A. Hoffmann
29.08.2015 | 10:29 127

"Diese Linken müssen so stolz auf sich sein"

Antisexismus Wer geschlechtsbezogene Notlagen und Benachteiligungen beseitigen möchte, sollte das bei beiden Geschlechtern tun.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied A. Hoffmann

"Ich bin seit fast zwei Jahrzehnten professionell im Bereich der Sozialen Dienste und als Kämpferin für soziale Gerechtigkeit tätig", berichtet die Traumaforscherin und Therapeutin Laurie A. Couture in einem Artikel, der diese Woche online veröffentlicht wurde. "Wenn Frauen und Mädchen Opfer sind, habe ich festgestellt, dass Leidenschaft und politisches Engagement in unserer Gesellschaft reichlich vorhanden ist. Es gibt keinen Widerstand von Experten und den progressiven Medien dagegen, für die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen Aufmerksamkeit zu wecken. Als ich das Feld der Sozialen Dienste und der sozialen Gerechtigkeit betreten habe, hatte ich ursprünglich erwartet, dass den Bedürfnissen und dem Leiden von Jungen und Männern dieselbe leidenschaftliche Aufmerksamkeit gewidmet wird." Stattdessen aber sei sie, wenn immer sie die Bedürfnisse dieser Gruppen angesprochen habe, auf eine aggressive Blockade gestoßen – in erster Linie durch Feministinnen und die progressiven Medien.

Nachdem sie jahrelang ein Forum für die Anliegen des männlichen Geschlechts gesucht habe, berichtet Couture, habe sie erkennen müssen, dass Männer als Gruppe kontinuierlich ausgeblendet würden – es sei denn, es ginge darum, ihnen etwas vorzuwerfen, sie herabzusetzen oder zu beschämen. Ganze Themenfelder seien tabuisiert: etwa von Frauen begangene häusliche und sexuelle Gewalt mit männlichen Opfern, die massenweise vorgenommen Pathologisierung von Jungen, die Herabsetzung von Männern in den Medien, die Tatsache, dass 80 Prozent der Selbsttötungen männliche Opfer fordern und dergleichen mehr. Eine seriöse Debatte über diese Dinge gebe es nicht – stattdessen würden diese Probleme verniedlicht, ignoriert oder verhöhnt. Antidiskriminierungspolitik finde ausschließlich zugunsten von Frauen statt.

"Ich habe den Eindruck, dass diejenigen, die die Medien und die Sozialpolitik kontrollieren, die Öffentlichkeit hier gezielt im Dunkeln tappen lassen" befindet Couture. "Ich wurde selbst schon zu lange zensiert und zum Schweigen gebracht, um noch an einen Zufall zu glauben." Eine offene Debatte sei aber unmöglich, solange die progressiven Medien jegliche Kritik am Feminismus zurückwiesen. Dem unbenommen stelle eine wachsende Zahl junger Erwachsener die feministische Theorie in Frage und befände sie als sexistisch, entzweiend und einschränkend. Die Plattformen der sozialen Medien explodierten mittlerweile mit Konflikten zwischen den beiden Lagern – Konflikten, die leider mehr Feindseligkeit als gegenseitiges Verständnis beförderten. In diesem Zusammenhang hofft Couture auf mehr unabhängige Medien, die jenen Menschenfreunden ein Forum gäben, die sich um die Bedürfnisse und Rechte aller Menschen kümmerten, statt die Hälfte der Bevölkerung zu übergehen.

Eigentlich ist die Haltung, das Leiden von Männern zu übergehen, konservativ bis reaktionär: Ein Mann hat gefälligst zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl zu sein, eine Eiche im Sturm. Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Aber leider hat Couture Recht, was ihre Kritik an Medien angeht, die sich selbst als progressiv verstehen. Wer die Einseitigkeit der herrschenden Geschlechterpolitik kritisiert, bekommt dort schnell das Etikett "antifeministisch" aufgeprägt, als ob er gegen die Gleichberechtigung von Frauen wäre. Und wer gar als Männerrechtler oder Maskulist dafür plädiert, dass die Bedürfnisse beider Geschlechter gesehen werden sollten, den karikiert man als reaktionären Zausel.

Vergangene Woche verstieg sich auch der "Freitag" zu dieser Rhetorik. In einem Artikel der Journalistin Nina-Marie Bust-Bartels wurde so getan, als ginge es Maskulisten allein darum, irgendwelche "Privilegien" gegenüber Frauen zu verteidigen. In einer bizarren Schlusspointe wurden die Maskulisten gar mit dem rechtsextremen Massenmörder Anders Breivik in einem Atemzug genannt – eine seit mehreren Jahren im antimaskulistischen Lager gängige Denunzierung. Die damit verbundene Aufforderung ist klar: Hört diesen Menschen bloß nicht zu, denn sie sind gemeingefährlich! Verschwiegen wurden in diesem Artikel stattdessen die breit gefächerten Anliegen der Männerrechtler von der Bekämpfung häuslicher und sexueller Gewalt, dem Engagement für Schwule bis zur Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen und Genderziden etwa bei bewaffneten Konflikten. Der Leitbegriff lautet hier "Integraler Antisexismus": Wer Sexismus seriös und wirkungsvoll bekämpfen möchte, muss das bei beiden Geschlechtern tun.

Verschwiegen wird in dem Artikel auch, dass sich laut der aktuellsten Studie über den Maskulismus in dieser Bewegung auch zahlreiche progressiv-linke Protagonisten finden. Wusste Nina-Marie Bust-Bartels vielleicht gar nichts davon? Sie wusste es – unter anderem durch ein einstündiges Interview, das sie mir zu diesem Thema vergangenes Jahr führte. Ich hatte ihr auch eine Zusendung meines Buches "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" angeboten, worauf sie allerdings lieber verzichtete. Möglicherweise wäre die Diskrepanz zwischen eigenem Wissen und öffentlich Mitgeteiltem sonst allzu groß geworden. Aber schon so stellen sich einige Fragen, was das Verständnis von journalistischer Ethik angeht.

Denunziation und Polarisierung scheinen die einzige Methode zu sein, mit der das feministische Lager mit Männerechtlern umgehen kann. Wo gegen Kritiker einer einseitigen Geschlechterpolitik allen Ernstes ein rechtsextremer Massenmörder wie Anders Breivik ins Feld geführt wird, warten Adolf Hitler, Osama bin Laden, Marc Dutroux und Josef Fritzl vermutlich schon in den Kulissen. Ein paar Nummern kleiner geht es offenbar nicht. Aber hat jemals eine Emanzipationsbewegung aufgegeben, nur weil sie vom politischen Gegner mit abwertenden Etiketten verunglimpft wurde?

Dass sich deutsche Zeitungen in die geschilderte Rhetorik versteigen und gegenüber den Anliegen von Jungen und Männern empathielos bleiben, ist befremdlich. Das nämlich ist keineswegs eine Zwangsläufigkeit, wenn man etwa in die britische Presse blickt, wo Publizisten wie Glenn Poole und Neil Lyndon ebenso selbstverständlich maskulistische Positionen vertreten wie der linke Männerrechtler Ally Fogg: "Die häufigste Reaktion, die ich am internationalen Männertag von meinen Freunden in der Linken höre, ist eine Variante von: Ich dachte, jeder Tag wäre internationaler Männertag?" schrieb Fogg 2013 im Independent. "Einige versuchen, daraus einen Tag über die Probleme, die Männer Frauen bereiten, zu machen, während andere das Pedal für Hohn und Spott durchdrücken. Bestimmt ist ihnen klar, dass solche Attacken die Männer in den Designeranzügen, die die Banken leiten, kaum berühren, ebenso wenig die Regierungen und die Firmen, während sie tief einschneiden bei den Obdachlosen, den Verzweifelten, den Selbstmordgefährdeten und den jungen Opfern von Vergewaltigung und Missbrauch, die von Heimen direkt ins Gefängnis gehen. Diese Linken müssen so stolz auf sich sein."

Zu antifeministischen Massenmorden kam es im Vereinigten Königreich trotz solcher Artikel nicht. Irgendwann werden sich auch hierzulande linke Medien Männeranliegen und ihren Vertretern öffnen müssen, statt sie so aggressiv wie möglich zu denunzieren. Geht man aber nach der gegenwärtigen Situation, wird das anders als bei den britischen Zeitungen nur protestierend, schreiend und um sich schlagend geschehen. Der oberste Glaubensgrundsatz lautet hier noch immer: Geschlechterpolitik hat allein zugunsten von Frauen stattzufinden. Alles andere wäre sexistisch.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (127)

Worf 29.08.2015 | 11:35

"dass Männer als Gruppe kontinuierlich ausgeblendet würden – es sei denn, es ginge darum, ihnen etwas vorzuwerfen, sie herabzusetzen oder zu beschämen. "

Wie aktuell in der Zeit:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-08/oesterreich-fluechtlinge-leichen-lkw-autobahn-polizei

"Unter den 71 Toten in einem Lkw in Österreich sind acht Frauen und vier Kinder."

- 59 der Toten sind also nicht Frauen und nicht Kinder. Was können das dann für Menschen (das zweifeln Feministinnen ja auch an) sein? Männer vielleicht? Als Opfer? Nee, dann wären Frauen ja nicht besonders betroffen.

Ist aber nicht so, das Männer nicht erwähnt werden:

"Die Polizei in Ungarn hat drei Männer festgenommen, sie sollen den Wagen gefahren haben."

Wenn die Täter männlich sind, MUSS das Geschlecht hervorgehoben werden!

KlausT 29.08.2015 | 12:09

Als Linker habe ich jahrelang geglaubt, man(n) müsse zwangsläufig auch feministisch gesonnen sein. Erst in den letzten Jahren ist mir bewusst geworden, dass man als humanistisch orientierter Linker den aktuellen Feminismus angesichts seiner faktisch nännerfeindlichen Praxis kritisieren muss. Daher bin ich froh, dass es Leute wie Herrn Hoffmann gibt, die in Beiträgen wie diesem den linken und linksliberalen Feminismuskritkern und Männerrechtlern eine Stimme geben!

Nil 29.08.2015 | 12:32

Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Diese gegenseiten Vorwuerfe sind interlektuell nicht nur voellig unproffessionell sondern auch voellig falsch und tragen null zur Problemloesung bei. Frauen und Maenner haben ihre eigegen Problemstellungen im Leben auf verschiedenen Bewuesstseinsebenen/strukturen (sie Forschung zur Selbstentwicklung von Menschen/Maenner &Frauen) die es zu bewaeltigen gilt und es ist dringend geboten auf beide verscheidengelagerte Probleme auch einen angemessenen Umgang zu etablieren, welches in der Lage ist beiden Geschlechtern gerecht zu werden. Das sowohl Maenner als auch Frauen Opfer sein koennen ist dabei eine Selbstverstaendlichkeit. Einseitigkeiten haben Probleme noch nie geloest, sondern nur vergroessert. Wenn jemand die Bereitschaft zum wahrhaftigem auf Wissenschaft beruhenden Austausch mit den Fuessen tritt, dann ist das einfachmal ein deutliches Zeichen Unzulaenglichkeit, dass man anscheinend eben nicht ueber die besseren Argumente verfuegt, weil man im Grund keine Ahmung oder nicht genuegend Ahnung hat und es, aus welchen Gruenden auch immer, nicht zugeben kann. Das untergraebt dann jede vernuenftige und konstruktive Diskussion. Und ist es, was ich immer wieder beobachten muss. Egal von welcher Seite.

Magda 29.08.2015 | 12:38

Wo gegen Kritiker einer einseitigen Geschlechterpolitik allen Ernstes ein rechtsextremer Massenmörder wie Anders Breivik ins Feld geführt wird, warten Adolf Hitler, Osama bin Laden, Marc Dutroux und Josef Fritzl vermutlich schon in den Kulissen.

Es ist aber nun einmal so, dass gerade Breivik eine exemplarische Figur ist für ein Männerbild, das sich permanent vom Weiblichen bedroht fühlt: Von Homosexuellen, von Frauen, von spezifisch feminisischen Frauen von Einwanderern usw. Und manche Maskulisten verbreiten diesen Eindruck aus. Sie nicht, Sie reklamieren ja, "links" zu sein.

Und wer gar als Männerrechtler oder Maskulist dafür plädiert, dass die Bedürfnisse beider Geschlechter gesehen werden sollten, den karikiert man als reaktionären Zausel.

