AlterEgo

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Donner rollt über das Weidenkätzchen | 29.01.2011 | 22:18

Letzten Endes steht es jedem Leser frei, um geschriebene Erotik einen Bogen zu machen. Das Dumme ist nur - wenn jeder Schriftsteller einen Bogen um Erotik macht - wer schreibt sie dann?
Was ist denn an folgendem schlecht oder falsch?
--------------------------------------------------------------------------------------

Auf Tenuamas schönem Gesicht erschien jetzt ein ganz sanftes Lächeln, in dem sehr viel Zärtlichkeit für die Jüngere vorhanden war. Vorsichtig ließ sie den Ellenbogen einknicken, auf den sie sich schon so lange gestützt hatte, um Margarita in Ruhe betrachten zu können. Langsam näherte sie ihren Mund dem des Mädchens und als nur noch Millimeter fehlten, drehte Margarita den Kopf ganz zu ihr und in diesem Moment fanden die Lippen Tenuamas ihr Ziel. Ganz sacht und zart berührte sie mit den Lippen die Margaritas und wollte sich wieder zurückziehen, doch da hatte Margarita bereits einen Arm um die Schultern der Freundin geschlungen und hielt sie einfach erst nur, dann wurde der Druck des Armes fester, sodass Tenuama sich ganz sinken ließ, bis sie Brust an Brust auf Margarita lag. Ihre Lippen öffneten sich und ihre Zunge begab sich auf die Suche, um in der ihrer Freundin eine willige Spielgefährtin zu finden. Tenuama rückte noch näher an Margarita heran, so dass ihr Unterleib sich jetzt an die Hüfte des Mädchens presste und während das Spiel der Zungen wilder und wilder wurde, schob sie schließlich mit dem rechten Knie den wollenenen Unterrock Margaritas soweit nach oben, dass er ihr Geschlecht freigab. Währenddessen hatte Margarita sich leicht gedreht, ihr rechtes Bein angewinkelt und presste jetzt den rechten Oberschenkel gegen das Lustzentrum ihrer Freundin. Das Spiel der Zungen wurde noch wilder oder waren es schon kleine, verspielte Liebesbisse, die die eine der anderen gab? Ein Mund wanderte abwärts, küsste den Hals, dann die kleine Stelle, an der das Schlüsselbein in den Hals mündet um schließlich eine Brustwarze genussvoll zu liebkosen. Der Körper des jungen Mädchens begann sich zu spannen und aus der sanften Umarmung war schon längst ein festes Klammern geworden, während beide Körper begannen, sich rhythmisch aneinander zu pressen. Dann wurden aus den langsamen Bewegungen heftige Zuckungen, beider Oberschenkel pressten sich immer heftiger gegen die Lust der jeweils anderen, während ihre Unterleiber darauf einen eigenartigen Tanz vollführten. Als es scheinbar nicht mehr schneller und wilder ging und beide für einen Augenblick sich im Rhythmus trafen, kam der Moment, in dem sie sich einfach nur aneinander festhielten, Leib an Leib, jeder klammerte sich an dem jeweils anderen mit aller Kraft fest, als wollten sie ihre Leiber auf ewig verschmelzen. Urplötzlich bäumte sich Margarita auf, als wollte sie Tenuama von sich ab werfen und hielt sie doch mit aller Kraft fest. Das Rückgrat in einem unmöglichen Winkel nach oben gebogen, Beine und Arme völlig verkrampft, blickte sie ihrer Freundin in die Augen und dann kam er. Ein Schrei so ungeheurer Lust, wie ihn selbst eine Tenuama, die erfahrene Verführerin, nicht oft gehört hatte. Schließlich wurde aus dem Schrei erst ein Stöhnen, dann ein Keuchen und zuletzt ein glückerfülltes Schluchzen, während der Körper kraftlos wieder auf das Moos des Lagers zurück fiel.
Tenuama hatte auch ihren Spaß gehabt, doch war ihr heute Nacht das Glück ihrer Freundin wichtiger als ihr eigenes und so ließ sie es dabei bewenden. Sanft nahm sie die jetzt schluchzende Margarita in die Arme und wiegte sie hin und her, genau wie viele Jahre zuvor das kleine Mädchen, als ihre Freundschaft begann.

