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Historiker an der Universität Wien
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RE: Vernünftiges Panoptikum | 01.05.2013 | 09:04

Drollige Position, die versucht, krampfhaft originell zu sein; aber wenn Magnus Klaue schon Foucault nicht schätzt, so könnte er doch bei Marx nachsehen, der den Urphilister Jeremias Bentham, dies nüchtern pedantische, schwatzlederne Orakel des gemeinen Bürgerverstandes des 19. Jahrhunderts, als Genie in der bürgerlichen Dummheit bezeichnet. (Marx, Kapital, MEW Bd. 23, S. 636)

http://adresscomptoir.twoday.net/stories/64965148/

RE: Wir traurigen Konservativen | 05.03.2009 | 14:13

Der Beitrag zeugt von einem Geschichtsverständnis, das sich der Geschichte einzig zur Versicherung der eigenen Identität bedient; dabei kann der Bezug auf die Geschichte - und das heisst: der u.a. in Archiven überlieferten Texte - auch dazu dienen, das uns Vertraute fremd zu machen, historische Ordnungssysteme als kontingent, gar als absurd und lächerlich darzustellen und damit zu zeigen, dass diese veränderbar sind. Ob ein solcher Zugang als Kulturkonservativismus bezeichnet werden kann?