Besucherrekorde und ein Preisregen

Preisverleihung Der Abschluss der zehnten Ausgabe von „achtung berlin" war das Sahnehäubchen auf einen überzeugenden Festivaljahrgang – finden unsere Reporter Katharina und Tobias
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Besucherrekorde und ein Preisregen

Zum Abschluss des Festivals rangeln sich die Reporter noch einmal am Roten Teppich und schossen Blitzlichtgewitter vor allem auf die prominenten Damen der Jurys (darunter die Schauspielerinnen Franziska Petri, Lore Richter, Odine Johne) und die versammelte Independent-Filmszene der Hauptstadtregion. Wie immer herrschte fröhliches Gedränge im Foyer des Babylon-Kinos und rund um den roten Teppich, wo schon lange vor der Abschlusszeremonie wieder Small-Talk gepflegt (und gepafft) wird.

Anschließend wurden die nach Meinung der unabhängigen Jurys besten Filme in gleich zwölf Kategorien in der glorreichen Nacht des 16. April 2014 gekürt, was freilich eine ganze Weile in Anspruch nimmt. Innerhalb der fast dreistündigen Preisverleihung schleicht sich immer wieder der Eine oder die Andere nach Draußen zum Rauchen oder Frische-Luftschnappen. Doch dieses leichte Wuseln am Rande der beinahe bis auf den letzten Platz voll besetzen Sitzreihen tut der festlichen Stimmung keinen Abbruch.

Die letzte Nacht der zehnten „achtung berlin“-Filmfestspiele wird um 20:13 Uhr von den Veranstaltern Hajo Schäfer und Sebastian Brose eröffnet. Tosender Applaus und die für das Festival übliche familiäre Atmosphäre begleiten den charmant improvisierten Abend. Gleich zu Beginn verkünden die beiden Festivalchefs euphorisch, dass ihnen mit dieser 10. Ausgabe des Festivals ein Quantensprung gelungen sei, da alle Zuschauerrekorde gebrochen wurden! Der Dank gilt auch dieses Jahr allen, die dazu beigetragen haben das Festival zu dem zu machen, was es jetzt ist: ein herzliches, lockeres Familientreffen der Berliner Nachwuchs- und Independent-Filmszene.

Viele Gesichter aus dieser kreativen Szene sind bei der Preisverleihung zu sehen und berichten freimütig, dass sie ihre Filme gerne bei „achtung berlin“ aufführen, da das Festival „einen guten Ruf hat“, wie Sascha Supastrapong“, Koproduzent eines der diesjährigen Dokumentarfilme, „Spirit Berlin“, es ausdrückt. Deutlich wird an diesem feierlichen, doch extrem lockeren Abend noch einmal das Erfolgsgeheimnis von „achtung berlin“: mit seiner familiären und vertrauten Atmosphäre und der Wertschätzung auch sehr ungewöhnlicher, persönlicher und schräger Filme hebt es sich deutlich von anderen Filmfestspielen ab.

Kaum war die Preisverleihung vorbei, trafen sich die Festivalfans und die Prämierten zur letzten Festivalfete vor und im Bassy Club gleich wieder. Vor allem vor dem Club unweit des Kulturzentrums Pfefferberg wurde munter weitergeplauscht; Regisseure und Produzenten berichteten untereinander von ihren bereits abgedrehten Filmen, in den Pipelines befindlichen Projekten und neuesten Plänen. Vor allem im unteren Dancefloor des Bassy vergnügte sich eine amüsierfreudige Menge bei Elektronik- bzw. Technoklängen, während der zweite Dancefloor mit 50er-Rock-n-Roll-Sound etwas mehr Platz zum Ausruhen bot. Gegen zwei Uhr war noch kein Ende abzusehen, aber es gab ja auch Grund genug zum Feiern:

Im Rahmen der aufregenden Retrospektive haben wir ein Wiedersehen mit der Stadt, die so nicht mehr existiert, erlebt, und uns in die Zeit der 1990er Jahre zurückversetzt gefühlt. Gemeinsam mit allen Filminteressierten aus der Hauptstadt und ihrer Umgebung haben wir auf der Fotoausstellung im Familienalbum der Berliner Filmszene geblättert, das die Fotografinnen Christine Kisorsy und Yvonne Szallies-Dicks uns geschenkt haben. Wir haben eine unvergessliche Woche und ein bahnbrechendes Festival erleben dürfen und freuen uns deshalb umso mehr auf weitere 10 Jahre „achtung berlin“!

Die Preisträger finden Sie unter achtungberlin.de

Von Katharina Kunisch und Tobias Grimm / im Rahmen des Studiengangs Journalistik an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation – MHMK, Standort Berlin.
14:08 17.04.2014
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achtung berlin

Der achtung berlin - new berlin film award ist ein Filmfestival, das sich mit Leib und Seele dem Hauptstadtkino verschrieben hat. 9.-16. April 2014
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