Alter Linker

Seit vielen Jahren links, nur dass links nicht mehr ist was links war.
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RE: „Wir sind in die Defensive geraten“ | 24.09.2017 | 17:22

Ja, hat schon was. Der Freitag interviewt eine Faschistin wie es denn mit dem Kampf gegen den Faschismus weiter gehen soll.

Die Anti-Deutschen sind meines Wissens gegenwärtig die Einzigen die Völkermord im politischen Programm haben - und es gibt wohl kaum was Faschistischeres als Völkermord herbeizuwünschen, selbst wenn es "nur" Deutsche treffen soll.

Aber leider auch kein Einzelfall: http://www.taz.de/!5442858/

RE: Die größte Klima-Vandalin des Planeten | 24.09.2017 | 01:49

Natürlich nichts Neues in dem Artikel von George Monbiot (hatte den Beitrag schon im Guardian gelesen), trotzdem gut noch einmal dran erinnert zu werden.

Merkel redet eben politisch korrekt und das unterscheidet sie von Trump. Praktisch tun Trump und Merkel dasselbe. America first and Deutschland zuerst. Natürlich meinen die beiden dabei nicht ihre Länder sondern die jeweiligen Wirtschaftsinteressen.

RE: Der Trost des Nationalismus | 24.09.2017 | 01:33

"Die Irritation bleibt: Warum schließen sich die Protestler nicht lieber gleich den linken Parteien an? Warum protestieren sie gegen Einwanderung, Asylunterkünfte und Islam anstatt gegen kapitalistische Ausbeutungsverhältnisse?"

Das ist doch so offensichtlich dass ich mich immer wieder wundere wie Sozial- und Geisteswissenschaftler überhaupt diese Frage stellen können ohne rot zu werden ob ihrer eigenen Irrationalität. Wie die Autorin korrekt feststellt sind Einwanderer objektiv Konkurrenten von bereits hier lebenden Angehörigen der unteren Schichten.

Warum sollten sich diese Schichten dann den linken Parteien anschließen wenn eben diese linken Parteien - übrigens zusammen mit den kapitalistischen Ausbeutern - die Konkurrenten um Arbeit, Wohnungen und Sozialtransfers begrüßen und jede Begrenzung der Konkurrenz als "rassistisch" weit von sich weisen.

Die linken Parteien agieren bei diesem Thema objektiv gegen die Interessen der bereits hier lebenden unteren Schichten.

RE: Von Russland lernen | 19.09.2017 | 15:53

Kluger Artikel von Herrn Jäger hier. In der Tat: "ohne Strategie keine Taktik" und immer wieder das sogenannte "kleinere Übel" zu wählen ist überhaupt keine Strategie weil es nichts verändert.

RE: „Wieso ist die SPD so hasenfüßig?“ | 19.09.2017 | 15:45

Entschuldigung für die späte Reaktion, irgenwie hatte ich Ihren Kommentar übersehen.

Lesen Sie einfach das Labour Manifest. Wenn Identitätsfragen wie z.B. Frauen und LGBT kurz auf den Seiten 109-111 eines 128-seitigen Dokuments "abgehakt" werden ist das wohl mehr als deutlich. Auch die Aussagen von Labour zu Migration würden manche deutsche Linke wohl eher"rassistisch" nennen wenn sie es denn nur wüssten.

Anstatt "offene Grenzen" wie im Programm der Linken gibt es bei Labour nämlich eine Verstärkung der "Border Security".

RE: „Wieso ist die SPD so hasenfüßig?“ | 16.09.2017 | 18:37

"For the Many, not for the Few.

... Ich weiß ja nicht, wo das herkommt, "Alter Linker", aber bestimmt nicht von links."

Kommt natürlich von hier: Jeremy Corbyn

RE: „Wieso ist die SPD so hasenfüßig?“ | 16.09.2017 | 10:30

"... Mit Sprachregelungen, Nazikeulen und viel moralischer Hyperventilierung wird man der Malaise wohl eher nicht beikommen."

Sehe ich ähnlich. Ich hab in einem früheren Kommentar mal sinngemäß gesagt:

Die alte Linke hatte als primären Gegner den Klassenfeind. Die neue Linke hat als primären Gegner was kulturell als rechts wahrgenommen wird, und das sind Proletariat und konservative Kleinbürger. Und der alte Gegner, der Klassenfeind, ist nicht mehr Gegner im Klassenkampf sondern Bündnispartner im Kampf gegen rechts.

RE: „Wieso ist die SPD so hasenfüßig?“ | 16.09.2017 | 10:16

Gute(r) Gelse, Sie wissen doch dass praktisch kein Wähler ein 84-seitiges Grundsatzprogramm liest. Wahlprogramme sind wie Gemischtwarenläden.

Für die Wahlentscheidung ist wichtiger wie eine Partei von einem Wähler wahrgenommen wird.

RE: Die schwarz-gelbe Gefahr | 13.09.2017 | 16:42

Lindner positioniert die FDP (hat die FDP eigentlich auch noch andere Politiker?) als AfD für Bildungsbürger und Besserverdienende. Ich befürchte er wird damit Erfolg haben.

Der gehobene Stammtisch sozusagen - ohne die Hartzer, Pöbler und Krakeeler.