Der Bitcoin ist wieder in aller Munde

Kryptowährungen Im Jahr 2020 hat sich der Kurswert des Bitcoins vervielfacht. Wie im Jahre 2017 scheinen nun wieder viele Privatanleger auf den Zug aufspringen zu wollen.
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Die Wall-Street-Propheten erklären nun, dass Anleger bald in die Kryptowährung einsteigen sollten, allerdings wird verschwiegen, dass sich der Bitcoin seit März 2020 fast verzehnfacht hat. Bereits der erste Sonntag des Jahres 2021 brachte einen neuen Rekord an den Kryptobörsen und dies noch vor dem ersten Handelstag. Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin erlangte einen Wert von 34.000 Dollar. Anleger können nun die Inflation fast vergessen und drängen sich im Zusammenhang mit Bitcoin auf. Der letzte Rekord ist der erste Höhepunkt einer folgenden Kursjagd, welche bereits vor Monaten begonnen hatte. In dem Jahr der Pandemie 2020 hat sich der Kurs der Bitcoins nun fast vervierfacht. Auch die anderen Kryptowährungen wie Litecoin und Ethereum haben neue Hochs zu verzeichnen. Wer und was aber genau hinter diesem Aspekt steckt, ist sehr schwer zu erklären.

Ein Teil der Anziehungskraft der Kryptos ist das Geheimnisvolle, was diese umgibt. Es ist bis heute unbekannt, wer die Bitcoins eigentlich genau einst entwickelt hat. Der oder die Erfinder haben vor etwa zwölf Jahren unter einem Pseudonym gearbeitet. Dies war Satoshi Nakamoto und es wurde in einer Bekanntmachung erklärt, dass ein neues Geld geschaffen werden soll. Dies wird nicht von der Zentralbank ausgegeben, sondern von dem Computer. Es wird zudem nicht von Politikern und Notenbankern kontrolliert, sondern von der Kommune der Computernerds. Im Gegensatz zum bestehenden Geld auf dem Weltmarkt sollte die Währung von Anfang an in ihrer Menge eingegrenzt sein.

Viele werfen mit dem Insidergespräch um sich, aber nur wenige Anleger verstehen, wie die Währung Bitcoin funktioniert. Die Technologie, welche dahinter steht, heißt Blockchain. Formelketten, die am Computer generiert werden und die Zahlungsströme in der Welt der Finanzen revolutionieren alles, so wie auch das Internet die tägliche Kommunikation steuert. Daher sind die Börsen und Banken der Welt auch so interessiert an dieser. Sie wittern hohe Möglichkeiten der Einsparungsmöglichkeiten. Die Blockchain könnte ganze Abteilungen und Prozesse eliminieren und Transaktionen erleichtern. Aber die Digitalisierung der Durchführung in den Zimmern der Banken ist es wohl kaum, was die eigentliche Begeisterung der Anleger erwecken kann. Selbst einfache Arbeiter wie Klempner sind von der neuartigen Währung begeistert.

Dies erinnert an den Dotcom-Boom in den 90er-Jahren, als die Menschen sich hier in New York im Taxi oder beim Friseur ständig über die hoffnungsvollsten Tech-Aktien des Nasdaqs austauschten und Start-ups nur Wochen benötigten, um es von dem ersten Entwurf des Geschäftsmodells zum Debüt an der Börse zu schaffen. Wenn nun den Propheten der Wall-Street geglaubt wird, dann sollten Kleinanleger jedoch bald einsteigen. Im Dezember sagte Scott Minerd als Investmentchef bei Guggenheim Partners vorher, das der Bitcoin das Potenzial hat, 400.000 Dollar erreichen zu können. Gemäß Minerd war Guggenheim zu diesem Zeitpunkt noch nicht in die Währung investiert.
Mittlerweile sind die Profis eingestiegen: institutionelle Investoren, vor allem Hedgefonds, die in den vergangenen Jahren sehr an ihrem ehemaligen Glanz verloren haben. Auch die Fintech-Unternehmen wie Paypal begannen nun, die Kryptos anzunehmen. Die wachsende Anziehung liegt vor allem an der Coronakrise. Die Notenbanken haben eine Flut günstigen Geldes losgetreten. Als eine Reaktion hierauf entstanden einst die Bitcoins.

01:01 07.01.2021
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Geschrieben von

Alexander von Kahlden

Ich blogge seit ca. 5 Jahren zu sozioökonomischen und gesellschaftlichen Themen. Ich hoffe, dass meine recherchierten Beiträge hier Anklang finden.
Alexander von Kahlden

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