RE: Artikel: Evolution & Sexuelle Orientierungen | 29.08.2016 | 21:39

Selber homosexuell, will ich gar nichts verbieten und steht auch gar nicht in mein Artikel. Es ist ein ganz nüchtern Feststellung das Heterosexualität der meistvorkommende sexuelle Orientierung ist, Ich sehe das wohl mehr, ein Satz aus der Text nehmen und dann darauf ein Urteil basieren.

Für das Europäische Pleistocene gibt es kein archeologische Nachweis für was wir heute unter Homosexualität verstehen, vermutlich nur homosexuelles benehmen bei pübertierende Neanderthaler Jungen, (van Mechelen, forthcoming article), möglicherweise auch noch Initiationsriten bei pubertierende Mädchen durch Frauen durchgeführt wovon wir aber nicht wissen ob diese auch von sexueller Art waren. (Schutz 1983). Der erste nachgewiesene Homosexualität sehen wir in etwa 6500 v. Chr in Ost-Spanien auf der Cuevas de la Vieja Panel wobei es dann sehr vermutlich auch noch um ein initiationsritual geht wobei ein größere und kleine männliche Figur zu sehen sind und so von Päderastie die Rede ist. (Nash 2001, S. 51). Für soweit ich es jetzt übersehen kann, wird Homosexualität zwischen Erwachsenen fürs erste Mal beschrieben bei den Mesopotamier, da stecke ich noch in die Forschungsarbeit.

LITERATUR:

Nash, G

The subversive male: homosexual and bestial images on European Mesolithic Rock Art.

In: Bevan L (Ed): Indecent Exposure. Sexuality, Society and the archeological record.

Cruithne Press, Glasgow, 2001

Schutz, H

The prehistory of Germanic Europe

Yale University Press, New Haven & London, 1983

RE: Die Wahrhaftigkeitslücke | 01.06.2015 | 09:12

@ergo-oetken: Es muss natürlich §34 der UN-Kinderrechtekonvention sein, ein Tippfehler von mir. Der Anfang der Kindgerechte Version lautet wie folgt:

34. Schutz vor sexuellem Mißbrauch

Die Regierungen verpflichten sich, Kinder vor allen Formen des sexuellen Mißbrauchs und der sexuellen Ausbeutung zu schützen. Mit Gesetzen und allen Mitteln soll verhindert werden, daß erwachsene Menschen aus der Zärtlichkeit und Verschmustheit von Kindern ein ekliges Geschäft machen.

Kinder dürfen nicht gezwungen werden, mit einem Erwachsenen zu schmusen. Kinder dürfen nicht an erwachsene Ekeltypen vermietet werden, damit sie mit ihnen schmusen. Kinder dürfen nicht in Pornoheften oder Pornofilmen gezeigt werden. Kinder haben ein Recht auf die Unverletzbarkeit ihres Schamgefühles."

Einige Alineas weiter wird dan angegeben was unter sexueller Missbrauch zu verstehen ist en das habe ich aufgeschrieben.

Da mein Forschungsthema "Gay Youth" (homosexuelle Jungen) ist, habe ich in grosse Mehrheit mit Ephebophilie (Pubertären) und viel weniger mit Pädophilie (Prepubertären) zu tun. Als homosexueller Mann (mit Lebenspartner) forsche ich also nach die jüngste Generation Homosexueller. Es ist ein Subthema was auf Academia zu finden ist under "Gay, Lesbian, Bisexual and Transgender Youth". Mein Papers sind da auch als Open Access nach zu lesen:

https://independent.academia.edu/AdrianvanMechelen

Die These das viele Pädophilen selbst missbraucht sein, scheint so nicht zu stimmen. Der grosse Mehrheit gibt an selber nicht missbraucht zu sein, ebenso diejenigen welche selbst missbraucht werden. Sehe Garland 1990 und Jespersen 2009.

Nach der meiste neue Forschungsergebnisse welche abgelaufen Woche bekannt geworden sind, ist Pädophilie kein psychische Erkrankung, aber ein sexuelle Orientierung. Ich zitiere hier der Oberartz Tillmann Krüger:

"Die sexuelle Orientierung positioniert sich in einem sehr frühen Stadium der Hirnentwicklung, meist pränatal, also im Mutterleib. Vieles wird dann noch modelliert und spätestens in der Pubertät determiniert. Keiner sucht sich das aktiv aus, weil er das interessant findet, sondern das ist gewissermaßen festgelegt. Pädophilie ist also ähnlich wie Homosexualität eine Variation der sexuellen Orientierung, nur eben eine sehr ungünstige, weil sie nicht ausgelebt werden kann und darf."