Das ist komplett an der Realität vorbei. Es ist die Unwahrheit. Gender Mainstreamingbedeutet nichts anderes, als die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen (...) Im Unterschied zur expliziten Frauenpolitik bezieht Gender Mainstreaming beide Geschlechter gleichermaßen in die Konzeptgestaltung ein. (Universität Passau)

Noch ein Beispiel über Gender als Politikansatz. Ein Kongressbericht, der deutlich macht, dass es nicht um Frauen geht, sondern um geschlechtergerechte Sicht z. B. auf die Medizin.

Beide-geschlechter-sind-profiteure-der-gender-medizin

Der oberste Glaubensgrundsatz lautet hier noch immer: Geschlechterpolitik hat allein zugunsten von Frauen stattzufinden. Alles andere wäre sexistisch.

Es ist reaktionär ist es, wenn man in Gefahr geratene Privilegien betrauert. Es ist auch unfair, wenn man Entwicklungen negiert, die – über das Instrument "Gender Mainstreaming" – genau das tun, was Sie fordern. Nämlich beide Geschlechter in den Blick zu nehmen.

Dass es mit Männern als Opfer kein Mitleid gäbe, glaube ich so nicht. Es kann aber damit zu tun haben, dass Männer meist andere Männer wenig bemitleiden.

Magda 29.08.2015 | 12:47

Die Linken hatten zur Geschlechtergerechtigkeit schon immer ein gespaltenes Verhältnis. Offensichtlich erleichtert es, jetzt diesem maskulistischen Bestrebungen ein bisschen nachzugeben und männerfeindliche Praxis (Wo bitte?) zu beklagen. Für mich bleibt das reaktionär. Was der "aktuelle Feminismus" ist, ist mir auch nicht ganz klar geworden.

Das hier kann ja wohl kaum Ihre Abneigung erregen.

Feministische Ökonominnen gegen Austeritätspolitik.

Oder stört Sie eine linke Feministin wie Frigga Haug?

http://kritisch-lesen.de/essay/marxismus-feminismus-eine-unvollendete-aufgabe

NetReaper 29.08.2015 | 13:05

Ich möchte an der Stelle einen Artikel zitieren, der sich mit dem Thema "Die Nützlichkeit des Feminismus" beschäftigt:

http://maennerrechte.org/die-nuetzlichkeit-des-feminismus/

Wem also nützt die Spaltung der Geschlechter? Sie nützt genau denen, die wirtschaftlich und machtpolitisch am meisten zu verlieren hätten, wenn Frauen- und Männerrechtler in Bezug auf Gleichberechtigung am selben Strang ziehen würden. Uneinigkeit in den Gruppen, die gesellschaftliche Veränderungen herbeiführen wollen nützt denjenigen, die gesellschaftliche Veränderungen verhindern wollen.

Und das ist die “Nützlichkeit” des Feminismus.

NetReaper 29.08.2015 | 13:33

Das ist komplett an der Realität vorbei. Es ist die Unwahrheit. Gender Mainstreamingbedeutet nichts anderes, als die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen (...) Im Unterschied zur expliziten Frauenpolitik bezieht Gender Mainstreaming beide Geschlechter gleichermaßen in die Konzeptgestaltung ein.

Ich bin gespannt:
Wo genau passiert das? Wie viele Männerparkplätze und Männerhäuser hat uns das Gender Mainstreaming beschert?

In Deutschland gibt es 0 (in Worten: NULL) staatlich finanzierte Schutzräume in denen auch Männer Zutritt haben.

Wie viele explizit männerfeindliche Gesetze sind wegen dem Gender Mainstreaming abgeschafft worden?

Um es anders zu sagen: Die Behauptung, Gender Mainstreaming käme auch Männer zugute sind Worte, nichts als Worte. Und ziemlich beleidigende noch dazu, weil die Realität ja so offensichtlich anders aussieht.

Dass es mit Männern als Opfer kein Mitleid gäbe, glaube ich so nicht. Es kann aber damit zu tun haben, dass Männer meist andere Männer wenig bemitleiden.

Das ist nichts als ein "Spin" um am Ende doch wieder den Männern die Schuld zu geben. Nach dem Motto: "Die Männer sind Schuld wenn die Männer kein Mitleid bekommen."

Was genau sollen solche Schuldzuweisungen bringen? Wichtiger ist, an den Verhältnissen etwas zu ändern und betroffenen Männern zu helfen. Und zwar ganz gleich welche Gründe es für Männerdiskriminierung gibt.

Und um ein Beispiel für Männer als Opfer zu bringen: Als ich für meine Kritik an der feministischen #Aufschrei-Aktion seinerzeit ausdrücklich ernst gemeinte Morddrohungen erhielt von einer Frau die unter vollem Namen auftrat und keine 30 Minuten von mir entfernt wohnte, meinten sowohl Frauen als auch Männer einhellig ich solle mich "doch nicht so haben".
Das Verfahren gegen die Frau wurde vom Staatsanwalt eingestellt, da er sich außer Stande sah, den Vor- und Nachnamen der Frau mit dem Einwohnerregister in der Region abzugleichen. Person unbekannt.

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Ich habe es einfach satt, dass die Probleme von Männern permanent verniedlicht, verlächerlicht, klein geredet oder schlicht ignoriert werden.

KlausT 29.08.2015 | 13:35

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit eine Liste von m.E. männerfeindlichen Gegebenheiten: * Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte, die nur von Frauen gewählt werden dürfen und faktisch nur deren Interessen vertreten, und zwar auch in Bereichen des öffentlichen Dienstes, wo Frauen inzw. deutlich überrepräsentiert sind, *Mädchenförderung, obwohl Jungs und männliche Jugendliche inzw. zu den "Abgehängten" gehören (z.B. machen nur noch 45 % der Männer Abitur) *Quotenregelungen, weil sie naturgemäß dazu führen, dass ein konkreter Mann zurückstehen muss * Gender"forschung", die verkappte und offiziell nicht zugegebene Feminismus"forschung" ist und eben gerade nicht die Chance nutzt, unparteiische Geschlechterforschung zu sein *die bereits angesprochene Praxis in den Leitmedien, Männer auszublenden oder lächerlich zu machen oder ihnen selbst die Schuld zu geben, *die juristische Praxis im Kindschaftsrecht bei Trennungen ("entsorgte Väter")

janto ban 29.08.2015 | 13:46

Heftig. Den habe ich erst gelesen, nachdem ich das da schrieb. Ich schwöre. Und jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie es weiter geht.

Nebenan hätte ich beinahe noch geschrieben: Es brennen die Asylbewerberheime, nicht die Frauenhäuser. Da verkniff ich es mir, jetzt steht es hier. Auf alle Gefahren hin. Zum Beispiel dem Vorwurf, den ich mir selbst seit Tagen mache, dass meine Kommentare zum Thema dem uneingeschränkt unterstützenswerten Kampf der Frauen um Gleichbe-recht-igung an der einen oder anderen Stelle in den Rücken fallen könnten, so sie auf falsche Ohren stoßen. Quälende Vorwürfe, die mir aber helfen, das angestrebte Gleichgewicht nicht zu verlieren. Wie ich mir einrede. Naja. Wenn es sein muss, überwerfe ich mich halt auch mit sexuellen Orientierungsgenossen, die dem Zwangs-Outing das Wort reden. So viel zeit für Spagate muss einfach sein.

karamasoff 29.08.2015 | 14:29

"Wo genau passiert das? Wie viele Männerparkplätze und Männerhäuser hat uns das Gender Mainstreaming beschert?"

"Mami, Mami ich will auch das haben was DIE hat..."

"Aber Sohn, du weisst doch, daß diese Parkplätze dafür geschaffen wurden, um.." "ICH WILL DAS ABER HABEN"

"...

"In Deutschland gibt es 0 (in Worten: NULL) staatlich finanzierte Schutzräume in denen auch Männer Zutritt haben."

Ich gehe mal wohlmeinend davon aus, daß ihr "AUCH" unabsichtlich war. Oder wollen Sie Zutritt zu Frauenhäusern, die ja bekantnermaßen dazu geschaffen wurden, um Frauen vor dem Risiko von Gewalt durch Männer zu SCHÜTZEN.

Ich empfehle als Schutzraum eine örtliche Bordellspelunke. Die gibts schon seit Jahrhunderten, inklusive echter Männergespräche und Alk gibts auch zur Not.

Gibt sogar psychologische Betreuung durch Frauen. Die sagen auch garantiert nix falsches. Ausser "Oh Yes baby fuck my pussy".

Falls das zu hart ist, dann tuts auch die neue Eventkneipe, obwohl sich da auch immer mehr Frauen rumtreiben

janto ban 29.08.2015 | 14:42

|| Es ist aber nun einmal so, dass gerade Breivik eine exemplarische Figur ist für ein Männerbild, das ... ||

Magda. Anders Breivik ist ein Massenmörder, wie es auch in Arne Hoffmanns Textstelle steht, den du zitierst. Als jemand, der völlig zurecht aufheult, wenn andere mit Marine LePen oder Frauke Perty um die Ecke kommen, könnte man wenigstens mal versuchen zu verstehen, warum der Griff zu Exemplaren wie Breivik nicht weniger als versuchter Rufmord an der Hälfte der gesamten Menschheit ist. Finde ich.

|| Es ist reaktionär (...), wenn man in Gefahr geratene Privilegien betrauert. ||

Und ich dachte bislang, das sei menschlich. Wie Mann sich irren kann, wonnich. Aber ich seh's ein. Etwas zu betrauern und Massenmordzu begehen ist ungefähr das Gleiche. Worauf ich selbst hätte kommen können, wenn ich meine Felle nicht so sehr davon schwimmen säh', nicht wahr.

Oh oh oh.

karamasoff 29.08.2015 | 14:44

"berichtet die Traumaforscherin und Therapeutin Laurie A. Couture"

die will doch nur Abkassieren und erzählt das, was der Markt hören will. Das ist ne Marketingmasche von denen

Dafür erfindet die auch mal ganz gerne Geschichten.

Das ist eine einseitige Sichweise der Probleme von Männern, auch Frauen haben ein Anrecht auf Arschlochsein oder Gewalt, um therapiert werden zu können

Es soll ja auch Linke geben, die nachdem der lesenswerte Artikel einer Frau zu einem ganz dedizierten Thema komplett zerkommentiert wurde, um damit jedewede Debatte einfach und simpel inhaltlich umzuleiten, übrigens mit den international immer gleichen Versatzstücken an Argumentationen und Vorwürfen aus diversen Maskulinisten- oder Pickup-Foren, einen eigenen Blog dazu schreiben, um nicht etwa jene immergleichen dämlichen Strategien zu entlarven, sondern um diese zu entlasten. Ungewollt. Oder wars doch Absicht?

we hunted the mammoth | the new misogyny, tracked and mocked

janto ban 29.08.2015 | 14:52

|| männerfeindliche Praxis (Wo bitte?) ||

Suche ich dir raus. Bis dahin verweise ich auf diesen Artikel. Damit du mal liest, in welche Kiste du greifst, wenn du das Wort reaktionär gebrauchst. Gegen Linke. Die, wenn sie körperlich-männlicher Ausformung sind, bei dir sehr weit hinter der supi-progressiven, total unreaktionären Kanzlerin stehen, wie wir hier alle lernten. Weshalb ich mit noch einem 'oh' schließe.

mitm 29.08.2015 | 14:54

"Das ist komplett an der Realität vorbei. Es ist die Unwahrheit. Gender Mainstreaming bedeutet nichts anderes, als die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen (...) Im Unterschied zur expliziten Frauenpolitik bezieht Gender Mainstreaming beide Geschlechter gleichermaßen in die Konzeptgestaltung ein."

Wenn etwas komplett an der Realität vorbei geht, dann diese Behauptung. Nix für ungut, das ist altbekanntes typisches feministisches Doublespeak. Es gibt eine offizielle, wohlklingende Definition von Gender Mainstreaming und es gibt die exakt entgegengesetzte Realität. In der Realität ist Gender Mainstreaming ein Synonym für ausschließliche und einseitige Frauenbevorzugung. Das funktioniert ganz einfach, indem man Frauen überall und immer als Opfer und diskriminiert unterstellt und automatisch überall die bösen Männer kompensatorisch gesetzlich diskriminieren darf.

Das fängt damit an, daß tausende "Gleichstellungs"beauftragte gesetzlich verpflichtet sind, ausschließlich die Interessen von Frauen zu vertreten.

Basis sind Dutzende Gesetze, die Männer diskriminieren. Beispiele:

das sattsam bekannte Frauenquotengesetz (lex FiDAR).

