Die Vernetzung der Welt

Web 3.0 Kleine Schwarzweiß-Codes sollen die virtuelle Welt mit der realen verbinden. In Japan ist diese Technik schon Alltag. Nun kommt "Mobile Tagging" auch nach Deutschland
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Friedhöfe sind hierzulande nicht als Ort der Innovation bekannt – anders in Asien. Ein japanischer Bestatter bietet an, Grabstätten mit quadratischen, schwarzweiß gemusterten Plättchen zu versehen, so genannten QR-Codes. Angehörige können sich dann an ihre Toten erinnern, indem sie zwischen Blumen und Räucherstäbchen das Mobiltelefon zücken und den Code fotografieren. Eine Software auf dem Handy erkennt die im Muster verschlüsselte Botschaft, einen Internet-Link. Automatisch öffnet sich auf dem Handy-Display eine Webseite mit Erinnerungstexten und Fotos des Verstorbenen.

Mobile Tagging heißt die Technik, bei der meist briefmarkengroße Codes die physische Welt mit der Virtualität verknüpfen. Die Verlinkung von G