Heiko Zorn-Bürger

Gelegenheits-Misanthrop
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Heiko Zorn-Bürger
RE: Ja zur Bad Bank für Atomkonzerne | 16.05.2014 | 22:07

Lieber Herr Werdermann,

tagtäglich begegnen einem Artikel, die einem selbigen Tag vermiesen könnten; jedoch verharrt der Zorn zumeist im Konjunktiv, da man im Regelfall vom veröffentlichendem Medium schlicht erwartungsgemäß bedient wurde.

Der generelle Anspruch an den handelsüblichen deutschen Journalismus ist halt mittlerweile ebenso niedrigschwellig wie das Freiheitsverständnis des Herrn Bundespräsidenten. (Wer mag darf hier gerne einen Zusammenhang erkennen, jedoch wäre dies Off Topic zu verdauen.)


Fatalerweise gilt bei mir diese Nulllinien-Erwartung nicht gegenüber jedem Medium und explizit nicht gegenüber dem FREITAG!
Ein Umstand, den Sie einigen großartigen Leistungen, von Kollegen aus ihrem Haus und Bloggern der Community zurechnen dürfen. Mit anderen Worten, ich bin gerade richtig brassig drauf, da ich vom FREITAG anderes gewohnt bin und erwarte als nun gerade diesen Artikel von ihnen.

Hätten Sie ihre Ideen und Vorschläge wenigstens noch in der Form offener Fragen formuliert, dann würde ich es ja gerne als Diskussionsbeitrag unkommentiert oder zumindest milde kritisiert stehen lassen. Da ihr Beitrag jedoch in der Gewissheit von „Werdermann hat den Lichtschalter gefunden“ formuliert ist, legt das gleichwohl fortwährende Dunkel um mich herum nahe, dass entweder ich blind sein muss; oder sie eben den einen oder anderen Kurzschluss als Zündfunken verkaufen wollen?

Es sollte sich im Jahre 2014 nicht nur bei Fachredakteuren, sondern selbst bei Bedarfs- oder Beliebigkeits-Journalisten herumgesprochen haben, dass der Begriff des „Atommüll-ENDlagers“ ein Euphemismus ist und von daher nicht nur grundsätzlich sondern prinzipiell in An- und Abführungsstriche zu setzen ist. Es gibt weltweit kein ausgewiesenes und allgemein anerkanntes „Atommüllendlager“ und es wird auch niemals eines geben, sofern man nicht den Pfad seriöser Wissenschaftlichkeit verlässt. Die Idee eines solches „Endlagers“ formuliert ein geophysikalisches Paradoxon. Sie verwenden diesen Begriff des politischen Marketing jedoch im Kontext, als schrieben Sie über die Standortsuche für ein Einkaufszentrum und setzen so mit ihren Überlegungen auf (zumindest) einer Prämisse auf, die ein darauf fußendes Gedankengebäude nicht tragen kann.

Dabei waren Sie ganz kurz davor diese Problematik zu erkennen, schließlich hatten sie ja festgestellt, dass die strahlenden Hinterlassenschaften von RWE und Co. der Menschheit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit länger erhalten bleiben als jene Energieunternehmen, welche dieses Erbe produziert haben. Allerdings haben Sie dann versäumt auch den zweiten Schritt zu unternehmen, nicht nur die Lebenserwartung des wirtschaftlichen sondern auch des politischen Verursachers zu prognostizieren.

Die bisherige evolutionäre Dynamik der Gesellschafts- und Zivilisationsgeschichte legt nahe, dass der deutsche Atommüll den deutschen Nationalstaat höchstwahrscheinlich ebenso überleben wird. Ihre Extrapolation der Haftung und Verantwortung für diesen Müll von vermutlich kurzlebigen Unternehmen auf vermeintlich zig-tausendjährige Reiche resultiert aus und scheitert an der Unvorstellbarkeit der gegebenen Zeitspanne.

Die Frage ob Unternehmen oder Gesellschaft letztlich die Verantwortung übernehmen ist für die Zukunft also bereits beantwortet. Sie lautet: jeder der in den nächsten Jahrzehntausenden lästiger Weise im Wirkungskreis von Atommüll residiert.