Das Interview ist zu finden und nachzulesen auf:

http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201505/28/220810.html

Garland, R.J: "The Abuser/Abused Hypothesis of Child Sexual Abuse: A Critical Review of Theory and Research" in:

Feierman, J.R (Ed): Pedophilia. Biosocial Dimensions. Srpinger, New York, 1990. S. 488-509

Jespersen, A.F, Lalumiére, M.L. & Seto, M.C:

Sexual abuse history among adult sex offenders and non-sex offenders. A Meta-analysis.

Child Abuse & Neglect, Band 33, 2009. S. 179-192.

RE: Die Wahrhaftigkeitslücke | 28.05.2015 | 16:54

Mit der Entschädigungszahlung für Opfer von tatsächliches sexueller Missbrauch (Missbrauch durch Geistlichen, egal welche Glaubensrichtung, Inzest, Vergewaltigung, Zwang, Sex nach verabreichung von Drogen und Alkohol, usw, wo ich auch regelmassig über Lese in der Klinische Literatur) bin ich komplett einverstanden. Das Opferentschädigungsgesetz soll für diese Opfer dan auch rasch auf den Wege gebracht und verabschiedet werden. Bei dem Begriff Vergewaltigung, muss mann aber vorsicht betrachten weil dieser Begriff ziemlich ausgedehnt ist mit Z.b. auch der Oralverkehr dabei was in mein Forschungsthema zur homosexuelle Jungen (Gay Youth) doch recht problematisch erscheint da der Freiwilligkeit für der Gesetzgeber kein Rolle zu spielen scheint.

Ein Verein wie Wildwasser (Bekannt von "Wormser-Prozesse 1-3,

http://de.wikipedia.org/wiki/Wormser_Prozesse

soll sich mit Beratung an Opfer beschäftigen, nicht mit Aufdeckung oder Ermittlung nach auch mein Rechtsverständnis. Da sind Polizei und Justiz für zuständig. Prof. Undeutsch hat hierdas folgende über geschrieben:

"Jugendämter, Heime usw. suchen oft die Aufnahme polizeiliche Ermittlungen und Vernehmungen der Kinder hinauszuschieben, um Zu gewinnen, zunächst selbst ermittlend tätig zu werden in der Glauben, sie könnten sowieso besser mit Kindern umgehen, ihren Techniken der Aufdeckungsarbeit könnten deshalb erfolgreicher sein. Sedlbst die frühzeitige Einschaltung von Sachverständigen scheint solche Eiferen unerwünscht (...). Die Ermittlungstätigkeit beim Verdacht des Vorliegens einer strafbaren Handlung ist nach den Willen des Gesetzgebers der Staatsanwaltschaft (§ 160 StPO) und der Polizei als ihrem Hilfsorgan (§ 163 StPO). (Undeutsch 1994, S 182 ff). Das bedeutet in Facto das, sobald ein Beratungsstelle wie Wildwasser von einen Straftat erfährt, sie nicht selber der Minderjährige Befragen darf, aber die Sache an die Polizei übergeben muss und dann Hilfe bieten wenn der Polizei Ihren Vernehmungen abgeschlossen hat.

Bei der Unabhängige Missbrauchtsbeauftragte Herr Rörig, habe ich meinen Zweifel. So basiert sich sein definition von Missbrauch auf die von Finkelhor (Wissentliche Zustimmung) und weicht ab von der Definition von §37 der UN-Kinderrechtenkonvention (hier in Kindgerechte Sprache):

„Sexueller Missbrauch geschieht dann, wenn ein erwachsener Mensch ein Kind durch Drohungen mit Gewalt oder unter Ausnutzung einer Not oder sonst wie dazu zwingt, seine sexuelle Lust zu befriedigen. Das ist verboten." (http://www.kinderhabenrechte.at)

Ausserdem besteht sein Bibliothek fast nur aus der Klinische und Viktomologische Literatur, empirische Literatur findet man vergeblich. Über der Klinische Forschung komm ich noch in ein anderes Artikel zu sprechen.

Undeutsch, Udo: Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Kinder als Opfer und Zeugen, in:

Rutschky, K & Reinhardt, W (Hrsg): Handbuch sexueller Mißbrauch, Ingrid Klein Verlag, Hamburg 1994.

RE: 1.000 Opfer bei Berliner Grünen | 21.05.2015 | 08:03

Ein mehr differenzierte Beitrag is auf Heise.de zu finden:

http://www.heise.de/tp/news/Neuauflage-der-Paedophiliedebatte-bei-den-Gruenen-2659424.html

RE: 1.000 Opfer bei Berliner Grünen | 20.05.2015 | 20:54

Zwei der externe Mitglieder kommen aus feministische Beratungsstellen, Iris Hölling von "Wildwasser" und Lutz Volkwein von "Hilfe-für-Jungs" (S. 3).

