Aktive Arbeitslose Österreich

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RE: Hartz 4: Regelsatz = staatl. organisierte | 04.11.2020 | 13:14

Im Sinne von Hannah Ahrendt bezeichne ich das vorherrschende Regime als "administratives Massenverbrechen". Die "Niemandsherrschaft der Bürokratie" wurde von Hannah Arendt u.a. in "Eichmann in Jerusalem" treffend dargestellt. Das ist eine organisierte Verantwortungslosigkeit die viele kleine Schreibtischtäter*innen heranzüchtet.

Das Sanktionenregime ist nicht nur eine massive Form der strukturellen Gewalt gegen unsere Mitmenschen, sondern macht auch die Mitarbeiter*innen in den Jobcentern zu Gewalttäter*innen weil es diese zwingt, ihren Mitmenschen SCHWERE GEWALT anzutun.

Von Hannah Arendt weiter lesenswert:

Wahrheit und Lüge in der Politik (ein Aufsatz unter http://gellhardt.de/arendt_bluecher/12_Wahrheit_u_Politik.pdf)

Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur

Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft

Solidarische Grüße aus Österreich

Martin Mair

RE: „Von Corona erzählen“ | 12.10.2020 | 19:14

Nachtrag: An den "Kollateralschäden" leiden in erster Linie die unteren Schichten, die auch so fast nie eine Stimme haben.

Wie soll es nur EINE Erzählung geben, wenn die Auswirkungen von Corona und der Antwort von Politik und Gesellschaft darauf so UNTERSCHIEDLICHE Auswirkungen haben und die Erfahrungen daher KEINE Anschlussfähigkeitn auf den ersten Blick hin haben? Das ist eben wieder der alte Mythos, dass es nur EINE Erszählung gibt!

Typisch wieder, dass den "Corona-Leugnern" wieder mit dem bürgerlichen, moralischen Zeigefinger mehr oder weniger direkt unlautere Gesinnung unterstellt wird. Hat dieses Geschwurbel denn nichts mit der wachsenden Komplexität, dem wachsenden Stress (Wachstumszwang!), der wachsenden Kluft zwischen Oben und Unten im herrschenden System zu tun? Kapitalismus und Industriegesellschaft bilden, wie Ivan Illich schon vor 40 Jahren deutlich darlegte, ein "eskalierendes System"!

Die Ängste der "Corona-Leugner" haben zum Teil durchaus reale Grundlagen und so manches was diese behaupten, bestätigt sich leider doch. Z.B. dass Milliardär Bill Gates schon eher seine kommerziellen Interessen durch Beteilungen an Pharamfirmen und darauf aufbauendes Politlobbying verfolgt. Andere Konzerne gerne Überwachungstechnologien verkaufen wollen. usw. usw.

Im Kapitalismus nutzen natürlich die gut organisierten Kaptialinteressen wo es nur geht die Krise aus.

Ohne Analyse des Gesamtsystems ist der Konflikt kaum lösbar!

RE: „Von Corona erzählen“ | 12.10.2020 | 19:05

Dummerweise erzeugt die autoritäre und zum Teil überschießende (Lockdown-Dogma) auf Angsmache beruhende Seuchenpolitik selbst wieder Opfer in Form von "Kollateralschäden" wie verschobene oder nicht durchgeführte medizinsiche Untersuchungen und Behandlungen. Vor allem in den "Entwicklungsländern" sind diese Schäden enorm und die Opfer sind da oft Kinder und Frauen. Gibt es dann den Krieg der Erählungen welche Opfer es wert sind, wahrgenommen zu werden? Die "Kollateralschäden" werden oft erst im Laufe der Zeit sichtbar werden, wenn danach wirklich geforscht wird. Vor einer autoritären und überschießenden Politik wurde ja schon seit März gewarnt, leider vergebens.

https://www.aerztezeitung.de/Politik/Ethikrat-fordert-Wettbewerb-der-Ideen-statt-stumpfe-Corona-Obrigkeit-408400.html

Has COVID-19 subverted global health?

"The number of deaths from COVID-19 since the epidemic began is a tiny fraction of all deaths that have occurred due to any cause since the start of 2020. Thus, people continue to die in the millions of other diseases, and lockdowns have made accessing essential health care much more difficult in some places."https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31089-8/fulltext

https://www.aerztezeitung.de/Politik/Verschleppte-Krankheiten-oft-gefaehrlicher-als-Corona-408979.html

Aktuell dazu: Pandemie // Corona, postkolonialer Feminismus und Necropolitics in Indienhttps://www.gender-blog.de/beitrag/corona-und-necropolitics

Cancer diagnostic delay in the COVID-19 era: what happens next? https://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(20)30391-0/fulltext

u.v.a.