Das Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG): das sagt in § 1 Ziele des Gesetzes: "Ziel des Gesetzes ist es, 1. die Gleichstellung von Frauen und Männern zu verwirklichen, 2. bestehende Benachteiligungen auf Grund des Geschlechts, insbesondere Benachteiligungen von Frauen, zu beseitigen und künftige Benachteiligungen zu verhindern sowie ...", und es definiert diverse Sonderrechte für Frauen (!!!) (weswegen es richtigerweise BundesUNgleichstellungsgesetz heißen müßte). Ähnliche Gesetze gibt es für die Länder.

Ganz offen und explizit ist die gesetzliche Gleichsetzung von Gender Mainstreaming und Frauenbevorzugung im Hochschulzukunftsgesetz (HZG NRW) formuliert. Ich zitiere mich einfach selber:

"§3 Aufgaben, Absatz (4) schreibt den Hochschulen vor:

Die Hochschulen fördern ... die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Hochschule und wirken auf die Beseitigung der für Frauen bestehenden Nachteile hin. Bei allen Vorschlägen und Entscheidungen sind die geschlechtsspezifischen Auswirkungen zu beachten (Gender Mainstreaming).

Es wird hier klar und rechtlich bindend ausgedrückt, daß Gender Mainstreaming ausschließlich als einseitige Frauenförderung zu verstehen ist."

Das bedeutet: In Fachbereichen wie Lehrämtern und vielen Sprachen, wo 70-90% der Studenten weiblich sind, aber oft nur die Hälfte der Wissenschaftler, besteht die gesetzliche Aufgabe der Uni und insb. der Gleichstellungsbeauftragten darin, den Männeranteil unter den Wissenschaftlern auf 10-30 % oder weniger zu drücken. Bei den Ingenieuren muß natürlich nicht analog der Frauenanteil gesenkt werden, sondern es müssen mehr Frauen zum Studium bewegt werden und generell überall mehr Frauen hin.

Das ist nun mal die Realität, die man überall erlebt, und sollte sich so langsam herumgesprochen haben.

Nil 29.08.2015 | 15:09

Erst einmal sind Maenner weltweit Opfer ueberall da wo sie sich dem Wehrdienst unterwerfen muessen und im Ernstfall jederzeit als Kanonenfutter eingesetzt werden koennen. Ferner werden sie Opfer eines ueberkommennen religioes mutivierten Beschneidungsrituals. Kindersoldaten und Vergewaltigen von Jungen und Maennern sind in vielen Teilen der Welt an der Tagesordnung. Das sind fuer mich die wichtigsten Themen wo Maenner zum Opfer werden. Das zu den grossen Themen. Wenn sich die Gesellschaft nicht mit Jungen und Maennerproblemen angemessen auseinandersetzt, wird es nur zu mehr Agressionen, Krieg und Gewalt auf dieser Erde fuehren. Um das zu merken braucht man nun wahrlich kein Psychologe zu sein.

PS: Natuerlich gibt ist es gut das es fuer Frauen Parkplaetze gibt die sie schuetzen sollen. Die Frau als koerperlich schwaecherer Mensch besser geschuetzt werden muss. Naja, es gibt zwar auch zarter gebaute Maenner und robuster gebaute Frauen, aber in der Regel ist es eben so, dass die Frau zum koerperlich zarteren Geschlecht gehoert.

iDog 29.08.2015 | 16:02

"Gender Mainstreaming bedeutet nichts anderes, als die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen"

Wenn es das bedeuten würde, dann hieße das, dass wir uns dafür einseztzten, dass es endlich auch mal zB. Diktatorinnen, Tyranninen, Terroristinnen, Psychopatinnen, gierige Bankerinnen, rücksichtslose, empathielose, grausame .... Frauen in repäsentativer Anzahl geben wird. Wollen wir das?

Diese "Definition" kann also nicht stimmen. Sorry Magda.

Wenn es um eine Politik gehen soll, die "beide Geschlechter gleichermaßen in die Konzeptgestaltung" einbezieht ... halt welches Konzept denn überhaupt? Das hätte ich doch gerne mal gewusst.

Ist denn geschechterneutrale Emanzipation nicht gerade der Kampf gegen ein Konzept? Ist es nicht Emanzipation an sich , um die es geht, Emanzipation von jeder Bevormundung und daher Zurückstellung und Benachteiligung, Abwertung, Erniederigung, Unterdrückung etc. pp.?

Gleichheit zwischen den Geschlechtern, aber ansonsen keine Gleicheit , sondern ???? .... Hierarchie ? Klassengesellschaft ??... das können Sie getrost vergessen. Da wird nie was draus. Wie denn auch? Das bleibt immer ein hohle Nummer. Zeitverschwendung.

In sofern und solange man die Emanzipation von der Herrschaft und seinem hierarchischen Prinzip außen vor zu lassen gedenkt, handelt es sich logischerweise nicht um Emanzipation, weder um die der Frauen noch um die der Männer, sondern es handelt sich bei der gesamten verquasten Genderdebatte allenfalls um ein weiters Phänomen des berühmten "teile und herrsche", mit dem sich die pseudoengagierten Jammerer nur zu gerne aufbocken lassen, weil ihnen der Mut fehlt mal bis zu Ende wenigstens zu denken.

Bei dem "Konzept" könnte es sich also gut um eins handeln, das es genau diesen Nichtzuendedenkern bequem erlaubt sich einzubilden, sie würden sich emanzipieren während sie sich jedoch in ein Konzept einbinden lassen. Wer macht das Konzept? woher kommt es? Wer profitiert davon?

Ehrlich mal ...

iDog 29.08.2015 | 16:10

Nach dem was sie hier schreiben, wäre "Gender mainstreaming" ein Herrschaftsinstrument, mit dem sich die "Herren der Schöpfung" die männliche Konkurrenz vom Leibe halten und gleichzeitig davon ausgehen, dass die damit bevorzugten weiblichen Vollstrecker es der männlichen Hierarchspitze dann besonders devot und dankbar besorgen werden. Hört sich aus der machtpolitischen Spitzenposition gesehen vernünftig an: Lass Unterdrückte aufsteigen - die wissen wie der Hase läuft. Das gibt's ja nicht nur auf Frauen bezogen....

janto ban 29.08.2015 | 16:18

Ach, Sie kennen mich besser. "Metakritik der Kommunikation" ist mein dritter Vorname und kommt gleich nach "Sprachinduzierte Unterhaltsamkeit". Nein nein. In der Diskussion, auf die Sie anspielen, bin ich komplett falsch verstanden worden und habe selbst nur die Hälfte verstanden. Übrigens hatte ich dort vergeblich versucht, zum eigentlichen Thema zu sprechen. Was mir irgendwie nicht vergönnt war, weil es hieß, dass das, worüber ich rede, ja gar nicht das Thema sei. Dass es das aber doch ist, zeigt sich von Tag zu Tag mehr. So what..?

Und dann noch mal die Frage, wann wir denn lernen wollen, Adressen so zu setzen, dass sich die angesprochen fühlen, die auch gemeint sind. Wer ist denn mit "Es soll ja auch Linke geben, die..." gemeint..? Kann man das nicht dabei schreiben oder wenigstens auf einen oder zwei Beispiel-Kommentare verlinken, damit alle wissen, worum's geht..? Das muss doch möglich sein..

Magda 29.08.2015 | 16:30

Wenn es das bedeuten würde, dann hieße das, dass wir uns dafür einseztzten, dass es endlich auch mal zB. Diktatorinnen, Tyranninen, Terroristinnen, Psychopatinnen, gierige Bankerinnen, rücksichtslose, empathielose, grausame .... Frauen in repäsentativer Anzahl geben wird. Wollen wir das?

Ich weiß nicht, was "wir" wollen, aber wir wollen so einen Satz aus einer Hochschul-Richtlinie nicht mit dem definitorischen Schuhanzieher so überdehnen und ausquetschen, bis dass Tyranninnen hinten rauskommen und zwar genau so viele wie Tyrannen. Herrlich, auf sowas komme ich gar nicht. Ich dachte an so harmlose Sachen,wie gleiche Chancen usw. ...aber bitteschön.

Gleichheit zwischen den Geschlechtern, aber ansonsen keine Gleicheit , sondern ???? .... Hierarchie ? Klassengesellschaft ??... das können Sie getrost vergessen. Da wird nie was draus. Wie denn auch? Das bleibt immer ein hohle Nummer. Zeitverschwendung.

Auch eine Variante des Haupt- und Nebenwiderspruches. Tja, dann wirds eben erst im Himmel was. Bis dahin gehts um - ich wiederhole mich - Lohngerechtigkeit, Berufliche Chancen und all so einen Kram. Die Menschen sind pragmatisch.

Dass wir erst alle Herrschaft - sic - beenden müssten, wäre furchtbar, weil das so schnell nicht geht.

iDog 29.08.2015 | 17:18

"Die Menschen sind pragmatisch."

das haben sie der Herrschaft abgeschaut, bzw. es bleibt ihnen scheinbar nichts anderes übrig , wenn sie Herrschaftskritik negieren.

"Dass wir erst alle Herrschaft - sic - beenden müssten, wäre furchtbar, weil das so schnell nicht geht."

Das"überdehen" Sie, denn das sagt ja keiner. Ich sage : Emanzipation ist immer Emanzipation von der Herrschaft, bzw. von der Beherrschung , egal auf welchem Niveau. Also den herrschaftskritischen Aspekt bei der Emanzipation auszublenden macht keinen Sinn. Würde man das tun, könnte ich sagen wie das Ergebnis aussehen wird. Alle Sklaven werden gleich sein , egal ob männlich oder weiblich. Und ich gehe davon aus , dass Sie das auch nicht so erstrebenswert finden ... oder uns hier als Ziel verkaufen wollen.

Ergo muss nicht erst die Herrschaft abgeschafft werden, um sich zu emanzipieren, sonderen die Emanzipierung selbts ist der Prozess sich von der Herrschaft zu befreien. Ist doch gar nicht so schwer zu verstehen , oder?

Robinson 29.08.2015 | 17:26

"Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag."

Toll hätte ich es gefunden, wenn der Disclaimer auch unter dem Artikel von Frau "Ich habe einen Doppelnamen"-Bust-Beutels gestanden hätte. Aber so bleibt es nur eine auf Nummer Sicher gehende Distanzierung von einem Fasch - äh - Feminismus-kritischen Beitrag. Aber das wird noch.

Nashira 29.08.2015 | 17:28

Würde sich jeder Mann und jede Frau nach humanistischen, ethischen Wertvorstellungen unserer Zeit richten, wäre all das kein Thema. Da es aber doch eines ist, ist davon auszugehen, dass es mal wieder ein Charakter- und Bewusstseinsmangel zugleich ist, dem man zwar hier und dort, heute oder morgen auch mit Geboten, Verboten und Gesetze zu Leibe rücken will. Doch das zieht nicht, wenn der innere Impuls zum Un-Menschlichen (in beiden Geschlechtern) im gegebenen Fall die Oberhand bekommt. Staatliche Giftspritzen, Strangulierungen, Steinigungen, was auch immer verhüten bis heute keine Verbrechen... weltweit. Warum? Weil Macht, Trieb und Begierde im (vor allem ethisch unterentwickelten) Menschen (aller Gesellschaftscoleur und durchaus jenseits von Bildung) ihn immer wieder zu Taten drängen, sie selbst eine Todesgefahr noch ausschalten. Erst recht, wenn es nur um "verhältnismäßig" leichte "Übertretungen" geht, wie es beim Gender-Kampf oft der Fall ist. Wenn der Mann seine innere Frau stärker aktieren würde und so manche Frau ihren inneren Mann, dürften die natürlichen Unterschiede zwischen beiden ohne Probleme bleiben, würden aber auf eine Ebene einer höchstmöglichen Fairness ablaufen. Eben alles eine Charakter- und Bewussstseinssache, die man mit nichts erzwingen kann, sondern die jedes Individuum beider Geschlechter für sich selbst einsehen muss.

karamasoff 29.08.2015 | 17:33

"Das muss doch möglich sein.."

Ok, in dem Punkt haben Sie Recht. Das war Schlamperei meinerseits...

"Es soll ja auch Linke geben, die..."

