amos ameis

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RE: Blick zurück nach vorn | 12.02.2015 | 10:56

Offenbar sind Sie und ich nicht hinreichend "vielfachbewegt".

RE: Darf’s ein bisschen mehr sein? | 10.02.2015 | 22:16

Dagegen, dass fettleibigen Personen ungefragt "Diät-Tipps" gegeben werden oder ihnen mitunter Hass entgegenschlägt, sollte man sich stark machen und ich wünsche den Aktivistinnen viel Erfolg.

Man sollte allerdings die Absurditäten und Schieflagen der angeschlossenen Debatten nicht außer Acht lassen. Man nehme nur einmal die immer und immer wieder (auch von der Autorin) ins Feld geführte Beth Ditto. Wenn sie der Inbegriff des Selbstbewusstseins ist, warum ist dann auf jeder Aufnahme ihre Zellulite und Co. weggebügelt?

Naja, auch nicht so wichtig. Viel bedenklicher ist offenbar, dass medizinische Fakten "ver-soziologisiert". Nein, liebe Magda. Auch wenn du dich auf den Kopf stellst. Du bist nicht "fit", dein Herz-Kreislaufsystem wird dir die Quittung geben und Knie- und Hüftgelenke sowieso. Du darfst mit deinem Körper machen, was du willst aber es ist nicht "cool", wenn du noch weiter zunimmst und die jungen Mädchen, die zu dir aufschauen, damit ermunterst deinem Beispiel zu folgen.

Warum sollte man das als emanzipatorisch ansehen?

RE: Verloren im All | 02.02.2015 | 15:07

Es ist sicherlich problematisch, dass die bemannte Raumfahrt in finanzieller Hinsicht in Konkurrenz zur gewöhnlichen Wissenschaft tritt. Der "Mehrwert" der bemannten Raumfahrt liegt meiner Ansicht nach allerdings vor allem darin, die jungen Generationen zu inspirieren (hier ist dieses inflationär verwendete Wort wie ich finde angebracht) Laufbahnen als Wissenschaftler und Ingenieure anzustreben. Das war ja auch der eigentliche Ertrag des Apollo-Programms. Zugegeben, eine etwas teure Werbekampagne aber dennoch notwendig.

RE: Das Ende des Gekrakels | 24.01.2015 | 00:45

Ein paar Anmerkungen.

"wollen sich nun auf Druckbuchstaben – „vereinfachte Ausgangsschrift“ – konzentrieren"

Die vereinfachte Ausgangsschrift ist mitnichten eine Druckschrift. Hätte man schnell herausbekommen können: http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinfachte_Ausgangsschrift

"Sagen wir, über die vergangenen 15 Jahre gerechnet: Wie oft benutzt jede(r) von Ihnen ihre/seine Hand-Schreib-Schrift? Im Alltag, im Beruf, bei anderen Gelegenheiten? Wieviel Prozent all dessen, was Sie schriftlich verfassen, verfassen Sie also in Schreibschrift?"

Was für eine dämliche Frage. Wenn ich Ihnen jetzt sage: täglich, und bei den wirklich wichtigen, Konzentration erfordernden Dingen quasi ausschließlich, dann würden Sie höchstwahrscheinlich sagen ich sei ein Sonderling und zähle nicht.

"Können Sie sich vorstellen dass es damals, als die Frakturschrift abgeschafft wurde, ähnliche Bedenken gab?"

