Wer sind eigentlich Thunbergs Hintermänner?

Klimaproteste Thunberg mobilisiert, und zwar nicht nur die junge Generation, Anhänger kommen auch aus Wirtschaft, Kunst & Kultur sowie der Politik.
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Gerechtigkeitssinn und Mut sind hohe Tugenden, auch im 21. Jahrhundert, in einer Welt voll von Krieg und Rauchfabriken, die das Klima erwärmen. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet ein 16-jähriges Mädchen den Machtmenschen dieser Zeit den Spiegel vor die Nase hält. Doch was steckt dahinter? Ist es Hilfsbereitschaft oder kluge Vermarktung einer Klimaaktivistin? Historische Meisterleistung oder manipulative Taktik um seiner selbst willen?

Einerseits setzt Greta Thunberg die Massen in Bewegung und bringt junge Menschen dazu sich zu erheben für eine bessere klimafreundliche Welt. Es ist historisch gesehen nicht das erste Mal in Europa, dass ein junger Mensch es schafft eine Ansammlung an Kindern und Jugendlichen für sich zu gewinnen. Bereits im Jahre 1212 hat ein Kind namens Nikolaus aus Köln sich auserkoren gefühlt, um sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Damals hat dieser auch eine Schar an jungen Menschen für sich gewinnen können und diese dazu überredet das Meer zu überqueren, um in das gelobte Land zu gelangen, ähnlich wie Greta Thunberg kürzlich sich auf die Reise nach Amerika gemacht hat mit einem Segelboot. Thunberg konnte allerdings nicht nur in der Generation X viele Anhänger mobilisieren, Umfragen zeigen zu ihrer Anhängerschafft gehören auch Geschäftsführer und andere namenhafte Personen. Auch konnten die Klimaaktivisten Unterstützer aus der Kunstszene gewinnen, ganz vorne im Bereich "legales Graffiti". Hier konnten schon im letzten Jahr viele Graffiti Kunstwerke weltweit gezählt werden.

Doch gibt es diesbezüglich eine Schattenseite? Weshalb braucht es eine Aktie namens "We don't have time", um die Welt zu retten? Darüber hinaus hat Greta Thunberg reiche PR-Manager an ihrer Seite. Ganz nebenbei hat ihre Mutter ein Buch veröffentlicht, welches sich weitreichend verkauft hat, dank der im Rampenlicht stehenden Tochter. Auch altbewährte Follower von Greta Thunberg waren ein wenig entrüstet über die letzte PR-Show, bzw. die Reise mit dem Boot war wohl auch einigen Nachfolgern zu dick aufgesetzt. Dies ist auch nicht unbegründet, denn die Aktion kam in den Medien weltweit sehr gut zur Geltung und es fließt viel Geld dank der imposanten Aktion.

Hier scheiden sich jetzt die Geister: Ist es moralisch richtig sich beim Retten der Welt finanziell zu bereichern? Ist es noch authentisch, wenn gewisse Personenkreise während der Weltrettungsaktion mit Börsenmaklern zusammen arbeiten? Ganz gleich welche Stellung letztlich dabei bezogen wird, ein kritischer und reflektierter Sichtpunkt ist immer wichtiger in einer demokratisch geprägten Gesellschaft, denn die Demokratie lebt von verschiedenen Meinungen und Diskussionen. Deshalb kann es durchaus Sinn machen auch scheinbar fromme Vorhaben von bestimmten Trendsettern kritisch zu hinterfragen.

21:25 27.09.2019
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Alexander S. Klingenberg

Mit einem abgeschlossenen Studium in Sportwissenschaften liegen meine Interessenschwerpunkte in den Bereichen Sport & Gesundheit sowie Politik &Kultur
Alexander S. Klingenberg

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