Das war eigentlich als "Linke" vorgesehen, da ich dem Autor die Nummer des linken Linkskritikers bei dem Thema in diesem Freitagskontext nicht abkaufe. Dazu ähneln sich die immergleichen Argumente und Unterstellungen internationaler Misogynie"strategen" zu sehr dem was hier im Freitag so kommentiert wird (ich halte mich nicht nur für nicht blöd, ich hlte auch Kontakte, die weit tiefer im Thema sind als ich).

janto ban 29.08.2015 | 18:21

Nachdem ich den den wikipedia-Eintrag gelesen habe, weiß ich gar nichts mehr. Nur wieder, warum ich mich aus diesen Debatten dringend raushalten muss.

Ich nehme mit, dass es Feministinnen, ein paar Feministen, Maskulinisten und ein paar Maskulinistinnen gibt. Zwei Blöcke, die sich streiten, wer das größere Opfer des jeweils anderen ist. Und ich nehme mit, dass die einen so und die anderen so sagen. Mehr geht nicht.

Nashira 29.08.2015 | 18:31

@iDog

Es wird auch noch mit den Taten. Aber die Frage stellt sich doch nicht nur (oder nicht einmal?) revolutionär, sondern evolutionär. Ich meine das ernst, überhaupt nicht gelassen, sondern nüchtern festgestellt. Der Körper des Menschen entwickelte sich in Jahrmilliarden. Und der Geist soll da mal eben in ein paar hundertausend Jahren mithalten? Mitnichten! Es geht eben unendlich langsam, was im Umkehrschluss weder Fatalismus bedeutet noch das Bemühen um das als richtig erkannte aufzugeben. Aber machen wir uns doch nichts vor in den Dingen der Menschlichkeit: homo homini lupus Es stammt eben nicht nur aus den Eseleien des Plautus, sondern ist zunächst einmal in den "Genen" (wes geistigen Erbes sie auch sein mögen). Die Aufgabe ist die Überwindung. Die braucht Taten, vor der Tat steht die Erkenntnis. Aber von der Erkenntnis bis in die Umsetzung vergeht idiotisch viel Zeit, die es dennoch braucht, weil der Geist eben nicht richtig willig, das Fleisch aber schwach ist... Also, es wird. Wann? Wir sprechen von Äonen, aber es wird! Warum? Sonst finaler Exitus wegen der Blödheit und Unfähigkeit zum gemeinsamen Überleben.

Magda 29.08.2015 | 18:42

das haben sie der Herrschaft abgeschaut, bzw. es bleibt ihnen scheinbar nichts anderes übrig , wenn sie Herrschaftskritik negieren.

Nee, das haben sie dem Leben abgeschaut. Wer negiert Herrschaftskritik? Wenn selbige aber bedeuten soll, dass man überhaupt nicht teilnimmt an diesem Leben um von daher auch etwas zu verändern, dann weiß ich nicht.

Alle Sklaven werden gleich sein , egal ob männlich oder weiblich. Und ich gehe davon aus , dass Sie das auch nicht so erstrebenswert finden ... oder uns hier als Ziel verkaufen wollen.

Ich will "uns" überhaupt nichts "verkaufen".

Ist doch gar nicht so schwer zu verstehen , oder?

Nein Onkel Idog, überhaupt nicht. Sprachgebrauch ist nebenher auch Herrschaftsausübung. Manchmal recht penetrant.

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Ehemaliger Nutzer 29.08.2015 | 19:18

da ich dem Autor die Nummer des linken Linkskritikers bei dem Thema in diesem Freitagskontext nicht abkaufe

Ich auch nicht. Ginge es ihm wirklich um Humanismus wäre er im Kontext beim Thema geblieben und hätte den Bogen der Traumaforscherin und Therapeutin Laurie A. Couture in Richtung Humanismus konsequent mit eigenen Gedanken weitergeschlagen. Hat er aber nicht.... So teile ich Jantos Einsicht:

Es macht Sinn sich aus diesen Debatten dringend rauszuhalten

NetReaper 29.08.2015 | 19:19

"Mami, Mami ich will auch das haben was DIE hat..."

Ja, was für Zeiten haben wir bloß. Jetzt wollen Männer schon die gleichen Rechte haben wie Frauen.
Aber gut, dass es immer noch tapfere Frauen gibt, die sich über Gleichberechtigung lustig machen.

"In Deutschland gibt es 0 (in Worten: NULL) staatlich finanzierte Schutzräume in denen auch Männer Zutritt haben."

Ich gehe mal wohlmeinend davon aus, daß ihr "AUCH" unabsichtlich war. Oder wollen Sie Zutritt zu Frauenhäusern, die ja bekantnermaßen dazu geschaffen wurden, um Frauen vor dem Risiko von Gewalt durch Männer zu SCHÜTZEN.

Nein, das _auch_ war absolut beabsichtigt. Denn "Frauenhäuser" sind eben dafür da um Frauen vor Gewalt zu schützen. Und nicht vor Männern.
Die meisten Gewaltopfer sind immer noch Männer. Wie würden es wohl diese Frauen finden zu erleben, dass auch Männer Opfer von Gewalt werden und keine Gewalttäter sind?

Ich empfehle als Schutzraum eine örtliche Bordellspelunke. Die gibts schon seit Jahrhunderten, inklusive echter Männergespräche und Alk gibts auch zur Not.

Gibt sogar psychologische Betreuung durch Frauen. Die sagen auch garantiert nix falsches. Ausser "Oh Yes baby fuck my pussy".

Gerne, das sollte dann aber staatlich finanziert sein, Ehrensache. Denn das haben sich die Männer doch wohl genau so sehr verdient wie Frauen, oder?

Meiner Meinung nach sind "Frauenhäuser" als Schutzhäuser genau so ein Unfug wie es "Deutschenhäuser" wären für Deutsche die Opfer von Ausländerkriminalität wurden.

Frauen, die den Anblick eines Mannes nicht ertragen können, weil sie Opfer von Gewalt durch einen Mann geworden sind, gehören nicht in ein Frauenhaus. Sie gehören in eine psychiatrische Klinik, ohne die Möglichkeit sich selbst daraus zu entlassen.

Dasselbe können wir gerne mit "besorgten Bürgern" machen, die die schiere Präsenz von Ausländern nicht ertragen können.

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Ehemaliger Nutzer 29.08.2015 | 19:31

Ich habe es geahnt, der feministische Wahnsinn hat jetzt dazu geführt dass es auch ein paar Wahnsinnige auf der "Männerseite" gibt.

Wie wärs denn mal den ganzen Blödsinn zu lassen und auf die ganze Gesellschaft zu schauen, anstatt auf spezielle Gruppen? Da bekommt man immer ein ungenaues Bild wenn man nicht alles betrachtet.

Nur so sind diese absurden Forderungen und Beschlüsse der Feministen zu erklären. Vielleicht ist die Mänerseite noch nciht ganz so schlimm wie die Feministen, aber nur weil sie gerade am Anfang stehen. Der echte Wahnsinn kommt vermutlich noch, da die Herangehensweise einfach, wie beim Feminismus, falsch ist.

iDog 29.08.2015 | 20:04

"Sprachgebrauch ist nebenher auch Herrschaftsausübung. Manchmal recht penetrant."

ne , sogar meistens "penetrant", wenn es um die herrschaftliche Deutungshoheit geht. Es gibt kaum einen agressiveren Diskurs. Kann man sich jeden Tag in den Medien anschauen. Da braucht es nur ein ganz wenig kritisches Bewustssein von der Seite und schon hängt der "Haussegen" schief. Das führt dann meistens dazu, dass bestimmte, meist eben diese kritischen Wahrnehmungen und Bemerkungen erst gar nicht mehr wahrgenommen werden brauchen bzw. ernstgenommene werden müssen, als debiler Wahn dargestellt oder ganz ingnoriert werden, denn sie stören den vermeindlichen Frieden der nur selbstzufriedenen Hierarchie. Das ist das eine.

Aber wenn sie darauf abheben wollen, dass Erkenntnis Herrschaft impliziert, Bildung gefährlich werden kann, dann muss ich leider sagen , dass sie auf dem Holzweg sind. Da braucht man nur mal nachschauen woher die Erkenntnis im allgemeinen so kommt, und schon weiß man, dass diese Erkenntnisträger-innen eben gerade nicht herrschen wollen, wollten, es auch nicht getan haben und Herrschaft an sich weitgehend ablehnen und -lehnten. Komisch oder?

Wenn sie dann damit kommen, dass der, der die Herrschaft kritisiert, ja genau damit auch nur herrscht, herrschen will, dann haben Sie leider einmal einen wesentlichen Aspekt des Debattierens selbst nicht berücksichtigt. Sie nehmen etwas zu persönlich. Das sollte man in anonymen Debatten vermeiden. Es geht um die Sache. Zu der sagen sie herzlich wenig , was meine Fragen angeht. Zum anderen entgeht Ihnen der wesentliche Unterschied zwischen Macht und Herrschaft. Die Herrschaft ist Machtmissbrauch. Wissen und Erkenntnis ist nur Macht, die sich im besten Fall gesllschaftsweit anbietet. Es liegt ganz am Rezipienten, was er damit wiederum macht. Aber diese Macht als Herrschaftsanspruch zu missdeuten führt in einen logischen Zirkelschluss erster Güte.

Mein Satz an Sie bezieht sich übrignes auf den wirklich leicht zugänglichen Zusammenhang zwischen Emanzipation und Herrschaft, den Sie, ich weiß nicht warum, versucht haben in eine unsinnige Chronologie zu drängen. Bei solchen Stunts fragt man sich natürlich, ob das denn nicht offensichtlich sei, bzw. so schwer zu verstehen.

.... Sie haben nicht mehr zu bieten, als solch eine kleine Retourkutsche, weil Sie vielleicht nicht adäqut wechseln können auf Fragen - zB auf die nach dem Konzept, von dem sie erst redeten, aber auf Nachfrage nichts zu antworten wissen? Oder Sie fühlen Sie sich von jedem angegriffen, der die Herrschaft kritisiert? Könnte ja alles sein. Ich finde das betrüblich.

Die meisten Menschen negieren Herrschaftskritik in der Art, als dass diese in ihrem Dirskus nicht vorkommt, und wenn dann allenfalls als Gejammere über Pänomene, wie gesagt. Den Pargmatismus, meintewegen können Sie auch sagen, denn habe man sich vom Leben abgeschaust. Aber von wessen Leben. Dem eignen ja wohl nicht. Oder was soll hier "Leben" heißen?

iDog 29.08.2015 | 20:21

Ne , liebe Magda, ich habe meine Kinder zusammen mit meiner Frau großgezogen, und bin zum Arbeiten nicht aus dem Haus gegangen. Wenn man will, schafft man das also. Meine Frau hat auch zu Hause gearbeitet. Dass die Menschen heute meistens im Hamsterrad laufen ohne eine Wahl zu haben, die Verantwortung für ihre eignen Kinder dabei an die zunehmend totalitäre Gesellschaft verlieren, die von ihnen verlangt schonungslos zu schufften und sich noch dabei einzubilden, dass diese oder jene mediokre Karriere der große Wurf sei, ist eben einem Herrschaftssystem geschuldet, dass keine sozialen Ambitionen hat, - die gelten als zu teuer oder andersherum als profitminimierend. Für wen werden denn die Löhne seit 2o Jahren gesenkt, obwohl man sich durchaus das Gegenteil sehr gut leisten könnte. Und wer verwirklichet diese politische Linie?

Ich meine mich zu erinnern, dass ich Ihnen schon mal die Schriften von Frau Werlhof zur patriarchalischen Utopie anempfohlen hatte. Darin werden sie Bestätigung finden was die unbezahlte Arbeit der Frauen angeht, auf der die kapitalistische Herrschaft als Parasit beruht. Schauen sie mal rein. Frau Werlhof will sie garantiert nicht beherrschen, weiß aber ne Menge anzubieten an sauberen Gedanken und Erkennissen: der Bielefelder Ansatz, sie erinnern sich?

feminismus 29.08.2015 | 21:15

Weil ja immer Breivik genannt wird. Nehmen wir doch mal den Wiki-Artikel über Breivik.

https://de.wikipedia.org/wiki/Anders_Behring_Breivik

Um diese „Revolution“ durchführen zu können, fordert Breivik die Bildung einer weltweit möglichst breiten Front gegen den Islam, zu der sich die westliche Welt mit radikalen Zionisten in Israel, Hindu-Nationalisten in Indien und Buddhisten in China verbünden solle.

So und jetzt lesen wir mal Texte von Alice Schwarzer zum Thema Islam, die Männerrechtlern/Maskulisten immer wieder Breivik-Sympathie unterstellt.

Ich erwarte ehrlich nicht, daß irgendeine Feministin jetzt langsam Zweifel bekommt. Mich hat auch nicht die Zensur von Hart-aber-Fair überrascht.