>>>Zu beantworten ist dem entsprechend einzig die Frage der „Vergangenheitsbewältigung“, in welchem Umfang die Profiteure der vergleichsweise Wimpernschlag kurzen Profitphase des Atomzeitalters in Haftung zu nehmen sind und in wie weit die aktuellen Shareholder dieser Energieunternehmen noch für vergangene Jahrzehnte als Nutznießer zu brandmarken sind?<<<


Wir stehen hier also minder vor einer strategischen Frage, als einer moral- und rechtsphilosophischen, die sich qua Defintion einer allzu hemdsärmeligen Lösung entzieht, ganz gleich ob sie
Teyssen, Terium und Mastiaux vorschlagen, oder Felix Werdermann dies vertritt. In wie weit sind „Täter“ und „Angeklagte“ (noch) identisch und somit in welchem Umfang in die Pflicht zu nehmen, bevor der noch verbleibende Schaden qua Masse in eine gesamtgesellschaftliche Haftung übertragen werden muss und wie beziffert man dies in Penunzen?

Sicherlich nicht bereits anhand der 32 Milliarden die als Rücklagen gebildet wurden, da dieser Betrag nicht einmal ausreichen wird um auch nur die Rückbaukosten noch in Betrieb befindlicher Anlagen abzudecken! Von irgendwelchen Fragen der Lagerung und „Entsorgung“ muss man angesichts dieses Betrages also noch gar nicht schwätzen.
Dies bspw. hätten sie durchaus recherchieren und hier erörtern dürfen, bevor sie meinen einen gesellschaftlichen Mehrwert in den Vorschlag der Energiekonzerne hineininterpretieren zu müssen.

Unfassbar naiv wird es schließlich, wenn Sie mutmaßen bei Umsetzung ihres Vorschlags wäre „die Atomlobby sofort tot“. Herr Werdermann, für ihr Poesiealbum, die Atomlobby führt Rückzugsgefechte der Schadensbegrenzung „ihren“ Atomstandort Deutschland betreffend. Sie ist aber, und bliebe auch bei Umsetzung ihres Vorschlags noch mopsfidel und quitschlebendig in den Lobbies unterwegs, da sie ihre Offensivbemühungen spätestens seit dem ersten Atomausstiegssbeschluß der Regierung Schröder/Fischer auf den Exportmarkt konzentrieren. Das Auslandsgeschäft deutscher Nukleartechnologie geht völlig unbeeindruckt vom nationalen Ausstiegsszenarien weiter. Dieses Leckerlie ihres Modells ist also ein Trugschluß.

Das darf man auch wissen und thematisieren, bevor man Frau Eon, Herrn Vattenfall und Mutter Siemens die Hand zum „Deal“ reicht. Ja auch letztgenanntes Unternehmen wäre einer Erörterung der Teilhabe an den fraglichen Belastungen würdig, da Siemens ebenso wie die Betreiber der Anlagen als Konstrukteur jener Anlagen den Nektar aus der Profitphase des Atomzeitalters geschleckt hat und weiter schleckt. Wäre zumindest eine Debatte wert.