Wer von den Politikern und Medienschaffenden übernimmt hier die Verantwortung? Z.B. wenn Menschen sich aus Angst vor dem Virus oder aus Ärger über die autoritäre Coronapolitik NICHT oder zu spät zum Arzt oder ins Spital gehen oder die Behandlung abgesagt worden ist und erst Monate nachher wieder ein Termin zu bekommen ist?

Und gerade Prof. Christian Drosten zeichnet sich in letzter Zeit dadurch aus, seine ursprünglich moderate und abwägende Linie - er bezweifelte anfangs sogar den Nutzen von Masken - aufgegeben zu haben und sich der dogmatischen Linie der "Zeugen Coronas" anzuschließen und Kritiker der von ihm nun mitgetragenen autoritären Politik als "Hater" zu bezeichnen und Sterblichkeitsraten zu verbreiten, die deutlich höher als im wissenschaftlichen Mainstream sind.

Auch Drosten ist leider zum Glaubenskrieger mutiert!

Der Begriff "Corona-Leugner" ist schon ein dogmatischer Kampfbegriff, mit dem man auch jene Menschen zu denunzieren versucht, die eine differenziertere und kritische Sicht der Dinge haben!

Public Health Expert*innen usw., die den Blick mehr aufs Ganze legen, kommen im Gegensatz zu den Krankenhausvirologen in den Medien immer noch recht selten zu Wort.

https://www.public-health-covid19.de/ergebnisse.html

http://www.matthias.schrappe.com

https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/stellungnahmen-pressemitteilungen

Als Erinnerung wie eine demokratiegemäße Seuchenpolitik ausschauen könnte: https://www.medico.de/ein-corona-manifest-17746

Also raus aus dem Glaubenskampfmodus mit der künstlichen Polarisierung durch Medien und Politik!

RE: Interview ohne Abstand | 30.09.2020 | 18:36

In Deutschland wären doch wohl die Alten- und Pflegeheime besser geschützt gewesen! Und auch sonst wäre ein besserer Schutz Gefärhderter und Bremsung der Epidemie rechtlich leichter gewesen als in Schweden! Insofern wäre vielleicht nicht allzu viel passiert. Im Fachdiskurs wurde die "kontrollierte Durchseuchung" zum Teil durchaus propagiert: https://www.aerztezeitung.de/Politik/Experten-raten-zu-Steuerung-des-Corona-Infektionsgeschehens-407984.html

Denn auch die medizinischen Kollateralschäden sind nicht ohne, der Krebs wartet nicht, aufgeschobene oder aus Angst nicht gemachte Untersuchungen, Behandlungen, Impfungen usw. werden auch zu Todesopfern führen, aber über einen längeren Zeitraum hinweg. Auch die sonstigen gesundheitlichen Schäden der autoritären und überschießenden Lockdown politik müssen erst einmal erfasst werden! Wo ist da das täglich aktuallisierte Dashboard. Gerade die unteren Schichten werden dank der wirtschaftlichen Folgen vermutlich auch kürzere Lebendauer haben, sagen Public Health Expert*innen.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114553/Behandlungsrueckgang-Zahlen-zu-Lockdowns-erst-Anfang-2023-erwartet

Von den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sonstigen Folgen (Entwicklung zur autoritären Bio-Politik (Michel Foucault)) ganz zu schweigen. So wie mancherorts versucht wird, ALLE Kritiker in den Topf der "Coronaleugner" und "Rechtsextremisten" zu werfen, haben wir sowieso keine Demokratie mehr.

https://www.public-health-covid19.de/ergebnisse.html

Die Sterberaten sind in Österreich und Deutschland schon auf gut ein Zehntel des Anfangs runtergegangen dank besserer medizinsicher Behandlung und Schutz Gefährdeter und dürfte in etwa gleich groß wie bei normaler Grippe sein (0,1% Infiziertensterblichkeit) oder sogar darunter.

https://www.facebook.com/hendrikstreeck/posts/1810707672414867

Auch die Wissenschaft positioniert Corona nicht so arg weit weg von der Grippe!

https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(20)30484-9/fulltext

Freilich in der ersten Runde muß deutlich mehr gebremst werden, bis das Virus auch medizinisch im Griff ist (was in den "entwickelten" Staaten nun oft der Fall sein dürfte)

Trotzdem machen Medien und Politik weiter mit der Angstmache

"Es gibt insgesamt noch sehr wenig belastbare Evidenz, weder zu COVID-19 selbst noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen, aber es ist nicht auszuschließen, dass die trotz weitgehend fehlender Evidenz ergriffenen Maßnahmen inzwischen größeren Schaden anrichten könnten als das Virus selbst."

https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19

Ein Blick in den Fachdiskurs zeigt: So einfach ist das nicht mit dem Lockdowndogma ... die nicht gezählten Kollateralschäden sind offenbar Menschen zweiter Klasse die nicht einmal eine Stimme haben ...

