Nachtgedanken einer Bloggerin

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Nach einer verbalen persönlichen Backpfeife aus der Community einerseits und herber Kritk von MH allgemein andererseits mache ich mir nun so meine BloggerInnen-Gedanken.

Warum bloggen? Ich persönlich erzähle gerne ein wenig von dem, was ich sehe und erlebe, oder über früher Erlebtes. Manchmal mag ich aber auch ganz vorlaut meine Meinung über das, was ich aus den Nachrichten oder anderswoher erfahre äußern – in der Hoffnung, jemandem einen neuen Aspekt bei der Beurteilung dieser Dinge zu ermöglichen oder auch nur, ein Nicken, ja, denke ich auch, zu ernten.

Vor allem aber blogge ich, weil ich gerne Reaktionen habe, Feed-Back, weiterführende Anmerkungen, Kritik. Die Kommentarfunktion ist mir daher wichtig.

Was bloggen?

Wie die meisten BloggerInnen habe ich nicht die Möglichkeit, fundierte Vor-Ort-Recherche zu betreiben. Daher mache ich mir keine Illusionen über den Gehalt meiner blogs.

Nach welchen Kriterien wähle ich meine Themen? Einerseits hatte ich von Anfang an geplant, hier hauptsächlich über Amman zu schreiben. Das ist aber nicht so abendfüllend, dazu ist es hier viel zu friedlich (langweilig), so dass ich dann doch wieder nach Deutschland blicke, wo mich etliches doch noch interessiert.

Die Erinnerungstexte kamen eigentlich durch eine von Streifzug angestoßene Reihe zustande. Aber ich denke, damit wars das auch.

Gestern schrieb ein Kommentator (nicht an mich), Randmeldungen aus der islamischen Welt seien sicher nicht so interessant für die Freitags-Leser. Ich überlegte einen Moment, ob er meine blogs meinte, denke aber, eher den redaktionellen Teil. Ich schreibe über dieses Thema in meinen blogs, weil es mein Leben ist, Amman und anderes. Wie bei allem: wems nicht gefällt, der kann kritisieren, oder einfach etwas anderes lesen.

Ich mag aber auch hier ein wenig Farbe reinbringen, selbst wenn es nur das Gelb des Sandes ist, den der Khamseen mitbrachte. Für Vorschläge und Nachfragen wäre ich allerdings durchaus zu haben – wenn jemand meint, dass vielleicht eine Randbemerkung in einem meiner Texte Lust auf mehr mache.

Ich wünschemir selbst viele interessante Blogtexte über die diversesten Themen. Ich lese sie gerne und ich denke, gerade die online-Leser des Freitags freuen sich auch darüber. Links muss ja nicht Einfalt heißen.

Insofern sehe ich durchaus einen großen Unterschied zwischen dem bloggen und dem Freitag – die Redaktion hat die undankbare Aufgabe der Auswahl, und die wird sich sicher vor allem am Leserinteresse orientieren.

09:30 20.03.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Alien59

Nächster Versuch. Statt PN: alien59(at)live.at
Alien59

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