RE: Blockierte Lenkung | 14.07.2018 | 23:55

Wahrscheinlich steht in den Krimis nicht die ganze Wahrheit, weil das uns verunsichern könnte. In den Zeitungen steht ja auch nicht mehr die ganze Wahrheit und die Lücken werden immer größer.

Aber zum Hauptthema. Die Verkehrsmittel in Japan fahren auf die Sekunde genau, mit absoluter Präzision, die es in Deutschland wahrscheinlich nie gab. Ich weiß nicht, was für Menschen hier kommentieren, aber das können keine Arbeitnehmer aus Berlin, München oder Dresden sein. Da fehlt jeder Bezug zu der Realität, in der ich lebe. In Deutschland kommt die Bahn, meistens jedenfalls, aber ob sie auch fährt, steht in den Sternen. In welcher Filterblase der Glückseeligen leben Sie denn? Müssen Sie gar nicht früh raus und in die Arbeit? Oder ist es egal, wann Sie dort ankommen? Oder sind Sie noch nie mit dem ÖPNV gefahren? Dann hätten Sie doch den Unterschied zu Tokyo sofort erkannt.

RE: Blockierte Lenkung | 14.07.2018 | 23:25

Das genau meine ich! Behindern, um gutes zu tun...

Das ist, mit Verlaub, der Irsinn, der dieses Land zerstört. Und das wird seit Jahren von den Verantwortlichen in den Städten auch so durchgezogen. Dabei sehen wir entspannt zu, wie die Infrastruktur zusammenbricht.

Wir werden wohl keinen gemeinsamen Nenner finden. Das verhindert Ihre Ideologie.

Wer nicht fähig ist, etwas aufzubauen kann sich ja immer noch anderen in den Weg stellen.

Nochmal zum nachdenken! Der Berufs-Pendlerverkehr, der zwei Mal jeden Werktag die Stadt zur stinkenden Staufalle macht, wird DURCH BEHINDERUNG NICHT WENIGER werden, weil er unabwendbare Ursachen hat. Die Leute müssen jeden MOrgen in die Arbeit kommen und am Abend wieder zurück. Wenn Sie die täglich zermürben wollen, gibt vielleicht der eine oder andere auf und macht auf Burnout, aber der wird sofort durch einen anderen ersetzt, der noch weiter her kommt. Ihre Behinderungen machen die Städte für Arbeitnehmer/Selbständige unerreichbar. Der täglich Stau schadet der Umwelt massiv und der Gesundheit derer, die an den verstopften Straßen wohnen müssen und sie zermürben die, die jeden Tag einer Arbeit nachgehen.

WAS ist auf der Gegenseite der Vorteil dieser Behinderungen? Reine Dogmatik ohne Vernunft zerstört auch das Miteinander im Land. Wieso wollen Sie Eltern verbieten, ihre Kinder im ersten Schuljahr zur Schule zu bringen? Was soll diese Gesinnungsdiktatur, die sich gegen jede menschliche Vernunft stemmt?

RE: Blockierte Lenkung | 14.07.2018 | 13:06

Ja doch, aber ich hatte geschrieben, dass wir neue Konzepte für den Personen- und Warenverkehr brauchen. Natürlich solche, die den Kollaps vermeiden. Denn wenn eine Metropolregion, wie Berlin oder München zusammenbricht, entsteht ein Mega-Slum, wie Kalkutta.

Da erscheinen mir Ihre Vorschläge zu klein und zu kurz.

Zur Erinnerung: Das Thema heißt Verkehrswende, nicht Stillstand in Merkels fünfter Regierung.

Und wenn ich die aktuellen Konzepte für München und für Berlin ansehe, geht das hart auf den Kollaps zu und dabei sind das erst die Pläne, die noch gar nicht umgesetzt sind. Kriminalisierung einer ganzen Branche, die noch dazu der Wirtschaftsmotor ist, wenn auch inzwischen im Leerlauf, zielt auf die wirtschaftliche Rezession. Fahrverbote bei gleichzeitiger massiver Unzuverlässigkeit des öffentlichen Regional und Nahverkehrs ist der Sargnagel für den Wirtschaftsraum. Falsche Regelungen zu Radwegen (München) führen in den täglichen Totalstau zwei Mal zur Pendlerzeit.

RE: Zentren und Gesetz | 14.07.2018 | 11:40

Wenn es in der Politik darum gehen würde, wer Kinder hat, hätten wir keine vierte Regierung Merkel und schon Schröder-Fischer wäre uns erspart geblieben. Das genau ist der Punkt, denn Schröder-Fischer war der Anfang vom Niedergang. Ich gebe zu, dass ich das damals nicht so gesehen habe und ich weiß auch wie viele Frauen 2005 gejubelt habe "Wir sind Kanzler!".

trotzdem kann ich Ihre destruktive Meinung nicht teilen, es wäre egal, ob ich die letzten Krumen vom Kuchen esse, oder irgendein dahergelaufener ...

