aim

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Das wahre Ich | 28.06.2012 | 11:59

Wer sollte bezweifeln, dass sich Menschen durch Erlebnisse, Beziehungen, Reflexionen oder auch Unfälle verändern.

Jeder Versuch dafür klare Ursachen zu finden ist und bleibt eine Annäherung, ein Versuch eben.

Problematisch ist nur die Zuschreibung subjektiver Verantwortung je nach Interessenlage. Mal ist es das Gehirn, mal die Umwelt. In jedem Fall aber, handelt es sich stets um eine Zuschreibung. Dualistisches Denken ebnet den Weg für kältesten Liberalismus (wie wir ihn heute finden), aber auch für kältesten Kollektivismus.

Warum nicht mehr pragmatisch (im Sinne Richard Rortys) Denken - Objektivität ergäbe sich so aus Solidarität, nicht aus Einzelinteressen.

P.S. Die interessantere Frage ist doch: Wer gibt den Hirnforschern den freien Willen dazu, über die Inexistenz des freien Willens zu urteilen. Was ist das für ein Wille?

RE: Wehe, du entspannst dich nicht! | 20.06.2012 | 19:42

Sehr gut!

Eigentlich spräche alles dafür, dass die Liebe zur Vorsorge in existentiell und gesundheitlich abgesicherten Gesellschaften wie unserer an Bedeutung verliert. Paradoxerweise scheint es genau umgekehrt zu sein: V.a. Präventionisten und Gesundheitsapologeten produzieren vermeintliche "Zivilisationsgifte". Das Leben erscheint so dort umso riskanter, wo die lächerlichsten Risiken vorherrschen - das ist gegenüber den von tatsächlichen "Giften" betroffenen Menschen einfach nur zynisch, H. Yuren!

RE: Ist doch alles nur gelogen! | 15.05.2012 | 17:17

Niemand kann sicher wissen, welche Aussagen nun verschwörerisch oder ernstzunehmend sind. Der platte Hinweis auf "Verschwörungstheorien" steigert nicht die Glaubwürdigkeit des Artikel, sonder schmälert sie sogar: So wird die Besitz über die "richtige" Theorie, das richtige Wissen suggeriert.

In der Konsequenz dieser ständigen Ungewissheit kann es nur nur um Ver- oder Misstrauen wissenschaftlichen Wissens gehen.

Leider fällt es mir schwer einer öffentlich finanzierten Impfkommission (Stiko) glauben zu schenken, in der viele Mitglieder nur allzu fragwürdige Honorare von privater Seite beziehen.

Gerade den FREITAG schätze ich aufgrund seines kritischen interessen- und staatsfernen Journalismus. So sollte auch der FREITAG mehr Transparenz und Unabhängigkeit auf der "anderen Seite" einfordern.

Von öffentlich finanzierten Wissenschaftlern sollte ich erwarten können, dass sie unabhängige Urteile fällen und auf derartige Nebeneinkünfte zu verzichten bereit sind.

Ebenso wie ich einem atomkonzernnahen Wissenschaftler in Atomenergiefragen weniger vertrauen würde als einem unabhängigen, wünsche ich mir auch bei Fragen um's Impfen mehr Transparenz und Unabhängigkeit.

Mit fällt es jedenfalls unheimlich schwer, unter diesen Gegebenheiten, Impfentscheidungen für mich, und noch viel schwerer für mein Kind, zu treffen.

www.sueddeutsche.de/wissen/staendige-impfkommission-experten-mit-den-falschen-freunden-1.271784