Dass der Anteil der kommunalen Aktionäre an den fraglichen Energieunternehmen eine relevante Größe hat, wurde bereits in einem anderen Kommentar angeführt. Dass wir Bürger ergo so oder so an den Kosten des Atomausstiegs beteiligt sind ist ein naheliegender Schluss daraus, jedoch nicht der einzig bedenkenswerte.
Platt ausgedrückt, je billiger der Atomausstieg für private Shareholder wird, desto teurer wird er zwangsläufig für die Gesellschaft als Stakeholder und die Politik als deren Sachwalter. Will meinen, wer zweifelt bspw. daran, dass der von Frau Kraft (NRW + RWE) mit Herrn Altmeier ausgehandelte energiepolitische Teil des Koalitionsvertrages, in seiner Konsequenz des roll-back für regenerativen Energien, nicht (auch) der Beteiligung von Kommunen und Ländern an den Anlagen der fossilen Energieerzeugung und Förderung geschuldet ist?
Jetzt wollen Sie diesen Anteil, um nicht zu sagen diese Belastung nochmals um 15 AKWS plus dies und das und jenes für „läppische“ 32 Milliarden in die öffentliche Hand transferieren. Glauben Sie ernsthaft, dies würde eine eventuelle Laufzeitverlängerung eher verhindern sogar zu einem vorzeitigen Ausstieg führen und einen Ausbau regenerativer Energien befördern? Ist es nicht eher so, dass je mehr der Atomausstieg Kommunen und Länder belastet, desto geringer wird der Anreiz für die Politik bspw. Kohlekraftwerke abzuschalten und den Braunkohleabbau einzustellen und somit auch noch von Bonus in Malus zu überführen?

Sie ziehen hier einen Faden aus einem Geflecht, nämlich den der Besitzverhältnisse der Atomanlagen und meinen damit dass das gesamte Geflecht der Energiepolitik davon leidlich unbeeinflusst bliebe – implizit dass die Verteilung der Kosten und Erträge aus diesem Geflecht davon unberührt bliebe. Dem ist aber gewiss nicht so! An welchen Faden man wie energisch zieht, hat großen Einfluss darauf ob weiterhin klamme Kommunen und Länder, die ohnehin übermäßig belastete Mittelschicht und das Prekariat belastet werden, der etwas besser gestellte Bund, oder aber Vermögende, in dem Maße wie ihr Vermögen aus der Profitphase erwachsen ist.

Wenn ein Energieunternehmen belastet wird, dann trifft das die überschaubare Gruppe der Anteilseigner und Angestellten, wobei erstere im Regelfall Vermögende sind und Angestellte solcher Unternehmen kaum dem unteren Einkommens-Drittel der Gesellschaft zugerechnet werden dürften, insgesamt aber jene die auch zuvor beim „Kassieren“ dabei waren. Damit wären alle anderen, insbesondere die armen Schweine unter uns nur über die kommunalen Beteiligungen, also im geringeren Umfang mittelbar betroffen. Ihr Vorschlag hingegen wäre eine „Kopfpauschale“ unabhängig von der Einkommenshöhe und Quelle. Na, besten Dank!

RE: Kann er Kanzler? | 01.10.2012 | 16:06

Derartige Absprachen und Rollenzuteilungen halte ich nun für eher unwahrscheinlich, da so das Risiko immer gegeben ist sich gegen Ende in einer Ecke wiederzufinden in der man sich dauerhaft nicht heimisch fühlt.

Ich schätze, die beiden wären versiert genug um auch mal eine kurzweilige Sendung zu gestalten, wenn sie sich eher einig wären.
Gerade beim gegebenen Thema wäre es doch sogar bemerkenswert gewesen, wenn es dergestalt abgelaufen wäre, dass beide aus gegenläufigen Motiven zu einem gemeinsamen Schluss gekommen wären. Ganz gleich ob der nun hieße, Steinbrück sei als Kanzlerkandidat der SPD ein Rohrkrepierer oder vice versa der große Wurf, der die Koalition das Fürchten lehrt.

RE: Kann er Kanzler? | 30.09.2012 | 21:18

PS

Bin ich eigentlich der einzige, der dieses Datum (28./29. September) der Kür von Steinbrück zum Kanzlerkandidaten als geschmacklos bzw. als Verhöhnung empfindet?

29 September 2012: Peer Steinbrück erwacht erstmals als Kanzlerkandidat

28 September 2012: Peer Steinbrück wird als Kanzlerkandidat angekündigt

29 September 2008: Finanzminister Steinbrück informiert erstmals über die Krise bei der HRE

28 September 2008: Ablauf der 5-jährigen Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche gegenüber der Hypo-Vereinsbank, in deren Eigenschaft als „Gründer“ der Hypo Real Estate.

RE: Kann er Kanzler? | 30.09.2012 | 21:00

Lieber Herr Augstein,

mir brennen nun 2 Fragen unter den Nägeln!

