutsche.<<

Sind wir mal optimistisch, dass dem so ist. Die Politik richtet sich aber eher an den Durchschnittsdeutschen. Sonst hätte sie längst ihre Hasenfüßigkeit in Sachen Corona abgelegt. Der Schlingerkurs, den der geschäftsführende Gesundheitsminister hinlegt, ist sicher diesem Wahlbürger-Denken geschuldet, sonst hätte er nicht vor einigen Wochen vom Ende der Pandemie schwadroniert. Da hat er wohl zu sehr davon geträumt, dass sein Abgang als Minister mit dem Sieg über das Virus zusammenfällt.

RE: Der Freiheitsbegriff wurde zur Selbstdarstellung missbraucht | 24.11.2021 | 14:11

Der Freiheitsbegriff eines männlichen Durchschnittsdeutschen dürfte selten über das Verfügenkönnen von Bier, Steaks, Frauen und Autos und das Gucken von Fußball kaum hinauskommen. Ein Idol für viele ist sicherlich Julian Reichelt.

RE: „Die Freiheit, die liegt nun auf dem Land“ | 24.11.2021 | 11:39

>>Schade, Sie arbeiten mit den schlimmsten Vorurteilen. (...) Wenn Sie keine Ahnung haben...<<

Witzig. Gute Argumente für das Führen eines Dialogs.

RE: „Die Freiheit, die liegt nun auf dem Land“ | 23.11.2021 | 09:48

Nicht vergessen werden sollten die rund 275.000 Saisonarbeitskräfte, die in Deutschland auf dem Land tätig werden (sollen). Es wird immer schwieriger, diese aus EU-Ländern wie Rumänien oder Polen zu generieren. Deshalb wurde vor einigen Jahren eine Richtlinie erarbeitet, die es erlaubt, Saisonkräfte aus sog. Drittstaaten zu holen. Eine Studie dazu zeigt:

>>Die meisten Saisonarbeitskräfte in den Mitgliedstaaten kommen aus Nachbarregionen der EU und wurden im Rahmen der Saisonarbeitnehmer-Richtlinie zugelassen. Die Ukraine ist das häufigste Herkunftsland. Die meisten Saisonarbeitskräfte sind in der Landwirtschaft, im Tourismus und im verarbeitenden Gewerbe beschäftigt. (...)

In einigen Mitgliedstaaten haben Saisonarbeitskräfte eingeschränkte Rechte und einen begrenzten Schutz, insbesondere im Hinblick auf den Zugang zu Leistungen bei Arbeitslosigkeit und Leistungen für Familien.<<

So kommen die biozertifizierten Produkte der regionalen Landwirtschaft, die in Städten von den Bildungsbürgerinnen so gerne gekauft werden, auf den heimischen Esstisch, nachdem sie zuvor in Elektroherden mit Touchfunktion und katalytischer Rückwand zubereitet wurden.

RE: „Die Freiheit, die liegt nun auf dem Land“ | 22.11.2021 | 15:20

Städter, die sich Haustiere halten oder Vogelfutter in einen - falls vorhanden - sogenannten Vorgarten streuen, jedoch Wildschweine gerne abgeschossen sehen wollen, falls sie mal ins Urbane eindringen, dokumentieren nichts anderes als ihre Neurosen, die sie im Stadtleben entwickelten.

Parallel zur Wirtschaftsweise des kapitalistischen Systems verdichten sich die Wohnräume an in weniger Orten. Die Statistik weist eindeutig aus, dass der Run auf die Städte ungebrochen ist. Der Grad der Urbanisierung in Deutschland lag im Jahr 2020 bei 77,4 Prozent. Und er wird weiter steigen, weil er auch - bis auf eine fünfjährige Seitwärtsbewegung - die letzten zwei Jahrzehnte stets angestiegen ist. Sicherlich hängt das auch mit den Zuwanderungen aus dem Ausland zusammen, denn diese Menschen zieht es vorwiegend in die Städte.

Diese und die Dorfregionen müssen jeweils ihre eigenen Probleme lösen. Allerdings sind pro Kopf in verdichtete Regionen Jahr für Jahr weitaus mehr Steuergelder geflossen als in die dünn besiedelten. Daraus sollte die Politik Konsequenzen ziehen. Vom Totschlagargument, die Menschheit der Welt hätte, um sie zu retten, zwingend vedichteter zu wohnen, halte ich für eine rhetorische Figur angesichts der Auswüchse dieses Wohnens, die in Tokyo, Mumbai oder Rio de Janeiro zu beobachten sind.

RE: Lockdown für Ungeimpfte? Warum das nichts als schwarze Pädagogik ist | 21.11.2021 | 15:46

Ich bin Realist durch und durch. Deshalb bleibt meine Einschätzung richtig: "Die großen Versprechungen und Erwartungen konnten nicht erfüllt werden." Dass sich künftig andere Varianten entwickeln könnten, stellten die Virologen nicht in Abrede. Wer als Politiker in Kenntnis dessen posaunt, eine 70%-ige Impfquote reiche zur Herdenimmunität aus, macht Versprechungen, die nicht eingehalten werden können.

Deine dümmlichen Bemerkungen wie "Sie sind bei dem dünnen Eis einfach eingebrochen." kannst du dir sparen. Sie tragen keine Erkenntniserweiterungen in sich.