Ohne ausfürhrlich eingehen zu können auf was in Berlin passiert ist (ich wohnte da noch niet in Deutschland), doch ein paar kurze,allgemeine Bemerkungen. Über Berlin sollen bestimmt andere Leser hier mit mehr wissen darüber können kommentieren. Ausführliche Argumenten kann mann nachlesen in mein Papers auf Academia.

Wie ich wohl öfter sehe, auch in der Fachliteratur, werden auch in Abschlussbericht Jugendliche unter der Term "Pädophilie" gefasst. Für pübertäre Jungen bzw. Mädchen sind da die Termen Ephebophilie und Parthenophilie die richtige. Da sind noch wohl Wissenschaftler wie Prof. Klaus Beier zu unrechte der Term Hebephilie (j/m) benutzen welches es aber wegen pseudowissenschaftlichkeit nicht als "Störung der Sexualpräferenz" bzw. "Mental Disorder" in der DSM-V gebracht hat.

Obwohl in Abschlussbericht allerhande Schwullengruppierungen vorbeikommen, wird nirgendwo berichtet über homosexuelle Jungen welche ein Intergenerationelle Beziehung hatten und möglicherweise nach heutige Ansicht der Grünen "Opfer" sein hatten können oder zum Opfer gemacht werden wie in Canada in 1993 (was die Grünen natürlich nicht aufsnehmen sollten). Sehe für der Kanadische Fall van Mechelen 2015, S. 7-8.

Ich sage nicht das es kein Missbrauch bei (homosexuelle) Jungen gibt, aber um alles als Mißbrauch ab zu tun, geht mir doch wirklich viel zu weit. Hierauf komm ich zürück in ein kunftiges Paper über Sexueller Missbrauch bei Homosexuelle Jungen. Wegen der Aktualität geht Franz Walter erst vor.

Die Grünen argumentieren auch hier wieder nach klinische, viktomologische und moralische Maßstäben und nicht nach empirische. Deswegen machen die auch kein Meldung von positive Beispeielen.

Das lässt sich schon bei Finkelhor sehen, denn was schreibt er in 1979 zur Einwilligung: (Finkelhor 1979, Übersetzung von mir)

"„Auch der hier postulierte Einwand der mangelnden Fähigkeit zur wissentlichen Zustimmung beruht zwar wieder nur auf moralischen statt empirisch nachprüfbaren, etwa psychischen Gesichtspunkten“. Mit "Wissenliche Zustimmung "informed consent" gemeint, dies im Gegensatz zu "simple consent".

Laut David Spiegel ist es moralisch nicht richtig um das bestehen von Freiwilligkeit zu unterstellen und es zu sagen (Spiegel 2000).

Diese freie Wille kann laut manche Kritiker nicht bestehen, denn diese darf nicht bestehen und besteht also auch nicht. Speziell ab der Pübertät kann mann hier die nötige Fragezeichen bei setzen.

Da sollen noch genug Diskussionen folgen, wir mussen aber auch auf homosexuelle Minderjährige (Hier Jungen, gilt aber auch für Mädchen) achten wovon sehr wohl sich ein Teil zu Ältere Jungen und/oder (junge) Männer angezogen fühlt wie ich noch in mein Missbrauchspaper nachweisen soll.

Finkelhor, D: What´s wrong with sex between adults and children? American Journal of Orthopsychiatry, issue 49, 1979

Spiegel, D: The price of abusing children and Numbers. Sexuality & Culture 4-2, Spring 2000, 63-66

Spiegel, D: Suffer the children: Long-terms effects of sexual abuse. Society, 05/01/2000, 37 -4, 18-20

Van Mechelen: Response to Christian Laes: “When Classicists Need to Speak up: Antiquity and Present Day Paedophilia ‒ Pederasty“. Berlin 2015. Academia.edu

RE: 1.000 Opfer bei Berliner Grünen | 20.05.2015 | 15:31

Herr Füller soll seine Leser dann auch der entsprechende Link zum Abschlussbericht geben sodass mann sich an der Hand davon sich eine Meinung machen kann (91 Seiten):

http://gruene-berlin.de/sites/gruene-berlin.de/files/benutzer/henriette.kluge/bericht_komm_aufarbeitung_gruene_berlin_.pdf

Auch diese Woche erschienen ist das Abschlussbericht von Prof. Franz Walter über der Deutsche Kinderschutzbund (101 Seiten)

http://www.demokratie-goettingen.de/studien/deutscher-kinderschutzbund-abschlussbericht

Wegen Prof. Walter habe ich der Fachvortrag von Dr. Bruce Rind auf mein Site gesetzt. Mein Kommentar Prof. Walter folgt.

https://independent.academia.edu/AdrianvanMechelen