THX1138 30.08.2015 | 02:14

Und zum Artikel selber haben Sie auch eine Meinung, Herr Kemper? Ich meine, dieses ständige Anspielen auf die Person, dieses ewige Abdrängen in die rechte Ecke: Fällt Ihnen wirklich nichts besseres ein? Glänzen Sie doch einmal argumentativ und setzen Sie sich mit dem Artikel selber auseinander: Was ist Ihrer Meinung nach richtig und was falsch? Das sollte ihnen als intellektuellem Überflieger, der moralisch immer auf der richtigen Seite steht, doch nicht so schwer fallen!

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 10:05

[…] fordert Breivik die Bildung einer weltweit möglichst breiten Front gegen den Islam […]

[…] lesen wir mal Texte von Alice Schwarzer zum Thema Islam, die Männerrechtlern/Maskulisten immer wieder Breivik-Sympathie unterstellt.

Das hätten Sie nicht tun sollen, weil das ein Schuss ins eigene Knie ist. Um mal kurz den Bogen zum im Artikel zweckentfremdeten Humanismus zu schlagen:

Humanismus als abstrakter Überbau, befasst sich, so grob, mit den Fähigkeiten der Menschheit um zu einer besseren Existenzform zu gelangen. Grundlage dafür ist die Anthropologie – die Menschenkunde. Man beobachtet also jeden Menschen einzeln (Menschenkunde) um die Ergebnisse dann per Induktion ins Allgemeine (Humanismus) zu überführen.

D.h. dass Sie, um sich ein möglichst wahrheitsgemäßes Bild über die Intentionen eines Breivik und einer Frau Schwarzer machen zu können, werden genau hinschauen müssen. Hätten Sie das getan, wäre ihr Kommentar so gar nicht zustande gekommen.

Denn während Frau Schwarzer klar das Dominanzverhalten muslimischer Männer über Frauen im Focus hat, sah Breivik eine allgemeine Bedrohung des Islam auf westl. konservative Werte. Hätte es die politisch angefachte Mainstream-Diskussion über den Islam durch die Ereignisse 11/Sept. nicht gegeben, wäre das Thema Islam bei Breivik mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht vorgekommen.

Frau Schwarzer hat primär keinen humanistischen Ansatz, den hatte sie nie. Ihre Menschenkunde war fokussiert aber nicht umfassend. Ihr Kampf war immer radikal operativ ausschließlich gegen das männl. Dominanzverhalten Männern gegenüber Frauen. Das Fokussieren auf ein Thema kann man kritisieren, ebenso kann man auch einige ihrer „Operationen“ in Frage stellen (z.B) ihren unreflektierten Einsatz für Frau Merkel, die Geschichte mit Kachelmann. Grundsätzlich hat Frau Schwarzer aber immer wieder, wenn auch nicht immer geschickt, mit dem Finger in die Wunde des männl. Dominazverhaltens Männer gegenüber Frauen gebohrt, die Ursachen allgemein im Patriarchat verankert, ohne großartig in die Tiefe der individuellen Psychologie des Einzelnen einzusteigen. Heutzutage wissen wir mehr über die Entstehung narzisstischer Persönlichkeiten, und haben so auch mehr Chancen Destruktivität in Konstruktivität zu transformieren.

Dass Frau Schwarzer Männerrechtlern/Maskulinisten eine Nähe zu Breivik unterstellt kommt ja nicht ungefähr, liest man bei Wikipedia ja folgenden Satz:

Am Ende der Revolution kenne, so Breivik, die Frau unter der Ägide des restituierten Patriarchats wieder „ihren Platz in der Gesellschaft“. Der Feminismushabe dazu beigetragen, dass die „Machtbalance“ zwischen Männern und Frauen erodiert sei.

Nun ist es Aufgabe der Männerrechtler/ Maskulinisten genau diese Unterstellung zu widerlegen.

Wobei ich hier doch gern zwischen Männerrechtler und Maskulinisten unterscheiden möchte.

Männer, die sich u.a. erfolgreich für ihr Recht auf das Vater sein auch nach einer Scheidung einsetzten haben meinen Respekt. Diese Männer konzentrieren sich auf einen ungerechten Punkt, übernehmen Verantwortung und schieben die Schuld nicht pauschal auf die Frauen, den Feminismus usw.. Maskulinisten geht es, wenn auch vermeidlich gut getarnt und mit sektiererischer, manipulativer Strategie, ausschließlich um Macht, Kontrolle und das Aufrechterhalten ihrer Dominanz gegenüber Frauen. An dieser Stelle kann man im Rahmen de Menschenkunde leicht den Bogen zu einer narzisstischen ausbeutenden Persönlichkeit schlagen. ( und ja, es gibt auch Frauen mit einer narzisstischen Persönlichkeit, die sich aber etwas anders darstellt als bei Männern. Was man aber nur lernt zu unterscheiden, wenn man Menschenkunde betreibt, ha.) Es geht hier ja nicht darum zu verurteilen und anzuprangern, sondern um das Verstehen von Zusammenhängen und damit auch um die Chance destruktive Verhaltensweisen in konstruktive/ humane zu transformieren. Und wenn das nicht möglich ist, geeignete Maßnahmen zu entwerfen, um sich vor Destruktivität schützen zu können.

Ich finde es für Männer und Frauen gleichermaßen wichtig hier genau zu differenzieren. Insofern ist es sehr gut, dass das Thema Maskulinisten von Frau Bust-Bartels auf den Tisch gebracht wurde von Herrn A. Hoffmann zur weiteren Untersuchung aufgegriffen wurde. Denn der Humanismus impliziert, wie wir nun wissen, Menschenkunde, und es bleibt einfach interessant das bisher doch recht unbekannte Wesen des Maskulinisten zu erforschen.

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 10:11

Mich hat auch nicht die Zensur von Hart-aber-Fair überrascht.

Mich auch nicht, was aber wiederum nicht am Feminismus liegt, sondern an der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung. Sie haben es in allen Bereichen viel zu oft mit Menschen zu tun, die ihrer Aufgabe nicht wirklich gewachsen sind, ihre eigenen Befindlichkeiten, Profilneurosen und Interessen über das der Allgemeinheit stellen, somit oft weit über das Ziel hinausschießen und von den Grundwerten einer Demokratie so viel Ahnung haben wie die Kuh vom Walzertanzen. Da können sie bei Frau Merkel anfangen und beim Abteilungsleiter aufhören.

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 10:55

"Es ist aber nun einmal so, dass gerade Breivik eine exemplarische Figur ist für ein Männerbild, das sich permanent vom Weiblichen bedroht fühlt.."

Das ist der größte Unsinn, den ich seit langem gelesen habe, auch wenn er von Ihnen nur aufgegriffen und wiederholt worden sein sollte.

Breivik ist ein Psychopath, ein Soziopath, ein Verbrecher, ein Fall für die Psychiatrie, Forensik und sitzt im Gefängnis seine Strafe ab.

Zu schreiben "es ist nun einmal so" und zu behaupten, er würde für irgendwelche Männer (welche?, wo?, - die gehören in polizeiliches Gewahrsam oder zumindeste psychologische Betreuung!) ein repräsentatives Männerbild darstellen, klingt für mich weder glaubwürdig noch logisch, noch real überprüfbar.

Eine unbelegte Behauptung. Oder stimmt Ihnen da jemand aus der Reihe der solchermaßen Etikettierten zu? Denn es sieht ganz so aus, als ob Sie aus einem potentiell bestehenden zahlenmäßig begrenzten Täterkreis (Verbrecher, Mörder, Serienkiller) auf eine größere Anzahl von Männern (Maskulisten) schließen möchten.

Damit nehme ich weder Psychopathen, Mörder, Soziopathen noch Rechtsradikale in Schutz (--- denn ich ahne diese reflexhafte Gegenreaktion voraus). Diese sind Verbrecher, wenn sie ihre kranken Zwangsvorstellungen in die Tat umsetzen.

Was das alles mit dem Bestreben nach Gleichberechtigung und Emanzipation zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht und bestätigt mich nur darin, an einer solchen Diskussion mit dermaßen festgefahrenen, einseitigen Überzeugungsvertretern nicht teilzunehmen.

An anderer Stelle haben Sie meine Fragen, Antworten und Kommentare versteckt und können deshalb für mich keine ebenbürtige Diskussionspartnerin sein - ich möchte hier jedoch ganz legitim meiner anderslautenden Meinung Ausdruck geben, da ich Ihre Behauptung, so wie Sie sie oben vorgetragen haben, nicht ansatzweise korrekt finde. Als Leserin einer offenen, irgendwie linken Wochenzeitschrift und dem Geist der Aufklärung verbunden.

Thomas 30.08.2015 | 11:29

Hallo,

ich arbeite in einem Sozialberuf. In einer Fortbildung zum Thema Selbstmord hat die zertifizierte Dozentin, die auch Auszubildende unterrichtet, die höhere Selbstmordrate von Männern mit der Bemerkung kommentiert: “Und das ist das starke Geschlecht!“, dann gab es großes Gelächter. ca. 15 Frauen lachten herzhaft. In Konfliktsituationen im Kollegium kam es immer wieder vor, dass mich meine Kolleginnen schlugen. Ein kleiner Schupser gegen die Wand, ein vorsichtiger Klapps auf den Hinterkopf, ein kecker Klapps auf den Po. Nach der #Aufschrei-Debatte habe ich mal einen solchen Vorfall angesprochen. „Das war doch nur Spaß“, „Weichei“, „Stell dich nicht so an“ waren die direkten Kommentare und die nächsten Wochen und Monate kamen weitere witzige Seitenhiebe. Beim vorbei gehen gestreift, kam von einer anderen Kollegin: „Oh Entschuldigung, habe ich Dir weh getan, ich wollte Dich nicht schlagen.“, so ging das lange weiter. Mittlerweile werde ich wieder angefasst, körperliche nähe ist meinen Kolleginnen sehr wichtig und auch selbstverständlich, ich spreche so etwas auch nicht mehr an. Versprochen!

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 11:44

Wenn Sie es nicht schaffen, Ihren Kolleginnen deutlichere Grenzen zu setzen, werden diese sich gar nicht darüber bewusst, dass Sie sich belästigt fühlen, Thomas!

Wenn Sie es allerdings aus persönlich psychologisch bedingten Gründen nicht schaffen, hier Grenzen zu setzen, fällt mir nur eine psychologische Beratung ein, damit Sie aus diesem Schlamassel herausfinden.

Der Betriebsrat könnte ihnen erst helfen, n a c h d e m Sie eine klare Haltung gegenüber den von Ihnen offenbar nicht tolerierbaren Handlungen Ihrer KollegInnen eingenommen haben und diese Ihre Gegenwehr oder Grenzsetzung keine Erfolge zeigt. Nur Mut!

Wenn Ihr Kommentar allerdings eine Verarsche sein sollte, dann ist sie billig und ziemlich daneben.

Magda 30.08.2015 | 12:30

Es geht überhaupt nicht um Bezichtigungen - es geht um Breiviks unbändigen Frauenhass - neben anderen Phobien und Modernisierungsängsten- die bei vielen Männern momentan eine Rolle spielen. Wenn er ein Soziopath ist, dann ist er es in der "Sprache" dieser Ängste, die auch bei Männern eine Rolle spielen, die ganz bestimmt keine "Mordgedanken" haben. Und es geht - neben der entsetzlichen Tat - vor allem um sein Manifest. Wenn man das liest, dann findet man vieles davon wieder.
Zwei Beiträge dazu.

http://www.taz.de/!5115004/


http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/683791/Am-Ende-geht-es-um-Sex

Das ist von Sybille Hamann.

