RE: So opfern sie das Gemeinwohl dem Markt | 15.02.2019 | 10:38

Auch wenn die Statistik ein wenig älter ist, Porto für einen Standardbrief ist in Deutschland im Verhältnis immer noch recht günstig.

In einigen Länden wird die Briefzustellung massiv zurückgefahren und nur noch an wenigen Tagen in der Woche oder nur einmal wöchentlich zugestellt, wie z.B. in Dänemark oder auch Italien, Griechenland und anderen.

Das Briefaufkommen geht in Deutschland zurück, wenn auch langsamer, als in anderen Ländern. Die Deutsche Post muss irgendwie darauf reagieren. Verbundzustellung auf dem Land ist eine Option, "Meine Landpost" war ebenso ein Versuch, Servicedienstleistungen zu koppeln. Leider ist der Testbetrieb erstmal wieder eingestellt worden.

Die Deutsche Post ist auch als einziges Unternehmen zur Zustellung verpflichtet und muss dies in der Fläche gewährleisten. Das ist definitiv gut so, aber erzeugt gleichermaßen auch Kosten, die andere private Postdienstleister nicht tragen würden wollen.

Als Aktiengesellschaft muss der Konzern in irgendeiner Form auf den Wandel reagieren. Im Verhältnis zu anderen Postunternehmen in Europa geht es der Deutschen Post dahingehend gut und der Service ist hoch - auch wenn es genügend Gründe zur Klage und genügend Dinge gibt, die verbessert werden sollten.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/378586/umfrage/porto-fuer-standardbriefe-in-laendern-europas/

https://www.channelpartner.de/a/wenn-der-postmann-seltener-klingelt,3573301

https://www.deutschepost.de/de/m/meine-landpost.html