Anarc

Anarchist, kurz vor 50 und aus Süddeutschland. Undogmatisch pragmatisch. Anonymität wegen Gefahren für den Arbeitsplatz leider unvermeidlich.
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Anarc
RE: Container-James | 02.08.2012 | 22:08

Danke für's Lob. Ich male gerne Bilder mit Buchstaben und bin natürlich erfreut, wenn ich durch Feedback ein Gelingen spüre.

RE: Container-James | 02.08.2012 | 22:07

Null Argumente,...

Ja, schade. Hat überhaupt wenig zu sagen. Ich hätte da gerne noch etwas vernünftiges entlockt, aber da kommt nix. Gerade der Disput mit anderen Sichtweisen ist doch etwas interessantes.

RE: Container-James | 02.08.2012 | 18:36

In dem Absatz steht grob zusammengefaßt, das undankbare Leistungsempfänger lieber ins Occupy-Camp ziehen, anstatt Spargel zu stechen. Wem fällt sowas denn ein?

RE: Container-James | 02.08.2012 | 17:00

Warum sollte man ihn zum Spargelstechen schicken? Als Strafe? Als pädagogische Zwangsmaßnahme? Als Arbeitsdienst, um den Etat zu entlasten? Bitte begründen sie das mal.

James ist kein Gutmensch und ich kann auch ganz schön böse sein. Und den Spruch über Anarchisten kann ich gleich gar nicht einordnen.

RE: Container-James | 02.08.2012 | 13:49

Ich habe vor einiger Zeit einen Beitrag auf arte gesehen über Selbstversorgung in Detroit. Wir werden über kurz oder lang dazu gezwungen sein, über derartige Modelle nachzudenken.

Der Altkleider-Handel war noch bis in die 70er eine Domäne von ungezählten James-Typen. Dann wurde das Geschäftsmodell von einem Konglomerat aus Wohlfahrtsverbänden und Unternehmern, die Altkleider mit Sattelschleppern quer durch Europa in riesige Sortieranlagen fahren, durchorganisiert und auf eine Ebene bugsiert, auf der Millionen-Umsätze gemacht werden können. Die Ware wird mit Container-Schiffen nach Afrika verschubt, wo sie an ungezählte James-Typen verkloppt wird. Mit einem immensen Gewinn für die europäischen Monopolisten. Hier springen ein paar Villen für Raffzähne bei raus, nebst Lorbeeren für Rotkreuz-Funktionäre und dort sind mehrere 100.000 Arbeitsplätze in der Textilindustrie verloren gegangen. Die Geschichte des Verbleibs unserer Anziehsachen ist nicht weniger ein Skandal, als die Geschichte dessen Herkunft in Bangladesh und Mexico, Kapitalismus eben. Das stoppt niemand. Aber was James macht, halten viele für verwerflich, wie man an Monsees Reaktion erkennt.

Bevor wir neue Modelle entwickeln, müssen wir uns mit dem veralteten, kaputten Denken auseinander setzen.

RE: Container-James | 02.08.2012 | 13:15

Was kann sich ein Fremdarbeiter aus der Ukraine mit seinem Spargelstecher-Lohn leisten und was ein Einheimischer? Schon mal drüber nachgedacht?

Außerdem sehe ich keinen Bezug. James ist total am Boden - wenn er überhaupt noch lebt. Wenn ich mir ihren verlinkten Beitrag so durchlese, scheint es sie hauptsächlich zu stören, das er sich noch ein kleines Fünkchen Würde und Selbstachtung erhalten konnte, abseits staatlich organisierter Arbeitseinsätze mit demütig hechelnden Hilfsempfängern.

RE: Rede und Gegenrede | 31.07.2012 | 12:34

Hm. Kinder und besonders Jugendliche benötigen auch manchmal eine harte Kante - zum sich Abstoßen. Meiner hatte seine Phasen, da suchte er den Streit um des Streites willen und ich gab ihm, was er brauchte.

RE: Wer schützt uns vor den Beschützern? | 28.07.2012 | 19:56

Da möchte ich mich Hardbob anschließen. Das "ihr" ist doch nur ein rhetorisches Mittel und soll diejenigen ansprechen, die sich angesprochen fühlen. Ich selbst bin ja auch nicht völlig frei davon, in meinem Kind ein Prestigeobjekt zu sehen, an das ich subtil und auch offen Ansprüche stelle. Das Maß und die Grenze solcher Ansprüche macht den Unterschied.

Und zum wiederholten Mal: die Beschneidungsgegner sind keine geistig uniformierte Truppe. Ich nehme sehr wohl die Argumente von vielen ernst und beschäftige mich damit. Das gilt aber für das Gros dieser Leute nicht, wie an den Kommentarspalten vieler Portale eindeutig abzulesen ist. Und ein nicht unerheblicher Teil formiert sich auch zu dem grölenden Mob, der mir so auf dem Magen liegt.

Was soll ich mir dazu denken, wenn sie sich immer wieder mit diesen solidarisieren?

RE: Gazale Salame wartet auf Heimkehr | 28.07.2012 | 11:35

Wenn Rassisten wie Schünemann zu der Creme der politischen Entscheidungsträger im Land gehören dürfen, darf man sich über NSU-Morde nicht allzu sehr wundern.

RE: Die eingeschüchterte Aufklärung | 28.07.2012 | 11:09

Es wird langweilig, in dem Beitrag steht nichts, was nicht schon hundert Mal gesagt wurde. Zeit um aus dem Hamsterrad auszusteigen.

Die Positionen stehen fest, wie geht's nun weiter? Soll das Verfassungsgericht als moderne Form des Rats der Dorfältesten eine Festsetzung aussprechen? Sollen die Lobbyisten in Berlin das auskungeln? Oder veranstalten wir ein Scherbengericht in Form einer "direktdemokratischen" Volksabstimmung? Alles jeweils mit den bitteren Konsequenzen für die unterlegene Seite, die in dieser Frage nicht unbedingt eine Minderheiten-Position einnimmt.

Die Situation verlangt nach einem Kompromiß.