Diese Verabschiedung von einem Mindestmaß an Gerechtigkeit macht die Ideologen des Bevölkerungsaustauschs unwählbar. Und nein, ich empfinde auch keine Solidarität mit weit entfernten Menschen, die so viele Kinder haben, dass sie im Lande nicht ernährt werden können und fliehen müssen. Jedes Extrem ist ein Übel. Aus Verantwortungsosigkeit keine Kinder haben zu wollen ist genauso falsch, wie aus Verantwortungslosigkeit so viele Kinder zu haben, dass die Hälfte verhungern müßte und dann als "Notlösung" alle nach Deutschland zu schicken in der Hoffnung, dass sie später Geld schicken oder die ganze Famile als Familiennachzug nach Deutschland holen.

Ich habe da einen anderer kulturelle Prägung. Dem Märchen vom Schlaraffenland habe ich nichts abgewinnen können. Milchreis habe ich gehasst und die schlaffen Dickbäuchigen, die auf dem Rücken liegend warten, dass ihnen die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, habe ich verachtet. Deshalb habe ich mich in der Schule angestrengt und einen ordentlichen Beruf gelernt. Ich habe mehrere Kinder und habe 45 Jahre durchgängig gearbeitet. Jetzt reicht es und jetzt ertrage ich es nicht, mich mit Jugendlichen aus fernen Ländern um die letzte Parkbank streiten zu müssen und in der S-Bahn keinen Sitzplatz zu finden, weil alle von jungen Leuten belegt sind, die noch nicht mal ihre Fahrkarte selbst erarbeitet haben!

RE: Zentren und Gesetz | 14.07.2018 | 11:10

"Raubbau an Afrikas Bodenschätzen..."

Das Hauptproblem der Marxisten und Stalinisten ist die Annahme, in Europa müßte sich die Völker (deren Existenz sie aber bestreiten) gegen den Kapitalismus entscheiden, damit in Afrika die Fluchtursachen enden. Das ist deshalb zweitrangig, weil doch zuerst die Völker in Afrika ihre Entscheidung gegen Despotismus und Herrschaft steinzeitlicher Religionsfürsten treffen müßten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Afrika dadurch einen Aufschwung erleben würde, wenn sich nicht Europäer, Chinesen und Amerikaner für deren Bodenschätze interessieren würden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nigeria, Sudan, Sädsudan uns andere Länder reicher und friedlicher wären, wenn dort kein Erdöl gefördert würde. Ich kann mir auch für Saudi-Arabien nicht vorstellen, dass sie in diesem Jahrhundert ankommen würden, wenn morgen ihre Ölquellen versiegen. Die gesamte linke Argumentationskette setzt aber diese Entwicklung stillschweigend voraus und ist deshalb eine Illusion.

Völlig irrsinnig ist aber der Gedanke, man müßte in Deuschland die kommunistische Revolution ausrufen, um in Afrika die Not zu lindern. Da fällt mir nur ein Witz ein: Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus siegt?

Antwort: Zwanzig Jahre gar nichts und dann wird der Sand knapp.

RE: Zentren und Gesetz | 14.07.2018 | 10:32

Die Möglichkeit zur Arbeitsaufnahme hierzulande erleichtern, das würde auch Millionen Arbeitslosen sehr entgegen kommen. Es gibt da aber ein Problem: Erwerbseinkünfte sind Steuer- und abgabenpflichtig. So ist das Gesetz. Da die Abgabenlast bereits beim Normalverdiener 50% vor dem Netto beträgt und dann nochmal 19% vom Rest als MwSt abgeht, muss man schon eine hohe Effektivität seiner Leistung erbringen, weil es sich sonst für keinen Arbeitgeber lohnt. Das setzt starke Spezialisierung voraus, die wiederum eine jahrelange Ausbildung voraussetzt. Ich würde es mir auch so einfach wünschen, wie damals im Kinder-Kaufmannsladen, aber die Welt ist in Europa leider so kompliziert geworden, weil so viele Nutznießer abschöpfen. Es ist eine Mär, dass nur die Kapitalisten Nutznießer sind. Das stehende Heer der Sozialpädagogen, Parteiarbeiter, Beamten, Leistungsempfänger und Leistungsverweigerer stellt ja auch Forderungen, die finanziert werden müssen.

