Alice Tetzlaff

Ein bisschen dies, ein bisschen das. Vor allem aber jenes.
Alice Tetzlaff
RE: Melkfett und Beauty | 02.01.2021 | 17:49

Danke dir!

und ein duftendes und grandioses Jahr 2021!

p.s. schriebst du denn schon das, was dir so unter den Fingern lag?

RE: Melkfett und Beauty | 02.01.2021 | 14:48

Also einen Rassisten erkennt man prinzipiell an seinen samtweichen, nach Lavendel duftenden Händen. Und daran, dass er sich immer in der Drogerieabteilung des Bio Ladends aufhält. Dort knüpft er dann Kontakte zu anderen Bio-Rassisten und zusammen pendeln die dann Lebensmittel sowie Kosmetik aus... man ist ja generell skeptisch...

bei dieser ganzen Diskussion frage ich mich: nutzen dann viele Berufslinke eigentlich auch das Gesundheitssystem... bei all den Dingen die aus den Experimenten resultierten... . naja. Ich gehe mich mal weiter eincremen.

RE: „Arme erkranken schwerer“ | 16.11.2020 | 21:00

Das ist doch super: Sie können sich einfach überraschen lassen, vielleicht wird es das eine oder das andere!

Gruß

Eine aus dem selben Boot

RE: Tönnies enteignen: für Klima, Tier und Mensch | 12.08.2020 | 21:26

Vielen Dank für diesen Artikel! Das war mir bisher nicht bewusst.

Bei all den Diskussionen ums Fleisch momentan frage ich mich: wie kam es dazu das Fleisch und Wurst Produkte des 'täglichen Bedarfs' wurden?

Enteignung.. naja, das ändert, wie schon angemerkt wurde nicht viel. Wäre denn hier nicht vielmehr am Konsumenten und am zikünftigen Konsumenten anzusetzen?

RE: Ständig nass und krank | 25.06.2020 | 21:12

Vor einigen Jahren konnte ich, berufsbedingt, einen der Schlachthöfe dort besichtigen... sehr bedrückend, sehr Menschen und Tierverachtende Zustände.

10 std Fließbandarbeit, an der selben Station. 10 std der selbe Handschlag. Ausdruckslose Gesichter. Keine Kommunikation unter den Mitarbeitern. Nur das Surren der Maschinen... . Aus der Erfahrung weiß ich, dass bspw. Reine Kopfschlächter, die nichts anderes machen, tatsächlich emotional und psychisch abstumpfen. Sehr unangenehme Zeitgenossen.

Dem Mann, der unsere Gruppe damals rum geführt hat, waren "kritische" Fragen mehr als unangenehm. Antworten wurden in der Manier Seiberts verfasst.

Gewisse Bereiche wurden uns vorenthalten: Z.B. Der Prozess der Begasung. Begründet wurde dies aufgrund der emotionalen und psychischen Faktoren, nicht durchführen zu können.. für jemanden aus dem Fleischerhandwerk eine sehr seltsame Begründung.

Das "Auffangbecken" für die Schweine, die angeliefert wurden, ein Akt des Grauens... bedrückende Stimmung unter allen. Ein luftanhalten der Mitarbeiter, als wir herein geführt wurden. Blicke die sich treffen: "hoffentlich haben wir alles für heute richtig vorbereitet". Vom Platz der Tiere und der Masse möchte ich nicht anfangen..

Den kleinen Schlachtbetrieb eines Regionalen Anbieters hingegen, den ich auch besichtigen durfte, war dass genaue Gegenteil: Außengehege für die Schweine. Jede Frage wurde umgehend beantwortet. Bei der Führung keine Schritte ausgelassen... . Richtlinien für Anlieferung inkl. Höchste KM anzahl von Hof zu Betrieb wurde offen kommuniziert.... .

hier wurde das System der Schlachthöfe in Frage gestellt von einem User. Ich fände die Wieder-Einführung der Hausschlachtung für die Metzger und privat Personen sinnvoll. Achtung vor dem Tier stellt hier eine größere Begebenheit dar. Leider wurde dies vor einigen Jahren in einer EU Richtlinie verboten.... . Überzogene Hygiene Richtlinien fördern weiterhin das erstarken der großen Schlachthöfe. Die Auswirkungen kennen wir ja alle.