Zunächst nur zur Erinnerung (Sie werden beides wohl kennen) und zum Nachvollzug für Mit-Leser,

Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der Quartalsdemokraten (SPD) in seiner Zeit als Finanzminister:

http://www.youtube.com/watch?v=PSJA1Qx_F34

(Report – München; Januar 2009 – ca. 7:32 min.)

und

http://www.youtube.com/watch?v=ukXrv_t18VM

„Gier und Größenwahn - Wie die Banken die Politiker über den Tisch zogen“

(Doku, März 2010 ca. 43:29 min.)

Und nun zu meinen Fragen:

1) Diesen Mann wollen Sie tatsächlich als bewährten (Finanz-) Krisenmanager und Finanzmarkt-Experten ausloben?

...noch dazu um die Demokratie vor der Bedrohung durch die Finanzwirtschaft zu retten? ...und das nach dieser Farce von Untersuchungsausschuß...??

2) Vor wenigen Monaten haben Sie im Rahmen dieser Sendung gesagt, Sahra Wagenknechts Veröffentlichungen seien das Beste was in den letzten Jahren zum Thema Finanz-Krise geschrieben wurde.

(Ich persönlich würde geringfügig einschränkend sagen: ...„mit“ das Beste...)

In dieser Folge verkünden sie nun, Peer Steinbrück wüsste wirklich worum es ginge, in Fragen Finanzkrise und überzeuge diesbezüglich als Experte.

„Das erste Mal hat einer (Steinbrück) wirklich konsistent und vernünftig 'nen Plan vorgelegt, wie man die größte Gefahr der Demokratie bekämpfen kann; und das sind die Banken und der Finanzsektor“

Wie bekommen Sie denn diese beiden Bewertungen und Aussagen (pro Wagenknecht vs. pro Steinbrück) in Deckung miteinander?

Zusatzfrage: Wenn Sie die vorhergehende Frage, wider meines Erwartens, erläutern können, stellt sich die zusätzliche Frage, wieso wohl können/wollen SPD und Linkspartei dann nicht miteinander und das schon gar nicht mit einem Kanzlerkandidaten Steinbrück?

RE: Euro-Rettung ohne Grenzen? | 16.09.2012 | 15:18

Blome, einmal mehr in seiner Paraderolle Greed und wie er die Welt sah

Greed „war von Natur aus ein Geschichtenerzähler. Er konnte sich eine Sache nach der anderen ausdenken, und alles paßte irgendwie zusammen."

(zitiert, etwas marktliberal nach John Irving)

RE: Außer Gesten nichts gewesen | 24.08.2012 | 18:48

Es werde Recht, selbst wenn darüber die Welt zugrunde ginge“

Liebe Frau Hünniger, ihr Stil gefällt mir außerordentlich gut, aber man merkt, dass Sie sich frühzeitig entschlossen haben Occupy aus der externen Perspektive zu beäugen – ebenso wie dies auch für Herrn Friedrich und seinen Artikel im "European" gilt.

Anderenfalls hätten Sie beide möglicherweise Gelegenheit bekommen zu erfahren, dass es vor dem Hintergrund und im Umfeld von Occupy durchaus zu Gesprächen kam/kommt darüber, dass Occupy nun gleichbedeutend sei mit „Letzte Ausfahrt Gewaltverzicht“. Dies wurde übrigens auch schon hier in dFC zumindest erwähnt.

Ich persönlich bin auch der Auffassung, dass dies einer gewissen Zwangsläufigkeit verpflichtet ist; auf Chamberlain folgt nun einmal Churchill; und das ist auch gut so! Wer statt dessen anderes erwartet, dergestalt eines permanenten Gandhi-Mandela-Luther-King Reigens, der (er-)kennt nicht den Unterschied zwischen Freiheits- und Überlebenskampf.