Wie soll also die Erleichterung der Arbeitsaufnahme praktisch erfolgen? Wollen Sie Arbeitgeber zwingen, anstelle eines polytechnisch gebildeten Eingeborenen einen Wüstensohn zu beschäftigen, der noch nicht mal lesen und schreiben gelernt hat? Oder wollen Sie es staatlich subventionieren? Dann wäre der "Flüchtling" ja nur ein überflüssiges Hilfsmittel zur Überweisung staatlicher Mittel (Steuergelder, die tatsächlich erwirtschaftet werden mussten) nach Afrika. Dann kann doch das Entwicklungshilfeministerium das Geld direkt überweisen und der ganze Flüchtlingsstrom ist überflüssig.

WARUM macht der Staat nicht das, was richtig und erfolgversprechende wäre? Und warum fordert die Linke ständig etwas Unnötiges und Unsinniges vom Staat?

RE: Zentren und Gesetz | 14.07.2018 | 10:06

In der Zeit nach dem 2.Weltkrieg wuchsen die nationalen Befreiungsbewegungen in Afrika, das Kolonialsystem - vorwiegend der Briten und Franzosen - brach zusammen. Seitdem sind diese Länder unabhängig und können ihr politisches System selbst bestimmen.. Was ist das Ergebnis? Fast überall sind Autokraten an der Macht, die nur ihren privaten Besitz im Ziel haben. DOrt, wo keine scheinsozialistischen Stammesfürsten herrschen, herrscht der Islam. Das einzige, was in Afrika stetig ansteigt sind die Geburtenraten und die Zahl der Kalaschnikows in den Händen von Marodeuren. Die steigende Zahl der Menschen kann aber nicht ernährt werden, wenn es nicht gesellschaftlichen UND technologischen Fortschritt gibt. Also bleibt den Nachgeborenen Söhnen, die nichts besitzen und nichts erben nur übrig, in die Welt zu gehen und ihr Glück zu machen, wie es in Europa vor Jahrhunderten auch üblich war. Aber seitdem hat sich die Weltbevölkerung vervierfacht!

Statt auf die absurde Idee zu kommen, die alle nach Deutschland zu locken, wo die Einwohnerdichte zehn Mal so hoch ist, müßte man die pseudoszialistischen und ex-sozialistischen Potentaten zwingen, sich für das Überleben ihrer Völker zu interessieren. Das wäre ein Thema für die moralisierende Linke, die sich nicht entblödet, mir täglich einzureden, ich wäre für das Elend in Afrika verantwortlich!

RE: Sich der Zersplitterung entgegen stellen | 14.07.2018 | 09:38

Was Sie Meinung nennen ist purer Glaube, wenn Sie nicht ein einziges Argument zur Begründung Ihrer Meinung finden. Das Elend der Linken ist die galoppierende Denkfaulheit. Das CDU-Gegenstück dieser Denkfaulheit und Argumentations-Unfähigkeit hat uns von Wahlplakaten angeschrien: "Sie kennen mich ja!"

Das reicht nicht. Wenn man die Welt verbessern will, muss man bei sich selbst anfangen!

RE: Sich der Zersplitterung entgegen stellen | 14.07.2018 | 09:30

Ich bin immer wieder beeindruckt bei der Schilderung des Alltags, wie er bei den Linken vollzogen wird. : /

RE: Sich der Zersplitterung entgegen stellen | 14.07.2018 | 08:54

Ich habe mich in meiner Jugend schon mit der Frage beschäftigen müssen, ob man die NSDAP und Hitler womöglich verhindert hätte, wenn sich nicht die USPD abgespalten hätte und wenn sich nicht Kommunisten und Sozialdemokraten einen erbitterten Bruderkrieg geliefert hätten. Und im Hintergrund das Rauschen der Feindschaft zwischen Bolschwiki und Menschewiki, zwischen Stalin und Trotzki, zwischen Bucharin und Lenin. Und dann die Feindschaften zwischen Gerhard und Oskar, nun sogar die Politischen Unkorrektheiten von Sahra ...

wenn doch alle Genossen einfach wortwörtlich die Beschlüsse des XXXIV-ten Parteitages auswendig lernen würden, dann, ja dann hätte die Linke die Schlagkraft, die sie gegen die Rechten so dringend braucht. Wie will man denn den politisch unzuverlässigen Facharbeiter an der Grenze seiner Nutzungsdauer in Dresden und Heidenau sonst noch erreichen? Ein ganzes Menschenalter, fast ein Jahrhundert ist scheinbar spurlos an ihm vorübergegangen ohne dass die moralische Überlegenheit der Linken von ihm ÜBERHAUPT wahrgenommen wird. Systeme sind zerbrochen und Lebensläufe. Was soll denn noch geschehen? Ist Trump, Merkel, Olaf Scholz und Wolfgang Schäuble nicht genug Grund zur Verzweiflung? Muss erst noch die Lindner-Partei die Linke überholen, bis endlich das befreiende Lächeln des Sich-Verstehens und der ewigen Solidarität mit allen Werktätigen in Afrika als leuchtendes Symbol über der Sonne erscheint?