selbst der Bewusste Fleischkonsument muss auf die Richtlinien seines Regionalen Schlachtbetriebes vertrauen. Auch hier läuft viel Falsch. Die meisten Schlachthöfe haben eigene Verträge mit Bauern, und vertreiben dieses Fleisch unter einer Eigenmarke. Da man aber als Metzger nicht mehr selben schlachten darf (EU sei dank), MUSS man seine Tiere zum Fremdschlachten geben. Diese sind dann der Willkür der dort arbeitenden ausgeliefert... ich habe im Laufe meines Erwerbslebens schon sehr viele Fleischstücke reklamieren müssen, da eindeutige Blutergüsse erkennbar waren. Ausweichen auf andere Schlachthöfe geht oft nicht, da der Transport für die Tiere mehr als Stress sind... Also bleibt oft die Frage: Pest oder Chollera?!

Das ganze System ist krank vor Regulierungen. Und für die, die es richtig machen (wollen) fast unmöglich zu Händeln.

RE: Frauen stemmen die Krise | 27.03.2020 | 13:29

Ja. Wenn auch als stille Leserin. Aber hier konnte ich mal wieder nicht anders. Du weißt ja, dieses Thema...

danke für deine schönen Artikel. Ich freue mich immer, wenn du in Diskussionen auftauchst, und lese gerne deine ausgewählten Links. Das ist wie ein Feuilleton im Feuilleton.

RE: Frauen stemmen die Krise | 27.03.2020 | 07:00

Endlich! Eine Solidaritätsbekundung von einer weiblichen Akademikerin aus dem Kaninchenbau. Darauf habe ich gewartet und fühle mich nun in meiner von ausschließlich dichotomen DenkStrukturen durchsetzten Welt wieder einmal mehr bestätigt. Mit diesem tollen Artikel kassiert es sich doch gleich viel leichter und die schlechte Bezahlung meiner Chefin wiegt auch gleich viel angenehmer auf meinem Konto.

Ach und der viel besagte mental load, den dachte ich kann man gut zwischen zwei Menschen aufteilen. Aber da habe ich wohl was falsch verstanden. Gut das es hier nochmal erwähnt wird, sonst hätte ich gedacht, dass es auch in der Verantwortung der Frau liegt zu kommunizieren und Grenzen auszuhandeln. Aber da kann ich mich jetzt nun zurück lehnen und darauf warten, dass mein Mann mir meine Überforderung an den Augen abliest. (Sofern diese nicht schon hinter tiefen Augenringen verborgen sind, sie wissen ja noch, die ausreichende Bezahlung meiner Chefin)

Ich finde es ganz gut, dass in der „Krise“ wenigstens der Sündenbock „Mann“ noch bestand hat, so weiß ich wenigstens wohin mit meiner Wut und dem blinden Aktionismus.

Vielleicht gehe ich nach der Krise auch mal demonstrieren, anstatt etwas bewusst an meiner Situation zu ändern. Oder schreibe einen schönen Artikel, der völlig ausblendet, dass der Großteil der Männer halt doch auch ihren Beitrag „in diesen Zeiten“ leistet.

