Corona-Sammelklage in den USA?

Corona-Sammelklage Deutsche Anwälte wollen in einer Sammelklage in den USA Schadensersatzforderungen von Deutschen gegen die hiesigen Corona-Maßnahmen durchsetzen.
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Ein Anwalt aus Niedersachsen möchte mit mehreren Kollegen eine Sammelklage gegen die deutschen Corona-Maßnahmen in den USA einreichen. Die Begründung: Die in der Charité entwickelten PCR-Tests könnten nicht wirklich eine Infektion mit Corona-Viren feststellen.

Der RKI-Chef Wieler und Virologe Drosten sollen dabei persönlich haften. Dem bestehenden Testverfahren fehle die Eignung für Diagnosezwecke, was gerichtsfest beweisbar sei. Die Anwälte sehen dafür den Virologen Christian Drosten von der Charité und den Direktor des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in der Schadxensersatzverantwortung.

Die Gutachten dreier Experten sollen dabei die mangelnde Eignung des Tests beweisen. Allerdings gelten die Meinungen der Wissenschaftler zur Corona-Pandemie in Fachkreisen als absolute Außenseiterpositionen. Die meisten Experten halten die bestehenden Tests für eine brauchbare Methode, um eine Corona-Infektion festzustellen.

Klage gegen 800 Euro Vorauszahlung

Als Honorar für die Beteiligung an der geplanten Sammelklage verlangen die Anwälte lediglich eine Vorauszahlung von 800 Euro. Ein echter Schnäppchenpreis. Der PR-Stunt der Anwälte erfreut sich vor allem in alternativen Medien und bei Querdenkern großer Beliebtheit. Auch interessant: Juristen, die der Meinung sind, Deutsche, die in Deutschland geschädigt worden sind, könnten in den USA eine Klage einreichen, befinden sie in einer beunruhigend kleinen Minderheit. Trau schau wem ...

Der Autor Amin El Gendi, Rechtsanwalt und Unternehmer, lebt in Neuss.

17:35 09.10.2020
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Amin El Gendi

Amin El Gendi, Rechtsanwalt und Unternehmer aus Neuss.
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