RE: Dichtergruppe in der Freitag Community | 29.01.2011 | 21:56

Stark genug, um schwach zu sein

Du liegst neben mir. Deine Briefe atmeten Sehnsüchte nach Verbotenem, Hemmungslosem und die Lust auf diese Nacht. Nur diese Eine.

Du liegst neben mir, dein Kopf ruht an meiner Schulter und ich spüre, wie dein Haar meine Wange liebkost. Deine Brüste berühren meine nackte Haut und ich weiß, dass dein Maiglöckchenduft mich begleiten wird. Eben hast du ein Bein über meines gelegt und der Anblick deiner weißen Haut unter dem schwarzen Strumpf lässt mich schneller atmen. Ganz sacht streiche ich mit meiner freien Hand darüber und es ist so still, dass ich das Knistern des Nylons dabei höre. Ich habe nur diese eine Hand, denn die andere hält dich im Arm und schützt dich. Sie hält die Welt und alle bösen Gedanken von dir fern.

Du liegst neben mir und die Erinnerung an den Klang deiner High Heels auf den Marmorfliesen vor dem Hotel weckt wieder die Erregung in mir. Du kamst auf mich zu durch den Winterabend und hattest dich schön für mich gemacht. Jede Bewegung deiner Füße, jedes Wogen deines langen Haares brachte dich meinen Phantasien näher und die Wärme in meinem Magen verwandelte sich in eine Fackel zwischen meinen Beinen. Die Sekunden gefroren zu Ewigkeiten, bis mir deine Nähe endlich den Atem nahm. Ein Blick in deine Augen und das Feuer darin fachte meine Lust auf dich und deinen Körper zu einem verzehrenden Sehnen an. Du reichtest mir deine schmale Hand und ohne ein Wort gingen wir gemeinsam durch den Schnee, der unsere Spuren bewahren würde, für eine kürzere Zeit, als ich deine Spur in meiner Seele.

Du liegst neben mir und ich weiß, deine Hand in meiner, sind wir unseren Weg gegangen. Der Glanz deiner Augen im schimmernden Licht der Kerzen auf dem Tisch mit dem Abendessen war nur ein Zwischenhalt, genau wie die Berührung deiner Hand, als wir beide gleichzeitig nach dem Salzstreuer griffen. Kamen die Funken von den Kerzen? Dein vorsichtiges und doch lockendes Lächeln, meine gesenkte Stimme und deine Füße unter dem zu kleinen Tisch, so dass du sie zwischen meine stellen musstest und mich mit roten Wangen dafür belohntest.

Du liegst neben mir und deine Schönheit hat die Erregung wieder in Härte gewandelt, doch ich weiß, dass es nicht wichtig ist, nicht mehr. In mir ist eine so sprechende Stille und ich höre deine Antworten. Lautlos formen sie sich tief in meinem Innern zu Bildern. Da war dieser Moment, in dem dein Rückgrat sich unter mir in einem unmöglichen Winkel bog, als wolltest du mich fortstoßen und hieltest mich doch mit all deiner Kraft fest, als sollten unsere Körper für immer verschmelzen. Dein Mund zum Schrei aufgerissen aber nur meinen Namen flüsternd und winzig klein, in der Tiefe deiner Augen, das Spiegelbild meines Ich.

Du liegst neben mir und mein Körper begehrt dich als Frau ebenso wie meine Seele dich als Mensch. Und dann die bohrende Frage in mir, ob ich stark genug bin, um für dich schwach zu sein.

Du liegst neben mir. Irgendwann hebst du deine Hand, streichelst mir sanft die Wange und ich spüre es tiefer als jeden Schlag.

Als du die Hand wieder fortnimmst, ist sie nass …