Nun gibt es sicherlich auch Vorstellungen von Gewalt, die ohne Mord und Totschlag auskommen, aber bleiben wir doch realistisch! Wenn dieser Korken des "Verzichts" erst mal aus der Flasche der "Gewalt" raus ist, ist das Büchsenpfand Pandoras letzte Sorge. ;-)

Worum es nunmehr gehen wird ist eine Frage des Timings der Eskalation. Wer als erster tötet gerät zunächst ins Hintertreffen, wer hingegen als erster einen Märtyrer etablieren kann gewinnt entsprechend an Zustimmung! ...usw....usf...ad finitum

Tote auf der eigenen Seite sind ja durchaus ambivalent, da wirkt jeder Kohlhaas sinnstiftend, zumindest wenn es darum geht, dass nur eine Fraktion den Begriff Demokratie wieder mit Leben füllen darf...

und darüber dann auch entscheidet für wen und wofür das verbleibende Öl, Land, Wasser verwendet wird

...und was im Pilcherator, auch TV genannt, wo und wann gesendet wird...

Also Frau Hünniger, Herr Friedrich, nur weil Sie den Zug noch nicht sehen können und die Schienen unter ihrem Arsch noch nicht vibrieren bedeutet dies nicht, dass der Zug noch nicht auch auf Sie zurast. ;-)

Es bedeutet nur, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, was nicht sein darf, was nicht sein darf, was nicht sein darf, war ich nun zu scharf, war ich nun zu scharf, oder ihr zu brav, ihr zu brav, ihr zu brav, zu brav...

RE: Gefahr im Verzug | 21.08.2012 | 18:15

Sicher, Schüsse die nach Hinten losgehen sind zumeist „treffender“ als jene, welche den Lauf über dessen Mündung verlassen; ist doch die Distanz zum Schützen ungleich kürzer als jene zum Ziel.

;-)

RE: Gefahr im Verzug | 21.08.2012 | 16:06

@Hobbyproktologe

„-In Ferienlagern rum um den Hindukush“

Bundeswehr-Camps in Afghanistan = Ferienlager?

Das war ja wohl nix!

Dies ist eine Formulierung, die muss sowohl aus Sicht von Afghanen, welche die Bundeswehr bekämpfen,

als auch aus Sicht jener Afghanen, die den Schutz der Bundeswehr suchen

und eben auch aus der Perspektive der Bundeswehrsoldaten selbst

eine selten unangebrachte Bezeichnung sein.

Auch der Begriff „Soldateska“ folgt einer anderen Definition als sie auf die Bundeswehr anzuwenden wäre.

Nicht alles was verachtend daher kommt ist deshalb auch gelungener Sarkasmus – mitunter ist es einfach nur misslungenes Irgendwie-wer-was.

RE: Gefahr im Verzug | 21.08.2012 | 15:26

@Lutz Herden

Aber in dieser Hinsicht... ergeben sich nun weit mehr Möglichkeiten, dass die Bundeswehr ihr „spezifisch militärisches“ Equipment zum Einsatz bringen kann/darf/soll.

Für mich macht es schon einen gewissen qualitativen Unterschied, ob ich einem Wasserwerferfahrzeug oder einem Schützenpanzer im Inland eingesetzt sehe; für Sie sicherlich ebenso.

Entscheidend ist für mich bei diesem Thema jedoch weit weniger, dass die Rechtslage nun eben so ist wie von Karlsruhe ausgewiesen, sondern viel mehr dass es überhaupt für notwendig erachtet wird, dass es einer solchen Rechtsregelung >nun< bedarf, .

Da stellen sich doch die Fragen „Warum“ und „Warum jetzt“?

Schließlich haben wir seit 1949/68 Jahre in einer Gesellschaft gelebt, deren Fortbestand, oder auch nur Innerer Frieden, zu keiner Minute gefährdet war.

RE: Offener Brief an Albrecht Müller | 30.06.2012 | 15:27

Weit gefehlt!

Dieser Abgesang auf Nationalstaaten geht wohl zurück auf den großartigen Historiker Eric J. Hobsbawm (*1917). Als bekennender Eurokommunist dürfte er mit der Bertelsmann-Stiftung eher weniger am Hut haben.

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