Thomas 30.08.2015 | 12:34

@Lee Berthine Vielen Dank für die ernsthafte Antwort und gleich vorab mein Kommentar ist keine Verarsche. Den Täterinnen bin ich körperlich überlegen, und schon dieser Fakt mildert den Leidens druck erheblich. Zum Thema Betriebsrat nur ein Hinweis, eine der beschriebenen Kolleginnen ist im Betriebsrat. Körperlich fühle ich mich weniger bedroht, unangenehm wird es, wenn in öffentlichen Debatten die Frauen nur als Opfer dargestellt werden. Das entspricht überhaupt nicht meiner eigenen Erfahrung. Und um die Problematik nochmals dar zu stellen ein weiterer Vorfall. Eine Kollegin wird einer dritten Person gegenüber handgreiflich. Ich kann nicht schnell genug eingreifen, Sie begründet hinterher Ihr handeln mit dem Gefühl einer Bedrohung, dies habe ich komplett anders wahrgenommen und äußere das auch. Daraufhin schuppst mich die Kollegin kräftig gegen eine Wand, ich reagiere verbal entrüstet, dies wird von weiteren Kolleginnen akustisch wahr genommen. Darauf hin schreit die Kollegin laut:“ der Thomas hat mich sexuell belästigt!“. Entschärft wird die Situation zum Glück dadurch, dass meine Kollegin anfängt zu lachen. Bei Konflikten kommt es in der Regel zu einem Gespräch: Betriebsrat (meist Damen), Vorgesetzte (alles Damen), Beteiligte (meist Damen) – bisher ohne Konsequenzen. Das heißt, Beförderungen, Gehaltserhöhungen, besondere Berücksichtigung meiner Urlaubswünsche erwarte ich in nächster Zeit nicht.

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 12:39

Mag sein. Mir geht es um die Schlussfolgerung, dass die relativ seltene psychopathische Entwicklung hin zu einem Massen- oder Serienmörder als exemplarisch und repräsentativ bezeichnet wird.

Das ist und bleibt Unsinn, auch die Links und genannten Referenzen ändern daran nichts.

Das gilt umgekehrt übrigens auch für Frauen, die in relativ seltenen Fällen (bezogen auf die Gesamtgruppe ihrer Geschlechtsgenossinnen) zu psychopathischen Täterinnen werden. Auch diese sind weder exemplarisch, noch für ein wie auch immer geartetes Frauenbild repräsentativ.

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 12:50

Nochmals mein einziger (hilfloser) Rat: Holen Sie sich Hilfe, Zeugen, Verbündete, Gleichgesinnte. Suchen Sie eine psychologische oder arbeitsrechtliche Beratungsstelle auf.

Wenn ich mich als Arbeitnehmerin dermaßen übergangen, übervorteilt und ungerecht behandelt fühlen würde, und meine Versuche, etwas zu ändern und meineBedürfnisse und Rechte durchzusetzen sowie der Versuch, Hilfe oder Unterstützung zu erhalten und einzuschalten, nichts fruchten, dann würde ich einen anderen Arbeitgeber suchen. Mich allerdings vorher informieren, wie dort die innerbetrieblichen Verhältnisse gestrickt sind. In einer wie auch immer gearteten Opferrolle auszuharren, kann nach einer Weile gesundheitsschädigend werden. Spätestens dann müsste ein Arbeitnehmer aufgrund von Erkrankungen nach Alternativen suchen und etwas ändern.

Wenn Ihr Leidensdruck noch nicht so groß ist, dann müssen Sie es wohl oder übel noch eine Weile aushalten, bis Sie bereit sind, von sich aus etwas zu ändern. Trotdem alles Gute!

gender-universum.de 30.08.2015 | 12:57

Liebe Magda,

wie erginge es dir bloß, wenn du nicht deinen lieben Anders Behring Breivik hättest? Der von seiner Mutter mißhandelt wurde. Dessen Vater vergeblich das Sorgerecht beantragte. Das für ihn zuständige Jugendamt wußte von der Unfähigkeit der Mutter. Der Junge durfte nicht zu seinem ersehnten Vater und wurde stattdessen von der Mutter, die sich selbst als Feministin verstand, mißhandelt.

Liebe Magda,

vielleicht solltest du dich vielmehr für die Mutter von Breivik interessieren. Und für dien väterfeindlichen Staatsfeminismus. Dann wirst du begreifen, daß das Attentat von Utoya zu verhindern gewesen wäre. Und daß sich Breivik zu einem besseren Menschen hätte entwickeln können.

Liebe Magda,

ich wünsche dir noch viel angenehme Zeit in deinem feministischen Lügensystem. Die Wahrheit ist manchmal schmerzhaft, aber immer heilsam und befreiend.

PS: Zähl doch mal all die Männer in der Männerbewegung auf, die ein Welt- und Frauenbild wie Breivik haben. Und dann sage uns, was damit eigentlich ausgesagt wäre. Wieviele Männer sind das denn, und warten demnächst ein paar neue Utoyas auf uns?

Hast du dich eigentlich schon mal kritisch mit deinen Eltern auseinandergesetzt?

Feminismus, Marxismus und Kindheit

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 13:23

Wenn Breivik eine Kindheit der Misshandlung und Unterdrückung erlebt hat, kann das allerhöchstens e i n e r von mehreren Aspekten sein, die dazu führten, dass er zu einem psychopathischen Massenmörder wurde.

Dies womöglich auf die Erziehungsfehler einer "feministisch" eingestellten Mutter zurückzuführen, ist hahnebüchen und ein wenig einfältig. Solche Psychopathie oder Soziopathie kann zum Beispiel genetische Ursachen haben oder auch auf neurologischen Veränderungen beruhen oder eine Kombination aus all diesem plus Sozialisation sein (z.B. hatte er Freunde, war er in seiner Altersgruppe anerkannt, hatte er eine Freundin). Dies alles nun der Mutter anlasten zu wollen, wäre ein fataler Denkfehler.

Den Vater von Breivik nun gar noch als benachteiligten Helden darzustellen, ist ebenso unbegründet.

Diese individuelle, tragische Geschichte, die als grauenvolles, durch nichts zu rechtfertigendes Verbrechen eines kranken Hirns endete, als Legitimierung oder Erklärungsbeispiel für einen "Gender-Kampf" heranzuziehen, macht Ihre Sache leider komplett unglaubwürdig.

So sehr ich den Wunsch nach Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und freier Meinungsäußerung nachvollziehen kann.

sch123 30.08.2015 | 13:59

"Diese individuelle, tragische Geschichte, die als grauenvolles, durch nichts zu rechtfertigendes Verbrechen eines kranken Hirns endete, als Legitimierung oder Erklärungsbeispiel für einen "Gender-Kampf" heranzuziehen, macht Ihre Sache leider komplett unglaubwürdig."

Das gilt allerdings für alle Seiten. Auch für die, die den politischen (?) Gegner damit pauschal diskreditieren wollen.

Siehe z.B.:

https://www.freitag.de/autoren/bust-bartels/die-opfer-logik

(letzter Absatz) oder oben bei Magda:

"Es ist aber nun einmal so, dass gerade Breivik eine exemplarische Figur ist für ein Männerbild, das sich permanent vom Weiblichen bedroht fühlt [...] "

feminismus 30.08.2015 | 14:10

Hätte es die politisch angefachte Mainstream-Diskussion über den Islam durch die Ereignisse 11/Sept. nicht gegeben, wäre das Thema Islam bei Breivik mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht vorgekommen."

Tja, dann hätte Breivik aber in diversen Foren gar keinen Zuspruch erhalten. Das mal bitte bedenken - bzgl Narzismus.


Der Islam ist bei Breivik doch kein Nebenkriegsschauplatz - Dieser war die Basis, Bestätiger und einzige Chance sich als "Elite" (Kreuzzügler) zu verstehen, siehe Wiki: Als Motiv für den Massenmord und die fehlgeschlagenen Attentate gab Breivik an, Norwegen gegen den Islam und den „Kulturmarxismus“ verteidigen zu wollen. Er lehne einen Multikulturalismus ab[40] und habe die regierenden Sozialdemokraten „so hart wie möglich“ treffen wollen, da sie zum „Massenimport von Moslems“ nach Norwegen stark beigetragen hätten.

Ganz klare Gefahrenbenennung: Der Islam
"Unterstütz" durch: Den Kulturmarxismus (Multikulti-Romantik, falsche Toleranz)
Vergleichen wir das mal mit der Werken von Schwarzer.


"D.h. dass Sie, um sich ein möglichst wahrheitsgemäßes Bild über die Intentionen eines Breivik und einer Frau Schwarzer machen zu können, werden genau hinschauen müssen. "

Als profeministischer Drohnenpiliot hätte Breivik, der für die Sache der Frauen in Afghanistan schonmal präventiv... lassen wir dass lieber....

sch123 30.08.2015 | 14:13

Zustimmung.

Insbesondere erstaunlich, dass der Gedanke relativ selten bis gar nicht, weder bei FeministInnen noch MaskulistInnen, aufpoppt, dass es auf dieser Welt sowohl geschlechtsbedingte Benachteiligung von Männern als auch von Frauen gibt und es daher evtl. sinnvoll sein könnte, sich im Ton zu mäßigen und nicht ständig Grabenkämpfe aufzumachen.

Ich muß aber sagen, dass ich den Text oben sachlicher und differenzierter und auch im Ton angemessener finde als den von Frau Bust-Bartels (Entlastung:...).

Mag aber daran liegen, dass ich ein Mann bin?

feminismus 30.08.2015 | 14:39

Klar hat das mit dem Feminismus zu tun. Und mit Elfenbeinturm.

Da wohnen die meisten Feministinnen nämlich. Und werden durch eine mediale Dornenhecke geschützt und bewacht. Und natürlich von jeder Menge Singvögel beträllert.

Kritik, Störung des Burgfriedens? Es ist Frauenhass oder Breivik oder beides. Und wenn Prinzessin zu laut schnarcht, wird die Sendung neu gedreht.

Wo kommt der Narzismus denn her? In den letzten 40 Jahren wurde Frauen qua Geschlecht die besseren Fähigkeiten/der gute Wille in jeder Disziplin zugesprochen. Von Geburt an. Wenn Sie dann trotzdem gegen die Wand gerasselt ist (sei es beruflich oder bei der überlegung ob Folter angemessen ist) war natürlich immer ER schuld, obwohl ER gar nicht anwesend war. Was erwartest du von so Frauen?

Wie soll sich da ein Intellekt bilden, wofür überhaupt? Da brauchts keine Überlegung, da reicht ein Hashtag. Und verstummen die Singvögel oder gefällt der Prinzessin das Ergebnis nicht, dann wird zensiert.

Mich wundert allerdings, dass Plasbeck nicht dazu verdonnert wurde den unterwürfigen Sidekick bei Ladynight im WDR zu machen.

shockley 30.08.2015 | 15:00

Für Hoffmann spricht, dass er ziemlich genau vorhersagen kann, wie sein politischer Gegner reagiert und agiert, siehe einfach die feministischen Kommentare.

Was die unsägliche Instrumentalisierung von Breiviks Opfern gegen die Männerbewegung angeht: Breivik und Feministinnen stehen sich näher, als es beide Seiten ahnen oder wünschten, siehe:

http://man-tau.blogspot.de/2014/12/ein-massenmord-und-seine-verwerter.html

feminismus 30.08.2015 | 16:19

Interessant:

Andreas Kemper wiederum arbeitet unter dem Pseudonym "schwarze feder" in der Wikipedia mit und gehört zu jenem Trupp, die bestimmte Einträge wie zum Beispiel meinen so bearbeiten, dass ein möglichst schlechtes Bild entsteht. Besonders dreist ist, dass keiner der genannten Autoren auch nur einen Bruchteil derselben unentgeltlichen Arbeit in die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus gesteckt hat wie ich selbst. Sie instrumentalisieren diese Problemfelder schlicht, um damit politisch Punkte zu machen.

Herr Kemper, haben Sie auch den Hinweis (Löschung aus Mediathek) beim Hart-aber-Fair Wiki-Artikel gelöscht?

iDog 30.08.2015 | 16:47

man fragt sich immer wieder warum eignetlich die Person anstatt des Themas debattiert wird. Macht doch keinen Sinn. Denn wenn wir uns sagen : Alles was PersonX ( Hitler, Pol Pot, Idi Amin, u name it) gesagt hat ist Müll, dann heisst das auch indirekt, dass alles was PersonY ( bitte hier Namen einsetzen ) gesagt hat prima ist. Stimmt natürlich beides nicht, liebe Kinder. Wenn einer was anonym sagt, kann man den Inhalt ja auch ohne Personendebatte analyseieren.

Also bockt euch doch nicht so Ggegenseitig auf! Oder ist es das was hier den meisten Spaß macht? Es scheint auf jeden Fall so.

schna´sel 30.08.2015 | 19:02

Wenn Breivik eine Kindheit der Misshandlung und Unterdrückung erlebt hat, kann das allerhöchstens e i n e r von mehreren Aspekten sein, die dazu führten, dass er zu einem psychopathischen Massenmörder wurde.

Gut, aber es ist womöglich eine Erklärung für seine gekränkte Wahrnehmung Frauen gegenüber.

Dies womöglich auf die Erziehungsfehler einer "feministisch" eingestellten Mutter zurückzuführen, ist hahnebüchen und ein wenig einfältig.