RE: Der Terror aus Mamas Keller | 23.10.2019 | 07:02

"Die Otaku-Kultur ist eng mit dem sozialen Phänomen der „Hikikomori“ verbunden, was wörtlich übersetzt „die sich wegschließen“ bedeutet: Aus dem Gefühl, in einer zunehmend extrem wettbewerbsorientierten Arbeitswelt nicht bestehen zu können, zogen sich junge Leute vermehrt in Fantasiewelten zurück. Anstatt das Haus zu verlassen, ersetzten sie ihr Leben durch den Konsum von Videospielen, Filmen und Anime. Dem Otaku-Konsumismus ging es darum, auszusteigen und den Status als hoffnungsloser Versager bereitwillig anzunehmen. Aber es dauerte nicht lange, bis die Obsession der Chans für rechtsextreme Ideen – zunächst ein Fluchtweg aus dem Otaku-Nihilismus – zu einer weiteren Fantasiewelt wurde, in die sich eintauchen ließ. Chans überzeugten sich selbst davon, zum Außenseiterdasein verurteilt zu sein." Eine - leider - zutreffende Analyse und Beobachtung. Das selbe konnte und kann ich dezidiert auch immer noch feststellen. Als dieser Anime/ Manga 'Kult' hier anfing, waren es tatsächlich hauptsächlich die AußenseiterInnen in der Schule, die sich dazu hingezogen gefühlt haben, und sich in eine bunte Welt flüchteten. Teilweise mit obskuren, den Manga/ Anime Charakter nacheifernden Gebären außerhalb der Cons. Viele junge Männer und Mädchen die, wenn man mit ihnen in Kontakt trat, außerhalb ihrer Comunity gar nicht wirklich mit Menschen komunizieren konnten. Vor allem junge Männer. Das war, als würde man einen komplett andere Welt mit einer anderen Sprache betreten, in denen diejenigen die darin tagtäglich verhaftet sind, verlernt hatten, mit tatsächlichen, außerhalb der Gruppe liegenden zu interagieren. Was mir etwas an der Analyse fehlt bzw. welche Frage ich mir dabei stelle: Welche Rolle die von den Mangas/ Anime vermittelten Bilder und Nachrichten auf die Psyche der "Außenseiter" haben. Fakt ist, dass der japanische Manga/Anime viel Propaganda des Militärs ist, wenn nicht sogar des dort herrschenden Nationalismus (nicht nur, das ist natürlich auch Spartenabhängig). Ständig geht es darum, dass von "außen" kommende "böse" alleine oder geeint zu bekämpfen. Mit Waffen, mit Superkräften oder einer Superwaffe. Anders als in der amerikanischen Filmindustrie suggeriert, sind diese mit Waffen oder Superkräften ausgestatteten Protagonisten am Schluss aber nicht die Helden der Masse sondern bleiben weiterhin (unbekannt) für sich, nach dem Kampf, in ihrer Lebenswelt haften. Als Außenseiter oder Looser, obwohl sie das Land oder die spezielle Stadt gerettet haben. Natürlich könnte man hier anführen, dass dies in den amerikansichen Comics teilweise auch so ist, aber es ist in den Mangas immer eine spezielle Person die den Auftrag erhält und es ist fast immer diese eine Person die dann alle Rettet. Sollte eine Gruppe darum vorherrschen (beispiel Sailor Moon), dann sind diese meist immer zu schwach. Nur der Auserwählte kann das Böse in die Schranken weisen, weil er eben diese super, fancy Kräfte hat und außerwählt ist. Ich will nicht unbedingt sagen, dass das Radikalisiert, aber ich denke, diese Erzählstruktur der japanischen Mangas/ Animes können auf dauer und intensiv Konsumiert genau das im Menschen auslösen: Der Einzelkämpfer mit dem spziellen Auftrag.

RE: Bitte bedeckt halten | 24.08.2019 | 07:58

Bin ich auch dafür.

Somidarität mit Männern z.B. im Hochsommer. Während die Damen in Kleidern und Röcken leicht bekleidet sich einem Teil der Hitze entziehen dürfen, gilt für die meisten Männer: lange (Anzug-) Hose und Hemd. Sandalen sind auch nicht gerne gesehen, am Männerfuß auf der Arbeit, während die Damen in Sandaletten und sonstigem auch hier sich Luft verschaffen können. Und wenn ich den diesjährigen Trend in der Modebranche so betrachte, sehe ich durch „High Waist“ verbunden mit „Bauchfrei“ und „Hotpans“ genug Selbstbewusstsein bei jeglichen Körpertypen um letztendlich auch bei Festivals oder im Sport „blank zu ziehen“ ohne das sich die TrägerInnen dieser Mode in irgendeiner Art und weise sich Gedanken über den „männlichen Blick“, der abwertend oder begehrlich daher kommen kann, zu machen. Auf Konzerten ohne BH und blank kann man doch machen, wäre mir beim Mosh Pitt unangenehm, aber wenn das Bedürfnis da ist, warum nicht?! Wie schon erwähnt, „Body Shaming“ scheint bei den meisten nicht mehr vorhanden oder überhaupt nie dagewesen zu sein. Darauf solidarisiere ich mich mal gleich mit den Männern und ziehe blank. In Fitnessstudios habe ich noch nie einen nackten Männeroberkörper gesehen, schon alleine weil trainieren mit blankem Oberkörper gegen Hygieneregeln verstößt. Dafür aber viele Frauen im Bustier/ Sport BH, inklusive mehr freier Haut als es den Männern dort zugestanden wird. Und die Trägerinnen sind auch hier in den verschiedensten Körperfacetten zu finden. Vielleicht weniger in der akademischen Schreibstube verbringen und etwas mehr raus gehen, auch in Gebiete in denen nicht vornehmlich linke Abiturientinnen in Körperversteckenden, sackigen Klamotten und Kastenbrillen rum hängen...?