EZB denkt über Digitalwährung nach

Kryptowährungen Der Bitcoin scheint wieder in aller Munde zu sein, sogar die EZB meint die Zukunft in einer Blockchain basierten Gemeinschaftswährung zu sehen.
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Von einer Digitalwährung hat sicherlich jeder schon einmal etwas gehört. Wie nun bekannt wurde, denkt auch die Europäische Zentralbank über eine eigene Digitalwährung nach. Mit den aktuellen Kryptowährungen hätte diese am Ende allerdings nicht sehr viel gemeinsam. Mit den Zentralbanken aus Kanada, Schweiz, Großbritannien und Schweden wird aktuell mit einem auserwählten Expertenteam über diese Thematik beraten und diskutiert. Einer der Gründe für diese Überlegungen dürfte sicherlich auch Libra von Facebook sein. Die Weltmacht China soll ebenfalls bereits an einer Digitalwährung arbeiten, ebenfalls natürlich mit einem staatlichen Hintergrund. Sollte es tatsächlich wo weit kommen, könnte das erhebliche Auswirkungen auf den US-Dollar haben.

Es ist noch gar nicht so lange her, genauer gesagt im Jahr 2018, da hat sich die Europäische Zentralbank vehement gegen eine Digitalwährung geweigert. Diese Zeiten sind augenscheinlich vorbei, denn die neue Chefin der EZB, Christine Lagarde, sieht die Sachlage ein wenig anders. Fest steht, dass in einer Krise einer Zentralbank wohl mehr Vertrauen geschenkt wird als einer Regionalbank. Derzeit gibt es nur Überlegungen und einige Konzepte, ob diese auch später umgesetzt werden, steht noch immer in den Sternen. Das Thema Digitalwährung beschäftigt viele schon seit längerer Zeit. Experten sind sich sicher, dass die Einführung von einer Digitalwährung früher oder später durchgeführt wird. Die EZB möchte der Libra von Facebook schlicht und einfach nicht diese aufstrebende Branche überlassen.

Eine gute und berechtigte Frage. Viel ist noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen, jedoch wird es sicherlich so sein, dass kriminelle Machenschaften mit einer Digitalwährung der EZB keinesfalls möglich sein werden. Aktuell wird darüber gesprochen, dass die Struktur so aussehen könnte, dass das digitale Geld der Zentralbank mit einem kleinen Betrag, wie etwa 3.000 Euro, bei einer Geschäftsbank gedeckt und abgesichert ist. Beträge, die sich darüber befinden erhalten dann automatisch eine wesentlich schlechtere Verzinsung. Die Europäische Zentralbank geht somit auch davon aus, dass die Libre-Idee von Facebook durchaus Erfolg haben könnte. Wäre das nicht der Fall, würde aktuell nicht so intensiv darüber diskutiert werden.

Zusammengefasst ist zu sagen, dass sich in Bezug auf Digitalwährung in Zukunft einiges tun wird. Ob es nun tatsächlich ein Angebot der Europäischen Zentralbank geben wird oder nicht, wird sich wohl erst in Monaten entscheiden. Derzeit handelt es sich lediglich um Überlegungen und zahlreiche Experten prüfen, wie und wann eine Digitalwährung sinnvoll wäre, laut einer großen deutschen Bitcoinplattform. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist allerdings davon auszugehen, dass eine Digitalwährung irgendwann kommen wird.

01:05 16.12.2020
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Geschrieben von

Alexander von Kahlden

Ich blogge seit ca. 5 Jahren zu sozioökonomischen und gesellschaftlichen Themen. Ich hoffe, dass meine recherchierten Beiträge hier Anklang finden.
Alexander von Kahlden

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