RE: Juliane vom Amt | 13.02.2012 | 00:30

Zunächst einmal freut es mich außerordentlich, dass ich Sie erheitern konnte. Wenn auch nur mit Bezug auf Foucault und da wird er sich nicht zu schade sein und ich schon gar nicht. Wenn wir zumindest jemand zum Lachen gebracht haben, der gute alte Michel und meine Wenigkeit, und sei es auf unsere Kosten, dann ist schon viel erreicht.
Zu letzterem Politikverdacht bekenne ich mich gern öffentlich, allerdings war es wohl überflüssig, das nochmal zu erwähnen.
Weil die Justiz der Zeit nicht erst seit der Industrialisierung ein Thema ist und weil ich meine expliziten drei Minuten ungern frech in zehn verwandelt sehe aus Gründen der Polemik, setze ich hier einen Punkt auch im Interesse aller Mitlesenden.

RE: 51.39151°N - 11.92791°E | 09.02.2012 | 14:19

Herr goedzak!

...wie immer eine Wonne bei und von Ihnen zu lesen! War es denn nun die Hölle oder das Paradies im Bedarfshalt Buna Werke?

RE: Juliane vom Amt | 08.02.2012 | 21:04

...das bin ich auch, washabe ich nur falsch gemacht?

RE: Juliane vom Amt | 08.02.2012 | 14:16

Der Zusammenhang zwischen Ostberliner Kindergärten und dem Amt ist, dass bei beiden die Regeln der Institution über dem Individuum stehen.
Ja, ich finde, dass man auf Kindergärten 'zielen' muss und nicht nur darf, die 3-jährige Kinder drei Minuten (nicht fünf!) nach neun weinend vor einer Glastür stehen lassen und die äußerst deutsche Tugend Unpünktlichkeit mit Ausschluss aus der Gemeinschaft bestrafen. Das kann man natürlich auch gut heißen, aber dann ist man in der DDR.
Diese "Mikro-Justiz der Zeit" wie es der gute alte Foucault nennt, ist Teil einer Disziplinierung und somit Teil des gesamtpolitischen Kunstwerks 'Sozialamt'. Die Anweisung zur menschenmissachtenden Empathielosigkeit in deutschen Ämtern betrifft natürlich auch diejenigen, die sie 'ausführen', aber sie lässt auch hier 'Ermessensspielräume'. Ich habe im Amt auch gelegentlich schon 'Menschen' hinter dem Schalter getroffen, die schaffen aber eine rhetorisch klare Differenzierung zwischen sich als Person und vom Staat zu gewährenden Mitteln.

RE: Juliane vom Amt | 07.02.2012 | 16:26

...sollte ich Juliane mal zu Weihnachten schenken... und ich stelle wieder fest, ich tauge eher zu Schicksal als zu Ideal :)

RE: Partnerwahl digital | 31.01.2012 | 16:01

@ luzieh.fair: das freut mich ^

RE: Partnerwahl digital | 29.01.2012 | 13:37

Sehr recht, und wären es nur die eigenen Abgründe zwischen Ist- und Soll-Zustand, aber nein, hinzukommen die ganzen Dinge, die sich das Gegenüber so zusammenreimt. Dann versetzt in die Realität, etwa bei einem sehr realen Kaffee (schwarz, ohne Zucker) kann der Abgrund zwischen zwei Stühlen an einem Tisch ein sehr tiefer sein.

RE: Partnerwahl digital | 29.01.2012 | 13:37

Sehr recht, und wären es nur die eigenen Abgründe zwischen Ist- und Soll-Zustand, aber nein, hinzukommen die ganzen Dinge, die sich das Gegenüber so zusammenreimt. Dann versetzt in die Realität, etwa bei einem sehr realen Kaffee (schwarz, ohne Zucker) kann der Abgrund zwischen zwei Stühlen an einem Tisch ein sehr tiefer sein.

RE: Die Angst vor dem Shit-Storm | 28.01.2012 | 21:34

Liebe Solidar....so macht man Politik! Endlich mal eine beherzte Kampagne! Ich wette der Georg fands gut.

RE: Zusammenerziehend! | 28.01.2012 | 21:22

Als 'Betroffene' oder mit mehr agency als 'Praktizierende' kann ich rückmelden, dass ich mit dem Begriff 'geteilte Erziehung' hantiere und der wenig Missverständlichkeiten hervorruft. In 'zusammen erziehen' würde ich mich persönlich nicht gut beschrieben fühlen, denn auch für das Kind ist es etwas anderes, ob es seine Eltern viel gemeinsam hat oder sich immer zwischen beiden hin und her bewegt. Meine Tochter schmerzt es jedes mal, dass sie mich nicht haben kann, wenn sie beim Papa ist und umgekehrt, aber ich lege Wert darauf, dass wir als Eltern uns die Zeit mit ihr (auf)'teilen'. Das Konzept des Teilens ist selbst dem Kleinkind relativ früh vertraut und bedeutet nicht zuletzt, dass man auch mal auf etwas verzichten muss, weil man es mit jemandem teilt, aber man genau das tut, weil man sich etwas Gutes davon erhofft. Gegenüber der institutionalisierten Erziehung muss ich dass immer wieder deutlich machen: wenn die Windeln alle sind, ist er genau so Ansprechpartner wie ich. Geteilt erziehen heißt abgeben können. Das ist immer wieder ein Grenzgang, der gelernt sein will: den/die andere(n) in die Verantwortung einbeziehen, aber auch ihm oder ihr diese Verantwortung zutrauen und zumuten. Meine Tochter ist fast drei und ich lerne immer noch.... aber die Richtung stimmt schon mal!