Angesichts der Tatsache, dass die antifeministischen Äußerungen von Anders Breivik in den Debatten hier dieses enorme Gewicht bekommen, das ihnen zugesprochen wird, im Lichte seiner ganzen erkennbar verqueren, neurotischen Persönlichkeit finde ich es eher hanebüchen auf diesen, seinen Antifeminismus als Argument nicht zu verzichten.

Diese individuelle, tragische Geschichte, die als grauenvolles, durch nichts zu rechtfertigendes Verbrechen eines kranken Hirns endete, als Legitimierung oder Erklärungsbeispiel für einen "Gender-Kampf" heranzuziehen, macht Ihre Sache leider komplett unglaubwürdig.

Aber genau das wird doch gerade durch das Bestehen auf der Verknüpfung der Person Breiviks und seinen antifeministischen Äußerungen mit einer Position in diesem "Gender-Kampf" evoziert. Und das geht eben gerade nicht von Kommentatoren wie "gender-universum.de" aus, sondern findet sich primär in Artikeln, wie dem von Frau Bust-Bartels oder Kommentaren von "Magda", die darauf herumreiten und auf der Relevanz dieser Äußerungen im Zusammenhang mit Gender Fragen bestehen. Und die sind es auch, die diese Verknüpfung als Argumente und Erklärung anführen, auf die Kommentatoren wie "gender-universum.de" eingehen. Das heißt, Sie drehen in Ihrer Kritik den Spieß mit Ihrer Argumentation ganz einfach um.

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 19:09

Nein, umgekippt bin ich noch nicht :-P

Meine Lebenserfahrung hat mich jedoch gelehrt, dass verbale, körperliche und auch psychosoziale oder emotionale Gewalt durchaus und ganz selbstverständlich von Frauen ausgeübt wird. Ob das jetzt mit einer Ideologie "verbrämt" wird, oder nicht: Gewalt bleibt Gewalt.

Diese wird auch von Frauen gegen andere Frauen ausgeübt. Da lass ich mir kein X für ein U vormachen :-)

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 19:09

Meinten Sie jetzt Narzissten oder Nazisten im Sinne von Nazi? Egal. Lassen wir unsere Hypothesen diesbezügl. einfach mal im Raum stehen. Denn in Grunde genommen sind wir ja immer noch beim Thema Maskulinist und bei diesem Typus Mann scheinen willkürliche Verdrehungen der Tatsachen sowie logische Fehlschlüsse immanent zu sein.

Als profeministischer Drohnenpiliot hätte Breivik, der für die Sache der Frauen in Afghanistan schonmal präventiv... lassen wir dass lieber....

Wie bringen sie das Zitat.... : Am Ende der Revolution kenne, so Breivik, die Frau unter der Ägide des restituierten Patriarchats wieder „ihren Platz in der Gesellschaft“. Der Feminismus habe dazu beigetragen, dass die „Machtbalance“ zwischen Männern und Frauen erodiert sei.

... mit Profeminismus und einem Engagement für Frauen in Afghanistan zusammen? Ich bin jetzt echt mal gespannt, ob Sie mir eine intellektuell sinnvolle, in sich logische und schlüssige Erklärung anbieten können.

Inzwischen lese ich noch mal folgende Studie zur Erscheinung des Maskulinismus. Sie werden für Ihre anspruchsvolle Aufgabe ja sicher etwas Zeit benötigen ;-)

http://library.fes.de/pdf-files/dialog/10861.pdf

Andreas Kemper 30.08.2015 | 19:09

Nein, ich kann ja nicht überall sein. Seit dem Aufkommen der AfD muss ich die Maskulisten leider etwas stiefväterlich behandeln, worüber sie sich auch schon zur Genüge beklagt haben. Was mich brennend interessieren würde: Ist Arne Hoffmann schon gegen das Forum FreieWelt.net von AfD-Vorstandsmitglied Beatrix von Storch juristisch vorgegangen, welches permanent Artikel von ihm kopieren? Oder ist ihm das vielleicht sogar recht? Oder geschieht dies gar mit seiner Zustimmung?

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 19:13

Ich habe eigentlich zum Thema "Breivik" alles gesagt, was für mich in diesem Zusammenhang relevant erscheint und vor allem: worüber ich mir ein Bild gemacht zu haben glaube.

Wenn Sie die Vorwürfe von Breivik gegen den Feminismus (die ich nicht genau kenne) in Ihren Argumentationskatalog aufnehmen möchten und glauben, damit einen Blumentopf gewinnen zu können, möchte ich Sie nicht davon abhalten.

Abgesehen davon, nehmen Sies mir nicht übel, aber ein Gespräch mit jemandem zu führen, der mir vorwirft, ich würde eine Argumentation "umdrehen", nein, das hat keinen Sinn.

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 19:26

Wo kommt der Narzismus denn her?

Narzissmus ist im Großen und Ganzen eine normale nicht ungesunde Eigenschaft jedes Menschen. Zum Problem wird er, wenn er pathologisch wird. D.H wenn das Streben nach Anerkennung und nach Erhöhung des Eigenwerts über allem steht. Wenn Sie bitte einmal hier nachschauen wollen.

http://www.seele-und-gesundheit.de/psycho/narzissmus.html

Strategien, um den Selbstwert des Narzissten zu erhöhen bzw zu stabilisieren und um die Sucht nach Anerkennung zu befriedigen, können Sie hier studieren.

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/pdf/faust1_narzissmus.pdf

Es geht halt um Macht, Kontrolle und das Aufrechterhaltung der Dominanz als Mittel zur Aufrechterhaltung des Selbstbildes

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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 19:26

Genauer besehen, finde ich beide Texte recht neutral im Ton, bis auf den letzten Satz von Frau Bust-Bartels, der andererseits zu einer lebhaften Diskussion geführt hat, so dass ich ihr noch nicht einmal davon abraten könnte.

Auf jeden Fall danke für Ihre Antwort.

Meine Maxime war und ist schon immer, seit ich denken kann: In erster Linie empfinde ich mich als Mensch. Danach erst kommen die Attribute, Zuordnungen, Merkmale, Eigenschaften.

Ich bin gegen die Etikettierung von Menschen und würde sogar soweit gehen, dass Schubladendenken im schlimmsten Fall die Wurzel allen Übels sein kann.

Es macht nichts, wenn ich gelegentlich damit allein dastehe oder Leute sich ärgern, mich nicht für "ihre Sache" gewinnen zu können.

Und dass Sie den Text oben sachlicher und differenzierter etc. finden, kann durchaus daran liegen, dass Sie ein Mann sind :-)

knattertom 30.08.2015 | 19:31

"Was der "aktuelle Feminismus" ist, ist mir auch nicht ganz klar geworden."

Im täglichen Zusammenleben und -arbeiten kann ich da ehrlich nur sehr wenig Solidarität zwischen Frauen erkennen......, das währe m.E. aber erst die Basis für ein gemeinsames Streiten. So wie ich es erlebe, ist der Feminismus derzeit im freien Fall, aber ich glaube er ist kurz vorm Aufprall, mal sehen, was danach kommt...

schna´sel 30.08.2015 | 19:37

Wenn Sie die Vorwürfe von Breivik gegen den Feminismus (die ich nicht genau kenne) in Ihren Argumentationskatalog aufnehmen möchten und glauben, damit einen Blumentopf gewinnen zu können, möchte ich Sie nicht davon abhalten.

Habe ich mich eigentlich so unverständlich ausgedrückt? Oder was soll dieser Satz? Mir sind die Argumente, die Breivik gegen den Feminismus anführt ziemlich egal. Ich kenne sie kaum und ich nehme sie in dem Zusdammenhang, in dem ich diesen Mann wahrneme nicht, oder kaum zur Kenntnis. Im Gegenteil ging es mir um die Funktion, die die Dauerverknüfung seiner Person mit diesem Thema bekommen hat.

Abgesehen davon, nehmen Sies mir nicht übel, aber ein Gespräch mit jemandem zu führen, der mir vorwirft, ich würde eine Argumentation "umdrehen", nein, das hat keinen Sinn.

Auch in dem Punkt scheinen Sie nicht mich verstanden zu haben. Vielleicht woplle Sie das ja auch gar nicht. Ich werfe Ihnen nicht vor, dass Sie eine Argumentation umdrehen, wie sie behaupten. Sondern, dass Sie den Spieß umdrehen mit Ihrer Argumentation. Was vielleicht eine unglückliche Formulierung ist, die man missverstehen kann. Wenn man will, oder nicht so genau liest. Ich meine damit, dass Sie den schwarzen Peter an die falsche Adresse verteilen. Auch im Sinne Ihrer eigenen Argumente. Aber wir können das auch lassen, scheint mir wirklich nicht viel Sinn zu machen, dieses Gespräch weiter zu führen.

Magda 30.08.2015 | 20:04

Ich glaube vor allem erstmal, dass es "den Feminismus" sowieso nicht gibt. so viele unterschiedliche Richtungen, die - weil es sich polemisch gut macht - alle auf Alice Schwarzer reduziert werden. Doch, es gibt schon Solidarität unter Frauen.

Der Feminismus im freien Fall? Wie gesagt, es gibt "ihn" nicht - "den" Feminismus. Von daher bin ich so richtig nicht überzeugt vom Big Bang. Mal hören obs knallt .:)

Daniel Uxa 30.08.2015 | 20:12

Meine persönliche Ansicht, die ich hin und wieder hier kundtue, ist die, dass einfach der Konflikt verkannt wird, ähnlich wie es Frank Schirrmacher mit seinem Methusalem-Komplott ergangen ist. Nicht zwischen Mann und Frau, Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich, Macht und machtlos, zwischen den Klassen verläuft die Grenze. Welches Geschlecht, welche Ethnie, alt oder jung - egal. Es bestätigt mir zumindest meine Lebenserfahrung. Oder wie Krysmanski es mal mit der "globalisierten" Klasse der Reichen und Superreichen beschrieben hat, die keine Nation haben. Meiner Ansicht nach haben die auch kein spezifisches Geschlecht oder lassen sich auf eine bestimmte Altersgruppe festlegen.

Aber dass das mal hier beim Freitag thematisiert wird, kann ich wohl lange warten ^^

feminismus 30.08.2015 | 21:10

Feindbild Islam. Lösungsweg Gewalt.
http://www.linkezeitung.de/index.php/inland/medien/3959-mit-pseudo-feminismus-in-den-krieg-wie-die-cia-deutsche-medien-manipulierte-damit-bomben-fuer-menschenrechte-fallen

Die impe­ri­alen Angriff­skriege als Kampf für Menschen-​, ins­beson­dere Frauen­rechte, zu verkaufen.


Hätte Breivik in Uniform nur auf Moslems geschossen, ja dann wäre er heute Volksheld der Feministinnen.

Das einzige das beide von der Denke her unterscheidet ist die Zeit nach dem "Endsieg". Obwohl Breivik wahrscheinlich recht behält, man munkelt jetzt schon von einer "Retraditionalisierung" der Geschlechter. Expertinnen sind da ganz erschrocken...und das alles ohne die bösen Moslems.

Ich lese mal ein bißchen über Profeministen

http://genderama.blogspot.de/2014/12/schwere-vorwurfe-hinrich-rosenbrock-ein.html

und ob Männer überhaupt Feministen sein können
http://feminismus101.de/koennen-maenner-feministen-sein/

Supi Typen! :-)

gender-universum.de 30.08.2015 | 22:49

Schreib mal lieber dein nächstes Buch über Außerirdische, die nicht links sind.

Was ist daran so interessant, ob Hoffmann juristisch gegen Freie Welt vorgeht oder ob letztere legal seine Artikel verwendet?

Wen interessiert das außer einen Nerd, der die AfD schlimm findet?

Schreib' mal ein Buch über mein Blog. Ich bin Nazi und befürworte die Geschlechterkonzepte von NPD und Rechtsextremen.

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Ehemaliger Nutzer 31.08.2015 | 16:16

"Aber dass das mal hier beim Freitag thematisiert wird, kann ich wohl lange warten ^^...

Ich lese häufiger bei Freitag/in der FC Äußerungen, die Ihrem oben genannten Hinweis "Nicht zwischen Mann und Frau, Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich, Macht und machtlos, zwischen den Klassen verläuft die Grenze." aus der Seele sprechen dürften.