Die Frakturschrift wurde unter ganz anderen Bedingungen abgeschafft. Sie ist nicht nur mal eben "aus der Mode gekommen". Auch das wäre einfach zu recherchieren gewesen und hätte Sie vor dem Ziehen eines blödsinnigen Vergleichs bewahrt: http://de.wikipedia.org/wiki/Antiqua-Fraktur-Streit#Erlass_zur_alleinigen_Unterrichtung_der_lateinischen_Schreibschrift_als_neuer_.E2.80.9Edeutscher_Normalschrift.E2.80.9C

Unabhängig davon ist die Frage ob Fraktur oder Antiqua als Normalschrift verwendet werden soll etwas völlig anderes. Die Schreibschrift abzuschaffen (und auf nichts anderes läuft diese Entwicklung ja hinaus) bedeutet eben nicht nur, dass handgeschriebene Texte einfach anders aussehen. Bestimmte Texte werden von Schülern überhaupt nicht mehr mit der Hand geschrieben werden, sei es nur weil es im zeitlichen Rahmen, dem eine Klausur unterliegt, nicht möglich ist einen ausfürlichen Aufsatz mit Druckschrift zu schreiben. Es würden sich an der Kulturtechnik "schreiben" überhaupt so viele Dinge ändern, dass ich gar nicht anfangen kann, diese aufzuzählen und die Konsequenzen dessen darzulegen.

Wir belassen es einfach mal dabei. Viel Stoff zum Diskutieren haben Sie in Ihrem Textchen ja eh nicht geliefert.

RE: Begriffsklärung zum Unwort des Jahres | 14.01.2015 | 16:46

Nun, Herr Buggisch ... Sie greifen mit der Bemühung des "Anständigen" aber selbst ganz schön tief in die Mottenkiste problematischer Ausdrücke ...

RE: Wir sind Charlie-Hebdo | 13.01.2015 | 10:58

In dieser Hinsicht gehört LePen in der Tat zu den aufrichtigsten politischen Akteuren. Er hat klar gemacht, dass er um getötete französische Bürger trauert aber dabei klar gemacht, dass er Charlie Hebdo als politischen Gegner (bzw. zerstörer politischer Moral) betrachtet und daher nicht beahaupten kann "je suis Charlie".

RE: „Ich hänge nicht an der x-Form“ | 28.11.2014 | 10:04

Gehen Sie lieber nicht in dieses Hasenloch. Da kommt nichts gutes mehr.

Der Grund für diese Sprachmisshandlung ist, dass all diese Begriffe irgendwie mit Macht und Status in Verbindung gebracht werden können. Dadurch, dass man sie verhackstückt soll man nicht drum herum kommen diese zu reflektieren. Ganz wilde Blüten treibt das Spiel, wenn's um Wörter wie "Standpunkt" geht. Das ist diskriminierend gegenüber Menschen, die nicht stehen können. Also wird daraus ein "Stand-/Sitz-/Liegepunkt". Kein Witz, steht alles in X's "Leitfaden".

RE: Zu den Sternen | 30.09.2014 | 02:01

So lobenswert das Engagement und der Wille der im Artikel thematischen Personen auch ist, kommt man wie man es auch immer dreht und wendet nicht daran vorbei, ihnen Naivität oder gar Wahnvorstellungen zu unterstellen. Klar, wir "im Westen" können alle mal eben in die nächste Rakete hüpfen und die Venus umkreisen; mit unseren Alien-Freunden, die unter uns wohnen. Und nebenbei entwickelt man mal eben auf sich allein gestellt eigene, nicht "fremde" Technologien - was auch immer das zu bedeuten hat. Drollige, fast schon tragische Geschichte. Mehr aber auch nicht. Was soll schon hängen bleiben? Dass es auf diesem Riesenkontinent nicht nur Verzweifelte, sondern auch entrückte Phantasten gibt? Danke, hätte ich mir selber denken können.

Ein Interview mit einem Studenten einer afrikanischen technischen Universität wäre sicherlich gehaltvoller, lässt sich natürlich nicht so romantisch verklären.

RE: Immer das gleiche Strickmuster | 19.09.2014 | 01:18

Wenn Leute wie Frau Scholz ihren messerscharfen analytischen Verstand auch auf ihre eigenen Texte und Gedanken hinsichtlich der Aufdeckung notorischer Schieflagen anwenden würden wäre viel gewonnen.