RE: So viele Lügen, so viel Virus | 11.07.2020 | 12:41

Huch wieder der Maskenmythos: Masken bringen ersten nur dort einen (Zusatz)Nutzen, wo Ansteckungsgefahr besteht. Und laut in "The Lance" veröffentlichter Metastudie verringern Masken im Schnitt das Infektionsrisiko auf ein Sechstel. Also wenn ich mit zu geringem Abstand tagtäglich hackeln muß (Schlachthöfe!), schützen Masken auch nicht auf Dauer. Abstand halten ist zudem von der wissenschaftlichen Evidenz her zumindest als "mittel" eingstuft, Masken hingegen als "gering".

Statt Obrigkeitsstatt brächte ein Wettbewerb der Ideen wohl mehr, sowohl in Bezug auf Edpiedemieeindämmung und erst recht zur Vermeidung der massiven Kollateralschäden für Gesellschaft und Wirtschaft !!!!

Die schlechte Gesundheitsversorgung der unteren Schichten und die schlechten Arbeitsbedingungen sind auch ohne Corona ein großes Problem für die Volksgesundheit!

Übirgens: Die spanische Grippe hat ihren Ursprung in den amerikanischen Schlachthöfen!

RE: Wer macht hier wen mundtot? | 11.07.2020 | 12:12

Sinnvoller als Stutuen zu stürzen und so die Vergangenheit auszulöschen wäre es oft wohl angebrachter, die Denkmäler umzugestalten, damit genau das, was durch stürzen der Denkmäler erst recht aus dem Blickfeld gerät, eben nicht verdrängt wird. Der Spruch "Niemals vergessen" hat schon seinen Sinn! Freilich, wenns zu viele alte Denkmäler gibt und kein Platz für Neues, wäre eine maßvolle Bereinigung durchaus angebracht.

Vor allem gehören die vielen Kriegerdenkmäler endlich umgestaltet in Friedensdenkmäler! Vor allem am Land sind die noch großteils ohne jede Ergänzung vorhanden. Da werden nur die Soldaten erinnert, aber nicht die zivielen Opfer von Krieg und Faschismus. Sollte auch ein Theme "der Linken" sein.

Gute Frage ist, warum Gruppen wie Erwerbslose immer noch völlig ausgeschlossen werden von der Sichtbarkeit. Im Kapitalismus ist der Zwang zur Lohnarbeit ja ganz wesentliche Grundlage der Herrschaft des Kapitals.

RE: „Ist nicht vorbei“ | 25.06.2020 | 08:08

Sehen wir genauso. Schon alleine die Bilder zeigen dass offenbar wieder nur der ganz normale Kitsch zum Corona-Hype dokumentiert wird aber genau das unsagbare nicht: Die nach wie vor massiv verdrängten Kollateralschäden - die vornämlich in den unteren Schichten zu finden sind - der überschießend autoritären Seuchenpolitik. Daß zum Beispiel nun massiv die Internetzensur im ach so freien Westen vorangetrieben wird und bei facebo0k, youtube usw. viele Beiträge gelöscht werden, auch wenn düberschießendeniese durchaus im Rahmen der Meinungsfreiheit nach EMRK sich bewegen. Wir werden uns noch wundern, was in einer angeblichen Demokratie schon wieder alles möglich ist ...

RE: Grundeinkommen – es ist Zeit! | 20.05.2020 | 09:34

Bei der BGE-Diskussion ist zu berücksichtigen, dass es verschiedene Modelle gibt und es natürlich auch auf das drumherum wie Umbau des Steuersystems ankommen. Auch eine Kombination mit Social Commons wäre möglich. Vorerst geht es einmal um die GRUNDSATZENTSCHEIDUNG, dann kann mensch bei der Umsetzung über die verschiedenen Modelle und Begleitmaßnahmen reden. In einer Demokratie werden da wohl viele mitreden weshalb das genau Ergebnis wohl noch nicht fest stehen kann. Vor allem wenns länger dauert ...

RE: Grundeinkommen – es ist Zeit! | 20.05.2020 | 09:31

Warum die Kluft größer werden soll, möge bitte erklärt werden. Für einen Reichen würde das BGE nichts bedeuten, für Arme Menschen hingegen sehr viel. Viele Modelle des BGE fordern eine FInanzierung durch Transatkionssteuern und Vermögenssteuern oder Wertschöpfungsabgabe o.ä. was in erster Linie eine RÜCKverteilung des Reichtums bedeuten würde!

RE: Corona, Klimakrise und Kapitalismus | 04.05.2020 | 13:58

Es ist nie zu spät aktiv zu werden! Das Gerede von den Fenstern die sich bald schließen würden ist Marketingspeech und kontraproduktiv, weil Erwartungen geschürt werden, die dann nicht zutreffen, weil es so oder so ein langer Kampf wird! Ein fehlender Wille wirklich die Hörigkeit zu verweigern und nicht mehr mitzumachen kann dieses Gerede NICHT ersetzen! Da können wir uns gleich selbst den notwendigen Artschtritt geben!