Die meisten hier habens also längst durchschaut ;-)

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Ehemaliger Nutzer 31.08.2015 | 17:49

ach, ich glaube darüber müssen Sie sich keine Sorgen machen. Wie bei allen konservativen Fundamentalisten, ob muslimisch, christlich, rechts, antifeministisch usw. ist das cerebrale Strickmuster ja gleich. In erster Linie geht es ihnen ja um die Aufrechterhaltung ihres Selbstbildes, um die Verbereitung ihres Gedankenguts und um sonst nix. Und da wird natürlich jedes gesellschaftliche Thema zum Selbstzweck verarbeitet und der ideologische Stempel aufgedrückt. Und ihnen scheint es dabei auch noch scheißegal zu sein, ob sie mit ihrem destruktiven Verhalten der Politik behilflich sind die Welt in Brand zu setzen.

Wenn sie sich auf die Seite der Interessen der Allgemeinheit und der Bürger m/w stellen würden, sich dafür einsetzten, dann hätte ich nicht mal was gegen Radikalität und auch nicht gegen Kompromisslosigkeit. Aber Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und son Scheiß ist natürlich nichts womit sich Menschen die Macht, Ansehen haben und Kontrolle ausüben wollen intensiv per nachlesen, Studium und nachdenken beschäftigen müssen. Das haben diese Personen ja einfach so im Gefühl, nich wahr. Und das Gefühl kann man locker, gaaanz gaaanz locker auf wirklich alle Themen 1 zu 1 ohne großartig nachzudenken übertragen.

Im übrigen habe ich bei Breivik nicht den Islam rausschreiben wollen. Es ging einfach darum zu zeigen, dass Breivik die kranke Idee seiner Revolution auf alle gesellschaftlich aktuellen Themen einfach übertrug und hätte es die Diskussion um den Islam nicht gegeben, wäre er nie auf die Idee gekommen, den Islam zu "verwerten"

So und nun ab zu Ihren Freunden und schön helfen die Welt in Brand zu setzen...

feminismus 31.08.2015 | 18:08

Auch da bin ich anderer Meinung ohne die Islam-Debatte und das mediale Klima wäre Breivik in den von ihm bevorzugten Foren untergegangen und hätte nicht das Feedback bekommen. Den Ansturm auf diese Foren hätte es ohne Islam Debatte auch gar nicht geben. Ich denke diese Bestätigung brauchte er um ein "wahrer" Kreuzzügler zu werden. Und da kann man ja mal schauen, wer da so mitgefüttert hat. Vielleicht nicht direkt im Forum. Joko & Klass z.B. erklären den Flüchtlingshassern, daß sie an Spiegel Artikeln zum Thema nicht interessiert sind. Sie nennen den Spiegel und nicht die Deutsche Stimme.

Und wenn Moslems, Katholiken und wer auch immer die gleichen Vorstellungen wie Männerrechtler vertreten, warum wird dann immer wieder Breivik genannt?

Übrigens Feministinnen haben in der Praxis dann auch oft die gleichen Vorstellungen - das ist alles nette Theorie, aber wenn es um Praxis geht - bitte das alte Modell. So wie viele Frauen eben (Schöner Artikel dazu im aktuellen Spiegel: Vegetarisch mit Speck)

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Ehemaliger Nutzer 31.08.2015 | 18:55

Auch da bin ich anderer Meinung ohne die Islam-Debatte und das mediale Klima wäre Breivik in den von ihm bevorzugten Foren untergegangen und hätte nicht das Feedback bekommen.

Ach kommen Sie, das ist doch albern, genau wie Frage nach der Henne und dem Ei. Fakt ist das Zusammenfallen im selben Zeitrahmen und somit bedingt das eine das andere.

Und da kann man ja mal schauen, wer da so mitgefüttert hat.

Müssen wir nicht mehr weil wir es retrospektiv betrachtet schon längst wissen. Das fängt bei Georg Bush an und hört bei Sarrazin auf.

Und wenn Moslems, Katholiken und wer auch immer die gleichen Vorstellungen wie Männerrechtler vertreten …

Sie müssen mal ein bisschen genauer lesen und anfangen zu differenzieren. 1. ging es in meinem Kommentar um konservative Fundametalisten 2. sind Männerrechtler keine Maskulinisten. 3. geht es nicht um Vorstellungen sondern um Wesenszüge diverser Personen m/w. die Ideologien entwickeln bis hin zum Größenwahn mit „tabusa rasa der einen allumfassenden Revolution-Konzepten“. Und je nach dem wie persönlich angegriffen Personen sind, um so anfälliger sind sie für extremistische und fundamentalistische Gedanken. Herrje das wissen wir doch heute alle ( bis auf ihre Freunde und Sie natürlich ;-) ( sorry kleine Spitze in Ihre Richtung)

warum wird dann immer wieder Breivik genannt?

Nun, das Spektrum reicht von instrumentalisieren bei Fanatismus in einer Angelegenheit bis hin zu genauen gegenüberstellenden Untersuchungen. Suchen Sie das aus, was Ihnen am besten in den Kram passt. Das machen Sie ja eh :-D (Sorry, ich kann´s mir einfach nicht verkneifen)

Schlauer wäre es allerdings gewesen zu fragen: warum Breivik in den von ihm bevorzugten Foren so viel Feedback bekommen hat.

Übrigens Feministinnen haben in der Praxis dann auch oft die gleichen Vorstellungen

Blödsinn und das erkennen sie spätestens dann wenn sie meinen Kommentar begriffen haben, endlich anfangen zu differenzieren und genau hinsehen.

sch123 31.08.2015 | 19:21

Finde ich gut.

Sich das zu erarbeiten ("also auf''s Gestell zu besinnen...", ok, jetzt ist die Metapher kaputt, sorry) erfordert viel Reflektion und Besonnenheit. Vielleicht irgendwann die Sicht der anderen auf einen selbst (weg von etikettierenden Zuschreibungen und Wertungen) zu beeinflussen (z.B. mit der eigenen Besonnenheit) ist dann nochmal eine andere Herausforderung. Insbesondere in "Geschlechter"-Debatten scheint mir. Was wohl angesichts der (noch?) recht fundamentalen Bedeutung des Gechlechts für die eigene Identität nicht verwundern mag.

Interessant, dass obwohl das Internet die Möglichkeit bietet, das eigene Geschlecht zu verbergen durch Wahl eines Avatars, diese Möglichkeit recht wenig genutzt wird. Selbst in diesem (Kommunikations-)Raum der möglichen Geschlechtslosigkeit scheint (westeuropäischen?) Menschen geschlechtliche Einordnung ziemlich wichtig zu sein.

Wir haben uns ja nun schon enttarnt (davor war ich mir Ihres Geschlechts z.B. nicht bewusst...); aber angenommen in einer Diskussion wie dieser hier hätten alle geschlechtslose Avatare, wie lange würde es wohl dauern, bis man relativ sicher zuordnen könnte? Und wäre das geschlechtsabhängig wie gut man zuordnen könnte? ;)

Giovanni27 01.09.2015 | 15:14

Die Linken sind mittlerweile so einseitig feministisch unterwandert, dass Sie weiter alleine auf weiter Flur stehen werden. Deshalb sind für mich die Linken in ihrer derzeitigen Verfassung als Mann unwählbar. Eigentlich traurig, denn ich hätte viele Überschneidungen mit linker Politik, z.B. Abschaffung von Hartz4-Sanktionen, bedingungsloses Grundeinkommen usw. Auch meine Freundin ist politisch links, aber sie gibt zu, als Mann würde sie das mittlerweile genauso wie ich sehen.

knattertom 02.09.2015 | 23:38

"Der Feminismus im freien Fall? Wie gesagt, es gibt "ihn" nicht - "den" Feminismus. Von daher bin ich so richtig nicht überzeugt vom Big Bang. Mal hören obs knallt .:)"

Nun, vielleicht mal zwei kleine Häppchen Realität der heute ca. 30jährigen Weiblichkeit gefällig? Unabhängig voneinander habe ich in den letzten zwei Monaten von zwei Seiten klipp und klar mitgeteilt bekommen, dass es doch ein heeres Ziel wäre, mit so vielen Männern wie möglich zu schlafen, das sei doch schliesslich Emanzipation......, ich finde, irgendetwas ist da gehörig schief gelaufen.

knattertom 02.09.2015 | 23:41

"Oder wie Krysmanski es mal mit der "globalisierten" Klasse der Reichen und Superreichen beschrieben hat, die keine Nation haben. Meiner Ansicht nach haben die auch kein spezifisches Geschlecht oder lassen sich auf eine bestimmte Altersgruppe festlegen.

Aber dass das mal hier beim Freitag thematisiert wird, kann ich wohl lange warten ^^"

Doch, das passiert schon, vor allem in den Kommentaren :)

knattertom 04.09.2015 | 00:05

"Nach dem was sie hier schreiben, wäre "Gender mainstreaming" ein Herrschaftsinstrument, mit dem sich die "Herren der Schöpfung" die männliche Konkurrenz vom Leibe halten und gleichzeitig davon ausgehen, dass die damit bevorzugten weiblichen Vollstrecker es der männlichen Hierarchspitze dann besonders devot und dankbar besorgen werden. Hört sich aus der machtpolitischen Spitzenposition gesehen vernünftig an: Lass Unterdrückte aufsteigen - die wissen wie der Hase läuft. Das gibt's ja nicht nur auf Frauen bezogen...."

Das kann ich aus meiner Erfahrung, die aber natürlich nicht allgemein genommen werden kann, bestätigen. Die internen Wettbewerbshierarchien in den mittleren Ebenen werden von Frauen und auch von vielen homosexuellen Männern getragen, die Kaste der unteren Spitze wird vorrangig von den geheimwissenden IT'lern gebildet, von denen derzeit alle meinen abhängig zu sein, und die scheinbar einiges nachzuholen haben...

knattertom 04.09.2015 | 00:21

"Es geht um die Sache. Zu der sagen sie herzlich wenig , was meine Fragen angeht. Zum anderen entgeht Ihnen der wesentliche Unterschied zwischen Macht und Herrschaft. Die Herrschaft ist Machtmissbrauch. Wissen und Erkenntnis ist nur Macht, die sich im besten Fall gesllschaftsweit anbietet. Es liegt ganz am Rezipienten, was er damit wiederum macht. Aber diese Macht als Herrschaftsanspruch zu missdeuten führt in einen logischen Zirkelschluss erster Güte."

Ich muss sagen, das leuchtet mir ein....., und auch, dass es derzeit für viele schwer verständlich scheint, dass Menschen zwar Macht haben, aber auf Herrschaft verzichten. Das übersteigt wohl bei einigen (noch) den Horizont.

iDog 04.09.2015 | 00:35

"Ich muss sagen, das leuchtet mir ein....., und auch, dass es derzeit für viele schwer verständlich scheint, dass Menschen zwar Macht haben, aber auf Herrschaft verzichten."

Wir können nur hoffen , dass diese Tendenz sich durchsetzt :-)) ... und vielleicht ist es mit Verzicht nicht mal ganz gesagt. Es ist die praktische Realität des Machtmissbrauchs, die abstoßende Probleme produziert, mit der sich ein frei denkender Mensch gar nicht freiwillig gemein und damit unfrei machen will. Beachtenswert ist demgegeüber auch die Affinität machtloser Vollstrecker zum stellvertretenden Machtmissbrauch.

knattertom 04.09.2015 | 01:19

"Sie haben es in allen Bereichen viel zu oft mit Menschen zu tun, die ihrer Aufgabe nicht wirklich gewachsen sind, ihre eigenen Befindlichkeiten, Profilneurosen und Interessen über das der Allgemeinheit stellen, somit oft weit über das Ziel hinausschießen und von den Grundwerten einer Demokratie so viel Ahnung haben wie die Kuh vom Walzertanzen. Da können sie bei Frau Merkel anfangen und beim Abteilungsleiter aufhören."

***** !

shockley 05.09.2015 | 13:21

Es ist aber nun einmal so, dass gerade Breivik eine exemplarische Figur ist für ein Männerbild, das sich permanent vom Weiblichen bedroht fühlt: Von Homosexuellen, von Frauen, von spezifisch feminisischen Frauen von Einwanderern usw. Und manche Maskulisten verbreiten diesen Eindruck aus.

Quelle und Belege für ihre Küchenpsychologie? Welche Maskulisten fühlen sich durch Weiblichkeit bedroht, wer behauptet das? Breivik übrigens vertritt gegenüber Frauen eine feministische Position: Für ihn ist es weit schwerer Frauen zu ermorden statt Männer, das sie für ihn das wertvollere Geschlecht darstellen. Siehe meinen Link oben.